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Monats-Archive: August 2025

15.08.2025: Das Landeshaus ist Sitz des Schleswig-Holsteinischen Landtags. Das Gebäude liegt am Düsternbrooker Weg 70 auf dem Westufer der Kieler Förde. Als Marineakademie 1888 für die Kaiserliche Marine gebaut, war es von 1919 bis 1945 Sitz des kommandierenden Admirals der Ostseestation von (vorläufiger) Reichs- bzw. Kriegsmarine. Der Landtag von Schleswig-Holstein bezog es am 3. Mai 1950 als Parlamentsgebäude. Nach vielen Umbauten seit dem Bezug wurde am 1. Februar 2001 mit dem Bau eines neuen Plenarsaales an der Wasserseite begonnen. Dieser als Anbau gestaltete gläserne Gebäudeteil wurde im März 2003 fertiggestellt. Im Landeshaus befindet sich ein Paternosteraufzug. Das Gebäude ist eingetragen in die Liste der Kulturdenkmale in Kiel-Düsternbrook:

Haus B – direkt neben dem Landeshaus befindet sich das Gästehaus von Landtag und Staatskanzlei:

15.08.2025: Das Ehrenmal wurde für die 5249 toten U-Boot-Fahrer im Ersten Weltkrieg errichtet und am 8. Juni 1930 eingeweiht. Wegen Bauschäden erfolgte schon bald ein Neubau des Ehrenmals, das am 12. Juni 1938 eingeweiht wurde. Auf einem 15,30 m hohen Pfeiler befindet sich ein von Fritz Schmoll entworfener Adler, der 2001 wegen Schäden erneuert wurde. Das Hakenkreuz auf dem gemauerten Sockel wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch das U-Boot-Kriegsabzeichen überdeckt. In dem bogenförmigen Rundgang um das Ehrenmal sind auf 115 Bronzetafeln die Namen der gefallenen U-Boot-Fahrer beider Weltkriege sowie der im Dienst verunglückten Soldaten der Deutschen Marine verewigt. Eigentümer des Ehrenmals ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V:

15.08.2025: Die Maschinenbau Kiel (MaK) war ein traditionsreicher Hersteller von Schiffsdieselmotoren, Diesellokomotiven, Dieseltriebwagen und Kettenfahrzeugen, der in den 1990er Jahren in mehrere Einzelunternehmen aufgespalten wurde. Nach der Übernahme der Schiffsmotoren-Sparte durch die Caterpillar Inc. in die hundertprozentige Tochtergesellschaft Caterpillar Motoren GmbH & Co. KG bestimmt Caterpillar mit rund 80 Prozent das heutige Gesicht der ehemaligen MaK, die im Volksmund immer noch als solche bezeichnet wird und ein bedeutender Arbeitgeber in der Region Kiel ist:

15.08.2025: Die nur rund einen Kilometer breite Friedrichsorter Enge wird seit 1815 befeuert. Der weisse runde Stahlbetonturm mit grünweiss gestreifter Galerie und grünweiss gestreiftem Unterbau steht an der Friedrichsorter Enge, nördlich des Nord-Ostsee-Kanals. Für den ersten Leuchtturm wurde eine 1500 qm grosse Sandinsel aufgespült. Der neue Turm wurde auf 12 bis zu 36 m tiefen Bohrpfählen aus Stahlbeton gegründet. Der 3,5 m dicke Turmschaft ist zum Schutz vor der Witterung mit weissem Aluminiumblech verkleidet. Eine 400 W Halogen-Metalldampflampe mit Gürtellinse und Umlaufblende erzeugt eine Lichtstärke von 28.000 Candela. Bei Dunkelheit wird der Turm angestrahlt. Das automatisierte Leuchtfeuer wird von der Verkehrszentrale Travemünde fernüberwacht:

15.08.2025: Bis 1854 war Laboe dazu verpflichtet die Wassermühle in Lutterbek zu nutzen. Nach Aufhebung dieses Mühlenzwanges und der Einführung der Gewerbefreiheit von 1869, enstand die erste Windmühle in Laboe. Sie wurde 1872 als Erdholländer vom Mühlenbauer Johann Hinrich Matz, für den Müllermeister Martin Mertz errichtet. 1879 wurde sie an den Müllermeister Hinnerk Thiessen verkauft, welcher die Mühle 1897 an den Müllermeister Theodor Petersen verkaufte und kurz darauf für 5 Jahre von ihm pachtete. Ab 1902 wurde die Mühle von Theodors Sohn, Richard Petersen bewirtschaftet und brannte 1904 nieder. Die zweite Mühle, ein Galerieholländer Anno 1857 vom Gut Ornum bei Missunde an der Schlei, wurde 1906 abgebrochen, mit dem Schiff nach Laboe gebracht und am Platz der ersten Mühle wieder aufgebaut. Sie wurde im ersten Weltkrieg auf Befehl abgebrannt. In den Jahren nach dem ersten Weltkrieg kaufte Müller Willi Thiessen den Platz der alten Windmühle zurück. Der neue Unterbau wurde aus den Resten der Festungen Stosch und Jägersberg, von ortsansässigen Handwerkern errichtet. Der Oberbau stammt von der Mühle aus Demühlen am Russee, welche 1867 erbaut wurde und stillgelegt werden sollte. Sie wurde in Demühlen demontiert und per Pferdewagen nach Laboe transportiert und bis 1923 wieder aufgebaut. Der Betrieb wurde 1964 eingestellt und die Mühle 1967 zum Restaurant umgebaut. Heute gehört sie zum Alten- und Pflegeheim in der Mühlenstrasse:

15.08.2025: Das Rathaus der Gemeinde Ostseebad Laboe befindet sich in der Reventloustrasse 20 direkt in der Fussgängerzone. Es dient als zentrale Anlaufstelle für Verwaltungsangelegenheiten der Gemeinde. Das denkmalgeschützte Gebäude wird durch mehrere Nutzungseinheiten wie der Tourist – Information, Sitzungssaal, Fraktionszimmer sowie Archiv bis hin zu Büroräumen, der Flächen für die Stöberstube, das Ehrenamt und öffentliche Toilette belegt. Das Rathaus wurde im Jahr 1913 durch das Bauunternehmen Oswald Lovisa errichtet. Es handelt sich um einen Backsteinbau im Reformstil. Charakteristisch ist die Bauweise als zwei- bis dreigeschossiges Eckgebäude auf einem hohen Sockel, ergänzt durch eine markante Eckrotunde und ein Walmdach:

15.08.2025: Wo heute roter Samt, Bühnenlicht und herzhaftes Lachen den Ton angeben, begann alles ganz bodenständig mit Europaletten als Bühne, einer grossen Portion Mut und Menschen, die an Kultur vor Ort glaubten. Aus dieser Leidenschaft ist das Lachmöwen-Theater Laboe entstanden – eine Bühne, die seit 1986 die plattdeutsche Sprache lebendig hält und zugleich ein echtes Stück Heimat geschaffen hat. Mit 148 Sitzplätzen ist der Theatersaal nicht nur ein Theater – er ist Laboes grösstes Wohnzimmer. Hier kommen Generationen zusammen, Stammgäste, Urlaubsbesucher, junge Neugierige und langjährige Liebhaber des Niederdeutschen. Dank ansteigender Sitzreihen geniesst jeder beste Sicht, während dezente Technik und ein angenehmes Raumklima dafür sorgen, dass sich Kultur genauso komfortabel wie herzlich anfühlt. Ein ganz besonderes Herzstück sind die Original-Bestuhlung, der rote Vorhang und sogar Teile des Bühnenbodens, die aus dem Alten Hamburger Ohnsorg-Theater stammen:

15.08.2025: Am 13. März 1972 wurde U 995 von zwei Schwimmkänen nach Laboe überführt und als technisches Museum am Strand vor dem Marine-Ehrenmal abgesetzt. Das Boot war am 16. September 1943 beim Blohm & Voss in Hamburg in Dienst gestellt worden. Es gehörte zum Typ VII C, von dem bis 1945 insgesamt 693 Einheiten fertiggestellt wurden. Bis zu seiner Ausserdienststellung am 8. Mai 1945 im norwegischen Trondheim wurde U 995 vorwiegend im Nordmeer gegen Geleitzüge und auslaufende Konvois und Sicherungsstreitkräfte eingesetzt:

15.08.2025: Die weithin sichtbare Silhouette seines 85 Meter über der Ostsee aufragenden Turms prägt das Gesicht der Kieler Aussenförde. Zwei Aufzüge oder 341 Stufen führen zu einer Aussichtsplattform, von der aus sich ein einzigartiger Rundblick über Land und Meer öffnet. Ursprünglich dem Gedächtnis der im Ersten Weltkrieg gefallenen Angehörigen der Kaiserlichen Marine gewidmet, wurde das Ehrenmal nach erneuter Übernahme durch den Deutschen Marinebund am 30. Mai 1954 zur Gedenkstätte für die auf See Gebliebenen aller Nationen und zugleich zum Mahnmal für eine friedliche Seefahrt auf freien Meeren. Auf 5,7 Hektar Gesamtfläche – nahezu der Grösse von acht Fußballfeldern – gehören zu der Anlage neben dem markanten Turm eine unterirdische Gedenkhalle, die Historische Halle mit zahlreichen Schiffsmodellen und anderen marine- und schifffahrtgeschichtlichen Exponaten sowie eine 7000 Quadratmeter grosse, mit Wesersandstein belegte Freifläche. Die Planung des auf dem Gelände eines früheren Panzerturms erbauten Denkmals geht auf eine Idee von 1925 zurück. Am 30. Mai 1936 wurde es nach fast siebenjähriger Bauzeit eingeweiht. Etwa 700.000 Reichsmark – überwiegend aus Spenden von Mitgliedern der Marinevereine und der Marineoffizier-Vereinigung stammend – waren in den Bau geflossen, der heute zu den wenigen architektonischen Beispielen des Expressionismus zählt. Von 1993 – 1998 wurde die Anlage einer umfassenden Renovierung unterzogen – angefangen mit einem neuen Belag der Freifläche und endend mit der notwendig gewordenen Sanierung und Neuverfugung des geklinkerten Turms. Die dafür erforderlichen Finanzmittel in Höhe von nahezu 4,5 Millionen DM/2,3 Millionen Euro wurden aus Eintrittsgeldern und Mitgliedsbeiträgen aufgebracht sowie aus Spenden, die über die Hälfte des Gesamtbetrages ausmachten. Öffentliche Gelder standen nicht zur Verfügung: