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Monats-Archive: August 2025

13.08.2025: Der Bahnhof liegt an der Bahnstrecke Lübeck-Lüneburg, die von Lüneburg bis Ratzeburg in den Hamburger Verkehrsverbund HVV eingebunden ist. Mölln ist mit Buslinien an die Bahnhöfe in Schwarzenbek, Büchen und Hamburg-Bergedorf sowie an die U-Bahn-Station Wandsbek Markt in Hamburg angebunden. Das erste Empfangsgebäude wurde gleichzeitig mit Eröffnung der Strecke eröffnet. 1899 wurde südlich davon ein neues grösseres Gebäude, in typischer preussischer Bahnhofsarchitektur, errichtet. Das alte, erste Empfangsgebäude ist heute in Privatbesitz und steht als Bauliche Anlage unter Denkmalschutz. Das neuere ist im Besitz der Vereinigte Stadtwerke GmbH (VSG). Von 2003 bis 2018 gab es dort ein Restaurant und einen Kiosk. Die früher im Personenverkehr genutzte Schalterhalle war mindestens ab 2008 wegen Vandalismus geschlossen. 2015 wurde der Bahnsteig auf 76 cm erhöht und barrierefrei ausgebaut, dabei aber auch auf 100 m verkürzt. 2019 bis 2020 wurde das Gebäude saniert und umgebaut. Seitdem ist die Wartehalle wieder geöffnet. Weiter ist im Innenbereich eine Bäckerei, eine VSG-Kundenfiliale sowie ein WC zu finden:

MÖLLN

(19.600 Einwohner, 50 m ü. NHN) ist eine Kleinstadt im Kreis Herzogtum Lauenburg im Südosten Schleswig-Holsteins. Sie ist auch als Eulenspiegelstadt bekannt. Mölln, die nach Einwohnern zweitgrösste Stadt im Kreis Herzogtum Lauenburg, liegt an der B 207 (Alte Salzstrasse) etwa 30 Kilometer südlich von Lübeck, im Gebiet des Naturparks Lauenburgische Seen. Der Stadthügel ist eine vom Schmelzwasser der letzten Eiszeit geprägte Endmoränenzunge. Die Stadt ist von der vom Hellbach bzw. der Pinnau durchflossenen Möllner Seenplatte umgeben. Die Stadt wurde 1188 erstmals urkundlich erwähnt. Durch ihre Lage zwischen Lübeck und Lüneburg profitierte sie erheblich vom Salzhandel auf der Alten Salzstrasse. Laut Überlieferung starb der berühmte Narr Till Eulenspiegel im Jahr 1350 in Mölln und wurde dort angeblich stehend begraben. Sein Erbe wird heute im Eulenspiegel Museum (erbaut 1582) und durch den Eulenspiegel-Brunnen am Marktplatz gepflegt. Seit 1970 ist Mölln ein staatlich anerkannter Kneippkurort.

Bahnhof-Empfangsgebäude und Alter Bahnhof:

Stadthaus:

Bronzeskulptur Begegnung:

Stadtbücherei:

Wasserturm:

Evangelische St.-Nicolai-Kirche:

Historisches Rathaus:

Eulenspiegelmuseum:

Eulenspiegelbrunnen:

Partnerstädte:

Stadtsee:

Restaurant Zum Weissen Ross:

Stadthauptmannshaus:

Stadtmühle:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Kurzbesuchs am 13.08.2025.

12.08.2025: Feuerschiffe dienten als Seezeichen für die Lenkung und Sicherheit des Schiffsverkehrs, es sind also schwimmende Leuchttürme. Sie wurden auf Ansteuerungspunkten der Reviere und auf markanten Positionen gekennzeichneter Verkehrswege ausgelegt. Sie wurden vor den deutschen Küsten nach und nach ersetzt durch unbemannte, vollautomatische Feuerschiffe, Leuchttürme oder Leuchttonnen. Man wollte so die Unterhalts- und Betriebskosten bemannter Feuerschiffe einsparen. Das Feuerschiff Elbe 1 wurde am 8. November 1948 beim damaligen Seewasserstrassenamt Cuxhaven in Dienst gestellt und wurde bis 1988 benutzt. Heute dient das noch voll funktionsfähige Schiff nicht nur als Museum für Besichtigungen, sondern es kann auch für Trauungen oder kleine Kreuzfahren mit Speisemöglichkeit gebucht werden. Es handelt sich um ein fast 60 Meter langes Schiff mit einem 15 Meter über der Wasserlinie aufragenden Leuchtfeuer, das im zentralen Turm untergebracht ist. Die ELBE 1 wurde von der im Feuerschiffsbau besonders erfahrenen Werft Meyer in Papenburg erbaut. Das Schiff wurde als Stromschiff gebaut, das heisst, es hat einen verhältnismässig grossen Tiefgang mit ausreichender Lateralfläche, wodurch die Strömung eine grosse Richtkraft auf das Schiff ausüben kann. Der Schiffskörper wurde nach den Vorschriften und unter Aufsicht des Germanischen Lloyd entsprechend dessen höchster Klasse mit Eisverstärkung gebaut. Das jetzige Denkmal erhielt ursprünglich den Namen BÜRGERMEISTER O’SWALD. Besitzer des schwimmenden Denkmals ist die Stadt Cuxhaven. Die Betreuung und den Erhalt des Feuerschiffes haben jedoch Cuxhavener Bürger übernommen, die mit vielen auswärtigen Liebhabern im Feuerschiff-Verein Elbe 1 von 2001 e.V. zusammengeschlossen sind.

Hier bei einem Lübeck-Besuch im Hansahafen am 12.08.2025:

11.08.2025: Der Marstall mit der alten Reithalle liegt direkt an der Lübecker Strasse, gegenüber der Schlossbrücke. Er wurde 1845/46 im Auftrag von Graf Ernst Schimmelmann gebaut und diente der Pferdezucht. Nach einigen Jahrzehnten mit wechselnden Besitzern und Nutzungszwecken, darunter z. B. eine Autowerkstatt, wurde das Gebäude Anfang dieses Jahrhunderts liebevoll saniert. Heute gibt es darin eine Galerie, die Reithalle wird als Veranstaltungsraum genutzt, ausserdem gibt es Büroräume:

11.08.2025: Gleich gegenüber der Schlossbrücke am Mühlenredder liegt die alte Mühle. Das alte Gebäude mit dem Reetdach entstand Ende des 16. Jahrhunderts. Sie war damals eine Zwangsmühle. Das bedeutet, die Bauern des Gutes Ahrensburg waren gezwungen, ihr Korn dort mahlen zu lassen. Heute ist das alte Mühlengebäude in Privatbesitz:

11.08.2025: Drei Kilometer südlich des heutigen Schlosses lag die Burg Ahrensfelde. Diese Burg aus dem 13.-15. Jahrhundert gehörte seit dem Jahr 1567 zu Dänemark. 1569 schenkte der dänische König den Besitz Daniel Rantzau als Belohnung für Kriegsdienste gegen die Schweden im sogenannten Dreikronenkrieg. Dessen Bruder Peter Ramtzau erbte die Burg und liess sie abbrechen um an anderer Stelle ein neues Schloss nach dem Vorbild des Glücksburger Schlosses zu errichten. Das neue Schloss wurde im Jahr 1585 fertiggestellt. Hierzu gehörten auch Gärten an der Stelle des heutigen Marstalls. Gegenüber dem Schloss entstanden die Gutskirche mit ihrer sterngewölbten Decke als Grablege der Rantzaus und die sogenannten Gottesbuden, die auch heute noch als Wohnraum für sozial schwache Menschen dienen. Bis ins 18. Jahrhundert verblieb der Besitz bei der Familie Rantzau. Begründet durch den wirtschaftlichen Niedergang wurde Ahrensburg im Jahr 1759 an den Kaufmann Heinrich Carl Schimmelmann verkauft. Schimmelmann hatte sein Vermögen unter anderem im sogenannten Dreieckshandel mit Sklaven gemacht. Er war als Gutsherr auf Ahrensburg jedoch sehr um die dauerhafte Verbesserung der Lebensumstände seiner Untertanen bedacht. Er liess das Herrenhaus in ein spätbarockes Landschlösschen umbauen und die Schlossinsel grundlegend umgestalten. Die Gärten auf der Insel bezauberten mit den für die Zeit typischen Broderien, Orangen- und Lorbeerbäumen. Zwar blieb Ahrensburg sechs Generationen im Besitz der Familie, doch im Jahr 1778 verlegte Schimmelmann seinen Wohnsitz nach Wandsbek. Sein Sohn Friedrich Joseph legte einen Englischen Garten nördlich der Schlossinsel an, dessen Sohn liess den Park landschaftlich mit seltenen Bäumen umgestalten. Aus wirtschaftlichen Gründen mussten die Grafen im Jahr 1938 das Schloss verkaufen. Dank der Initiative des Ahrensburger Hoteliers Hans Schadendorff (1898 – 1967) konnte das Schloss als Kulturdenkmal erhalten bleiben. Das Land Schleswig-Holstein, der Kreis Stormarn, die Kreissparkasse (heute: Sparkasse Holstein) und die Stadt Ahrensburg übernahmen dann die Trägerschaft für den Verein Schloss Ahrenburg e.V., der 1938 das Schlossmuseum eröffnete. Nach kriegsbedingter Schliessung und Renovierung dient das Schloss seit 1955 als Museum. Mehrere umfangreiche Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten (1983-1985 und 2009-2015) sorgten dafür, dass das Schloss in altem Glanz erstrahlt. Ende 2002 wurde das Schloss in eine Stiftung bürgerlichen Rechts umgewandelt:

11.08.2025: Gegenüber vom Schloss liess Gutsherr Peter Rantzau eine Kirche errichten, die 1596 geweiht wurde. Der schlichte, nachgotische Backsteinbau wurde um 1716 unter Detlev Rantzau mit einer wertvollen barocken Ausstattung versehen. Der Kanzelaltar und beispielsweise der Taufengel stammen aus dieser Zeit wobei der Altartisch sogar noch aus der Erbauungszeit vorhanden ist. Zeitgleich mit der Kirche wurden rechts und links der Schlosskirche die sogenannten Gottesbuden gebaut, um den Bedürftigen und Alten des Gutes eine Unterkunft zu bieten. Auch heute noch werden die kleinen Wohneinheiten von der Kirche an sozial schwache Menschen vergeben:

08.08.2025: Der Bahnhof liegt an den Strecken Bützow-Szczecin, Güstrow-Schwaan und Güstrow-Meyenburg. Ab Güstrow bestehen S-Bahn-Verbindungen mit der S 2 und S 3 der S-Bahn Rostock nach Rostock und Regionalexpressverbindungen nach Rostock, Berlin, Neubrandenburg und Szczecin sowie Bützow und Lübeck. Ein weiterer Bahnhof befindet sich im Stadtteil Primerburg. Für den Güterverkehr gibt es einen Railport. Das Bahnhofsgebäude wurde 1855 fertig gestellt und ist im Wesentlichen in seiner Struktur erhalten geblieben. Es ist ein zweigeschossiger symmetrischer Bau mit zwei vierachsigen Seitenrisaliten und einem sechsachsigen Zentralteil. 1895 erhielt es einen eingeschossigen Vorbau im Eingangsbereich zum Vorplatz hin. Dieser wurde zunächst zur Jahrhundertwende durch einen grösseren Bau ersetzt, der wiederum 1926 einem Neubau weichen musste, welcher den Grossteil der Strassenfront einnimmt. Hier wurden die Fahrkarten- und Gepäckschalter eingerichtet. Ein weiterer Vorbau entstand auf der Bahnsteigseite:

08.08.2025: Traditionelle Formen und modern-expressive Gestaltung lassen die Kirche von Paul Korff vertraut und doch neuartig erscheinen. Die Architektur kündet von der Ankunft des Neuen Bauens im Mecklenburger Land. Denn von Weitem fühlt sich der Betrachter an die Staffelgiebel mittelalterlicher Bürgerhäuser der Region erinnert. Doch es handelt sich um ein Gotteshaus, um einen experimentellen Bau der Neuen Sachlichkeit. 1928 wurde ein erster Entwurf für eine dreischiffige Kirche mit repräsentativem Turm und erhöhtem Altarhaus vorgelegt, der aus Kostengründen von der zuständigen kirchlichen Behörde in Osnabrück keine Zustimmung erhielt. Es galt, wie für Diasporakirchen damals üblich, eine möglichst hohe Funktionalität bei möglichst geringen Kosten zu erreichen. Dafür wählten die Architekten die dann ausgeführte reduzierte Gestalt ohne Turm und mit kostengünstigem Zollinger Lamellendach. Am 5. Mai 1929 erfolgte die Grundsteinlegung. Am 25. August 1929 konnte der Osnabrücker Bischof Wilhelm Berning den Bau feierlich konsekrieren. Im Laufe der Jahre wurden im Innenraum an den liturgischen Orten Veränderungen vorgenommen (bes. 1969/2011). Eine bauliche Veränderung erfuhr 2008 auch die Südseite der Kirche durch den Anbau eines Beichtraumes:

08.08.2025: Die Gertrudenkapelle wurde Ende des 14./Anfang des 15. Jahrhunderts ursprünglich als Fachwerkkonstruktion mit Backsteinmauerwerk ausserhalb der Stadtmauern errichtet. Sie diente zunächst als Wallfahrtskapelle. Seit Oktober 1953 beherbergt der flach gedeckte Backsteinsaal ein Museum für Werke des Bildhauers Ernst Barlach (1870 – 1938):