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Monats-Archive: August 2025

18.08.2025: Die katholische Propsteikirche Sankt Anna liegt im Stadtzentrum von Schwerin. Das Gebäude fügt sich in die prachtvollen Häuserfronten der Schlossstrasse ein. Sie wurde im 18. Jahrhundert als erste katholische Kirche nach der Reformation in Mecklenburg gebaut. Die Kirche ist St. Anna, der Mutter von Maria, gewidmet. Es finden Gottesdienste und Konzerte statt. Die überwiegende Zahl der Kirchen in Mecklenburg ist seit der Reformation evangelisch. Mit dem Bau von St. Anna in der Schlossstraße im klassizistischen Stil wurde 1791 begonnen. Die Weihe erfolgte vier Jahre später. Von der einstmals reichen klassizistischen Ausstattung ist heute noch die Kanzel erhalten. Aus der Spätgotik stammt die Anna Selbdritt-Gruppe aus Holz. Das Taufbecken aus Granit wurde in der Schweriner Schleifmühle angefertigt und war ein Geschenk des regierenden Herzogs. Tabernakel, Kreuz und ein Bronzerelief sind Werke moderner Kirchenkunst aus den 1980er Jahren. Die Kirchenfenster zeigen verschiedene Heilige und Nils Stensen, dessen Wirken in Schwerin auch durch weitere Bronzereliefs in der Kirche und an den Aussenwänden der Kirche besonders gewürdigt wird. St. Anna verfügt über eine bedeutende Sammlung von Büchern und Schriften der vergangenen 400 Jahre, die zum Teil in Ausstellungen gezeigt werden:

18.08.2025: Im 19. Jahrhundert stand ab etwa 1850 hier der dreigeschossige einfache Fachwerkbau des Hotels Stadt Hamburg, das 1952/53 den Namen Hotel du Nord erhielt. 1909 wurde dieses Bauwerk für einen Neubau abgerissen. Das viergeschossige 15-achsige verputzte neoklassizistische Haus mit drei Giebelrisaliten und dem Portikus mit Rundbögen wurde bis 1911 als Hotel Nordischer Hof für den Bankier Hugo Berger gebaut. Der Entwurf stammt von dem Berliner Architekten Georg Roensch. 1912 übernahm eine Schweriner Hotelgesellschaft den Betrieb, erweiterte das Hotel um die Häuser Ritterstraße 5 und 7 und ergänzte das Ensemble um einen Ballsaal. 1920 kaufte die Landesregierung die Gebäude. Im Juli 1945 übernahm die sowjetische Militäradministration Mecklenburg (SMAD) den Komplex. 1951 erhielt der Rittersaal ein Bühnenhaus und den separaten Zugang nach Plänen von Paul Nehls. Bis 1990 waren hier auch Verwaltungsräume des Rates des Bezirks Schwerin. Seit Oktober 1990 wird es vom Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern genutzt, das sich auch im benachbarten neoklassizistischen Gebäude Schlossstrasse 5 befindet:

18.08.2025: Bei dem Schweriner Rathaus handelt es sich um ein historisches und denkmalgeschütztes Bauwerk, das sich am Schweriner Markt in der Altstadt befindet. Seit 1351 kann nachgewiesen werden, dass es an dem gleichen Standort bereits mehrere Vorgängergebäude gab. Dreimal fielen diese Stadtbränden zum Opfer, danach wurden sie jedoch jedes Mal wieder aufgebaut. Das heutige Rathaus mit seiner im Tudorstil gehaltenen Fassade entstand im Jahr 1835 nach den Plänen von G. A. Demmler. Teile des Baumaterials stammen sogar noch von dem ersten Bauwerk aus dem 14. Jahrhundert. Auf der Mittelzinnen des Gebäudes ist der Goldene Reiter zu sehen, der den Schweriner Stadtgründer Heinrich den Löwen darstellt. In regelmässigen Abständen finden vor dem Rathaus lebhafte Markttage statt:

Rückfront:

18.08.2025: Offiziell heißt das schneeweiße Säulengebäude am Marktplatz Neues Gebäude. Es entstand ursprünglich als Markthalle. Herzog Friedrich – genannt der Fromme – soll es gestört haben, dass auf dem Schweriner Marktplatz Handelsgüter wie Textilien, Kleidung und andere Waren neben Fisch und Fleisch und lärmenden Marktweibern und bei jedem Wetter draussen gehandelt wurden. Er ordnete Bau einer Markthalle für Händler von Textilien und anderen Waren an, die 1785 fertiggestellt wurde. Das Gebäude war fortan auch unter dem Namen Krambudenhaus bekannt. Heute ist der Name Säulengebäude geläufiger:

18.08.2025: Vor dem Neuen Gebäude, an der Nordseite des Altstädtischen Marktes, steht eine Löwenskulptur, die an den Stadtgründer Schwerins, Heinrich den Löwen, erinnert. Diese wurde 1995 am Vorabend des 800. Todestages des Stadtvaters errichtet. Geschaffen hat sie der Bildhauer Peter Lenk aus Konstanz. Von seinem viereinhalb Meter Sockel aus schaut der Löwe hämisch grinsend über den Platz, dessen Geschichte bis in die Zeit der Stadtgründung Schwerins im Jahr 1160 zurückgeht. Über Jahrhunderte bildete der Markt das politische, wirtschaftliche und religiöse Zentrum der Stadt, nur hier war es den Schweriner Kaufleuten gestattet, zu Zeiten Heinrich des Löwen mit Lebensmitteln und handwerklichen Erzeugnissen zu handeln. Als auf dem Markt 1995 das Denkmal für den Stadtgründer Heinrich den Löwen eingeweiht wurde, gab es sehr zwiespältige Meinungen dazu: Während die einen lächelnd die vier dargestellten Episoden aus dem Leben Heinrichs betrachteten, riefen sie bei anderen Empörung hervor. Denn eines der vier in Stein gemeisselten Bilder, die sogenannte Gesässparade, zeigt nackte Hintern, die die Bardowicker Bürger aus Groll dem durchreisenden Herzog einst gezeigt haben sollen. Denn dieser hatte während seiner Regierungszeit Schwerin und Lübeck als wichtige Handelsplätze gefördert, während Bardowick immer mehr an Bedeutung verlor. Die Gesässhuldigung erinnert an die Geringschätzung, die die Bardowicker dem Herzog seitdem entgegen brachten. Die weiteren Bilder der Säule erzählen satirisch kritisch vom Wendenkreuzzug 1147, der Gründung Schwerins 1160 und der Erschaffung des Braunschweiger Löwen als Symbol der Regentschaft Heinrichs in der Residenz Braunschweig:

18.08.2025: Vom Vorgängerbau des Doms blieb kaum etwas erhalten, einzig die Paradiespforte, das westliche Südportal im Turm stammt noch aus jener Zeit. Vermutlich blieb es erhalten, da es schon im gotischen Stil ausgeführt war. Auch der einstige Turm stand noch lange Zeit, wurde jedoch später abgerissen und 1889 durch einen neogotischen Turm ersetz. Durch die Schenkung einer Reliquie mit dem angeblichen Blut Christis entwickelte sich Schwerin zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte Nordostdeutschlands. Die Pilger brachten viel Geld in die Kassen und da man mit dem Aufstieg der Hansestädte Rostock, Stralsund, Greifswald, Wismar mithalten wollte, begann man 1270 damit einen Neubau des Dom im Stil der Gotik zu beginnen. Dieser Neubau lag auf dem höchsten Punkt des Domberges und sollte deutlich prächtiger, als der Vorgängerbau werden. Das Hauptschiff des Neubaus wurde um rund 40 Meter auf 105 Meter verlängert. Zudem erhielt die dreischiffige Basilika einen Umgangschor mit Kapellenkranz. Die Gewölbehöhe beträgt 26,5 Meter. Bereits 1272 wurde am Chor gearbeitet, der 1327 fertig gestellt war. Ebenso fertig gestellt waren das Querhaus mit östlichen Seitenschiffen und das Kapitelhaus, das sich südlich direkt zwischen Chor und Querhaus an den Dom anschloss. Da im neuen Chor nun Gottesdienste abgehalten werden konnten, wurde der Vorgängerbau abgerissen. Bis zum Ende des 14. Jahrhunderts standen dann auch das restliche Querhaus und das Hauptschiff. 1416 wurde die Kirche eingewölbt und erhielt Fenster im Hauptschiff. Die Bemalung des Domes entspricht im weitesten Sinne der ursprünglichen mittelalterlichen Bemalung. Der 1892 fertig gestellte Turm ist mit 117 m der höchste in Mecklenburg-Vorpommern und dient als Aussichtsplattform. Der Kreuzgang der sich nördlich an den Dom anschliesst war für die Domherren gedacht und wurde zwischen 1392 bis 1463 angelegt. Hier lebten und arbeiteten die Domherren, die für den Gottesdienst und weitere liturgische Dienste zu ständig waren. Der Kreuzgang ist nicht mehr komplett original erhalten. Er wurde in der Neogotik verändert. Besonders das Obergeschoss, dass 1484 aufgesetzt worden war, wurde nach einem Brand im 19. Jahrhundert stark verändert:

Kreuzgang:

Glocken:

Aussicht vom Dom:

Ehemalige Landesbibliothek in einer Seitenkapelle:

Löwe vor dem Dom – das Denkmal wurde 1995 anlässlich der 1000-Jahr-Feier Mecklenburgs errichtet in Anlehnung an Heinrich den Löwen, der den Dom gründete. Finanziert wurde die Skulptur von einer privaten Stiftung:

18.08.2025: Das prächtige Palais befindet sich in der Puschkinstrasse – der früheren Königstrasse – zwischen der Schlossstraße und dem Schelfmarkt, oberhalb des Pfaffenteichs. 1708 begann dort alles mit dem Kauf des Grundstücks. Herzog Friedrich Wilhelm liess nachfolgend für seinen Bruder Christian Ludwig den Prinzenhof, auch Ludwigshof genannt, erbauen. Später fand hier auch der Witwenwohnsitz für Charlotte Sophie, Frau des Herzog Ludwig, Platz. Sie lebte hier bis zu ihrem Tod im Jahr 1810. Danach stand das Palais zehn Jahre leer, bis der grossherzogliche Finanzminister Leopold von Plessen es nutzte. Wieder später, zur Zeit des Schweriner Schlossumbaus von 1843 bis 1857, diente das repräsentative Palais der grossherzoglichen Familie als Wohnsitz und dann wurde erneut angebaut. In dieser Zeit sorgte Hofbaumeister Georg Adolph Demmler noch für einen Saalanbau auf der Rückseite des Palais. Damit kehrte schlossähnliches Flair ein, denn der neue Raum war optisch und baulich an den Thronsaal angelehnt. Nachdem Grossherzog Friedrich Franz IV. 1920 abgedankt hatte, ging das Palais schliesslich in den Besitz des Freistaates Mecklenburg-Schwerin über. Das gediegene, aber bescheidene Barockpalais erhielt 1779/1780 eine Umgestaltung, die einem Neubau glich. Johann Joachim Busch machte die Pläne dafür und verhalf dem Gebäude zum Stil des französischen Barock. Dabei blieben zum Beispiel die zweigeschossige Dreiflügelanlage und der Ehrenhof erhalten. Das frühere Mansarddach allerdings wurde durch ein Plateaudach mit Dachgauben ersetzt. Die Fassaden erhielten eine kräftige Putzquaderung und Verzierungen in Form von Festons:

18.08.2025: Die St. Nikolai-Kirche, auch bekannt als Schelfkirche, liegt in der Schweriner Schelfstadt und zählt zu einer der wenigen barocken Backsteinkirchen in Mecklenburg. Erbaut 1713, ist sie der erste grosse Kirchenbau Mecklenburgs nach der Reformation und beherbergt noch heute die Gruft der Herzöge von Mecklenburg-Schwerin. Die Kirche zeichnet sich durch ihren einzigartigen, kreuzförmigen Grundriss aus, der als idealer protestantischer Predigtsaal konzipiert wurde. Der Bau der Schelfkirche war für das 18. Jahrhundert technisch äußerst anspruchsvoll, insbesondere aufgrund des weit auskragenden Traufgesimses:

18.08.2025: Das Haus diente bis zur Vereinigung der Neustadt mit der Altstadt im Jahr 1832 als Sitz der Stadtverwaltung für diesen eigenständigen Stadtteil.Errichtet wurde das Gebäude im Jahr 1740 unter der Bauleitung von Johann Joachim Busch. Das Gebäude ist als repräsentativer Putzbau gestaltet und prägt den barocken Charakter des Schelfmarktes. Nach der Nutzung als Rathaus beherbergte es verschiedene Institutionen, darunter eine Baugewerbeschule und die Bauverwaltung. Nach einer Zeit des Leerstands wurde das Gebäude an einen privaten Investor verkauft, aufwendig saniert und dient heute als Wohnhaus. Im Erdgeschoss befindet sich zudem eine Arztpraxis:

18.08.2025: Das Haus ist den meisten Schweri­nern bekannt als das alte Standesamt, aber geheiratet wurde dort ursprünglich nicht. Denn zunächst nutzte es die Kuetemeyer-Schenke-Steinecke‘sche Stiftung als Verwaltungsgebäude.
Johann Hermann Kuetemeyer war von 1803 bis 1820 Schweriner Bürgermeister. Das Haus wurde in den Jahren 1893/94 unter Architekt Gustav Hamann erbaut. Hamann lehnte sich teils an Renaissance-Formen an und entwarf den Bau letztlich im so genannten Johann-Albrecht-Stil. Die dazu gehörigen Terrakotten, die noch heute die Fassade schmücken,wurden in Schwerin hergestellt. Als das Haus fertig war, stand es noch sozusagen solo in der Strasse, ringsum befanden sich Gärten, die weiteren Gebäude kamen erst nach und nach hinzu. Die Kuetemeyer-Stiftung war wohltätigen Zwecken gewidmet und verlieh Geld an bedürftige Bürger sowie Klein­unternehmer. Aber im Jahr 1941 lösten die Nazis die Stiftung auf, das Geld ging an die Stadt Schwerin über. Im Juni 1942 wurde in dem Gebäude in der Krügerstrasse (so hiess sie während der NS-Zeit) das Standesamt untergebracht. Bereits Ende 2003 zog das Schweriner Standesamt in das Stadthaus um, jedoch wurden noch bis 2008 in der August-Bebel-Strasse Paare getraut. Danach stand es erstmal eine ganze Weile leer. 2010 kaufte der Schweri­ner Immobilienunternehmer Martin Henning Bischoff das schmucke Haus am Ost-Ufer des Pfaffenteichs. Er liess das Gebäude aufwendig und mit viel Liebe zum Detail sanieren. Seit Sommer 2015 zeigt es sich wieder als echtes Schmuckstück der Schelfstadt. Inzwischen wird der repräsentative Haupttrakt des Hauses inklusive Saal vom Ayurveda Campus genutzt, im oberen Teil befinden sich Wohnungen, die durch einen Nebeneingang erreichbar sind: