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Monats-Archive: August 2025

01.08.2025: Besuch Bismarckturm Quedlinburg (Höhe: 20 m, Einweihung: 1896). Der Bismarckturm steht auf einer kleinen Anhöhe inmitten einer Parkanlage im Südosten von Quedlinburg. Dieser rund 20 Meter hohe Aussichtsturm mit kreisförmigem Grundriss wurde im Jahre 1894 geplant und drei Jahre später nach Vollendung der Bauarbeiten eingeweiht. Damit ist der aus Granit und Kalkstein errichtete Quedlinburger Turm der älteste Bismarckturm im Bundesland Sachsen-Anhalt. Über dem Turmeingang befanden sich eine bildliche Darstellung des namensgebenden Politikers sowie die Inschrift Bismarckturm. Beide wurden nach dem Zweiten Weltkrieg entfernt und der Turm umbenannt. Die Ära des Arbeiter- und Bauernstaates war ausserdem von einer baulichen Vernachlässigung dieses Aussichtsturmes geprägt. Bei einem Unwetter in den 1970er Jahren wurde das Bauwerk stark beschädigt und ist seither nicht mehr begehbar. Erst nach dem Ende der DDR konnte der Verfall des Turmes gestoppt werden. Es erfolgten einige dringende Reparaturen sowie die Wiederanbringung des Namenszuges Bismarckthurm an angestammter Stelle. Aus Sicherheitsgründen ist der nun wieder Bismarckturm genannte Aussichtsturm auch aktuell noch nicht wieder begehbar. Es fehlt ihm u.a. die steinerne Brüstung an der Aussichtsplattform. Daher wartet der Turm noch darauf, grundlegend saniert und wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu werden:

MAGDEBURG

(244.000 Einwohner, 56 m ü. NHN) ist die Hauptstadt des Landes Sachsen-Anhalt. Die Stadt liegt an der Elbe und ist eines der drei Oberzentren des Landes. Sie ist die grösste Stadt Sachsen-Anhalts und die viertgrösste Stadt der neuen Bundesländer. Auf der Liste der Grossstädte in Deutschland stand Magdeburg im Jahr 2023 auf Platz 31. Magdeburg blickt auf eine über 1.200-jährige Geschichte zurück. Die heutige Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt wird oft als Ottostadt bezeichnet, was auf ihre historische Bedeutung unter Kaiser Otto dem Grossen zurückzuführen ist. Magdeburg wurde erstmals 805 im Diedenhofener Kapitular erwähnt. Kaiser Otto der Grosse machte die Stadt im 10. Jahrhundert zu seiner Residenz und zu einem geistigen sowie politischen Zentrum Europas. Der Magdeburger Dom, das erste gotische Bauwerk auf deutschem Boden, zeugt noch heute von dieser Zeit. Im Mittelalter entwickelte sich das Magdeburger Recht, das als eines der bedeutendsten Stadtrechte in ganz Mittel- und Osteuropa galt und weit über die Region hinaus Verbreitung fand. Während des Dreissigjährigen Kriegs im Jahr 1631 erlebte die Stadt eine ihrer grössten Katastrophen, als sie von kaiserlichen Truppen unter Tilly fast vollständig zerstört wurde. Rund 20.000 Menschen verloren dabei ihr Leben. Nach 1815 wurde Magdeburg Hauptstadt der preussischen Provinz Sachsen und entwickelte sich zu einem bedeutenden Industrie- und Festungsstandort. Am 16. Januar 1945 wurde Magdeburg durch einen Luftangriff zu etwa 90 % der Altstadt zerstört. Nach dem Krieg prägte der sozialistische Wiederaufbau und die Zeit als Bezirksstadt in der DDR das Stadtbild. Seit der deutschen Wiedervereinigung ist Magdeburg die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt und hat sich zu einem Wissenschafts- und Logistikstandort an der Elbe entwickelt.

Hauptbahnhof Magdeburg:

City-Carré – der Gebäudekomplex wurde vom Unternehmen Philipp Holzmann erbaut und im Oktober 1997 eröffnet:

Stadtbibliothek:

Opernhaus:

Katharinenportal:

Katharinenturm:

Bronzemodell der ehemaligen St. Katharinenkirche:

Kulturstätte St.-Johannis-Kirche:

Lutherdenkmal:

Neues Rathaus:

Otto-von-Guericke-Brunnen – von Guericke (1602-1686) war Naturforscher, Ingenieur, Ratsherr, Bürgermeister und Diplomat. Er erlebte die Zerstörung Magdeburgs 1631 im Dreissigjährigen Krieg, nahm an den Verhandlungen zum Westfälischen Frieden teil und führte Aufsehen erregende Experimente zum Luftdruck durch:

Altes Rathaus:

Magdeburger Reiter:

Magdeburger Roland:

Hochhaus Jacobstrasse 7 – höchstes Wohnhochhaus der Stadt:

Katholische Universitätskirche St. Petri:

Katholische Magdalenenkapelle:

Evangelische Wallonerkirche:

Festungsanlagen:

Vorladergeschütz an der Wehrmauer:

Wittenberger Eisenbahntor:

Lukasklause – Otto-von-Guericke-Museum:

Stele der Völkerfreundschaft von 1974 – Ausgangspunkt der künstlerischen Gestaltung für Möpert und Rommel war der Lebensbaum, der in einem Taubenkranz, ähnlich einem römischen Kapitell, seinen Abschluss findet. Auf der sechs Meter hohen Stele finden 20 halbplastische Figuren Platz. Zwischen angedeuteten Elementen des Lebensbaumes zeigt sich eine Vielzahl an Motiven zum Thema Völkerfreundschaft:

Festung Mark:

Ehemalige Wasserwirtschaft:

Agentur für Arbeit:

Jerusalembrücken:

Jahrtausendturm im Elbauenpark:

Magdeburger Dom von Süden:

Speicherhaus:

Sternbrücke:

Albinmüller-Turm:

Hubbrücke:

Hyparschale:

Liebfrauenkirche, Oberpräsidialgebäude und Kiek in die Köken – von hinten nach vorne:

Wasserturm der Hubbrücke:

Turm hinter der Ausfahrt der Möllenvogtei:

Domfelsen – der Domfelsen ist ein Felsrücken, der in Höhe des Magdeburger Doms die Elbe kreuzt. Im Fluss entsteht eine Stromschnelle, die die Schifffahrt behindert. Der Domfelsen wurde wahrscheinlich im 19. Jahrhundert durch Sohlerosion freigelegt:

Bastion Cleve:

Evangelischer Dom St. Mauritius und St. Katharina zu Magdeburg:

Tatarenturm und Remtergang:

Schleinufer:

Palais am Fürstenwall:

Schauspielhaus:

Kulturhistorisches Museum:

Faber Hochhaus:

Altes Bankpalais:

Justizzentrum Eike von Repkow:

Katholische Kathedral- und Propsteikirche Sankt Sebastian:

Dommuseum Ottonianum:

Hundertwassers Grüne Zitadelle:

Landtag von Sachsen-Anhalt:

Sterntor:

Justizministerium:

Kunstmuseum Unser Lieben Frau und Liebfrauenkirche:

Altes Leipziger Tor:

Ausfahrt an der Möllenvogtei:

Haus der Romanik:

Ehemaliges Oberpräsidialgebäude:

Kiek in die Köken:

Maritim Magdeburg:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Kurzurlaubs vom 26.07. bis 01.08.2025.

01.08.2025 :Das heutige Maritim Hotel Magdeburg steht an der Stelle des ehemaligen Hotel International aus DDR-Zeiten. Nach dessen Abriss im Oktober 1993 errichtete die Maritim Hotelkette in nur 22 Monaten Bauzeit einen modernen Hotelkomplex. Seit seiner Eröffnung hat das Hotel über zwei Millionen Gäste begrüsst und 18,4 Millionen Frühstücksgäste bewirtet. Darüber hinaus hat es 800 Auszubildende auf ihr Berufsleben vorbereitet. Das Maritim Hotel Magdeburg ist das grösste Hotel der Stadt und bietet im grössten Saal mit 1.299 Quadratmetern Kapazitäten für bis zu 1.600 Personen. Mit 514 eleganten Zimmern und Suiten, drei Sälen und 15 weiteren Tagungsräumen ist es ein idealer Ort für Veranstaltungen und Geschäftsreisen. Der Blick auf die beeindruckende Innenarchitektur offenbart die mehrstöckigen, umlaufenden Balkone und das Glasdach, das den Raum mit natürlichem Licht durchflutet. Die symmetrische Anordnung der Balkone und die klare Linienführung verleihen dem Raum eine moderne und elegante Atmosphäre:

01.08.2025: Der Wehrturm Kiek in de Köken verdankt seinen Namen dem Umstand, dass man einst von dort aus in die erzbischöfliche Küche schauen konnte. Während des Ausbaus der Befestigungsanlagen sind 1430 die Wehrtürme Hinter der Möllenvogtei und Kiek in die Köken errichtet worden. Insgesamt wurden in dieser Zeit fünf Wehrtürme gebaut. Erst 1525 begann der Bau einer festen Stadtmauer zwischen den Wehrtürmen. Beide Türme wurden im Zuge der Sanierung des Fürstenwalls restauriert. Ein Stück mittelalterlicher Stadt konnte so erhalten werden:

01.08.2025: Das ehemalige Oberpräsidialgebäude der Provinz Sachsen in Magdeburg dient derzeit als Dienstgebäude für das Wasser- und Schifffahrtsamt Magdeburg. Es wurde 1841-42 erbaut und zeichnet sich durch blockhafte Bauweise mit grossen, segmentbogigen Fensteröffnungen aus. Ursprünglich war das Gebäude über einen Brückengang (1906/1907 hinzugefügt) mit dem Nachbarhaus verbunden, um die Fürstenwall-Promenade zu erreichen. Von dieser Verbindung ist heute nur noch die Freitreppe mit Geländer erhalten:

01.08.2025: Beim gegenwärtigen Haus der Romanik handelt es sich um das einstige Amtshaus der Möllenvogtei. Dies waren die erzbischöflichen Verwalter, die ab dem 14. Jahrhundert am Domplatz ihren Wohnsitz hatten. Die Kellergewölbe, aus dem 13. Jahrhundert stammend, sind die ältesten Hausteile. Nach einer umfangreichen Restaurierung kann das Gebäude seit dem Jahre 2007 wieder genutzt werden. Das Haus der Romanik bietet einen faszinierenden Ausblick auf die alten Befestigungsanlagen direkt an der Elbe sowie auf den Dom der Stadt. Mit Beginn des 14. Jahrhunderts befand sich in der Möllenvogtei das Domizil des Verwalters des damaligen Erzbischofs. Das Haus der Romanik in Magdeburg gilt als Teil der europäischen Transromanica. Diese verknüpft geschichts- wie auch kulturträchtige Sehenswürdigkeiten und Örtlichkeiten der Romanik Europas miteinander. Das Haus der Romanik Magdeburg beherbergt das Informationszentrum für die in der Stadt lebenden Bürger und ihre Gäste. In diesem Zentrum erhalten Interessierte sämtliche Reisetipps und Informationen touristischer Natur in der unmittelbaren wie auch etwas entfernteren Umgebung. Ferner informiert der Service Point über die Zeit des Mittelalters und lässt den Besucher eintauchen in längst vergangene Zeiten:

01.08.2025: Das mittelalterliche Stadttor (um 1493/95 erbaut), auch bekannt als Möllenvogtei, ist ein historisches Wahrzeichen in Magdeburg. Es ist ein wichtiges Relikt der mittelalterlichen Stadtgeschichte und ein anschauliches Beispiel für die Wehrhaftigkeit und den architektonischen Stil dieser Epoche. Sie erinnert an die Bedeutung von Magdeburg als Handels- und Verteidigungsstadt:

01.08.2025: Die Stiftskirche Unser Lieben Frauen stammt aus dem 11. Jahrhundert und gehört zu den am besten erhaltenen romanischen Kirchenbauten in Deutschland. Die dreischiffige Säulenbasilika zu neun Jochen mit dreischiffiger Krypta, Apsis und Querhaus wurde in der Amtszeit des Magdeburger Erzbischofs Werner (1068-78) als damals hochmoderne Anlage unter Einfluss norditalienischer Architektur errichtet. Das heutige Erscheinungsbild der Kirche prägt das um 1230 in den bestehenden romanischen Bau eingefügte Kreuzrippengewölbe, eines der ältesten seiner Art in Deutschland. Der Chor, im Zweiten Weltkrieg stark zerstört und anschliessend mit einer hölzernen Flachdecke verschlossen, wurde 2022 wieder eingewölbt. Das Gebäude des Kunstmuseums Magdeburg Kloster Unser Lieben Frauen gehört zu den Perlen der sachsen-anhaltischen Route Strasse der Romanik. Noch immer beeindruckt die fast 1000 Jahre alte architektonische Schönheit im Zentrum der Stadt Magdeburg. 1632 verliessen die letzten Prämonstratenser das Kloster. 1638 wurden durch das Domkapitel protestantische Geistliche im Kloster untergebracht, die sich durch theologische Studien auf ihren Dienst als Pfarrer vorbereiteten. 1698 gibt es die erste Nachricht von der Gründung einer Schule im Kloster, dem späteren Pädagogium, zu dessen bekanntesten Schülern Georg Kaiser zählt. An die Existenz dieser Schule (1698-1928) erinnern ausser dem Altbestand der Klosteschulbibliothek insbesondere die um 1850 im neoromanischen Stil errichteten ehemaligen Internate am Ostflügel. 1834 erfolgte die Säkularisierung des Stifts. 1928 vereinigte man das Pädagogium mit dem Domgymnasium. In den sechziger Jahren entstand der im Zweiten Weltkrieg zerstörte Westflügel neu, während die umliegende Bebauung beseitigt wurde. 1975 eröffnet, feierte das Kunstmuseum Magdeburg 2025 sein 50-jähriges Bestehen, ein halbes Jahrhundert künstlerische Auseinandersetzung, gesellschaftliche Reflexion und kultureller Wandel. Seit seiner Gründung widmet sich das Museum der Gegenwartskunst – damals wie heute. Von der staatlich gelenkten DDR-Kunstpolitik über die Aufbruchsstimmung der Demokratiebewegung 1989 bis zur internationalen Öffnung der letzten Jahrzehnte erzählt das Haus von einem kontinuierlichen Wandel:

01.08.2025: Das barocke Sterntor wurde im Jahr 1723 im Auftrag des Festungsbaumeisters Gerhard Cornelius von Walrave errichtet. Es umfasste bei einer Höhe von neun Metern und einer Breite von sechs Metern ein Gewicht von 100 Tonnen und diente als nördliches Eingangstor zum inneren Ring des Fort Berge. Im Jahr 1905 wurde das Fort Berge abgerissen, wobei das Sterntor jedoch erhalten blieb und am südlichen Ende der Hegelstrasse stand. 1910 wurde dann auch das Tor abgetragen und zunächst im Vorgarten des heutigen Kulturhistorischen Museums gelagert. Es bestanden Pläne das Tor in Berlin wieder zu errichten. 1922 erfolgte daher ein Abtransport nach Berlin und Einlagerung in einem Keller auf der Berliner Museumsinsel. Später wurde das Tor jedoch wieder nach Magdeburg gebracht und dort zwischengelagert. Unter Oberbürgermeister Fritz-August Wilhelm Markmann wurde das Tor wieder aufgebaut. Während des Luftangriffs auf Magdeburg am 16. Januar 1945 wurde unter anderem auch das Sterntor schwer beschädigt. Das zunächst notdürftig gesicherte Tor wurde dann im Jahr 1959 im Zusammenhang mit dem Abriss der Ruinen der Sankt-Nikolai-Kirche abgebaut. Die erhaltenen Teile wurden anfangs auf dem Gelände des Klosters Unser Lieben Frau, ab 1968 bei der Paul-Schuster-KG eingelagert. Im Jahr 2004 wurde ein Kuratorium zum Wiederaufbau des Sterntores gegründet. Als Standort wurde die Nordostecke des Domplatzes gewählt, da das Tor dort den Domplatz abschliesst, sich in die barocken Nachbargebäude einfügt, eine Baulücke schliesst und die historische Baulinie wieder aufnimmt. Durch die Überspannung eines Fussweges ist das Sterntor auch wieder als Tor erlebbar und stellt einen Zugang zum Domplatz dar:

01.08.2025: Nach der deutschen Wiedervereinigung wählte der Landtag von Sachsen-Anhalt Magdeburg zur Landeshauptstadt. Seit dem 17. Januar 1991 tagt der Landtag direkt gegenüber dem über 800 Jahre alten gotischen Dom St. Mauritius und St. Katharina im Gebäudekomplex Domplatz 7–9, der in den Jahren 1724 bis 1728 errichtet worden war. Seine heutige Gestalt erhielt der Parlamentssitz in den Jahren 1954 bis 1956. In diesem Zeitraum wurde das Haus Nr. 6 errichtet und die Kriegsschäden an den Gebäuden 7–9 beseitigt: