Kalender
August 2025
M D M D F S S
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031
Archiv
792069
Users Today : 93
Users Yesterday : 653
From the Makers of…

luebeckportdiary
schiffeinfrankfurt
nahverkehrinhessen

Monats-Archive: August 2025

02.08.2025: Der langgestreckte Domplatz ist heute von repräsentativen Bauten des 18. und 19. Jahrhunderts – meist auf ehemalige Kurien zurückgehend – umstanden. Es sind die Wohnbauten der Stiftsherren an Dom und Kollegiatstift. Hervorzuheben ist die 1591 bis 1611 entstandene Dompropstei, der Sitz der bischöflichen Verwaltung. Das steinerne Untergeschoss der Zweiflügelanlage zeigt die Wappenkartuschen der Domherren in den Arkadenzwickeln. Das stark vorkragende Fachwerkobergeschoss ist mit reich geschnitzten Motiven besetzt:

02.08.2025: Von bemerkenswerter Schönheit zeigt sich der Hallenkirchenbau in seinem Innern. Der barocke Altar von 1696, die wunderbaren Schnitzereien an der Kanzel (1563/1690) und der Prospekt der David-Beck-Orgel von 1596. Aber ganz besonders fällt der bronzene Taufkessel von Ende 13. Hahrhunderts/Anfang 14. Jahrhunderts im nördlichen Querhaus auf. In seiner farblichen Fassung erschliesst er dem Betrachter die Weihnachtsgeschichte mit dem Schlussbild von der Taufe Jesu. In einer Urkunde wird 1186 der Bau der Kirche belegt, aber dies sicher als ein Neubau nach der Zerstörung der alten Stadtkirche durch die Kriegswirren unter Heinrich des Löwen 1179. Das Patronat durch den Heiligen Martin geht auf den französischen Einfluss im Mittelalter zurück. Bis zu Anfang der 1970er Jahre war die Martini-Gemeinde selbständig, aber das Umfeld der Kirche war durch die furchtbaren Zerstörungen am 9. April 1945 fast ohne Wohnhäuser. Deshalb schlossen sich die Stadtgemeinden Dom, Martin Luther und St. Martini zur Evangelischen Stadt- und Domgemeinde zusammen. Die Zerstörungen des Krieges waren 1955 zumeist beseitigt, die Kirche konnte wieder als Gottesdienstraum und Versammlungsstätte genutzt werden. Aber nach wenigen Jahren zeigte sich das Problem der Erhaltung neu, weil die kleiner gewordene Kirchengemeinde dieungeheure Baulast kaum noch tragen konnte. Es gab deshalb Versuche, die Kirche an die Stadt abzugeben, bzw. sie als Kunstlagerstätte für die Landeskirche zu nutzen. Letztlich scheiterten alle diese Versuche. Engagierte Gemeindeglieder erkannten den Raum als unverzichtbar für wichtige Gottesdienste, die mit der Stadtgeschichte zusammenhingen, als Ort für die Friedensgebete und als besondere Möglichkeit für moderne Kunst und Musik. Fast 25 Jahre konnten regelmässig hier Ausstellungen stattfinden, die weit über Halberstadt hinaus Bedeutung hatten. Als Stadt- und Bürgerkirche war St. Martini Ausgangspunkt für die friedliche Revolution 1989 in Halberstadt. Seit 2004 gibt es durch eine Initiative von Prof. Ablitzer (Frankreich) den Versuch, die einst berühmte Orgel von David Beck wieder als ein Werk der Spätrenaissance in altem Glanz erstrahlen zu lassen. Dazu bedarf es einer Innenraumrenovierung und weiterführender Überlegungen zur Nutzung dieses besonderen Kirchenraumes. Im Sommer 2014 hat die Evangelische Kirchengemeinde die Innenraumsanierungsarbeiten begonnen:

02.08.2025: Seit dem Spätsommer 2000 befindet sich die Stadtbibliothek Heinrich Heine im Nordflügel des Petershofes. Der Petershof war 600 Jahre lang die Hauptresidenz der Halberstädter Bischöfe am Domplatz. Der Nordflügel mit der Peterskapelle wurde liebevoll restauriert und unter Berücksichtigung der historischen Gegebenheiten zur Bibliothek umgebaut. Zu den Öffnungszeiten kann man diesen auch besichtigen:

02.08.2025: Er gilt als eines der schönsten Kirchengebäude Deutschlands, der Dom St. Stephanus und St. Sixtus in Halberstadt. Einheitlich im Stil der französischen Gotik vom 13. bis zum 15. Jahrhundert erbaut, beeindruckt er mit seiner architektonischen Pracht und der Vielfalt seiner originalen Ausstattung. Die Bilder der 290 farbigen Fenster, der Altargemälde sowie die umfangreichen Figurengruppen vermitteln einen lebhaften Eindruck von der Glaubenswelt und Kunstfertigkeit des Mittelalters. Herausragende Werke wie der aus einem Marmorblock geformte Taufstein von 1195 oder die um 1220 entstandene Triumphkreuzgruppe zeugen vom hohen Anspruch ihrer Stifter und Künstler. Die Kirche war ein bedeutendes geistliches Zentrum Mitteldeutschlands, Sitz des Bischofs und der Domherren sowie Ziel mittelalterlicher Pilgerströme. Ihre Gründung reicht in die Zeit Karls des Grossen im 9. Jahrhundert zurück. Die Reformation führten die Domherren 1591 nicht vollständig ein, sondern entschieden sich teilweise zur Beibehaltung des alten Glaubens. Bis 1810 wirkten evangelische und katholische Geistliche unter einem Dach. Dies bewahrte die kostbaren mittelalterlichen Kunstwerke in ungebrochener Tradition am ursprünglichen Ort ihrer Nutzung:

02.08.2025: Die Basilika mit vier Türmen entstand um 1005 in Halberstadt. Bischof Arnulf, von dem die Kirchengründung ausging, plante in den heiligen Hallen ein Chorherrenstift, was er in die Tat umsetzte. Bereits im fünfzehnten Jahrhundert erlangte das Kollegiatstift einen bedeutenden Ruf und war in Halberstadt und über die Grenzen hinaus bekannt. Nach dem Tod Bischof Arnulfs im Jahr 1023, übernahm Bischof Rudolf die Hauptverantwortung bezüglich der Kirche und ordnete weitere bauliche Massnahmen an. Unterdessen, begrub der neue Bischof seinen verstorbenen Vorgänger in der Krypta der Kirche, wie dieser es sich einst wünschte. Hinsichtlich der neuen Baumassnahmen, kam es zur Erbauung des Langhauses und der östlichen Türme, die Bischof Rudolf bis zu seinem Tod um 1149 leitete. Es folgten weitere Änderungen an der Kirche, wie der Ausbau der südwestlichen Kapelle, welche nach ihrer Fertigstellung für Taufen diente. 1179 kam es zur teilweisen Zerstörung der Kirche, die Heinrich der Löwe mit seinen Angriffen zu verantworten hatte. Die Kirche erhielt daraufhin einen erneuten Aufbau, der auch die zwei quadratischen Türme betraf. Die Innenausstattung der Kirche ist, der romanischen Zeit entsprechend schlicht gehalten. Aufgrund der vielen Umbauten, weist sie dennoch verschiedene Stilelemente auf. 2003 endeten wiederholte Restaurierungsarbeiten, die beispielsweise Langzeitschäden aus dem Zweiten Weltkrieg ausglichen:

Im Kreuzgang der Liebfrauenkirche befindet sich eine Fachwerkausstellung mit einzigartigen Ausstellungsstücken der Halberstädter Fachwerkkunst:

02.08.2025: Beinahe unscheinbar liegt die St. Johanniskirche am Strassenzug Westendorf, doch tritt man durch das schmiedeeiserne Tor, erwartet den Besucher ein wahrer Schatz der Fachwerkkunst in Halberstadt. St. Johannis ist eine der grössten und schönsten Fachwerkkirchen Sachsen-Anhalts. Noch vor dem Ende des Dreissigjährigen Krieges 1648 geweiht, beeindruckt das sonst schlichte Innere der Kirche mit einem mächtigen barocken Hochaltar und einer reich verzierten Kanzel. Die hölzerne handgefertigte Kassettendecke ist eine der grössten in ganz Mitteldeutschland. Eine weitere Besonderheit stellt der alleinstehende Glockenturm dar:

02.08.2025: Die ersten Brüder der Franziskanergemeinde siedelten sich um 1223 in Halberstadt an und gründeten die erste Niederlassung in Deutschland. Nach 120- jähriger Unterbrechung kehrten die Franziskaner 1920 nach Halberstadt zurück. Dieses Kloster wurde in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges sehr in Mitleidenschaft gezogen und so erfolgte 1952 die Grundsteinlegung der heutigen Klosteranlage. Die Einweihung der Hallenkirche mit dem einschiffigen Chor fand am 6. Oktober 1985 statt. Im Kloster leben drei Franziskaner. Das Klostergelände, sowie das über das Kloster erreichbare Gotteshaus sind für Menschen mit Einschränkungen über eine Rampe gut zugänglich. Der Besucher gelangt über eine mit Bildern ausgestattete Kapelle in die helle Kirche. Sie beeindruckt nicht nur durch Schätze (Schnitzaltar mit Marienkrönung, Madonna aus Alabaster usw.) sondern auch durch sich harmonisch ergänzende moderne Einrichtungen (Maßwerkfenster, Orgel, Leuchter):

02.08.2025: Besuch Bismarckturm Halberstadt (Höhe: 22 m, Einweihung: 1907). Auf dem Blankenburger Kopf im Nordwesten der Spiegelsberge steht westlich des Landschaftsparks der Halberstädter Bismarckturm. Dieses markante und ursprünglich 22 Meter hohe Bauwerk wurde im Jahre 1907 nach zweijähriger Planungsphase errichtet. Der Bau erfolgte zu Ehren des einstigen Reichskanzlers Otto von Bismarck, welcher seit 1894 ausserdem Ehrenbürger von Halberstadt war. Das imposante Gebäude ruht auf einem terrassenartigen, an drei Seiten von kleinen Mauern begrenzten Plateau. Die eigentliche tragende Stahlbetonkonstruktion wurde aussen vollständig mit Sandstein verkleidet und ist so für das Auge nicht sichtbar. Im Laufe der mehr als elf Jahrzehnte seines Bestehens hat der Bismarckturm zahlreiche Veränderungen erfahren. So ist er nach der Demontage der Feuerschale nur noch rund 19 Meter hoch. In den 1960er Jahre entfernte man den Schriftzug Bismarck, ausserdem erfolgte eine Umbenennung in Turm des Friedens. Dennoch wurde in der Ära der DDR der allmähliche Verfall des Bauwerks nicht aufgehalten. Seit dem Jahre 1992 steht der Turm unter Denkmalschutz. In den 1990er Jahren erhielt er obendrein seinen alten Namen Bismarckturm zurück. Erste Sanierungsarbeiten in der Zeit kurz vor der Jahrtausendwende stellten den Bauzustand soweit wieder her, dass das Bauwerk 1998 neu für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnte. Des Weiteren gelang es im Jahre 2015, mit Hilfe der zahlreich eingegangenen Spendenmittel den Schriftzug zu erneuern. Im Folgejahr fanden wiederum umfangreiche Sanierungsarbeiten an dem historischen Bauwerk statt:  

02.08.2025: Der um das Jahr 1443 erbaute und im Juni 1444 geweihte Wassertorturm (auch Pulverturm genannt) steht am nordöstlichen Rand des einstigen historischen Stadtkerns. Dieser massive Rundturm diente seinerzeit dem Schutz des Wassertores, eines der sieben ehemaligen Stadttore von Halberstadt. Deutlich sind an der stadtzugewandten Seite des Bauwerkes noch gut erhaltene Fragmente des Wehrganges erkennbar. Bis auf den Wassertorturm sind von den aufwändig gesicherten Zugängen zur spätmittelalterlichen Stadt heute keinerlei sichtbare Reste mehr vorhanden. Alle Stadttore wurden im Verlauf des 19. Jahrhunderts abgerissen, da sie der Ausbreitung des urbanen Raumes im Wege standen. Lediglich der Wassertorturm scheint nicht gestört zu haben. In den 1990er Jahren erfolgte eine umfangreiche Sanierung des historischen Wehrbauwerkes. Hinter dem Turm erstreckt sich in unseren Tagen eine kleine Parkanlage: