Monats-Archive: August 2025
02.08.2025: Besuch Bismarckturm Halberstadt (Höhe: 22 m, Einweihung: 1907). Auf dem Blankenburger Kopf im Nordwesten der Spiegelsberge steht westlich des Landschaftsparks der Halberstädter Bismarckturm. Dieses markante und ursprünglich 22 Meter hohe Bauwerk wurde im Jahre 1907 nach zweijähriger Planungsphase errichtet. Der Bau erfolgte zu Ehren des einstigen Reichskanzlers Otto von Bismarck, welcher seit 1894 ausserdem Ehrenbürger von Halberstadt war. Das imposante Gebäude ruht auf einem terrassenartigen, an drei Seiten von kleinen Mauern begrenzten Plateau. Die eigentliche tragende Stahlbetonkonstruktion wurde aussen vollständig mit Sandstein verkleidet und ist so für das Auge nicht sichtbar. Im Laufe der mehr als elf Jahrzehnte seines Bestehens hat der Bismarckturm zahlreiche Veränderungen erfahren. So ist er nach der Demontage der Feuerschale nur noch rund 19 Meter hoch. In den 1960er Jahre entfernte man den Schriftzug Bismarck, ausserdem erfolgte eine Umbenennung in Turm des Friedens. Dennoch wurde in der Ära der DDR der allmähliche Verfall des Bauwerks nicht aufgehalten. Seit dem Jahre 1992 steht der Turm unter Denkmalschutz. In den 1990er Jahren erhielt er obendrein seinen alten Namen Bismarckturm zurück. Erste Sanierungsarbeiten in der Zeit kurz vor der Jahrtausendwende stellten den Bauzustand soweit wieder her, dass das Bauwerk 1998 neu für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnte. Des Weiteren gelang es im Jahre 2015, mit Hilfe der zahlreich eingegangenen Spendenmittel den Schriftzug zu erneuern. Im Folgejahr fanden wiederum umfangreiche Sanierungsarbeiten an dem historischen Bauwerk statt:
02.08.2025: Der um das Jahr 1443 erbaute und im Juni 1444 geweihte Wassertorturm (auch Pulverturm genannt) steht am nordöstlichen Rand des einstigen historischen Stadtkerns. Dieser massive Rundturm diente seinerzeit dem Schutz des Wassertores, eines der sieben ehemaligen Stadttore von Halberstadt. Deutlich sind an der stadtzugewandten Seite des Bauwerkes noch gut erhaltene Fragmente des Wehrganges erkennbar. Bis auf den Wassertorturm sind von den aufwändig gesicherten Zugängen zur spätmittelalterlichen Stadt heute keinerlei sichtbare Reste mehr vorhanden. Alle Stadttore wurden im Verlauf des 19. Jahrhunderts abgerissen, da sie der Ausbreitung des urbanen Raumes im Wege standen. Lediglich der Wassertorturm scheint nicht gestört zu haben. In den 1990er Jahren erfolgte eine umfangreiche Sanierung des historischen Wehrbauwerkes. Hinter dem Turm erstreckt sich in unseren Tagen eine kleine Parkanlage:


02.08.2025: Der Landschaftspark Spiegelsberge befindet sich in dem gleichnamigen Höhenzug südlich von Halberstadt. Benannt wurde er nach dem Halberstädter Domdechanten Ernst Ludwig Christoph Spiegel. Unter seiner Anleitung entstand dieser Landschaftspark, der zu den früheren Beispielen von Landschaftsparkanlagen nach englischem Vorbild in Deutschland zählt. Der als Belvedere bezeichnete Aussichtsturm entstand um 1782 auf dem höchsten Punkt des Parkes, der Heinrichshöhe. Anlage und Standort lassen vermuten, dass Spiegel diesen Bau ursprünglich als sein Mausoleum gedachte hatte. Im Aufbau und selbst in einzelnen Details erinnert das Belvedere tatsächlich an Grabbauten der Antike. Der dreigeschossige Turm steht auf einem Sandsteinfelsen, der in die Gestaltung einbezogen wurde. Nach langer Vernachlässigung befand sich das Belvedere im ausgehenden 19. Jahrhundert in einem schlechten baulichen Zustand. In den Jahren 1905, 1964 und zuletzt 1994/95 wurden am Belvedere Sanierungsarbeiten durchgeführt:

02.08.2025: Ernst Ludwig Spiegel, Freiherr zum Diesenberg (1711-1785) gehörte zum Kreis der Halberstädter Aufklärer um seinen Domsekretär und Dichter Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803). Spiegels Jagdschloss wurde aus einer Mischung aus Renaissance und Barock gebaut und 1782 eingeweiht. 1783 weilte Johann Wolfgang von Goethe im Jagdschloss, der bei dieser Gelegenheit mit Gleim zusammentraf. 1781 schrieb Spiegel einen Brief an Friedrich den Grossen, mit der Bitte das einzige, grösste, original erhaltene Riesenweinfass der Welt von Gröningen nach Halberstadt in sein Schloss zu bringen, um es für die Nachwelt zu erhalten. Das Riesenweinfass fasst 144.000 Liter und wurde 1594 gebaut. Es war von 1594-1606 durchgängig mit Wein gefüllt:

02.08.2025: Der Durchgangsbahnhof, der seit 1868 existiert, befindet sich im Nordosten der Stadt. Er liegt an der Strasse Hinter dem Personenbahnhof und an der Bahnhofstrasse. Die Strecke nach Magdeburg zweigt etwa 500 Meter weiter westlich ab, nach Thale geht es geradeaus Richtung Osten. Nach Vienenburg führt die Strecke in Richtung Westen. Nach Süden zweigt die Strecke über Langenstein nach Blankenburg ab. Halberstadt wird ausschliesslich durch Züge von Regionalverkehre Start Deutschland bedient. Eingesetzt werden seit dem 9. Dezember 2018 nur Dieseltriebwagen der Baureihe 1648 LINT. Im Zweiten Weltkrieg trafen Bomben das prachtvolle Empfangsgebäude und fügten ihm schweren Schaden zu, in der DDR hüllte ihn eine Wellblechfassade ein. Der Mitteldeutsche Rundfunk sprach nach dem jahrzehntelangen Verfall „von dem vielleicht hässlichsten Bahnhof in ganz Sachsen Anhalt“. Spätestens seit der feierlichen Übergabe des renovierten Bahnhofs am 15. August 2010 ist dies jedoch Vergangenheit:

02.08.2025: Der Wasserturm an der Wehrstedter Brücke in Halberstadt ist ein markantes Industriedenkmal aus dem Jahr 1911. Bis 1989 diente der Turm als Wasserspeicher für die Bahn. Er ist 34 Meter hoch und verfügte über ein Fassungsvermögen von 600 Kubikmetern. Der Turm befand sich bis 2017 im Besitz der Deutschen Bahn und wurde danach an einen Privatbesitzer verkauft:

HALBERSTADT
(37.900 Einwohner, 122 m ü. NHN) ist die Kreisstadt des Landkreises Harz in Sachsen-Anhalt. Die Industriestadt an der Holtemme im nördlichen Harzvorland ist ein überregionaler Eisenbahnknoten. Die Stadt liegt an den Bundesstrassen B 79, B 81 sowie der B 245. Aufgrund des Zusammentreffens mehrerer historischer Fernstrassen aus dem Westen von Goslar und Wolfenbüttel, im Norden von Magdeburg und im Osten von Halle (Saale) und Leipzig und im Süden Nordhausen und einem Fächer von Strassen zu den Harzer Orten Thale, Quedlinburg, Blankenburg und Wernigerode wird sie auch Tor zum Harz genannt. Halberstadt wurde 814 als Bischofssitz durch Kaiser Ludwig den Frommen erhoben und entwickelte sich im Mittelalter zu einem bedeutenden Handelszentrum und Mitglied der Hanse. Die historische Fachwerkstadt wurde im Dreissigjährigen Krieg schwer getroffen und am 8. April 1945 durch einen Bombenangriff zu über 80 % zerstört. Seit den 1990er Jahren wurden das Stadtzentrum und das Rathaus neu gestaltet. Die Stadt ist heute ein wichtiges Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum am Rande des Harzes.
Empfangsgebäude des Hauptbahnhofs:
Wasserturm Wehrstedter Brücke:

Jagdschloss Spiegelsberge:

Aussichtsturm Belvedere:

Bismarckturm:

Blick aus Richtung Süden auf Halberstadt:

Blick zum Brocken:

Wasserturm:

Franziskanerkloster und Pfarrkirche Sankt Andreas:

Evangelische Kirche St. Johannis:

Westendorf 16 – Fachwerkhaus und Baudenkmal:

Evangelische Liebfrauenkirche:

Kreuzgang Liebfrauenkirche mit Architekturmuseum:

Stadtbibliothek Heinrich Heine:

Dom St. Stephanus und St. Sixtus:

Evangelische Martinikirche:

Domprobstei:

Gleimhaus – Museum der deutschen Aufklärung:

Stolbergische Kurie – nach schwerer Zerstörung im Jahr 1945 wurde das Gebäude 2012/13 saniert und dient heute als Teil der Infrastruktur um Dom und Domschatz:

Städtisches Museum:

Gymnasium Martineum:

Wohn-und Geschäftshaus Dominikaner Strasse 2 und dahinter das Kolpinghaus:

Katholische Kirche Sankt Katharina und Barbara:

Haus Sankt Florian – eins der schönsten Fachwerkhäuser Halberstadts erinnert heute noch an die Legende des Schutzpratons der Feuerwehrleute. Das Haus wurde 1578 erbaut und von 1976 bis 1979 restauriert:

Ruine der Franzosenkirche:

Wassertorturm:

Fischmarkt:

Rathaus:

Roland:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Kurzbesuchs am 02.08.2025.




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