03.08.2025: Am 29. November 2002 wurde das Deutsche Fachwerkzentrum Quedlinburg in der UNESCO – Weltkulturerbestadt als Trägerverein der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, des Landes Sachsen-Anhalt und der Stadt Quedlinburg neu gegründet. Als geeigneter Standort wurde der barocke Kaufmannshof in der Blasiistr. 11 gefunden, rekonstruiert und den Aufgabengebieten mit Verwaltungsräumen und Werkstätten entsprechend eingerichtet:
03.08.2025: Der Turm befindet sich im westlichen Teil der alten Stadtbefestigung der historischen Quedlinburger Altstadt auf der Westseite der Hohen Strasse, östlich der Wallstrasse. Etwas weiter nördlich befindet sich der Pulverturm. Der Kruschitzkyturm ist fünfgeschossig auf quadratischem Grundriss errichtet. Er ist als Schalenturm ausgeführt und verfügt über Schiesskammer und einen Mauerwehrgang. Der von einem Spitzdach bedeckte Turm besitzt in seinem obersten Stockwerk gekuppelte Kleeblattbogenöffnungen. Er entstand vermutlich im 14. Jahrhundert. Der ursprünglich stadtseitig offene Turm wurde später mit Fachwerk verschlossen. Der Name Kruschitzky geht auf einen späteren Eigentümer des Turms zurück:
03.08.2025: Der Turm befindet sich auf dem Grundstück des Schlosshotels Zum Markgrafen im westlichen Teil der alten Stadtbefestigung der historischen Quedlinburger Altstadt auf der Westseite der Hohen Strasse, von der eine kleine Gasse in Richtung des Turms führt. Der Pulverturm verfügt über drei Geschosse und wurde aus Sandsteinquadern auf quadratischem Grundriss errichtet. Er erreicht eine Höhe von 24 Metern. Nach Osten zur Stadt hin besitzen die zwei unteren Geschosse eine Öffnung in Form von Spitzbögen, das obere Stockwerk in Form eines gekuppelten Kleebogens. Der Turmhelm ist oktogonal und verschiefert. Es bestehen vier Dacherker mit eigenem Giebel. Ende des 20. bzw. Anfang des 21. Jahrhunderts war der Turm baufällig geworden und seit 1980 eingerüstet. Die Spitze des Turms brach in Teilen ein und neigte sich immer mehr zur Seite. Seit 2012 erfolgte eine Sanierung des Turms für mehr als 100.000 Euro. Für die Wiederherstellung der völlig zerstörten hölzernen Turmspitze bewilligte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz im Januar 2013 27.500 Euro. Zuvor war bereits das Gerüst entfernt worden. Die eigentlichen Wiederherstellungsarbeiten begannen Anfang Juli 2013. Neben dem Land Sachsen-Anhalt und dem Landkreis Harz beteiligten sich auch private Geldgeber an der Finanzierung. Anfang August 2013 wurde die neue Spitze aufgesetzt und durch die Firma Dachbaukunst Quedlinburg mit etwa 3.000 bis 3.500 Schiefertafeln gedeckt:
03.08.2025: Wo einst Könige und Kaiser weilten, erwarb der industrielle Georg Lindenbein Ende des 19. Jahrhunderts eines der wundervollsten Grundstücke, um für sich und seine Familie ein herrschaftliches Anwesen errichten zu lassen. In Angrenzung an die alte Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert mit malerischen Wachtürmen aus dem 12. und 13. Jahrhundert, ließ Georg Lindenbein im Jahre 1898 auf dem 12.000 qm grossen Parkgelände die prächtige Villa im neogotischen Stil erbauen. Baumeister dieser prächtigen Villa war der Architekt Friedrich Staeding aus Braunschweig, zu damaliger Zeit einer der renommiertesten seines Standes im deutschen Kaiserreich:
03.08.2025: Der Sternkiekerturm, auch Lindenbeinturm genannt, befindet sich etwa 200 Meter nordwestlich des Quedlinburger Marktplatzes direkt an der historischen Stadtmauer. Er war einst in das Verteidigungssystem der Stadt eingebunden und weist eine Höhe von 42 Metern auf. Heute dient der Turm als Aussichtspunkt für Bewohner und Besucher von Quedlinburg. Seine oberste Aussichtsplattform ist eine der höchsten der Stadt und gewährt Ihnen einen herrlichen Rundumblick auf weite Teile des denkmalgeschützten Stadtgebietes und zum Teil auch darüber hinaus. Eine Vielzahl bedeutender geschichtsträchtiger Bauwerke präsentiert sich hier dem Auge des Betrachters aus nicht alltäglicher Perspektive. Der Zugang zum Sternkiekerturm ist nur über das Gelände einer Hotelanlage möglich. Das Areal ist nachts verschlossen, sodass Sie nur am Tage auf den Turm gelangen können – falls Sie nicht gerade Gast des betreffenden Hotels sein sollten. Des weiteren ist das Betreten des Sternkiekerturmes kostenpflichtig. Der Eingang wird durch ein stählernes Drehkreuz versperrt, welches den Weg erst nach dem Einwurf einer passenden Münze freigibt:
03.08.2025: Knapp 500 Vorstellungen des Harztheaters werden jährlich in den festen Häusern in Quedlinburg und Halberstadt und an den Gastspielstätten der Harzregion und ganz Deutschland gespielt: Opern, Operetten, Musicals, Schauspielklassiker und moderne Stücke, klassische Ballett- und zeitgenössische Tanzproduktionen. Hinzu kommen die Projekte der Theaterpädagogik in den Schulen und an den Häusern und die stetige Präsenz bei allen wichtigen Stadtveranstaltungen in Quedlinburg und Halberstadt. Direkt nach dem Krieg, 1945, wurde in Quedlinburg das Stadttheater als Dreispartenhaus gegründet und bezog die heutige Spielstätte im Marschlinger Hof. Das Musiktheater wurde 1964 abgeschafft und 1984 musste das Gebäude wegen Baufälligkeit ganz schliessen. Quedlinburger Bürgerinnen und Bürger sorgten 1997 für eine Wiedereröffnung, nachdem 1992 das Nordharzer Städtebundtheater aus der Vereinigung zwischen dem Volkstheater Halberstadt und dem Theater am Marschlinger Hof hervorgegangen war:
03.08.2025: Das 1855 bis 1858 erbaute einschiffige neugotische Gotteshaus war das erste vollendete Werk des berühmten Architekten Friedrich von Schmidt. Der Architekt ist bekannt für seine Arbeiten am Kölner Dom, am Wiener Rathaus oder auch der Restaurierung des Stephansdomes. Die Kirche wurde im Juni 1858 durch Bischof Konrad von Paderborn konsekriert und der Königin Mathilde, der Ehefrau Heinrich I., geweiht. Mit ihrer schlichten Architektur fügt sich die Kirche St. Mathilde nahtlos an das mittelalterliche Stadtbild Quedlinburgs an:
03.08.2025: Die Kirche wurde erstmals 1179 in einer Papsturkunde Alexander III. urkundlich erwähnt. Ihre baulichen Ursprünge liegen in der Romanik. Der Sage nach wurde sie in der Nähe der Quellen des Dorfes Nördlingen erbaut, welches Ende des 13. Jahrhunderts Teil der Stadt Quedlinburg wurde. Geweiht ist die Kirche dem Heiligen Aegidius. In einem rechteckigen Feld über dem Mittelschiff halten der Heilige Servatius und der Heilige Aegidius das Patronatswappen des Reichsstiftes Quedlinburg. Das Innere der spätgotischen, dreischiffigen Hallenkirche ist durch eine frühbarocke Einrichtung geprägt. Deutlich älter jedoch ist der Flügelaltar, welcher bis 1700 in der St. Benedikti-Kirche (Marktkirche) stand und aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammt. Den Mittelpunkt des Flügelaltars bildet eine Marienkrönung, welche von geschnitzten sowie auf den Flügeln bemalten Apostelfiguren begleitet wird. Der stattliche Glockenstuhl im Südturm beherbergt zurzeit zwei Glocken. Die Grössere ist mit 2800 Kilogramm eine der grössten Glocken Quedlinburgs und erzeugt beim traditionellen Läuten mit Zugseil einen markant tiefen Klang:
03.08.2025: Der Turm befindet sich im westlichen Teil der alten Stadtbefestigung in der Verlängerung der Goldstrasse in der Nähe der Sankt-Aegidii-Kirche und ist einer der stärksten Türme der Quedlinburger Wehranlagen. Seine Höhe beträgt 40 Meter, die Wandstärken erreichen annähernd zwei Meter. Er hat fünf Geschosse, wobei die zwei unteren Geschosse gewölbt sind. Ursprünglich wurde der Turm auch als Lochgefägnis und Folterkammer genutzt, woher sich auch der Name erklärt. Durch ein Loch in der Decke des Tonnengewölbes wurden Gefangene an einem Seil in den lichtlosen Raum hinabgelassen. Ein späterer Besitzer des Turms soll in diesem Kerker diverse menschliche Gebeine gefunden haben. Zur Stadtseite hin waren die oberen Geschosse ursprünglich offen. Sie wurden dann später mit Fachwerkwänden verschlossen, um eine Nutzung der Räume zu ermöglichen. Bekrönt ist der Turm mit einem achteckigen Spitzhelm, der von kleinen Ecktürmen flankiert wird. Anfang des 21. Jahrhunderts befand sich der Turm bereits seit vier Generationen in Privatbesitz. Es folgten mehrere Umbauten, wobei jedoch etliche mittelalterliche Balken und Bodenbeläge noch original erhalten blieben. Nach einer neuerlichen Restaurierung wurden im Turm Ferienwohnungen eingerichtet:
03.08.2025: Die Marktkirche St. Benedikti hat ihren Ursprung in einer im 10. Jahrhundert errichteten frühromanischen Vorgängerkirche am Kreuzungspunkt alter Handelsstrassen. Einige Teile der damaligen Krypta sind heute noch erhalten. Ab ca. 1100 entstand die Marktkirche (erstmals urkundlich erwähnt 1233) als Stadtkirche im Zentrum der historischen Quedlinburger Altstadt. Die Kirche hat sich von einer romanischen Basilika über Jahrhunderte zu ihrer jetzigen baulichen Form entwickelt. Aufgrund dessen finden sich dort architektonische Elemente und Ausstattungen aller bekannten Bauepochen wieder. Zwei grosse Rundbögen an der Ostwand des Turmmassivs und steinerne Altäre zeugen vom romanischen Ursprung des Gotteshauses. Die drei südlichen Arkaden mit Spitzbögen und 8-eckigen Pfeilern, sowie die Kalandskapelle mit dem Marienaltar (1480) und der Vesperaltar im Südschiff stammen aus der Gotik. Die Renaissance hinterliess flache Balkendecken über den Seitenschiffen und eine Schnitzkanzel mit hochkarätigen Hochreliefs zum Glaubensbekenntnis. Barocke Spuren sind unter anderem am hölzernen Tonnengewölbe über dem Mittelschiff, dem Taufstein aus Alabaster und der hölzernen König-David-Figur zu erkennen. Neben dieser Vielfalt sind die spätromantische Orgel mit ihren 52 Registern und 3000 Pfeifen, sowie die drei neuen Buntglasfenster, welche den Weg Jesu von der Geburt bis zur Himmelfahrt darstellen, besonders sehenswert. Die Turmbedachung erhielt nach der Zerstörung des südlichen Helms durch einen Brand ihre jetzige Gestalt. Die damit zusammenhängenden Umbauten ermöglichten die Einrichtung einer Türmerwohnung: