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Monats-Archive: August 2025

04.08.2025: Das Heimatmuseum ist im ehemaligen Rathaus der Stadt eingerichtet und dient heute als Anlaufstelle für Heimatgeschichte, Ausstellungen und Führungen. Es trägt nicht zu Unrecht die Hausnummer 1 am Markt und ist das zweitwichtigste Gebäude neben der Stephanikirche in der Stadt Osterwieck. Es handelt sich um das Alte Rathaus und ist seit 1930 durch die Gründer Fritz Gille und Paul Eisert ein Heimatmuseum. Die Ersterwähnung erfolgte 1265, ein weiterer Umbau des Hauses erfolgte in den Jahren 1554 bis 1560 und so sind die Bauepochen heute noch zu besichtigen. Bis 1923 nutzten der Bürgermeister und die Ratsherren es als Rathaus. Vor 1933 gab es in diesem Haus ein Arbeitsamt und die Stempelstelle. Während des Krieges wurde auch der Ratssaal als Standesamt genutzt. Nach 1945 befanden sich eine Bauschule, das Wirtschaftsamt, die Ausgabe der Lebensmittelkarten und Bezugsscheine sowie die Schulküche mit der Schulspeisung. Ab 1948 war es wieder möglich das Heimatmuseum als Besucher zu erkunden. Im neugestalteten unteren Raum befindet sich die Sonderausstellung zum Lutherfest Der Osterwiecker Rat und die Reformation. Die spindellose Wendeltreppe führt zum ehemaligen grossen Ratssaal mit den bemerkenswerten Stücken über die 7 Gilden, die Ratstabula der Hochzeitsteller aus Ahornholz (15. Jahrhundert), den Familienwappen, der Schuhmacherwerkstatt, dem Klafterschornstein und die erste Innentoilette. Auch das Bürgermeisterzimmer bietet Einblicke in die Geschichte der Fachwerkstadt Osterwieck. Besonders erwähnenswert sind das Ledergeld und eine Waffenkammer:

04.08.2025: Das Neue Rathaus befindet sich Am Markt 11 in einem ehemals villenartigen Wohnhaus, Ende des 19. Jahrhunderts, mit historischer Fassade im Stil der Neorenaissance:

Das Alte Rathaus ist seit 1930 durch die Gründer Fritz Gille und Paul Eisert ein Heimatmuseum. Die Ersterwähnung erfolgte 1265, ein weiterer Umbau des Hauses erfolgte in den Jahren 1554 bis 1560 und so sind die Bauepochen heute noch zu besichtigen:

04.08.2025: Der Erbauungszeitraum der Kirche lässt sich auf das zwölfte Jahrhundert zurückverfolgen, aus dem die zwei noch bestehenden Kirchtürme stammen. Wie einige romanische Kirchen ist auch diese dem Heiligen Stephanus geweiht. Das genaue Jahr dieser Weihe ist allerdings nicht bekannt. Jedoch gibt es Quellen, die darüber berichten, dass die Kirche bereits die dritte in dem kleinen Ort ist. So gab es vor dieser Kirche vermutlich zwei weitere Vorgänger an derselben Stelle, von der einer ebenfalls dem Heiligen Stephanus geweiht war. Gegenwärtig sind allerdings weder Überreste, noch weitere frühromanische Teile auffindbar, die auf eine solche Erkenntnis schliessen lassen. 1495 beschädigte ein Hochwasser des naheliegenden Flusses Ilse die Kirche St. Stephani schwer, woraufhin das Kirchenschiff und der Chor eine Erneuerung erhielten. Aufgrund des grossen Stadtbrandes im Jahr 1511 verzögerte sich diese jedoch ungewollt. Dies hatte zur Folge, dass der Chor erst 1516 fertig war und bis heute im gotischen Stil erscheint. 1989 befand sich die Kirche in einem maroden Zustand. Eine Situation, die engagierte Bürger aus Osterwieck und der Umgebung dazu bewog, die Kirche mithilfe der örtlichen Kirchengemeinde wiederholt zu renovieren. Mit dem Mauerfall riss das Engagement von Bewohnern und weiteren Freiwilligen nicht ab. Es kam zur Gründung von einem der ersten deutsch-deutschen Vereine, dem Kirchenbauverein St. Stephani/Osterwieck, der mittels Mitgliederspenden die Renovierung der Kirche wesentlich vorantrieb. Aus diesem Grund, setzt diese Kirche ein Denkmal und erinnert an die deutsche Wiedervereinigung:

04.08.2025: Besuch Bismarckturm Osterwieck (Höhe: 19 m, Einweihung: 1904). Der Turm auf dem Kirchberg wurde gebaut aus Kalkstein und Granit. Das von Prof. Otto Raschendorf aus Berlin entworfene Bauwerk ist als Aussichtsturm mit Feuerschale konzipiert und hat einen quadratischen Grundriss. Der Bismarckturm ging im Jahr 1906 in das Eigentum der Stadt Osterwieck über.  Im Jahr 1924 wurde nachträglich über dem Eingang ein bronzenes Bismarck-Relief angebracht.  1946 sollte der Turm abgerissen werden, um Baumaterial zu gewinnen.  Durch den Einsatz des Kommunalpolitikers Wilhelm Gresse gelang es, den Abriss zu verhindern.  Gresse überzeugte seine Parteikollegen in der SED, den Friedensturm als Mahnmal gegen den Krieg zu erhalten.  Nach 1992 wurde der Turm mehrfach saniert und ist heute zugänglich. Besonders reizvoll ist der Aufstieg zum Kirchberg über die 1,5 km lange Kastanienallee (Kirchbergweg).  Wer die Steigung vermeiden möchte, erreicht den Bismarckturm zu Fuss sowohl von der Fallsteinklause als auch vom Waldhaus:

Blick vom Turm auf die Kastanienallee, Osterwieck und den Brocken am Horizont:

Blick vom Kirchbergweg zu St. Stephani im Ortszentrum Osterwieck:

OSTERWIECK

(11.050 Einwohner, 123 m ü. NHN) ist eine Stadt im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Die Stadt liegt am Südhang des Grossen Fallsteins und am rechten Ufer der Ilse. Nach der Überlieferung kam Karl der Grosse im Jahr 780 während des Krieges gegen die heidnischen Sachsen zum ersten Mal an die Oker. Er gründete in dem Ort Seligenstadt, dem heutigen Osterwieck, die erste Kirche. Diese wurde zum Sitz seines Missionszentrums. Otto II. verlieh der Stadt im Jahr 974 das Münz- und Zollrecht. Der Name Osterwic wird im Jahre 1073 erstmals erwähnt. Im Jahre 1495 zerstörte eine grosse Überschwemmung der Ilse die Stadtmauer und 1884 fiel fast die gesamte Stadt einer furchtbaren Feuersbrunst zum Opfer. Aber die für damalige Verhältnisse wohlhabenden Handwerker und Ackerbürger bauten die Stadt mit den zum Teil bis heute erhaltenen prunkvollen Fachwerkhäusern wieder auf. Das Bild der Altstadt wird noch heute bestimmt von ganzen Strassenzügen mit Häusern aus dem Mittelalter. Mit Recht wird Osterwieck auf Grund der vielen Fachwerkhäuser als Perle von Sachsen-Anhalt bezeichnet. Fachwerkhäuser aus den Stilepochen Gotik (bis 1521), dem Niedersächsischem Stil (1533 – 1584), der Renaissance (1580 bis 1640) und dem Barock (1640 bis 1780) sind immer wieder Anziehungspunkte der Touristen. Das vermutlich älteste Haus (1480) befindet sich in der Kapellenstraße Nr. 4. Viele Fachwerkhäuser sind reich verziert mit zahlreichen Schnitzereien und Inschriften.

Bismarckturm Osterwieck:

Blick vom Turm in Richtung Süden nach Osterwieck und dem Brocken im Hintergrund:

Ehemaliges Postamt:

Evangelische Kirche St. Stephani:

Gutshaus:

Durchgang Am Markt 1A zum Stephanikirchhof:

Neues Rathaus:

Altes Rathaus und heutiges Heimatmuseum:

Evangelische Kirche St. Nicolai:

Ehemalige katholische St.-Josephs-Kirche:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Kurzbesuchs am 04.08.2025.

03.08.2025: Der Turm befindet sich im südlichen Teil der alten Stadtbefestigung der historischen Quedlinburger Altstadt. Unmittelbar an der Ostseite des Turms verläuft der Mühlgraben. Südlich verläuft die Carl-Ritter-Strasse. Der Spiegelturm wurde als Halbschalenturm errichtet und in den benachbarten Fleischhof (Adelshof) einbezogen. In seiner Erscheinungsform ähnelte er dem Schreckensdüvel im nördlichen Teil der Altstadt. Bis 1633 war er in seiner ursprünglichen Bauhöhe vorhanden und war mit einem Spitzendach versehen. Er wurde dann zur Hälfte eingekürzt. 1987 erfolgte eine moderne Überbauung der Reste des Turms. In der Zeit der DDR standen nicht die wirtschaftlichen Möglichkeiten zur Verfügung, die ursprünglich Gestalt, mit 18 Meter hoher Spitze und vier jeweils 6,50 Meter hohen Nebentürmen, wiederherzustellen. Es sollte daher zunächst bei einem Turmstumpf bleiben. Die heutige Bedachung war ein 1988 gebautes, unabgestimmtes Provisorium des Bauleiters:

03.08.2025: Der Fleischhof in Quedlinburg ging aus einer mittelalterlichen Eigenbefestigung hervor. Der Lehns- und spätere Freihof entwickelte sich ab 1566/1567 zu einem repräsentativen, in den Stilformen der Renaissance ins Werk gesetzten Vierseithof. Bauliche Erweiterungen von Ende des 16. und frühen 17. Jahrhunderts lassen hinter dem südlichen Stadtmauerring der Altstadt ein eindrucksvolles Ensemble aus Fachwerkwohn- und Speicherbauten entstehen. Zu den ältesten Bauteilen gehört der 1566/67 unter Hans von Wulfen und dessen Gemahlin Elisabeth von Plotho erbaute Westflügel als prächtiges zweigeschossiges Fachwerkwohnhaus mit hohem Satteldachabschluss und nach Westen orientierten, risalitartig angeordneten Zwerchhäusern. Der langgestreckte Wohnbau weist eine Mischbauweise auf, das heisst er ist teilunterkellert, hat einen massiven Unterstock mit repräsentativer Durchgangsdiele und einen Oberstock in abgestrebtem Fachwerkabbund mit Andreaskreuzbrüstungen:

03.08.2025: Nur wenige Schritte vom Markplatz entfernt befindet sich die Kulturkirche St. Blasii. Der sakrale Bau ist nicht nur ein wesentlicher touristischer Anziehungspunkt, sondern auch ein wesentlicher Bestandteil der örtlichen Kulturszene. Sie ist das ganze Jahr über ein Anlaufpunkt für Kunstschaffende und Kunstinteressierte. Von April bis Dezember kann man hier in einem wundervollen Ambiente verschiedene Veranstaltungen (Ausstellungen, Konzerte, Lesungen etc.) geniessen. Die Veranstaltungssaison eröffnet das Musikfest in der Kulturkirche am 1. Samstag im Mai. Die Kulturkirche St. Blasii ist durch das Projekt Reisen für Alle zertifiziert worden und trägt das Gütesiegel: Barrierefreiheit geprüft – teilweise barrierefrei für Menschen mit Gehbehinderung und teilweise barrierefrei für Rollstuhlfahrer: