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Monats-Archive: August 2025

03.08.2025: Der Turm befindet sich im westlichen Teil der alten Stadtbefestigung in der Verlängerung der Goldstrasse in der Nähe der Sankt-Aegidii-Kirche und ist einer der stärksten Türme der Quedlinburger Wehranlagen. Seine Höhe beträgt 40 Meter, die Wandstärken erreichen annähernd zwei Meter. Er hat fünf Geschosse, wobei die zwei unteren Geschosse gewölbt sind. Ursprünglich wurde der Turm auch als Lochgefägnis und Folterkammer genutzt, woher sich auch der Name erklärt. Durch ein Loch in der Decke des Tonnengewölbes wurden Gefangene an einem Seil in den lichtlosen Raum hinabgelassen. Ein späterer Besitzer des Turms soll in diesem Kerker diverse menschliche Gebeine gefunden haben. Zur Stadtseite hin waren die oberen Geschosse ursprünglich offen. Sie wurden dann später mit Fachwerkwänden verschlossen, um eine Nutzung der Räume zu ermöglichen. Bekrönt ist der Turm mit einem achteckigen Spitzhelm, der von kleinen Ecktürmen flankiert wird. Anfang des 21. Jahrhunderts befand sich der Turm bereits seit vier Generationen in Privatbesitz. Es folgten mehrere Umbauten, wobei jedoch etliche mittelalterliche Balken und Bodenbeläge noch original erhalten blieben. Nach einer neuerlichen Restaurierung wurden im Turm Ferienwohnungen eingerichtet:  

03.08.2025: Die Marktkirche St. Benedikti hat ihren Ursprung in einer im 10. Jahrhundert errichteten frühromanischen Vorgängerkirche am Kreuzungspunkt alter Handelsstrassen. Einige Teile der damaligen Krypta sind heute noch erhalten. Ab ca. 1100 entstand die Marktkirche (erstmals urkundlich erwähnt 1233) als Stadtkirche im Zentrum der historischen Quedlinburger Altstadt. Die Kirche hat sich von einer romanischen Basilika über Jahrhunderte zu ihrer jetzigen baulichen Form entwickelt. Aufgrund dessen finden sich dort architektonische Elemente und Ausstattungen aller bekannten Bauepochen wieder. Zwei grosse Rundbögen an der Ostwand des Turmmassivs und steinerne Altäre zeugen vom romanischen Ursprung des Gotteshauses. Die drei südlichen Arkaden mit Spitzbögen und 8-eckigen Pfeilern, sowie die Kalandskapelle mit dem Marienaltar (1480) und der Vesperaltar im Südschiff stammen aus der Gotik. Die Renaissance hinterliess flache Balkendecken über den Seitenschiffen und eine Schnitzkanzel mit hochkarätigen Hochreliefs zum Glaubensbekenntnis. Barocke Spuren sind unter anderem am hölzernen Tonnengewölbe über dem Mittelschiff, dem Taufstein aus Alabaster und der hölzernen König-David-Figur zu erkennen.
 Neben dieser Vielfalt sind die spätromantische Orgel mit ihren 52 Registern und 3000 Pfeifen, sowie die drei neuen Buntglasfenster, welche den Weg Jesu von der Geburt bis zur Himmelfahrt darstellen, besonders sehenswert. Die Turmbedachung erhielt nach der Zerstörung des südlichen Helms durch einen Brand ihre jetzige Gestalt. Die damit zusammenhängenden Umbauten ermöglichten die Einrichtung einer Türmerwohnung:

03.08.2025: Im Jahr 1310 wird das Rathaus zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der frühgotische Bau ist bis heute in seinem Kern erhalten geblieben. Für mittelalterliche Verhältnisse ist das einstöckige Steingebäude mit dem hohen Satteldach ein aussergewöhnlich grosser Baukörper – ein Zeichen für die wirtschaftliche Kraft der aufstrebenden Stadt. Die spitzbogigen Fenster wurden im 17. Jahrhundert durch Renaissanceformen ersetzt. Im Zuge dieser Umbauten zwischen 1616 und 1619 wurde auch der ursprünglich an der Nordseite liegende Eingang an die Marktseite verlegt und mit dem prachtvollen Renaissanceportal geschmückt, das von einer Abundantia, einer Göttin des Wohlstandes, bekrönt wird. Über der Tür ist das Quedlinburger Stadtwappen mit einem sitzenden Hund in einem geöffneten Tor angebracht. An der linken Seite wurde 1869 der 2,75 m grosse Roland wieder aufgestellt, der jahrhundertelang auf dem Hof des Ratskellers gelegen hatte. Eine breite Freitreppe führt in eine von Pfeilern getragene Halle. Das steinerne Treppenhaus im Innern ist im Zuge der Rathauserweiterung zwischen 1898 und 1901 entstanden. Zur alten Bausubstanz gehört die hölzerne Säule mit der Christopherusfigur in der Halle. Das farbige Glasfenster am Treppenaufgang zeigt das Stadtwappen und darunter die gekreuzten Kredenzmesser des Freiweltlichen Frauenstiftes. Es ist ebenso wie das Fenster im Stadtverordnetensitzungssaal eine Arbeit der Quedlinburger Glasmalerei Ferdinand Müller aus dem Jahre 1901. Sehenswert sind auch zwei prächtig geschnitzte Türen aus den Jahren 1659 und 1693 im oberen Flur. Der Stadtverordnetensitzungssaal befindet sich im Erweiterungsbau des Rathauses, der zwischen 1898 und 1901 nach Entwürfen des Quedlinburger Stadtbaurats Laumer errichtet wurde:

03.08.2025: Der Kaiserhof Quedlinburg ist ein prunkvoller zweigeschossiger Bau im Herzen der Welterbestadt Quedlinburg. Das Gebäude wurde 1894/1895 gebaut und blickt auf eine lange Historie zurück. Heute wird das Gebäude mit Hilfe des Vereins zum Erhalt des Kaiserhofs wiederbelegt. Verschiedene Vereine aus Quedlinburg nutzen das Haus für regelmässige Veranstaltungen, Feiern und Konzerte. Dank der grossen Bühne im Kaisersaal ist das Haus ideal für Konzerte, Theatervorstellungen, Lesungen oder Podiumsdiskussionen. Der grosse Saal fasst über 300 Gäste und ist somit eines der grössten Veranstaltungshäuser in Quedlinburg:

03.08.2025: Das ehemalige königliche Gymnasium wurde 1860 bis 1862 erbaut,
der Bau erfolgte mit Formen der oberitalienischen Romanik. Die Fassade aus rotem Backstein weist eine helle horizontale Bänderung auf. Seit 1990 trägt das Haus den Namen Carl-Ritter-Schule. Der Schulbetrieb wurde 2004 eingestellt, nach Umbau wird das Haus seit 2011 gemeinsamen von Volkshochschule, Musikschule und Bibliothek genutzt (Bildungshaus):

Eine Statue von Philipp Melanchthon (1497-1560) befindet sich vor dem Mittelteil der Fassade des Gebäudes:

03.08.2025: Das Gebäude wurde in der Gründerzeit zwischen 1887 und 1889 als modernste Post- und Telegrafenstation errichtet. Es zeichnet sich durch seine repräsentative Fassade aus und ist Teil des UNESCO-Welterbes der Stadt. Nach dem Auszug der Postbank wurde das Objekt zu einem modernen Dienstleistungszentrum umgebaut:

03.08.2025: Der Turm befindet sich im südlichen Teil der alten Stadtbefestigung der historischen Quedlinburger Neustadt, am Südende der Strasse Damm. Nordöstlich des Turms fliesst der Mühlgraben. Der Martinsturm wurde als halbrunder Schalenturm errichtet. Nach Norden zur Stadtseite hin ist der Turm daher offen. Der Turm diente, gemeinsam mit dem ursprünglich auf der anderen Seite des Mühlgrabens stehenden, jedoch nicht erhaltenen Mummentalturm, der Verteidigung des durch den Durchfluss des Mühlgrabens gebildeten Schwachpunkt in der Stadtbefestigung. Erhalten geblieben ist nur ein Turmstumpf, der in die Gestaltung der Parkanlage der südlich gelegenen Seniorenwohnanlage Heiligegeiststrasse 10 einbezogen wurde:

03.08.2025: Die Nikolaikirche wurde zur Ehre Gottes errichtet. Ihre Anfänge vermutet man um 1200. Romanische Spuren sind bis heute in der Kirche zu finden. Einer alten Sage nach soll ein Schäfer, der durch einen Goldfund zu Reichtum kam, an der Finanzierung des Baus massgeblich beteiligt gewesen sein. Deshalb steht bis heute auf einer der beiden Turmseiten ein in der Barockzeit angefertigter Schäfer mit seinem Hund. Der Volksmund nennt die Nikolaikirche Schäferkirche. Im 14. Jahrhundert wurde die Nikolaikirche zu einer gotischen Kirche umgebaut. Die Türme erhielten bereits da ihre heutige Höhe von 72 m und es wurden die Gewölbe über den Kirchenschiffen eingezogen. Auch die grosse wertvolle Glocke mit ihren feinen Ritzzeichnungen im Südturm stammt aus dieser Zeit (1333). Annähernd die gesamte Innenausstattung (Kanzel/Hochaltar/Empore) stammt aus der Zeit des Barock. Andere Ausstattungstücke (Hl. Godehard/ 2 Pietas, Mose, romanisches Kruzifix) datieren deutlich früher. 1540 wurde unter der Äbtissin Anna II. von Stolberg die Reformation in Quedlinburg eingeführt. Seit dieser Zeit ist die St. Nikolaikirche eine evangelische Kirche. Von 1590 – 1599 wirkte an der Nikolaikirche der Verfasser der „Sechs Bücher vom wahren Christentum“, der berühmte Theologe Johann Arnd. Von 1737 – 1759 war Johann Christian Erxleben Pfarrer der Nikolaikirche. Er war der Ehemann von Dorothea Christiane Erxleben. Sie war die erste Frau in der deutschen Geschichte, die an einer Universität (Halle an der Saale) ihren Doktor der Medizin machen konnte:

QUEDLINBURG

(23.100 Einwohner, 123 m ü. NHN) ist eine Stadt an der Bode nördlich des Harzes im Landkreis Harz (Sachsen-Anhalt), staatlich anerkannter Erholungsort und seit 1994 UNESCO-Weltkulturerbe. Als ottonische Königspfalz und Damenstift war sie im Mittelalter ein Zentrum deutscher Geschichte. Bekannt ist sie für den Stiftsberg mit der Stiftskirche St. Servatii (Grablege Heinrichs I.) und über 2.000 denkmalgeschützte Fachwerkhäuser. 922 erstmals erwähnt, wurde der Ort unter König Heinrich I. zu einem zentralen Machtort. Das 966 gegründete Damenstift, geleitet von einflussreichen Äbtissinnen wie Mathilde, verlieh der Stadt über Jahrhunderte enorme Bedeutung. Durch den Beitritt zur Hanse und Fernhandel entwickelte sich Quedlinburg zu einem wohlhabenden Handelszentrum mit einer gut erhaltenen Neustadt. Die Altstadt zeichnet sich durch einen der grössten und besterhaltenen Bestände an Fachwerkhäusern aus acht Jahrhunderten aus. Nach der DDR-Zeit, in der viele Gebäude verfielen, wurde die Stadt nach der Wende umfassend saniert und als Weltkulturerbe gesichert. Heute gilt Quedlinburg als lebendiges Geschichtsmuseum und ist eine der bedeutendsten Fachwerkstädte Europas.

Bahnhof-Empfangsgebäude:

Bronzestatue Flora:

Bismarckturm:

Evangelische Kirche St. Johannis:

Bahnwasserturm:

Wasserturm ehemaliges Gaswerk:

Ehemaliges Elektrizitätswerk:

Wasserturm ehemaliger Schlachthof:

Amtsgericht:

Bankgebäude Bahnhofstrasse 11 – Das Haus entstand als Geschäftshaus der Mitteldeutschen Bank in der Zeit um das Jahr 1910 im Stil des Neobarock. Die Gestaltung erinnert an barocke römische Stadtpaläste:

Kaiserturm:

Kuhhirtenturm:

Gänsehirtenturm:

Schweinehirtenturm:

Die Bode unterhalb der Vossbrücke:

Evangelische Pfarrkirche St. Nikolai:

Martinsturm:

Altes Postamt:

Bildungshaus Carl Ritter:

Kaiserhof:

Rathaus:

Evangelische Marktkirche St. Benedikti:

Café Ruinenromantik – in den Ruinen eines abgebrannten Gebäudes befindet sich heute das Café, Bistro und Biergarten:

Schreckensturm:

Evangelische Kirche St. Aegidii:

Katholische Pfarrkirche Sankt Mathilde:

Harztheater Quedlinburg:

Sternkiekerturm:

Schlosshotel Zum Markgrafen:

Pulverturm:

Kruschitzkyturm:

Deutsches Fachwerkzentrum:

Kulturkirche St. Blasii:

Blasiistrasse:

Quedlinburger Marktplatz:

Adelshof mit Taubenturm:

Spiegelturm:

Blick hinauf zum Schlossberg mit Stiftskirche St. Servatius:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Kurzurlaubs vom 01.08. bis 05.08.2025.

02.08.2025: Der Turm befindet sich im östlichen Teil der alten Stadtbefestigung der historischen Quedlinburger Neustadt, auf der Ostseite der Straße Hinter der Mauer. Er ist als Schalenturm ausgeführt, so dass die zur Stadt zeigende Seite offen ist. In späterer Zeit wurde der Turm in eine kleine Häusergruppe einbezogen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Turm bewohnt. Derzeit ist der Turm ungenutzt. Im örtlichen Denkmalverzeichnis ist der Wehrturm als Teil der Quedlinburger Stadtbefestigung als Baudenkmal verzeichnet: