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Monats-Archive: August 2025

27.08.2025: Das Rathaus Stade an der Hökerstrasse wurde zwischen 1667 und 1668 auf den Ruinen des alten Rathauses von 1279 errichtet. Nach dem Dreissigjährigen Krieg zwischen Katholiken und Protestanten ereignete sich 1659 ein grosser Brand in Stade, bei dem zwei Drittel der Stadt zerstört wurden. Darunter auch das alte Rathaus. Nur das Gewölbe sowie der Ratskeller blieben verschont. Das Gebäude zeigt Stilelemente der Spätrenaissance sowie des Hochbarock. Im Rathaus befindet sich neben dem Ratskeller auch das Standesamt der Stadt Stade. Seit der Errichtung hat sich am äusseren Erscheinungsbild nur wenig verändert. Das Hauptgebäude (Westflügel) mit zwei Etagen zu Seiten der Hökerstraße ist 35 Meter lang. Der Ostflügel misst hingegen 31 Meter. Als Baumaterial wurde hauptsächlich roter Backstein gewählt, sowie roter Sandstein für die Ecken und Schmuckelemente. Teilweise stammen diese Werkstoffe noch vom alten Rathaus, so wie die grossen Granitquader auf denen das Gebäude zum Teil basiert. Auf dem Dach befindet sich ein Dachreiter mit einer Wetterfahne. Über der Haupteingangstür zum Stader Rathaus an der Hökerstrasse befindet sich ein Sandsteinportal. Dort halten zwei schwedische Löwen das Königswappen mit der lateinischen Inschrift JUSTITIA ET PIETAS PAX ET CONCORDIA VERNENT – Gerechtigkeit und Frömmigkeit, Friede und Eintracht mögen blühen. Die Schweden hatte die Stadt im Jahr 1645 unter dessen deutschen Heerführer Hans-Christoph Königsmarck erobert und 1712 zur Festung ausgebaut. Darunter befindet sich etwas kleiner, das Wappen der Stadt Stade. Gekrönt wird das Portal von Merkur, Beschützer der Kaufleute und Händler. Zur linken befinden sich die Figuren Prudentia (Klugheit) sowie rechts die Justitia (Gerechtigkeit):

Über den rechten Flügel schliesst sich der Neubau des Rathauses Stade aus den Jahren 1985–1986 an:

27.08.2025: Das um 1900 erichtete Postamt am Pferdemarkt in Stade ist 2006-2008 vollständig entkernt und zu einem Büro- und Geschäftshaus umgebaut worden. Erhalten blieb die denkmalgeschützte Fassade mit Eckturm, der einen stilisierten Helm erhielt:

27.08.2025: Das Zeughaus am Pferdemarkt wurde zwischen 1697-99 errichtet und bis 1919 als Waffenarsenal und militärisches Lagerhaus genutzt. An dieser Stelle befand sich zuvor die im 12. Jahrhundert errichtete St.-Georgs-Kirche. Nach Aufgabe der militärischen Nutzung war das Gebäude zwischenzeitlich Markthalle und Jugendherberge. Ab 1952 bis Ende der 1980er Jahre ist das Gebäude als Kino sowie Konzert- und Theatergebäude genutzt worden. Heute ist das Zeughaus Veranstaltungsstätte mit Gastronomie im Erdgeschoss sowie Büro- und Praxisräumen in den Obergeschossen:

27.08.2025: Die dreischiffige gotische Hallenkirche, die grösste im Erzstift Bremen, entstammt der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts und wurde anstelle eines Vorgängerbaus errichtet, der wohl bis in das 11. Jahrhundert zurück reicht. Einzig der Westturm geht sogar in das 13. Jahrhundert zurück. Im Stadtbrand von 1659 wurde auch die Kirche im Inneren zerstört und danach neu ausgestattet. Der Turm erhielt einen hohen Turmhelm, der 1724 durch Blitzschlag zerstört und durch das flache Zeltdach ersetzt wurde. Von der Innenausstattung bemerkenswert sind Altar und Kanzel von 1660, Kronleuchter des 16. und 17. Jahrhunderts und eine Reihe von Epitaphen. Das Kircheninnere wurde 1958-60 und 1991 weitgehend restauriert. Dabei konnte ein Teil der alten Deckenbemalung wieder hergestellt werden:

27.08.2025: Das Amtsgericht Stade ist eines von acht Amtsgerichten im Landgerichtsbezirk Stade und hat seinen Sitz in Stade. Dem Amtsgericht Stade sind im Instanzenzug das Landgericht Stade, das Oberlandesgericht Celle sowie der Bundesgerichtshof in Karlsruhe übergeordnet. Durch den Zukauf eines Gebäudes am Wilhadikirchhof wurde es möglich, einen grosszügigen Neubau an der Ecke Ritterstraße/Wilhadikirchhof im historisierenden Stil der Spätrenaissance im Übergang zum Barock zu planen, dessen Front jetzt zur Kirche gerichtet war. Am 1. Mai 1903 wurde der Grundstein gelegt, und am 1. Oktober 1905 konnte das neue Gerichtsgebäude am Wilhadikirchhof feierlich eröffnet werden. Im Hauptgebäude bezogen das Amtsgericht das Erdgeschoss, das Landgericht das Obergeschoss und die Staatsanwaltschaft das zweite Stockwerk. Im Osten an das Hauptgebäude angeschlossen war das alte, durch einen Neubau erweiterte Hilfsgefängnis mit insgesamt 29 Zellen für Einzelhaft:

27.08.2025: Wohl jeder hat den Diercke Schulatlas während seiner Schulzeit schon mal in der Hand gehabt. Seit Generationen ist das im Westermann-Verlag erscheinende Werk im Gebrauch der Schulen. Es hat seinen Ursprung in Stade. Carl Diercke (1842-1913), der dem wohl bekanntesten deutschen Schulatlas seinen Namen gegeben hat, verbachte von 1873 bis 1885 einen ungemein produktiven und erfolgreichen Lebensabschnitt in der Stadt. Er war von 1874 bis 1885 auch der Leiter des Stader Lehrerseminars. Das Carl-Diercke-Haus beherbergt neben dem Studienseminar für die Lehrämter Grund-, Haupt- und Realschulen ebenso die Studienseminare für das Lehramt an berufsbildenden Schulen sowie für das Lehramt an Gymnasien:

STADE

(48.600 Einwohner, 12 m ü. NHN) ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises in Niedersachsen und eine selbständige Gemeinde. Sie liegt am südwestlichen Ufer der Unterelbe, etwa 45km westlich von Hamburg und etwa 60km südöstlich von Cuxhaven, am Rande des Alten Landes, und gehört zur Metropolregion Hamburg. Durch das Stadtgebiet fließt die Schwinge, die etwa 4km nordöstlich des Stadtzentrums bei Stadersand in die Elbe mündet. Im Jahre 994 wurde Stade ein erstes Mal (als Stethu) erwähnt. Diese Erwähnung hing mit dem Wikingerüberfall jenes Jahres zusammen, der als Wikingerüberfall auf Stethu in die Geschichte eingegangen ist. Etwa um das Jahr 1000 hat man in Stade die Schiffslände (einfacher Landeplatz) ausgebaut und den heutigen Alten Hafen eingerichtet. Mit dem Jahre 1209 und Kaiser Otto IV. erhielt Stade seine Stadtrechte, die 1259 von Bremen bestätigt worden sind. Seit etwa dem 14. Jahrhundert ist Stade auch Mitglied der Hanse, dieses mächtigen Bundes niederdeutscher Kaufleute. Stade, wo sich im Jahre 1279 der Bürgerrat eine eigene Verfassung (Stader Statuten) gegeben hatte, besass seit 1361 das Bündnisrecht und hatte mihin de facto den Status einer Freien Reichsstadt inne. Bis zum Ausbruch des Dreissigjährigen Krieges im Jahre 1618 blühte die Stadt immer mehr auf, doch dann wurde sie 1628 zuerst vom kaiserlichen Ligakommandanten Tilly, hernach von den schwedischen Truppen, dann von den Dänen und schliesslich 1643 endgültig von den Schweden erobert. Im Westfälischen Frieden von 1648 wurde festgelegt, dass Stade mitsamt dem Erzbistum Bremen offiziell an Schweden fallen solle, was auch geschah. Zu einem verherenden Stadtbrand kam es im Jahre 1659. Nachdem er zwei Drittel der Stadt zerstört hatte, musste man sie (übrigens mit unverändertem Grundriss) wieder aufbauen. Die schwedische Herrschaft endete mit dem Jahre 1712, wonach Stade anschliessend für kurze Zeit zu Dänemark und schliesslich nach 1715 zum Kurfürstentum Hannover gehörte. Im Gegensatz zu so vielen anderen deutschen Städten, hatte Stade das Glück, während des Zweiten Weltkrieges von jedweden Kriegszerstörungen durch alliierte Einheiten völlig verschont geblieben zu sein, so dass noch viel von dem alten mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Charme der Stadt vorhanden ist. Weniger charmant ist das Kernkraftwerk an der Elbe, das 1972 seine Funktion aufgenommen hatte und mithin Deutschlands zweitältestes Atomkraftwerk war. Das Kernkraftwerk von Stade wurde vor dem Hintergrund des 2002 beschlossenen Atomaustiegs im Jahre 2003 indes abgeschaltet. Stade, das bis zum Jahre 1978 als Sitz eines niedersächsischen Regierungsbezirks fungierte, hat sich die gesamte Geschichte hindurch als Hansestadt verstanden und offiziell auch immer so genannt. Seit dem Jahre 2008 darf sich Stade mit Stolz als Hansestadt bezeichnen. Zusammen mit der Titelverleihung durfte man auch gleich den 800. Jahrtestag der Gewährung der Stader Stadtrechte feiern.

Bahnhof-Empfangsgebäude:

Carl-Diercke-Haus:

Ritterschaftliches Kreditinstitut Stade – 1826 gründete die Ritterschaft dieses Kreditinstitut als Pfandbriefanstalt des öffentlichen Rechts. Dieses besondere Bankhaus, das bis heute von der Ritterschaft getragen wird, vergibt Kredite insbesondere für die Landwirtschaft und für Wohn- und Geschäftsgrundstücke im Elbe-Weser-Dreieck und in angrenzenden Gebieten:

Land- und Amtsgericht:

Evangelische Kirche St. Wilhadi:

Zeughaus:

Altes Postamt:

Altes- und Neues Rathaus:

Evangelische Kirche St. Cosmae et Damiani:

Frühere Ratsapotheke – das giebelständige Gebäude in der Hökerstrasse 17 ist ein dreigeschossiger Fachwerkbau unter einem ziegelgedeckten Satteldach und wurde im frühen 18. Jahrhundert (zwischen 1700 und 1720) errichtet:

Ehemaliges St. Johanniskloster:

Elektrischer Hafenkran von 1927:

Portalkran von 1912:

Salztorschleuse:

Schleusenhaus – Museum:

Museumsschiff Greundieck:

Slip-Winsch-Anlage – bewegte Schiffe zwischen Wasser und Land. Auf einem flachen Wagen unter dem Schiffsrumpf wurde das Schiff seitlich abgestützt und über eine Rampe an Land gezogen bzw. zu Wasser gebracht:

Büro und Aufsichtsstation des Hafenmeisters im Stadthafen Stade:

Ehemaliger Gasometer – heute Wohnhaus:

Holztretkran:

Stadtwaage:

Kunsthaus:

Bürgermeister-Hintze-Haus:

Schwedenspeicher:

Baumhaus:

Gaststätte Oln Hoovn – errichtet in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts:

Stader Flutkanonen:

Ewer Willi:

Knechthausen:

Kreisjugendmusikschule – Georg Bastion:

Fussgängerbrücke und Burggraben:

Stadeum:

Stadtbibliothek:

Windmühle vor dem Schiffertor:

Elch-Skulptur – Erinnerung an die Stadt und den Kreis Goldap in Ostpreussen:

Freilichtmuseum Stader Insel…:

…mit unter anderem: Bockwindmühle – ursprünglich aus Rethmar (heute Stadt Sehnde, Region Hannover) wurde hier im Juni 1967 aufgebaut:

Altländer Bauernhaus mit Altländer Prunkpforte:

Geestbauernhaus:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Kurzbesuchs am 27.08.2025.

 

21.08.2025: Das gotische mehrgeschossige Backsteintor aus der Mitte des 14. Jahrhunderts im Nordwesten der Altstadt sicherte die Landstrassen nach Rostock und Güstrow ab. Das Tor verfügt über eine spitzbogige Durchfahrt bei einer quadratischen Grundfläche. Die Durchfahrt wurde nachträglich vergrössert. Geschmückt ist das Tor auf der Stadtseite mit einer unverputzten grossen Putzblende, kleineren Spitzbogenblenden verschiedener Grösse in den Obergeschossen und einem Staffelgiebel. Die Feldseite verfügt über drei markante Putzblenden im zentralen Teil, um die mehrere kleine Putzblenden angeordnet sind:

21.08.2025: Die ehemalige Uhrenschule auf dem Schulkamp, Schulkampallee 3/5, stammt von 1860. Zwei weitere Schulgebäude wurden 1885 und 1903, die Turnhalle 1909 gebaut. Seit 2002 befindet sich hier das Theater Uhrenschule (THUSCH). Die drei Gebäude und die Turnhalle sowie Park, Gedenkstein 1860 und Mahnmal der Widerstandskämpfer stehen unter Denkmalschutz:

21.08.2025: Eine Perle im Innenstadtbereich ist das Mühlenviertel. Im Zuge der Sanierung des Mühlenviertels wurde auch das ehemalige Feuerwehrspritzenhaus von Grund auf restauriert und von der örtlichen Feuerwehr ein Feuerwehrmuseum eingerichtet. Das Museum besteht aus drei Räumen und bezieht den anliegenden Schlauchturm mit ein. Die Ausstellung konzentriert sich auf die Zeit der ehemaligen DDR. Anschaulich wird hier für jedermann die Geschichte der Teterower Feuerwehr erlebbar gemacht. Neben historischer Löschtechnik sind hier u. a. einzigartige Zeitdokumente ausgestellt: