27.08.2025: Im Baumhaus am Hansehafen wird heute die Privatsammlung Berg mit Stadensien aus mehreren Jahrhunderten gezeigt. Sie besteht aus Artefakten, Dokumenten und Fotos und wurde von dem Stader Hans-Jürgen Berg über einen Zeitraum von über 50 Jahren aufgebaut. So bietet das Privatmuseum auf kleinstem Raum einen faszinierenden Einblick in die Metamorphose der Stadt sowie des Alltagslebens der Stader der letzten drei Jahrhunderte. Der Gründer und Betreiber des Museums steht selbst Rede und Antwort und kann zur Geschichte Stades viel erzählen. Der Name Baumhaus weist auf die historische Nutzung des Gebäudes hin. Hier befand sich die Hafenstube des Baumschliessers, der später auch Baumschreiber, Hafenaufseher und schliesslich Hafenmeister genannt wurde. Er hatte die Aufgabe, Zoll zu erheben und kein Schiff ohne Erlaubnis des Rates mit Bier oder Wein an Bord in den Hafen einlaufen zu lassen. Ebenso war es verboten, Güter ohne Zollzahlungen auf dem Wasserweg aus Stade auszuführen. Mit einem grossen Baum verschloss oder öffnete der Baumschliesser in früheren Zeiten die Zufahrt in den Hansehafen am Fischmarkt. Das erste Baumhaus in Stade wurde etwa 1600 errichtet. Es war deutlich grösser als die beiden Folgenden und wurde durch den grossen Stadtbrand 1659 zerstört. Das zweite und auch das dritte Baumhaus wurden immer wieder an der gleichen Stelle errichtet. Das dritte heutige Baumhaus wurde in den Jahren 1773/1774 gebaut. Vor der Entstehung der Dampfschifffahrt war das Gebäude Sammelplatz für die Reisenden, die nach Hamburg und Glückstadt fuhren. Sie wurden vom Anleger am Baumhaus zum eigentlichen Fährschiff gebracht. Das Hafenamt war hier noch bis 1947 untergebracht:
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