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20.03.2024: Der Turm ist eine fiktive Nachbildung eines mittelalterlichen Bergfrieds, was typisch für die Zeit um 1900 war. Er befindet sich auf dem 454 Meter hohen Schläferskopf, einem Berg im Taunuskamm. Der Gipfel mit dem Turm liegt im Stadtgebiet der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden, ca. drei Kilometer nordnordwestlich des Stadtteils Klarenthal im Naturpark Rhein-Taunus. Der Name des Schläferskopfs rührt von den dort lebenden Siebenschläfern her. Im Innern des Berges befindet sich der Schläferskopfstollen, der das Kluftgrundwasser aus dem Quarzit des Taunuskamms sammelt. Im Jahr 1883 wurde bereits ein zehn Meter hoher Holzturm auf dem Schläferskopf aufgestellt. Wegen Baufälligkeit wurde er 1900 wieder abgerissen. Von 1905-1906 wurde der 31 Meter hohe Kaiser-Wilhelm-Turm mit Schutz- und Erfrischungsraum auf dem Berg errichtet. Dies geschah auf Anregung des Wiesbadener Verschönerungsvereins und wurde mit Spenden der Wiesbadener Bürger finanziert. Im Innern des Turms befindet sich eine doppelläufige Spindeltreppe, deren Spindeln sich nach dem Prinzip einer Doppelhelix umeinander winden. Sie ermöglicht einen getrennten Auf- und Abstieg. In den Jahren 1907-1908 wurde ein Gastronomiegebäude ergänzt. Der Zugang zum Aussichtsturm erfolgt durch dieses Gebäude. Wegen statischer Probleme war der Turm lange Zeit geschlossen und musste saniert werden. Im Frühjahr 2016 waren die Sanierungsarbeiten abgeschlossen. Es war vorgesehen, den Turm anschliessend über die angegliederte Gaststätte zu deren Öffnungszeiten besteigen zu können. Diese wurde aber kurze Zeit später geschlossen und zwangsversteigert. Die Verfügungsgewalt liegt nun bei der Stadt Wiesbaden, die einen seriösen Betreiber für die Gaststätte sucht, der auch den Schliessdienst für den Aussichtsturm übernimmt. Bis dahin kann der Turm in der Regel nicht bestiegen werden:

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