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25.06.2022: Das Schloss Langenselbold wurde von den Grafen zu Isenburg-Birstein in den Jahren 1722 bis 1752 mit Unterbrechungen errichtet. Bauplatz war das Gelände des 1543 aufgelösten Prämonstratenser-Chorherrenstifts Selbold. Die Anlage besteht aus sechs einzelnen Gebäuden, die sich zum Teil paarweise um die vier Seiten eines 95 × 127 m grossen Innenhofes gruppieren. Hier wurde ursprünglich ein Barock-Garten angelegt, dessen zentraler Brunnen später in das Schloss Birstein versetzt wurde. An der östlichen und westlichen Langseite des Hofes stehen Scheunen und Remisen, an der südlichen Schmalseite ein Gebäude, das ehemals Gesindewohnungen enthielt und heute als Gaststätte genutzt wird. All diese Gebäude sind einstöckig. Die Nordseite der Anlage bilden zwei zweigeschossige Bauten mit Mansarddächern. Das westliche, von 1722, ist das älteste der Anlage und diente als Fruchtspeicher. Das östliche, von 1749, ist das jüngste des Ensembles und war das herrschaftliche Wohngebäude. Im Innern befinden sich mehrere Räume mit Rokoko-Ausstattung, Seidentapeten und Gemälden aus der Erbauungszeit. Christian Ludwig von Isenburg-Birstein bezog das Schloss 1757, nachdem er den Militärdienst quittiert hatte. Sein Vater Graf Wolfgang Ernst besorgte die Einrichtung. 1940 kaufte die Stadt Langenselbold den Fruchtspeicher und baute ihn nach dem Zweiten Weltkrieg zum Rathaus um, 1976 kaufte sie den Rest der Anlage. Dabei blieb ein lebenslanges Wohnrecht für einige Mitglieder der fürstlichen Familie bestehen. Dazu zählte auch die Kunsthistorikerin Margarete Prinzessin von Isenburg. Im ehemaligen herrschaftlichen Wohngebäude befinden sich heute die städtische Bücherei, Versammlungsräume und ein Festsaal.

Fruchthaus und aktuell Rathaus von Langenselbold:

Ehemaliges herrschaftliches Wohngebäude – heute Stadtbibliothek:

Das Mönch-Denkmal soll an den Mönchpriester Rabenuld erinnern, der um 1108 dem Grafen Dietmar von Selbold und Gelnhausen die frohe Botschaft des Papstes in einer Urkunde überbrachte, in Selbold bei der Kirche „Johann Baptist“ (Johannes der Täufer) ein Kloster zu errichten und dass er dieses unter seinen Schutz stellt:

Schlosspark:

Scheunen und Remisen – heute u.a. Heimatmuseum:

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