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15.06.2021: Durch den Bau von Burgen versuchte der staufische König Friedrich II. ein Reichsland als Machtbasis der Krone zu schaffen. Eine dieser Burgen war die 1214 auf einem Bergsporn errichtete Schwabsburg. Sie diente dazu, die Verbindung zwischen dem Reichsgut um Oppenheim und dem Ingelheimer Grund zu sichern. Der Osten, die Angriffsseite, war durch eine 2,80 Meter breite Schildmauer, einen Graben und einen Bergfried besonders geschützt. Im Süden lag der Eingang zur Burg, ein überwölbter Torweg oder ein Torturm, im Südosten der Palas mit seinem repräsentativen Saal. Erhalten blieb von der aufwändig mit Buckelquadern aus Kalkstein verkleideten Burganlage nur der quadratische Bergfried, dem heute allerdings das oberste Geschoss fehlt. Er hat einen Eingang auf halber Höhe im Westen. Im Spätmittelalter waren auch Schultheissen von Oppenheim oder Nierstein Befehlshaber der Burg. Die Burgbesatzungen in Schwabsburg und Oppenheim hatten viele gemeinsame rechtliche Regelungen und konnten mit Hilfe optischer Signale via Wartturm in Nierstein kommunizieren. Auf dem im Jahr 1645 publizierten Kupferstich Matthäus Merians ist die Schwabsburg bereits als Ruine zu sehen. Vermutlich wurde sie im Verlauf des Dreissigjährigen Kriegs zerstört und diente von da an als Steinbruch, bis sie im September 1799 schliesslich bis auf den Bergfried abgebrochen wurde:

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