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Monats-Archive: Juni 2020

24.06.2020: Der Bahnhof liegt an Streckenkilometer 36,4 der von Frankfurt am Main nach Mannheim führenden Riedbahn. Es verkehrt ein stündlicher Regional-Express (RE 70) zwischen Frankfurt und Mannheim. Das Empfangsgebäude aus Gelbsandstein ist ein zweigeschossiger Typenbau von 1876, ähnlich dem von Biblis. Das Bauwerk ist ein Kulturdenkmal aufgrund des Hessischen Denkmalschutzgesetzes:

24.06.2020: Die Stadthalle wurde 1996 errichtet und bietet Platz für 400 – 565 Besucher. Direkt davor ist der Eulenbrunnen zu sehen. Er wurde 1975 vom Bildhauer Uhl aus Frankfurt gemeisselt und besteht aus Basaltlavasteinen. Die Eule ist als nachtaktiver Vogel das Wahrzeichen und Fastnachtssymbol der Gernsheimer:

24.06.2020: Die Kirche wurde ursprünglich um 1900 im neuromanischen Stil errichtet und 1945 wie viele andere Gebäude der Stadt ebenfalls zerstört. Nach dem Wiederaufbau um 1950 fällt heute besonders der Altarraum und das Kirchenfenster mit der Lutherrose auf:

24.06.2020: Das Gebäude wurde 1839 im klassizistischen Stil von Georg Molle erbaut. Er war ein bekannter und wichtiger Architekt des Klassizismus und der Romantik. Er plante und erstellte vor allem im früheren Grossherzogtum Hessen zahlreiche Projekte und Bauwerke. Das heutige Stadthaus ist jedoch eine Rekonstruktion, da das alte Rathaus 1945 beim Angriff der Alliierten ebenfalls zerstört wurde:

24.06.2020: Die katholische Kirche wurde 1750/53 im barocken Stil von Johann Valentin Thomann aus Mainz erbaut. 1945 wurde sie im Krieg zerstört und 1948–1951 wieder aufgebaut. Der Hochaltar wurde um 1780 von Johann Diettmann aus Gernsheim für Bürstadt errichtet. Erst 1953 wurde er für Gernsheim erworben. Das St. Josef Denkmal vor der Kirche wurde 1751 im Rokoko Stil zu Ehren des Stadtpatrons errichtet:

24.06.2020: Der Schöfferplatz wird von dem Peter-Schöffer-Haus mit seinem Denkmal dominiert. In dem um 1830 errichteten Gebäude befindet sich heute die Stadtbibliothek und das Stadtmuseum. Hier sind unter anderem Präsentationen über das Fischerhandwerk und die Schiffahrt zu finden, die für die Stadt Gernsheim von wesentlicher Bedeutung waren. Auf dem Platz lenkt das Denkmal Peter Schöffers, dem berühmten Sohn der Stadt, die Blicke auf sich. Peter Schöffer wurde 1425 in Gernsheim geboren. Er war nicht nur Typograph und Drucker, er ging auch als Mitarbeiter von Johann zu Gutenberg in die Geschichte ein. Darüber hinaus verhalf er, als einer der ersten Buchhändler und Verleger, der Buchdruckkunst zur weltweiten Bekanntheit. Er starb 1503 in Mainz:

24.06.2020: Die Häfen Gernsheim umfassen zwei Hafenbecken für die Grossschifffahrt, einen Landungssteg für die Personenschifffahrt (Stromhafen), zwei Sportboothäfen für die Freizeitschifffahrt, einen Fährhafen sowie ein Gewerbegebiet. Heute umfassen die gewerblichen Hafenanlagen etwa 200 Hektar Gesamtfläche. Es stehen 0,8 km Kaianlagen zur Verfügung von denen 600 m auch mit Gleisanschlüssen der Hafenbahn erschlossen sind. Diese wird von der Gernsheimer Umschlags- und Terminalbetriebsgesellschaft mbH & Co KG betrieben. Sie verbindet den Hafen mit der Riedbahn. In den Häfen Gernsheim ist so ein trimodaler Güterumschlag möglich. Im Hafenbecken I gibt es eine Containerbrücke und einen Halbportalkran. Das Hafenbecken II verfügt ebenfalls über einen Portalkran und Einrichtungen zum Umschlag von Flüssigkeiten.

Hafenbecken I:

GERNSHEIM

(10.600 Einwohner, 89 m ü. NHN) ist eine Stadt im südhessischen Kreis Gross-Gerau und liegt am Rhein. Als Zusatz trägt Gernsheim den Namenstitel „Schöfferstadt“, der ihr 2003 vom Hessischen Innenministerium verliehen wurde. Er verweist auf den bedeutenden Sohn der Stadt Peter Schöffer. Die einstige Fischersiedlung hat sich in nahezu zwei Jahrtausenden zu einer modernen Hafen- und Industriestadt entwickelt. Der Rhein diente schon immer zum Transport von Waren. So wurde über die Schifffahrt das Industriezeitalter nach Gernsheim gebracht. Die Stadt ging aus einem römischen Kastell hervor, was 2014 archäologisch belegt werden konnte. 908 kam es in den Besitz des Klosters Lorsch und 1232 unter die Verwaltung der Kurfürsten und Erzbischöfe von Mainz. Von daher erklärt sich auch das Mainzer Rad im Wappen der Stadt. 1356 wurden Gernsheim mit einer Urkunde Karls IV. die Stadtrechte verliehen. Am 26. März 1945 wurde Gernsheim bei einem amerikanischen Angriff zu 40 Prozent zerstört. Zuvor wurde noch die Brücke von der deutschen Wehrmacht wegen der heranrückenden Alliierten gesprengt.

Unweit der Brücke steht in Nähe der Fähranlegestelle das Alte Fährhaus von 1893. Das unter Denkmalschutz stehende Haus fällt durch sein Krüppelwalmdach mit einem gefälligen Dachreiter auf, den ein 46 kg schweres Glöckchen ziert. Das ansprechende Gebäude ist im Erdgeschoss in massiver Bauweise und im Obergeschoss in attraktiver Fachwerkbauweise erstellt. Heute ist darin ein gemütlich, rustikales Restaurant zu finden:

Autofähre HELENE beim Ablegen vom Rheinanleger in Gernsheim:

Standort der Fa. Merck KGaA am Rheinufer in Gernsheim:

Gernsheim am Rhein ist der Hauptsitz der Waibel KG. Von hier aus werden sämtliche Standorte gesteuert und verwaltet. Mit Produktion und Vertrieb von Transport­beton, einem modernen Hafen, Umschlagsmöglichkeiten von der Strasse aufs Schiff – und umgekehrt – , einer Sortier­anlage sowie umfassenden Entsorgungs-Dienstleistungen ist das Unter­nehmen vor Ort breit aufgestellt:

Der Gernsheimer Hafen Hafenbecken I:

Schöfferplatz mit Schöfferhaus und Peter-Schöffer-Denkmal:

Ein weiteres augenfälliges Gebäude steht rechts neben dem Peter-Schöffer-Haus. Es ist das historische Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr, das ebenfalls museal als solches genutzt wird:

Katholische Kirche St. Maria Magdalena:

Gernsheimer Stadthaus:

In der Stadthausstrasse befindet sich das älteste Gebäude von Gernsheim. Es wurde 1701 als erstes Haus nach dem Franzosenbrand von 1689 (Pfälzer Erbfolgekrieg) errichtet. In diesem Fachwerkhaus befindet sich heute die Gaststätte „Il Gufo“:

Stadthalle mit Eulenbrunnen:

Das Alte E-Werk wurde 1905 zur Gleichstromversorgung der Stadt im Jugendstil errichtet und 1954 wieder stillgelegt. Seit 1995 wird es als Lehrmuseum für Originalgrafik sowie als Atelier des Künstlers Mario Derra genutzt:

Evangelische Kirche Gernsheim:

Bahnhof:

Alle Aufnahmen entstanden bei einem Kurzbesuch am 24.06.2020.

24.06.2020: Der Bahnhof Riedstadt-Goddelau ist ein Bahnhof der Kategorie 4 und wichtigster Bahnhof in der südhessischen Stadt Riedstadt. Er wird stündlich von Regionalzügen (Riedbahn RE 70 Frankfurt (Main) HBF / Mannheim HBF) bedient und ist Endpunkt der Linie S7 der S-Bahn Rhein-Main. Das Empfangsgebäude wurde 1869 als Typenbau östlich der Bahnstrecke traufständig errichtet. Es ist ein zweigeschossiger Gelbsandsteinbau mit einem breiten Geschossfries und einer Fensterrahmung. Das Gebäude ist ein Kulturdenkmal nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz:

23.06.2020: Die Burganlage Vetzberg entstand als Zweitburg der Gleiberger Grafen. Vetzberg wurde erstmals 1226 als Vogtisburg erwähnt und war demnach von einem Gleiberger Vogt bewohnt. Später hatte die Burg bis zu 34 adlige Besitzer. Die Oberburg wurde vermutlich zwischen 1100 und 1150 erbaut und ab Mitte des 13. Jahrhunderts erweitert (Unterburg). Erhalten sind der 22,7 m hohe Bergfried, die Giebelwand des Palas, Teile der Burgringmauern und Reste der Unterburg. Die Besonderheiten des Bergfrieds sind die drei Kuppelgewölbe und die zwei Hocheingänge. Üblich waren ein Gewölbe und ein Hocheingang. Der heute gepflasterte Weg zur Burg war auch der frühere Aufgang. Er folgte nicht einer natürlich vorhandenen Trasse, sondern wurde absichtlich rechts um den Burgberg geführt, damit die Angreifer ihre rechte Seite, die nicht durch den Schild geschützt war, den Verteidigern zuwenden mussten. Zur Verteidigungsanlage des Dorfes gehörte eine 6 m hohe und 340 m lange Ringmauer mit 6 Halbrundtürmen, die heute überbaut ist. Der einzige Eingang zum Dorf war der gotische Torturm (14. Jahrhundert) mit zwei Flügeltorpaaren, Fallgatter und Schiesscharten. Im Jahr 2000 hat der Vetzbergverein die Stahltreppe zwischen Palasmauer und Turm montieren lassen. Sie führt über den Hocheingang in das mittlere Bergfried-Stockwerk und zu einer Aussichtsplattform in Richtung Dünsberg.

Ansicht aus Südost:

Burgruine mit Bergfried:

Blick zur Burg Gleiberg:

Torgebäude der ehemaligen Burg- und Ortsbefestigung:

Blick zurück aus Richtung Südwesten: