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Sonstige

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18.03.2026: Die markante Kranbrücke (Verladebrücke) im Oberlahnsteiner Hafen wurde im Zuge des grossen Hafenausbaus in den 1960er Jahren errichtet. Zu dieser Zeit war die Fusion von Krupp und Ardelt aktiv (Sitz in Wilhelmshaven), bevor der Name Ardelt später ganz aus dem Markennamen des Krupp-Konzerns verschwand. Die Anlage verfügt über eine Hubkraft von bis zu 8 Tonnen. Sie läuft auf einer fest installierten Schienenkonstruktion direkt an der Kaimauer:

13.03.2026: Das Kloster Herz Jesu ist ein Institut der Englischen Fräulein in Günzburg in der Diözese Augsburg. Das heutige Gebäude war bis 1782 Sitz eines Franziskanerinnenklosters und wurde 1825 von den Englischen Fräulein übernommen. Das Institut der Englischen Fräulein wurde 1756 durch Frau von Bertognani im damals zur Markgrafschaft Burgau gehörenden Günzburg gegründet und widmete sich ganz dem Schuldienst und der Erziehung von Mädchen. Nach dem Frieden von Pressburg wurden Stadt und Kloster 1806 bayerisch. Eine Aufhebung im Zuge der Säkularisation erfolgte nicht, im Gegensatz zum Günzburger Männerkloster der Piaristen, die ebenfalls in der Erziehung und im Schuldienst wirkten. 1807 bis 1817 war jedoch die Aufnahme neuer Mitglieder untersagt. 1825 übernahmen die Schwestern die Gebäude des 1433 durch Margarethe Böck und Margarethe Bader, beide Günzburger Bürgerstöchter, gegründeten und 1782 durch Kaiser Joseph II. aufgelösten Franziskanerinnenklosters am Frauenplatz. Die Schwestern betrieben bis 1983 das Maria-Ward-Gymnasium und die Maria-Ward-Realschule in Günzburg. Heute gehen hier Mädchen und Jungs zur Schule. Der gesamte Baukomplex wurde Ende der 1990er Jahre saniert und modernisiert. Im Frühjahr 2010 verliessen die letzten Klosterschwestern Günzburg, und damit ist die klösterliche Tradition in der Stadt erloschen:

13.02.2026: Die Grabenhäusle wurden ursprünglich im frühen 17. Jahrhundert errichtet, manche um 1610, andere um 1633. Sie stehen entlang des Walls, auf dem ursprünglich die mittelalterliche Stadtmauer verlief. Durch die Reichsstadt errichtet, waren es die Wohnhäuser der Stadtsoldaten. Durch die Lage konnten die Soldaten direkt in den Befestigungsgraben blicken und bei Gefahr sofort reagieren. Nach dem Ende der reichsstätischen Zeit wurden die Häuser an die damals hier lebenden ehemaligen Soldaten oder deren Witwen verkauft. Schon bald wurden die sehr kleinen Häuschen (sie hatten nur eine Küche, eine Stube und ein Schlafzimmer) von immer ärmeren Schichten bewohnt, denn es gab keine Badezimmer in den einzelnen Häusern. Stattdessen nutzen die Bewohner gemeinschaftliche Sanitäreinrichtungen. Bis zu 40 Bewohner aus 12 Häusern verfügten über ein gemeinsames Bad. Im späten 19. Jahrhundert wurden die Bewohner als Grabaleis, also als Grabenläuse betitelt. Ab den 1980er Jahren wurden die Häuser umfassend saniert bzw. wiederaufgebaut. Heute sind es wunderbar sanierte Perlen entlang der alten Stadtmauer. Besonders malerisch sind die kleinen Gärten der niedlichen Häuschen:

09.02.2026: Im Jahr 1869 wurde in Duisburg bekannt, dass die belgische Stadt Rupelmonde als Geburtsstadt des Kartografen Gerhard Mercator ein sieben Meter hohes bronzenes Denkmal für Mercator plante. Zwar war der Kartograf dort geboren worden, seine berühmtesten Karten, die Europakarte von 1554 und seine Weltkarte von 1569, waren jedoch in seiner Werkstatt in der Duisburger Oberstrasse entstanden. Daher hob man in Duisburg kurzer Hand ein Konkurrenzprojekt zu dem belgischen Denkmal aus der Taufe. Bereits drei Monate nach dem Baubeginn in Belgien wurde der Grundstein des Duisburger Pendants gelegt. Der im Stil des Historismus errichtete Sandsteinbrunnen zeigt ein zweieinhalb Meter hohes Standbild Mercators in einer für die Renaissance typischen Tracht, herabblickend auf einen vor seinen Füßen stehenden Globus. Mercator steht auf einem Aufbau, der aus vier mit Rundbögen verbundenen Pfeilern besteht. Zwischen den Pfeilern speien vier Delphine Wasser in ein Becken. In den vier Ecken des Aufbaues sitzen vier Kinderfiguren, sie symbolisieren den Handel (Merkur- oder Heroldstab), das Gewerbe (Zahnrad), die Schifffahrt (Anker) und die Wissenschaft (Buch):

09.02.2026: Der Kran steht auf der südlichen Uferpromenade am Philosophenweg direkt vor dem Gebäude der Landesleitstelle der Polizei NRW und prägt dort das maritime, historische Erscheinungsbild der Flaniermeile. Die fahrbare Verladeanlage wurde 1954 vom bekannten Hersteller Wolffkran in Heilbronn errichtet. Ursprünglich besass der Drehkran eine Tragkraft von vier Tonnen und diente jahrzehntelang dem wichtigen Getreideumschlag im Hafen. Aufgrund seiner historischen Bedeutung für die Region und die Entwicklung des Ruhrgebiets steht der Kran seit Juli 1995 unter Denkmalschutz:

09.02.2026: An der Uferböschung des Duisburger Innenhafens (Schifferstrasse 36-38) stehen zwei stillgelegte Vollportal-Doppellenker-Wippdrehkräne. Die historischen Krananlagen wurden 1959 bzw. 1981 in Betrieb genommen und bis ca. 2002 von der Rheinisch-Westfälischen Speditionsgesellschaft mbH (RWSG) im Güterumschlag eingesetzt. Nach Einstellung des Betriebs der RWSG und Abbruch von Teilen der Lagergebäude wurde in den vergangenen Jahren an selbiger Stelle der Neubau des Nordrhein-Westfälischen Landesarchives errichtet. Die beiden historischen Krananlagen wurden zwischenzeitlich unter Denkmalschutz gestellt. Sie zeugen heute von der ehemals grossen industriellen Bedeutung des Duisburger Innenhafens:

09.02.2026: Schon in den achtziger Jahren wurde mit dem Umbau des Innenhafens begonnen und die am mittelalterlichen Rheinufer liegende Stadtmauer freigelegt. Bis dahin kannte kaum ein Duisburger diese Stadtmauer – denn Industrie und Gewerbe nutzten sie von beiden Seiten als Abschlussmauer für ihre Gebäude. Erst die Abrissbirne legte in der zweiten Hälfte der 80er Jahre die Mauer frei. Sie liegt nun – statt wie vor Jahrhunderten auf einem Wall – in einem Graben. 1120 wurde die Stadtmauer angelegt und in einer zweiten Phase im 12./13. Jahrhundert vollendet. Hinter der Stadtmauer entstand Ende der achtziger Jahre das erste Innenhafen-Wohnviertel. Die spitzgiebeligen Dächer der Häuser – bewusst überragen sie die Mauer – interpretieren die alten formen und passen sich ihrer historischen Umgebung an. Corputiusviertel heißt dieses Wohnquartier, benannt nach dem Corputiusplatz am kulturhistorischen Museum und dem internationalen Zentrum der VHS:

12.12.2025: Die Walking Woman ist primär eine bekannte, bemalte Bronzeskulptur des britischen Künstlers Sean Henry (2008), die als überlebensgrosse Figur alltägliche Menschen im urbanen Raum darstellt. Die Bronzefigur ist farbig bemalt und zeigt eine in Alltagskleidung gehende Frau. Die Figuren sind nicht lebensgross, sondern oft grösser (ca. 2,17 m) oder kleiner als der Realität entsprechend, um eine hyperrealistische Wirkung zu vermeiden. Abgüsse befinden sich unter anderem in Bad Homburg (Bahnhofsvorplatz, seit 2016), London und Oslo (Ekebergparken):

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