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Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten

29.09.2025: Die Veddelkanalbrücke verbindet die Spreehafeninsel mit dem Argentinienknoten und ist damit ein zentrales Bindeglied der Haupthafenroute. Als einzige direkte Strassenverbindung zwischen Wilhelmsburg und den Stadtteilen Kleiner Grasbrook sowie Steinwerder übernimmt sie eine wichtige verkehrliche Funktion, sowohl für den motorisierten Verkehr als auch für den Radverkehr. Die 1933 errichtete Brücke ist eine schiefwinklige Stabbogenbrücke aus Stahl mit einer Stützweite von 60 Metern. Ihre Hauptträger sind als Stabbögen mit doppelwandigem Druckbogen und einwandigem Versteifungsträger ausgeführt. Die Brücke weist einen Hauptträgerabstand von 13 Metern und eine Gesamtbreite zwischen den Geländern von 17,50 Metern auf:

29.09.2025: Die Kirche ist 1897/98 nach einem Entwurf von Richard Herzig als neuromanische Basilika erbaut, nach Kriegszerstörungen wiederhergestellt bzw. in den 60er Jahren in modernen Formen (neue Giebelfronten) ergänzt. Als dreischiffige Backstein-Basilika in Kreuzform entspricht sie bis heute dem originalen Entwurf. Im Inneren der Kirche dominiert die Altarinsel mit einem Kalkstein-Altar aus den 60er Jahren. Das Altarkreuz, die Muttergottes-Statue sowie die acht Heiligenfiguren stammen von Heinrich Gerhard Bücker:

29.09.2025: Das ehemalige Rathaus Wilhelmsburg befindet sich in der Mengestrasse 19. Der markante Backsteinbau wurde in den Jahren 1902 bis 1903 im Stil der Gründerzeit errichtet. Das Gebäude diente ursprünglich als Verwaltungssitz der damals noch eigenständigen Stadt Wilhelmsburg. Heute beherbergt es das Kundenzentrum Wilhelmsburg des Bezirksamtes Hamburg-Mitte. Bürger können hier behördliche Angelegenheiten wie Anmeldungen oder die Beantragung von Ausweisdokumenten erledigen:

Am Bürgerhaus-See direkt gegenüber liegt das Bürgerhaus Wilhelmsburg an der Mengestrasse 20, ein Kulturzentrum, das 1985 eröffnet wurde:

29.09.2025: Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen wurde 2013 auf Beschluss des Hamburger Senats in den Stadtteil Wilhelmsburg verlegt. Der Neubau vereint auf insgesamt 61.000 Quadratmetern Büroflächen und öffentliche Nutzungen und bietet Platz für knapp 1.500 Mitarbeiter. Von Weitem sichtbar zeigt sich ein 13-geschossiges Hochhaus an das sich zwei fünfgeschossige Seitenflügel anschliessen, die wiederum in sieben einzelne Häuser unterteilt sind. Blickfang des Gebäudes ist die farbenfrohe Sauerbruch Hutton – typische Fassade. Etwa 30.000 Keramik-Paneele, glasiert in 20 unterschiedlichen Farbtönen, bilden horizontale Bänder, welche die wellenförmige Gebäudehaut akzentuieren. Diese bildet sich aus den drei Primärfarben Blau, Rot, Gelb und der Sekundärfarbe Grün, mit je fünf Nuancen. Der Behördenbau ist Teil der von 2006 bis 2013 statt gefundenen Internationalen Bauausstellung (IBA) und bildet eine Landmarke für moderne und energieeffiziente Architektur im Stadtteil Wilhelmsburg. Mit einem jährlichen Primärenergiebedarf von nur 70 kWh pro Quadratmeter ist die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen eines der energieeffizientesten Bürogebäude Deutschlands:

29.09.2025: Der Bahnhof Hamburg-Wilhelmsburg ist ein ehemaliger Rangierbahnhof und heute ein S-Bahn-Bahnhof im Stadtteil Wilhelmsburg. Er hat einen überdachten Mittelbahnsteig und ein Empfangsgebäude. 1983 wurde im Zuge des Baus der Harburger S-Bahn der heutige S-Bahnhof nahe der Neuenfelder Strasse eröffnet. Anlässlich der zeitgleich stattfindenden Internationalen Bauausstellung (IBA) und der Internationalen Gartenschau wurde der Bahnhof 2013 umfangreichen Neugestaltungsmassnahmen unterzogen. Dabei wurden unter anderem die Zugangsanlage und die Fussgängerbrücke komplett neu errichtet. Die Haltestelle diente während der IGS als wichtigster Zugang und erschloss das Ausstellungsgelände für den ÖPNV. Im März 2013 wurde die erneuerte Muharrem-Acar-Brücke, die den S-Bahnhof mit den westlich gelegenen IBA/igs-Gelände und dem östlich gelegenen Einkaufszentrum verbindet, eingeweiht. Der Bahnhof wird regulär von den Linien S3 (Pinneberg – Neugraben/Stade) und S5 (Elbgaustraße – Stade) bedient:

29.09.2025: 1973 entstand in Wilhelmsburg Hamburgs vermutlich ungewöhnlichste Kirche. Der Betonbau mit seiner auffälligen Turmspirale war von der katholischen Kirche errichtet worden, weil diese nach der Flutkatastrophe 1962 mit einem grossen Zuzug katholischer Bevölkerung in die Neubaugebiete des Stadtteils rechnete. Es stellte sich jedoch heraus, dass die bestehende grössere Kirche St. Bonifatius für die katholischen Gemeindemitglieder im Stadtteil ausreichte. Als zudem der Beton der Kirche bereits grössere Bauschäden aufwies, begann das Erzbistum Hamburg, über einen Abriss der Kirche nachzudenken, um stattdessen einen Erweiterungsbau für das nebenan bestehende Altenheim zu errichten. Auch wenn die markante Betonkirche inzwischen unter Denkmalschutz stand, war ihre Zukunft daher akut bedroht. Kurz bevor das Erzbistum seine finale Abrissentscheidung treffen wollte, organisierte der Denkmalverein am 23. April 2014 noch einmal eine öffentliche Veranstaltung im Bürgerhaus Wilhelmsburg. Vor vollem Saal sprachen sich die Podiumsteilnehmer und die vielen Diskutanten aus dem Publikum für den Erhalt des Kirchengebäudes aus, allen voran der damalige Oberbaudirektor Jörn Walter, und die Presse berichtete ausführlich über die Debatte. Daraufhin ruderte das Erzbistum zurück, verzichtete auf den Abriss und überliess es den Maltesern, Konzepte für die Weiternutzung der Kirche zu entwickeln. Inzwischen wurde die Kirche saniert und von den Maltesern zu einem Zentrum der Begegnung umgewandelt. Für die Aussensanierung standen 900.000 Euro zur Verfügung, von denen der Bund rund 400.000 Euro übernahm:

29.09.2025: Die Windmühle Johanna in Wilhelmsburg ist nicht nur bei den Hamburgern sehr beliebt. Ihre Bauart gehört zu der Kategorie Galerieholländer. Sie ist zweistöckig und wurde mit einem quadratischen Unterbau erbaut, der in massiver Steinbauweise erfolgte. Heute ist die Mühle ein Kulturdenkmal und erinnert an die bäuerlichen Traditionen der Gegend. 1875 wurde die Windmühle Johanna in Wilhelmsburg auf dem Platz aufgebaut, auf dem im Jahr zuvor die letzte von vier Vorgängerwindmühlen abgebrannt war. Damals hatte sie allerdings noch nicht diesen klangvollen Namen. 60 Jahre später war sie so heruntergewirtschaftet, dass sie nur noch mit zwei Flügeln betrieben werden konnte. Das gab der Windmühle in diesem Hamburger Stadtteil ein skurriles Aussehen. Zehn Jahre wurde die Mühle aufwändig restauriert, bis der neue Besitzer 1945 sie wieder mit vier Flügeln betreiben konnte. Noch im gleichen Jahr zerstörte eine Bombe die Flügel erneut und wieder sollte es zehn Jahre dauern, bis sie erneuert werden konnten. Mit der Restauration war auch der Antrieb erweitert worden, sodass die Windmühle Johanna nun wahlweise mit Strom oder mit Wind betrieben werden konnte. 1941 bereits zum technischen Kulturdenkmal erklärt, musste das Müllerpaar die Windmühle 20 Jahre später wieder verkaufen. Von 1961 bis 1997 verfiel die Mühle erneut, bis der Wilhelmsburger Windmühlenverein e. V. das Erbbaurecht für 30 Jahre an der Windmühle Johanna hier in Hamburg erwarb und sie bis zum 30.09.1998 erneut restaurierte, sodass an diesem Tag mit Windkraft wieder Getreide geschrotet werden konnte. 1998 taufte der Gemeinnützige Verein die Mühle auf den Namen Johanna im Gedenken an die letzte Müllerin, die den erneuten Wiederaufbau begleitete und Ehrenmitglied des Vereins wurde. Am 24. Mai 1999 wurde hier für das Bundesland Hamburg der 6. Deutsche Mühlentag eröffnet:

20.09.2025: Heinrich Wickel war ein Segeberger Kaufmann, der als Begründer des Kurwesens in Bad Segeberg gilt. Das nach ihm benannte Gebäude in der Oldesloer Strasse 20 ist ein zentrales historisches Denkmal der Stadt. Hier eröffnete Wickel am 1. Juli 1884 das erste Badehaus der Stadt. Die Sole wurde damals noch mit Tankwagen vom Kalkberg dorthin transportiert. Es handelt sich um einen spätklassizistischen Bau (vor 1838 errichtet) mit markantem Schopfwalmdach. Nach einer umfassenden Sanierung und dem Umbau zum barrierefreien WortOrt im Jahr 2018 beherbergt das Haus heute die Tourist-Information, die Stadtbücherei und das Stadtarchiv:

20.09.2025: Das über 100 Jahre alte Rehder-Haus mit seiner schön gestalteten Fassade steht auf der Westseite des Marktplatzes. Der Vorläufer des Rehder-Hauses, Wickels Hotel, brannte 1899 ab. An seiner Stelle baute man das Central Hotel für die Touristen, die zur Kur oder zu Besuch nach Bad Segeberg kamen. Das Gebäude mit dem grossen Saal diente als zentraler Veranstaltungsort und später auch als Kino, Seifengeschäft und Grill-Imbiss: