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Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten

18.08.2025: Vom Vorgängerbau des Doms blieb kaum etwas erhalten, einzig die Paradiespforte, das westliche Südportal im Turm stammt noch aus jener Zeit. Vermutlich blieb es erhalten, da es schon im gotischen Stil ausgeführt war. Auch der einstige Turm stand noch lange Zeit, wurde jedoch später abgerissen und 1889 durch einen neogotischen Turm ersetz. Durch die Schenkung einer Reliquie mit dem angeblichen Blut Christis entwickelte sich Schwerin zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte Nordostdeutschlands. Die Pilger brachten viel Geld in die Kassen und da man mit dem Aufstieg der Hansestädte Rostock, Stralsund, Greifswald, Wismar mithalten wollte, begann man 1270 damit einen Neubau des Dom im Stil der Gotik zu beginnen. Dieser Neubau lag auf dem höchsten Punkt des Domberges und sollte deutlich prächtiger, als der Vorgängerbau werden. Das Hauptschiff des Neubaus wurde um rund 40 Meter auf 105 Meter verlängert. Zudem erhielt die dreischiffige Basilika einen Umgangschor mit Kapellenkranz. Die Gewölbehöhe beträgt 26,5 Meter. Bereits 1272 wurde am Chor gearbeitet, der 1327 fertig gestellt war. Ebenso fertig gestellt waren das Querhaus mit östlichen Seitenschiffen und das Kapitelhaus, das sich südlich direkt zwischen Chor und Querhaus an den Dom anschloss. Da im neuen Chor nun Gottesdienste abgehalten werden konnten, wurde der Vorgängerbau abgerissen. Bis zum Ende des 14. Jahrhunderts standen dann auch das restliche Querhaus und das Hauptschiff. 1416 wurde die Kirche eingewölbt und erhielt Fenster im Hauptschiff. Die Bemalung des Domes entspricht im weitesten Sinne der ursprünglichen mittelalterlichen Bemalung. Der 1892 fertig gestellte Turm ist mit 117 m der höchste in Mecklenburg-Vorpommern und dient als Aussichtsplattform. Der Kreuzgang der sich nördlich an den Dom anschliesst war für die Domherren gedacht und wurde zwischen 1392 bis 1463 angelegt. Hier lebten und arbeiteten die Domherren, die für den Gottesdienst und weitere liturgische Dienste zu ständig waren. Der Kreuzgang ist nicht mehr komplett original erhalten. Er wurde in der Neogotik verändert. Besonders das Obergeschoss, dass 1484 aufgesetzt worden war, wurde nach einem Brand im 19. Jahrhundert stark verändert:

Kreuzgang:

Glocken:

Aussicht vom Dom:

Ehemalige Landesbibliothek in einer Seitenkapelle:

Löwe vor dem Dom – das Denkmal wurde 1995 anlässlich der 1000-Jahr-Feier Mecklenburgs errichtet in Anlehnung an Heinrich den Löwen, der den Dom gründete. Finanziert wurde die Skulptur von einer privaten Stiftung:

18.08.2025: Das prächtige Palais befindet sich in der Puschkinstrasse – der früheren Königstrasse – zwischen der Schlossstraße und dem Schelfmarkt, oberhalb des Pfaffenteichs. 1708 begann dort alles mit dem Kauf des Grundstücks. Herzog Friedrich Wilhelm liess nachfolgend für seinen Bruder Christian Ludwig den Prinzenhof, auch Ludwigshof genannt, erbauen. Später fand hier auch der Witwenwohnsitz für Charlotte Sophie, Frau des Herzog Ludwig, Platz. Sie lebte hier bis zu ihrem Tod im Jahr 1810. Danach stand das Palais zehn Jahre leer, bis der grossherzogliche Finanzminister Leopold von Plessen es nutzte. Wieder später, zur Zeit des Schweriner Schlossumbaus von 1843 bis 1857, diente das repräsentative Palais der grossherzoglichen Familie als Wohnsitz und dann wurde erneut angebaut. In dieser Zeit sorgte Hofbaumeister Georg Adolph Demmler noch für einen Saalanbau auf der Rückseite des Palais. Damit kehrte schlossähnliches Flair ein, denn der neue Raum war optisch und baulich an den Thronsaal angelehnt. Nachdem Grossherzog Friedrich Franz IV. 1920 abgedankt hatte, ging das Palais schliesslich in den Besitz des Freistaates Mecklenburg-Schwerin über. Das gediegene, aber bescheidene Barockpalais erhielt 1779/1780 eine Umgestaltung, die einem Neubau glich. Johann Joachim Busch machte die Pläne dafür und verhalf dem Gebäude zum Stil des französischen Barock. Dabei blieben zum Beispiel die zweigeschossige Dreiflügelanlage und der Ehrenhof erhalten. Das frühere Mansarddach allerdings wurde durch ein Plateaudach mit Dachgauben ersetzt. Die Fassaden erhielten eine kräftige Putzquaderung und Verzierungen in Form von Festons:

18.08.2025: Die St. Nikolai-Kirche, auch bekannt als Schelfkirche, liegt in der Schweriner Schelfstadt und zählt zu einer der wenigen barocken Backsteinkirchen in Mecklenburg. Erbaut 1713, ist sie der erste grosse Kirchenbau Mecklenburgs nach der Reformation und beherbergt noch heute die Gruft der Herzöge von Mecklenburg-Schwerin. Die Kirche zeichnet sich durch ihren einzigartigen, kreuzförmigen Grundriss aus, der als idealer protestantischer Predigtsaal konzipiert wurde. Der Bau der Schelfkirche war für das 18. Jahrhundert technisch äußerst anspruchsvoll, insbesondere aufgrund des weit auskragenden Traufgesimses:

18.08.2025: Das Haus diente bis zur Vereinigung der Neustadt mit der Altstadt im Jahr 1832 als Sitz der Stadtverwaltung für diesen eigenständigen Stadtteil.Errichtet wurde das Gebäude im Jahr 1740 unter der Bauleitung von Johann Joachim Busch. Das Gebäude ist als repräsentativer Putzbau gestaltet und prägt den barocken Charakter des Schelfmarktes. Nach der Nutzung als Rathaus beherbergte es verschiedene Institutionen, darunter eine Baugewerbeschule und die Bauverwaltung. Nach einer Zeit des Leerstands wurde das Gebäude an einen privaten Investor verkauft, aufwendig saniert und dient heute als Wohnhaus. Im Erdgeschoss befindet sich zudem eine Arztpraxis:

18.08.2025: Das Haus ist den meisten Schweri­nern bekannt als das alte Standesamt, aber geheiratet wurde dort ursprünglich nicht. Denn zunächst nutzte es die Kuetemeyer-Schenke-Steinecke‘sche Stiftung als Verwaltungsgebäude.
Johann Hermann Kuetemeyer war von 1803 bis 1820 Schweriner Bürgermeister. Das Haus wurde in den Jahren 1893/94 unter Architekt Gustav Hamann erbaut. Hamann lehnte sich teils an Renaissance-Formen an und entwarf den Bau letztlich im so genannten Johann-Albrecht-Stil. Die dazu gehörigen Terrakotten, die noch heute die Fassade schmücken,wurden in Schwerin hergestellt. Als das Haus fertig war, stand es noch sozusagen solo in der Strasse, ringsum befanden sich Gärten, die weiteren Gebäude kamen erst nach und nach hinzu. Die Kuetemeyer-Stiftung war wohltätigen Zwecken gewidmet und verlieh Geld an bedürftige Bürger sowie Klein­unternehmer. Aber im Jahr 1941 lösten die Nazis die Stiftung auf, das Geld ging an die Stadt Schwerin über. Im Juni 1942 wurde in dem Gebäude in der Krügerstrasse (so hiess sie während der NS-Zeit) das Standesamt untergebracht. Bereits Ende 2003 zog das Schweriner Standesamt in das Stadthaus um, jedoch wurden noch bis 2008 in der August-Bebel-Strasse Paare getraut. Danach stand es erstmal eine ganze Weile leer. 2010 kaufte der Schweri­ner Immobilienunternehmer Martin Henning Bischoff das schmucke Haus am Ost-Ufer des Pfaffenteichs. Er liess das Gebäude aufwendig und mit viel Liebe zum Detail sanieren. Seit Sommer 2015 zeigt es sich wieder als echtes Schmuckstück der Schelfstadt. Inzwischen wird der repräsentative Haupttrakt des Hauses inklusive Saal vom Ayurveda Campus genutzt, im oberen Teil befinden sich Wohnungen, die durch einen Nebeneingang erreichbar sind:

18.08.2025: In Betrieb ging das Städtische Elektrizitätswerk 1904. Als Gleichstrom-Erzeuger musste es in der Nähe des Zentrums liegen und wurde wegen der repräsentativen Stadthäuser in der Nachbarschaft architektonisch aufwendig gestaltet. Zwei Gasmotoren-Maschinensätze erzeugten überwiegend Lichtstrom für die Privathäuser, die Strassen wurden weiter vor allem mit Gaslaternen beleuchtet. Ein Grosskunde des E-Werkes wurde die seit 1908 fahrende Strassenbahn. Von 1921 bis 1926 wurden die Maschinen durch erheblich kräftigere Dieselmotorensätze für die Wechselstromproduktion ersetzt. Ausserdem wurde die Abwärme dieser Motoren erstmals in Deutschland für ein kleines Fernwärmenetz genutzt, ein Vorbild für moderne Blockheizkraftwerke. Seit 1935 bezieht Schwerin auch Strom aus dem Überlandnetz. Bis 1969 war das E-Werk in Betrieb. Seit 1998 ist es Spielstätte des Mecklenburgischen Staatstheaters:

18.08.2025: Das Arsenal befindet sich unmittelbar am Südwestufer des Schweriner Pfaffenteichs und ist derzeit Sitz des Innenministeriums Mecklenburg-Vorpommerns. Erbaut wurde es von 1840 bis 1844 nach den Plänen des Hofbaumeisters Georg Adolf Demmler unter Bauleitung von Gottlieb Ruge und Hermann Willebrand. Die Kosten des Bauwerks, das aus ca. 6 Millionen Ziegelsteinen besteht, betrugen 134.000 Taler. 
Das Gebäude diente anfangs als Zeughaus, nach den Ersten Weltkrieg schliesslich als Polizeikaserne. In dieser Funktion wurde es während der Nazi-Diktatur Adolf-Hitler-Kaserne genannt. Nach dem Zweiten Weltkriegs bis einschliesslich 1947 wurde das heutige Arsenal als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt, danach diente es lange Zeit als Sitz der Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei in der DDR. Nach der Wende übernahm das Innenministerium die Räumlichkeiten, in denen es bis heute seinen Sitz hat:

18.08.2025: Als dritte Kirche mit besonderem Bezug zum erneuerten Machtanspruch des mecklenburgischen Fürstenhauses erbaut, wird die St. Paulskirche auf der höchsten Erhebung der Stadt errichtet. Prägnant bildet sie entlang der Schlossstrasse, die fundamentale Sichtachse zur Niklot-Halle im Hauptturm des Schlosses und zu St. Nikolai oberhalb des Pfaffenteiches. Damit verbindet sie das Machtzentrum Schloss mit den stetig wachsenden Teilen der Stadt. Die neugotische Kirche ist bis heute in allen Teilen im Originalzustand erhalten. Im Auftrag des Grossherzogs lieferte Baurat Theodor Krüger die Pläne für die von 1865 bis 1869 errichtete Pfarrkirche. Die Bausumme wurde zu weiten Teilen aus der Schatulle des Grossherzogs finanziert, das fehlende Viertel stammte aus einer Privatstiftung, ursprünglich für den Turm des Doms bestimmt. Das Bau- und Ausstattungsprogramm der St. Paulskirche entspricht der Norm des von Theodor Kliefoth aufgestellten Programms für Kirchenbauten in Mecklenburg und gilt als deren Prototyp:

15.08.2025: Der Germaniatower (Bj. 2007) in exponierter Innenstadtlage ist das städtebauliche Kernstück und maritime Zentrum der Kai-City Kiel. Als Cityhafen bildet er zusammen mit dem Wasserplatz ein urbanes und modernes Aushängeschild der Stadt. Der Tower umfasst ein 14-geschossiges Hochhaus mit einem nach Norden ausgerichteten Büroturm. Zur Kieler Innenstadt und Förde sind insgesamt 58 Wohnungen orientiert. Als städtebauliche Einheit schliesst der Nordblock als ein sechsgeschossiges Gebäudeensemble aus Bürotürmen, Innenhöfen und einem 40 Wohneinheiten umfassenden Riegel an. Die Büroflächen sind flexibel aufteilbar. Den prägenden Abschluss am Wasserplatz bildet die sogenannte Bluebox, die aus einer innovativen Structural-Glazing-Konstruktion mit einer bläulich schimmernden Verglasung besteht. Zur natürlichen Belüftung dienen flächenbündig integrierte Parallel-Ausstellfenster: