Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten
04.09.2025: Das Kaiserliche Postamt am Großflecken wurde am 1. Oktober 1886 eingeweiht. Zwölf Post- und Telegraphenbeamte und 28 Unterbeamte waren in Gala-Uniform zur Einweihung angetreten. Das Gebäude im repräsentativen Stil der norddeutschen Backsteingotik war eines von 2000 Postgebäuden, die in der Amtszeit des Generalpostmeisters von Stephan in Deutschland entstanden waren. Eine viereckige Plattform auf dem Dach war der Ausgangspunkt für das Fernsprechnetz, an das am 1. Dezember 1888 zunächst lediglich 25 Teilnehmer in Neumünster angeschlossen waren. 1986 zog die Post in ein neues Gebäude in der Friedrichstrasse um. Am 15. Oktober 1989 wurde im historischen Postamt die Alte-Post-Passage mit Fachgeschäften und Restaurants eröffnet:

04.09.2025: Das neugotische Rathaus, 1898–1900 auf den Grundmauern eines klassizistischen Vorgängerbaus errichtet, wurde vom Architekten Magnus Schlichting entworfen. Es sollte das Selbstbewusstsein der aufstrebenden Industriestadt zum Ausdruck bringen. Nach wenigen Jahrzehnten reichten die Räumlichkeiten nicht mehr aus und es kam zu mehreren Erweiterungen. 1928 entstand hinter dem Rathaus das Stadthaus nach den Plänen von Stadtbaurat Carl Lembke. 1939 erfolgte ein niedriger Anbau am Südgiebel. Der Architekt Fritz W. Hain entwarf ihn in historistischem Stil, aber in einfachen Formen. 1977 erweiterte man das Verwaltungszentrum durch grosszügige, moderne Anbauten. Sie wurden nach den Plänen der Architekten Dissing und Weitling aus Kopenhagen errichtet:

04.09.2025: Das heutige Haus der Begegnung wurde 1791 als eingeschossiger Backsteinbau auf einem Feldsteinsockel erbaut und es gehört somit zu den ältesten Profangebäuden in Neumünster. Von 1879 bis 1933 war das schlichte Haus Sitz des Propstes und blieb danach im Kirchenbesitz mit unterschiedlicher Nutzung. 1980 musste das Haus generalsaniert, renoviert und umgebaut werden. Dabei wurde es um einen Anbau erweitert. Seither nutzt die Vicelin-Kirchengemeinde Neumünster das Haus und seinen Garten als Haus der Begegnung für die Gemeindearbeit sowie für zahlreiche kulturelle und kirchliche Veranstaltungen:

04.09.2025: Das um 1770 erbaute Haus Westphalen an der Mühlenbrücke ist eines der ältesten Bürgerhäuser von Neumünster. Es weist eine repräsentative Innenausstattung auf, die unter anderem durch einen Rokoko-Saal und wertvolle Stuckaturen geprägt ist. In den 1920er-Jahren liess es der damalige Eigentümer Heinrich Westphalen behutsam renovieren – ein Neffe des bedeutenden Neumünsteraner Malers August Westphalen (1864-1957). In den Räumen des Hauses war in der Zeit um 1850 eine Privatschule für höhere Töchter untergebracht. 1865 gründeten Luise und Laura Kellermann hier ebenfalls eine Privatschule für Höhere Töchter und lehrten neue Sprachen. Nachdem sich mehrere Privatschulen 1888 zusammengeschlossen hatten, gilt der Anfang in diesem Haus als Grundstein für das Oberlyzeum Klaus-Groth-Schule. 2004 wurde es von den neuen Besitzern restauriert und wird heute als Geschäftshaus genutzt:

Die Kanonenrohre, die heute vor dem Eingang stehen, dienten schlicht der Zierde, um die herrschaftliche Fassade des Fachwerkhauses zu ergänzen:






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