13.03.2026: Die Spitalkirche (historisch auch St. Leonhard oder Heilig Geist) in Günzburg ist ein historisches sakrales Gebäude am Rand der Altstadt. Die Anfänge reichen ins 15. Jahrhundert zurück (erste urkundliche Erwähnung 1462, päpstliche Bestätigung der Weihe 1466), mit späteren Ausstattungs- und Bauphasen im 18. Jahrhundert (ca. 1710/1730). Es handelt sich um einen kompakten, geschichtsträchtigen Bau, der eng mit der mittelalterlichen Hospital- und Handwerksgeschichte der Stadt verknüpft ist:
13.03.2026: Bis zum grossen Stadtbrand im Jahr 1735, dem 176 Häuser zum Opfer fielen, standen auf dem heutigen Grundstück zwei Bauwerke. Die Handelsgesellschaft Brentano-Monticelli & Co. erwarb den Boden und liess 1747 ein mondänes Stadtpalais errichten. Als die Geschäfte des Handelshauses ins Stocken gerieten, verkaufte die Gesellschaft 1758 das Anwesen für 11.000 Gulden an das Institut der Englischen Fräulein, das dort bis 1825 eine Schule für Mädchen betrieb. Gegen 1766 wurde im ersten Obergeschoss eine Kapelle integriert. Nach 1825 eröffnete im Gebäude eine Weinhandlung, die von verschiedenen Eigentümern geführt wurde. 1938 schliesslich kaufte die Sparkasse Günzburg das Haus:
13.03.2026: Das heutige, markante Bauwerk wurde im Jahr 1812 errichtet. Der damalige Besitzer liess den Vorgängerbau abbrechen und schuf das prachtvolle Gebäude, das bis heute das Bild des Marktplatzes mitprägt. Für den Bau im Jahr 1812 wurde Abbruchmaterial des kurz zuvor (1806) aufgelösten Kapuzinerklosters verwendet. Ein besonderes, verstecktes Detail ist die Eingangsstufe der Apotheke. Dabei handelt es sich um einen echten alten Epitaph, einen historischen Grabstein, der beim Bau flach eingesetzt wurde. Der Haupteingang wird von zwei kunstvollen Skulpturen geschmückt. Sie stellen Aesculap, den antiken Gott der Heilkunst und Hygieia, die Göttin der Gesundheit dar und symbolisieren seit jeher den pharmazeutischen Zweck des Hauses:
13.03.2026: Der Brauereigasthof + Hotel Zur Münz ist ein traditionsreiches, familienfreundliches Hotel und Restaurant direkt am historischen Marktplatz im Herzen der Altstadt. Das geschichtsträchtige Anwesen befindet sich in einer ehemaligen Brauerei aus dem Jahr 1586:
13.03.2026: Das Untere Tor ist Teil der historischen Stadtbefestigung Günzburgs und befindet sich am Marktplatz der Stadt und trägt das Wappen der Stadt. Im unteren Teil besteht es aus einem hohen, quadratischen Unterbau mit Tor und angebautem Treppenturm. Dieser spätgotische Teil stammt aus der Zeit um 1436. Darauf sitzt ein achteckiger Turmaufbau mit gedrungener Haube und Laterne aus dem Ende des 16. Jahrhunderts. Einst wohnten in der Türmerstube die Familien der Türmer und im fünften und sechsten Stock befanden sich Wohn- und Arbeitsräume. Auch wurden hier die Schüler des Piaristenkollegs in Musik unterrichtet und betrieben hier Sternenkunde. Heute dient das Untere Tor den Altstadtfreunden als Büro und wurde von ihnen restauriert. Das hier eingerichtete Turmcafé bietet gastwirtschaftliche Bewirtung und einen herrlichen Blick auf die Stadt:
13.03.2026: Das Kloster Herz Jesu ist ein Institut der Englischen Fräulein in Günzburg in der Diözese Augsburg. Das heutige Gebäude war bis 1782 Sitz eines Franziskanerinnenklosters und wurde 1825 von den Englischen Fräulein übernommen. Das Institut der Englischen Fräulein wurde 1756 durch Frau von Bertognani im damals zur Markgrafschaft Burgau gehörenden Günzburg gegründet und widmete sich ganz dem Schuldienst und der Erziehung von Mädchen. Nach dem Frieden von Pressburg wurden Stadt und Kloster 1806 bayerisch. Eine Aufhebung im Zuge der Säkularisation erfolgte nicht, im Gegensatz zum Günzburger Männerkloster der Piaristen, die ebenfalls in der Erziehung und im Schuldienst wirkten. 1807 bis 1817 war jedoch die Aufnahme neuer Mitglieder untersagt. 1825 übernahmen die Schwestern die Gebäude des 1433 durch Margarethe Böck und Margarethe Bader, beide Günzburger Bürgerstöchter, gegründeten und 1782 durch Kaiser Joseph II. aufgelösten Franziskanerinnenklosters am Frauenplatz. Die Schwestern betrieben bis 1983 das Maria-Ward-Gymnasium und die Maria-Ward-Realschule in Günzburg. Heute gehen hier Mädchen und Jungs zur Schule. Der gesamte Baukomplex wurde Ende der 1990er Jahre saniert und modernisiert. Im Frühjahr 2010 verliessen die letzten Klosterschwestern Günzburg, und damit ist die klösterliche Tradition in der Stadt erloschen:
13.03.2026: Es wird davon ausgegangen, dass bereits 1380 an Stelle der heutigen Liebfrauenkirche eine kleine Marienkapelle stand. Als sich 1433 Franziskanerinnen nahe der Kapelle niederliessen, baute man die Kapelle zu einer grösseren gotischen Kirche aus. Als diese durch einen Grossbrand im 18. Jahrhundert zerstört wurde, begann man 1736 mit einem Neubau. Dominikus Zimmermann (Wessobrunner Baumeister, 1685-1766), der wenige Jahre später die weltberühmte Wieskirche in Steingaden erbaute, wurde der Neubau angetragen. Auf Grund von Sparmassnahmen der Stadt Günzburg konnte er die Liebfrauenkirche nicht ganz so prächtig ausstatten wie die Wieskirche. Jedoch hinterliess er auch hier ein wahres Meisterwerk des Rokoko. Bereits von aussen fallen die vielen Fenster auf, ein für Dominikus Zimmermann typisches Baumerkmal. So erreichte er einen bemerkenswerten Lichteinfall im Innern der Kirche – ein Effekt, der Ausschmückung und Farben noch eindrucksvoller erscheinen lassen. Die Ausstattung der Kirche selbst ist ein Gedicht an Maria. Nicht nur das gigantische Deckenfresko Krönung Mariens von dem Günzburger Maler Anton Enderle und der Hochaltar mit der Weihnachtsszene Anbetung der Heiligen Drei Könige von Paul Ignaz Viola erzählen von ihr, auch lassen sich alle Szenen des schmerzhaften, freuden- und glorreichen Rosenkranzes in der Kirche finden. Besonders zu erwähnen sind auch das Gnadenbild der Sieben Schmerzen Mariens im Hochaltar, sowie ein eigens geschaffener Nonnenchor unter der Orgel:
13.03.2026: Der Bahnhof Günzburg ist ein wichtiger Bahnknotenpunkt in Schwaben und der einzige Bahnhof der Grossen Kreisstadt Günzburg. Er besitzt sechs Bahnsteige und wird täglich von circa 130 Zügen der Deutschen Bahn, der Agilis und von Arverio bedient. Im Bahnhof Günzburg zweigt die Bahnstrecke Günzburg–Mindelheim von der Bahnstrecke Augsburg-Ulm ab, es handelt sich somit um einen Trennungsbahnhof. Der Bahnhof befindet sich nordwestlich der Stadtmitte Günzburgs. Im Süden des Bahnhofes befindet sich der Bahnhofplatz, durch den die Siemensstrasse verläuft. Im Westen unterquert der Auweg die Gleisanlagen durch eine Unterführung, nördlich des Bahnhofs verläuft der Wiesweg. Das Empfangsgebäude liegt südlich der Gleise und hat die Adresse Bahnhofplatz 5. Es wurde im Zuge der Eröffnung der Bayerischen Maximiliansbahn im Jahr 1853 erbaut. Es handelt sich um einen markanten, mehrstöckigen Backsteinbau, der im Laufe der Jahrzehnte mehrfach modernisiert und an den heutigen Schienenverkehr sowie an die Bedürfnisse der Reisenden angepasst wurde. Das ursprüngliche Gebäude aus der Mitte des 19. Jahrhunderts zeigt den typischen Stil bayerischer Eisenbahnarchitektur dieser Epoche, bestehend aus symmetrischen Fensterachsen und einer robusten Bauweise:
06.03.2026: Die Eder & Heylands Brauerei GmbH & Co. KG ist eine renommierte, regional verwurzelte Familienbrauerei in Grossostheim. Das im Jahr 1872 gegründete, unabhängige Traditionsunternehmen wird heute bereits in vierter Generation geführt. Es ist insbesondere für seine handwerkliche Braukunst und seine vielfach prämierten Biermarken bekannt. Durch strategische Zusammenschlüsse und Übernahmen (darunter die Fusion mit der Aschaffenburger Brauerei Heylands im Jahr 1998) vereint die Brauerei heute mehrere bekannte Marken unter einem Dach:
06.03.2026: Die zweite katholische Kirche in Grossostheim trägt den Namen Mariä Himmelfahrt und ist noch jung, erbaut wurde sie erst 1956/57. Über dem Hauptaltar findet sich ein Relief aus Kirchheimer Muschelkalk, das der Bildhauer Hermann Kröckel aus Aschaffenburg-Nilkheim fertigte: