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Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten

27.07.2025: Die von 2001-2005 erbaute Gustav-Heinemann-Brücke verbindet mit ihren 88 Metern für Fussgänger die Parklandschaft des Spreebogens mit dem südlichen Vorplatz des Berliner Hauptbahnhofs. Zwei äusserst schlanke Vierendeel-Träger mit leichtem Stich und eine dazwischen gehängte Fahrbahn mit Holzbelag bilden den langgestreckten, eleganten Steg. Als Ort des Übergangs gliedert er sich zurückhaltend in die städtische Umgebung ein. Heute gehört die Brücke, gemessen am Publikumsverkehr in ihrem Grössensegment, zu den meistbenutzten Brücken Berlins:

27.07.2025: Der Berliner Hauptbahnhof ist der grösste und modernste Kreuzungsbahnhof Europas. Er wurde am 28. Mai 2006 nach rund elfjähriger Bauzeit eröffnet, und zwar dort, wo einst der Lehrter Bahnhof stand, der im Zweiten Weltkrieg zerstört und in den 1950er Jahren abgerissen wurde. Entworfen hat den neuen Berliner Hauptbahnhof der Architekt Meinhard von Gerkan vom Hamburger Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner. Nach jahrelangen Diskussionen über den Standort des Hauptbahnhofs sowie die Umsetzung der Architektenpläne durch die Deutsche Bahn haben Besucher und Berliner den Hauptbahnhof längst positiv angenommen als Umsteigebahnhof, als Einkaufszentrum oder Treffpunkt. Das markante Gebäude mit der gewölbten Dachkonstruktion und den beiden weithin sichtbaren, 46 Meter hohen Bürogebäuden avancierte zum beliebten Fotomotiv. Fast vergessen ist der Streit zwischen dem Architekten und der Deutschen Bahn, weil das Glasdach um 130 Meter verkürzt worden war, um sicherzustellen, dass der Hauptbahnhof rechtzeitig zur Fußball-WM 2006 fertiggestellt wurde. Für die Hamburger Architekten von Gerkan, Marg & Partner war die Bedeutung des neuen Berliner Hauptbahnhofs als Schnittstelle im zusammenwachsenden Europa der bestimmende Faktor ihres Entwurfes. Die Architektur hebt diesen Charakter des Bahnhofs hervor. Die 321 Meter lange gläserne Halle der in Ost-West-Richtung verlaufenden Stadtbahn wird von der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden 160 Meter langen und 40 Meter breiten Bahnhofshalle gekreuzt. Durch das gewölbte Mitteldach wirkt der Bahnhof filigran und grosszügig, die oberen Plattformen sind angenehm von Tageslicht durchflutet. Innen gibt es zwei Hauptebenen für den Bahnverkehr sowie drei Verbindungs- und Geschäftsebenen mit 15.000 Quadratmetern Einkaufspassagen und 44.000 Quadratmetern Büroflächen. Ein System grosser Öffnungen in den Decken aller Ebenen lässt Tageslicht bis zu den unteren Gleisen gelangen:

27.07.2025: Die Alsenbrücke im Zentrum von Berlin nahe dem früheren Lehrter Bahnhof war eine eiserne Mehrgewölbe-Brücke zur Überquerung der Spree und des südlichen Bereiches des Humboldthafens. Die erste Brücke entstand Mitte des 19. Jahrhunderts, danach folgten Ersatzbauten. Die zuletzt 1928 fertiggestellte dritte Brücke besass keine südliche Anbindung zur Alsenstrasse und war damit keine Spreebrücke mehr. Das neue Bauwerk erhielt den Namen Hugo-Preuss-Brücke und wurde 1933 umbenannt in Admiral-Scheer-Brücke. Am Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört, wurde diese Strassenbrücke rund 50 Jahre nicht wieder aufgebaut. Erst im Jahr 2002 liess die Berliner Senatsverwaltung eine neue Strassenbrücke an der alten Stelle errichten. Sie führt die nun Rahel-Hirsch-Strasse genannte Uferstrasse wieder über den Zufahrtskanal zum Humboldthafen. Im Jahr 2005 wurde dem Neubau der Name Hugo-Preuss-Brücke neu verliehen:

27.07.2025: Die Kronprinzenbrücke ist eine Strassenbrücke, die die Spree überspannt und im Berliner Bezirk Mitte die Ortsteile Mitte und Tiergarten mit dem Regierungsviertel verbindet. Das Bauwerk überführt die Konrad-Adenauer-Strasse, die Fortsetzung der Reinhardtstrasse, mit zwei Fahrstreifen und beidseitigen Rad- und Fusswegen. Unmittelbar an das westliche Brückenende schliessen die Kindertagesstätte des Deutschen Bundestages und der Spreebogenpark an. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kronprinzenbrücke im Frühjahr 1945 schwer beschädigt und nach 1945 provisorisch wieder instand gesetzt. Mit dem Bau der Berliner Mauer im Jahr 1961 wurde die Brücke gesperrt und verlor ihre Bedeutung als Verkehrsbauwerk, da die Spree hier Sektorengrenze war. 1972 folgte der Abriss des Brückenüberbaus, die Pfeiler und Widerlager blieben stehen. Nach der Wende im April 1991 wurde ein internationaler Realisierungswettbewerb zum Wiederaufbau der Kronprinzenbrücke ausgelobt. Die neue Kronprinzenbrücke ist eine filigrane, dreifeldrige Stahlbrücke mit einer Gesamtstützweite von 75,22 m. Die Hauptöffnung weist eine Stützweite von 44,0 m auf, die Randöffnungen spannen 15,61 m weit:

27.07.2025: Ganz in der Nähe des Deutschen Bundestags stellen sich ranghohe Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur den Fragen der Presse. An jedem Montag, Mittwoch und Freitag findet hier die Regierungspressekonferenz statt, auf der der Regierungssprecher sowie Sprecherinnen und Sprecher der 14 Bundesministerien den Pressevertretern Rede und Antwort stehen müssen. Dem 1949 gegründeten Bundespressekonferenz e.V. gehören über 900 deutsche Journalistinnen und Journalisten an. Besonders ist die Unabhängigkeit des Vereins von der Bundesregierung, denn in keinem anderen Land werden Pressekonferenzen mit Regierungsvertretern von den Journalisten selbst organisiert:

27.07.2025: Das ARD-Hauptstadtstudio befindet sich im Regierungsviertel und liefert die wichtigsten Nachrichten zur Bundespolitik. Das Gebäude an der Wilhelmstrasse wurde in den Jahren zwischen 1996 und 1998 von den Architekten Ortner & Ortner geplant. Es besteht aus zwei Gebäudeteilen, die durch einen Lichthof miteinander verbunden sind. Auffälligstes Merkmal ist die Fassade, die mit rotbraunen Betonelementen verkleidet ist. Das Hauptstadtstudio kann regelmässig bei Führungen besichtigt werden:

27.07.2025: Der Bahnhof Friedrichstrasse war schon vor dem Krieg legendär, der Fernbahnhof im Herzen Berlins. Zu einem wirklich bedeutenden Gebäude deutscher Geschichte wurde er durch seine Rolle während der Teilung Deutschlands. Nirgendwo im ganzen geteilten Europa waren sich Ost und West so nahe wie hier. Friedrichstrasse war eine ganz normale Ost-Berliner S-Bahn-Station, und ein Gleis neben deren Zügen standen S-Bahnen aus West-Berlin. Man konnte hier, auf Ost-Berliner Gebiet, zwischen West-Stadtbahn, West-Nordsüdbahn, West-U-Bahn (Linie 6) und West-Fernzügen umsteigen, ohne durch Grenzkontrollen zu müssen. Diese befanden sich in dem Gängegewirr im Innern des Bahnhofs. Die Wegeführungen von West-West-Wegen (Umsteigen von einer West-Bahn zur anderen), Ost-Ost-Wegen (S-Bahnhof des Ostnetzes mit Ausgang zur Stadt) und West-Ost-Wegen (Einreise in die DDR) waren sauber voneinander getrennt, doch angesichts der verwirrenden Anordnung wusste man nie genau, ob direkt hinter der nächsten Wand nicht vielleicht ein Gang einer anderen Welt verlief:

27.07.2025: Die Marschallbrücke wurde 1881-82 als dreifeldrige Eisenbogenbrücke nach Entwurf von Paul Gottheiner erbaut und gehört mit ihrer charakteristischen filigranen Bogenkonstruktion zu den wenigen überlieferten Eisen- und Stahlbrücken der ersten Generation in der Berliner Innenstadt. Sie dient als wichtiges Verbindungsglied zwischen der Dorotheenstadt und der Friedrich-Wilhelm-Stadt. Die Brücke überspannte mit drei, aus schmiedeeisernen Zweigelenkfachwerkbögen bestehenden und auf zwei granitverkleideten Strompfeilern ruhenden Feldern die Spree. Nach einem beschränktem Realisierungswettbewerb wurde die Marschallbrücke 1997-98 zu einer Zweifelderbrücke nach Entwurf von Gerhard Pichler und Benedict Tonon umgebaut. Dabei blieb nur die alte stählerne Zweigelenkbogenkonstruktion im Gehwegbereich des nördlichen Feldes erhalten, die erneuerten Geländer in diesem Feld sind dem bauzeitlichen Vorbild nachempfunden. Der südliche Strompfeiler wurde abgerissen und eine neue Stahlträgerkonstruktion zwischen südlichem Widerlager und dem in historischer Form erneuerten Strompfeiler gespannt. Die geborgenen Bogenträger fanden für die neue Fussgängerbrücke über den Landwehrkanal am Deutschen Technikmuseum eine angemessene Wiederverwendung:

27.07.2025: Direkt an der Spree enstand 2003 der dritte Parlamentsneubau direkt auf dem alten Verlauf der Mauer. Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus beherbergt den zweitgrössten Saal des Bundestages und einige andere Abteilungen wie die Parlamentsbibliothek oder die Geheimschutzstelle mit dem Archiv für Verschlusssachen:

Marie-Elisabeth-Lüders-Steg: Der als Marie-Elisabeth-Lüders-Steg bezeichnete Spreeübergang ist eine öffentliche Fussgängerbrücke zwischen den Parlamentsneubauten Marie-Elisabeth-Lüders-Haus und Paul-Löbe-Haus im Berliner Ortsteil Mitte des gleichnamigen Bezirks. Einen amtlichen Namen trägt das Bauwerk bisher nicht. Sie überspannt in einem sanften Bogen die Spree. Oberhalb des Steges verbindet eine 100 Meter lange Bautenverbindungs-Brücke die beiden Häuser in der sechsten Etage, die nur aus deren Innerem zugänglich ist. Im Bundestagsjargon heisst die obere Brücke auch höhere Beamtenlaufbahn, an ihrem Geländer befindet sich zudem ein Schild mit der Aufschrift Jakob-Mierscheid-Steg:

27.07.2025: Das ehemalige Reichstagspräsidentenpalais wurde 1899-1904 von Paul Wallot als Wohn- und Dienstsitz für den Präsidenten des Reichstages errichtet. Nachdem das Gebäude während des Zweiten Weltkriegs beschädigt worden war, wurde es bis auf den östlichen Gebäudeteil wieder aufgebaut. In der DDR wurde es auf verschiedene Weise genutzt, unter anderem als Sitz des VEB Deutsche Schallplatten. Mit dem Umzug der deutschen Regierung von Bonn nach Berlin sollte das Palais, das mit seiner Gartenanlage seit 1994 unter Denkmalschutz steht, wieder seinen repräsentativen Charakter erhalten und Sitz der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft werden. 1997 wurde es von dem Kölner Architekten Thomas van den Valentyn saniert und umgebaut. Seit 1999 stehen repräsentative Räume für Empfänge, Ruhebereiche und eine eigene Gastronomie Parlamentariern und deren offiziellen Gästen zur Verfügung. Aufgrund des steigenden Bedarfs fanden 2007-09 Umbaumassnahmen statt, um die Flächenressourcen im Gebäude effektiver zu nutzen. Ursprünglich für 400 Gäste konzipiert, sollte das Palais für 800 Personen, bei Sonderveranstaltungen sogar für bis zu 1.100 Personen erweitert werden. Zudem war eine klimatische, energetische sowie sicherheitstechnische Überarbeitung des gesamten Gebäudes notwendig (im Bild die Westfassade mit Eingang zu den ehemaligen Wohnräumen des Reichstagspräsidenten):