Kalender
Januar 2026
M D M D F S S
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031  
Archiv
550656
Users Today : 134
Users Yesterday : 964
From the Makers of…

luebeckportdiary
schiffeinfrankfurt
nahverkehrinhessen

Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten

25.07.2025: Das Wolfenbütteler Rathaus ist einzigartig und nicht vergleichbar mit anderen Rathäusern. Wer vermutet schon, dass der heutige Gebäudekomplex bereits Ende des 16. Jahrhunderts als ein privates Wohnhaus mit Weinschenke errichtet worden war. Nachdem Wolfenbüttel vom Herzog die Stadt- und Marktrechte erhalten hatte, erwarb kurz danach der Rat der Stadt dieses Gebäude und benutzte es für seine Versammlungen. Das Gebäude wurde stetig erweitert und so ist das heutige Rathaus eine zusammen gewachsene Anlage, die sich sehr harmonisch in das Stadtbild einfügt. Der ehemaligen Haupteingang mit der Freitreppe wird vom Wolfenbütteler Stadtwappen geziert. Besonders sehenswert ist der Ratssaal mit seinen kunstvoll bemalten Balken:

Ratskeller mit Denkmal für Herzog August den Jüngeren auf dem Marktplatz:

25.07.2025: Auf dem Wolfenbütteler Marktplatz wurde dem Herzog ein Denkmal in Form eines Brunnens gesetzt. Das Denkmal entwarf der Bildhauer Georg Meyer-Steglitz (1868-1929), es wurde im Jahr 1904 eingeweiht und zeigt einen Herzog mit Schlapphut und Stulpenstiefeln, der in der Jagdpause sein müdes Pferd zur Tränke führt. Was für ein Gegensatz zu anderen Reiterdenkmalen:

25.07.2025: Das Kleine Schloss wurde 1643 als Wohnsitz für den Erbprinzen Rudolf August errichtet. Es befindet sich auf dem Gelände der 1588 verlegten Alten Kanzlei und fünf weiterer Gebäude direkt am Schlossplatz. Von der ursprünglichen Zweiflügelanlage hat sich nur ein Flügel erhalten, ein zweigeschossiger Fachwerkbau mit Mezzanin. An der Ostfassade stützen Holzarkaden das Obergeschoss mit dem 1733 anlässlich der Hochzeit Friedrich des Grossen mit Elisabeth Christiane von Braunschweig-Lüneburg-Bevern eingeweihten Festsaal. Dieser wurde 1833 im Empire-Stil gestaltet. In den übrigen Räumen ist die barocke Ausstattung erhalten. Das Kleine Schloss war von 1687-1712 Sitz der von Herzog Anton Ulrich gegründeten Ritterakademie. Um- und Anbauten des 18. Jahrhunderts, unter den Hofbaumeistern Lauterbach und Hermann Korb durchgeführt, prägten seine äussere Gestalt. Nach dem Umzug des Hofes im Jahr 1751 nach Braunschweig verloren Wolfenbüttel und das Schlossgelände zunehmend an Bedeutung, 1791 wurde das Kleine Schloss verkauft. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligte sich an der Restaurierung der Fenster, Türen und Fassaden:

25.07.2025: Das schmale Haus am Kleinen Zimmerhof 15 wurde im Jahr 1751 in einer ehemaligen Brandgasse errichtet. In dem engen Durchgang wurden früher Leder-Eimer mit Löschwasser von dem nahegelegenen Fluß Oker zu brennenden Fachwerkhäusern eilig hindurch getragen. Jetzt fügt sich das schmale Haus zwischen den etwas älteren Nachbarhäusern harmonisch ein. Es ist das schmalste Haus in Wolfenbüttel und auch über die Landesgrenzen hinaus eine Besonderheit. Die Breite zur Strasse beträgt 2,20m und zur Gartenseite 3,50 m. Mit über 100m² Wohnfläche hat es überraschend grosszügige Räumlichkeiten, die man von Aussen kaum erahnen kann. Der 80m² idyllische Garten ist eine wahre Oase mitten in der Stadt. 1994 wurde das Gebäude grundlegend saniert und sogar prämiert. Im Inneren entstand eine moderne Architektur im Industrie-Design, die einen spannenden Kontrast zum Fachwerk bildet. Die 12 m hohe Wendeltreppe und der rote Stahlkern erzeugen ein einzigartiges Wohnerlebnis:

25.07.2025: Bereits auf den ersten Blick bringt das Schloss Wolfenbüttel seine Besucherinnen und Besucher durch die prunkvolle Architektur und herrlichen Verzierungen zum Staunen. Das Gebäude ist das zweitgrösste Schloss Niedersachsens und hat auch kulturell einiges zu bieten. Die ehemalige Wasserburg wurde im Jahr 1074 zum ersten Mal urkundlich erwähnt und 1255 aufgrund von Differenzen zwischen Gunzelin von Wolfenbüttel und Herzog Albrecht I. komplett zerstört, 1283 aber wieder aufgebaut. Der heutige Schlossgrundriss stammt noch aus dieser Zeit. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Schloss mehrmals zerstört und neu errichtet. Zur Residenz des Adelsgeschlechts der Welfen aus Braunschweig wurde das Schloss etwa im Jahr 1350. In der Epoche des Barocks wurde die Fassade umgestaltet, das steinerne Eingangsportal und die kunstvollen Skulpturen des österreichischen Bildhauers Franz Finck sind noch erhalten. Sie stellen die Pflichten und Tugenden dar, für die Herzöge stehen. Ab 1770 lebte Gotthold Ephraim Lessing, der eine Anstellung als Bibliothekar an der Biblioteca Augusta innehatte, ein paar Jahre lang in einer Wohnung im Wolfenbütteler Schloss. Heute befinden sich in den Räumlichkeiten des hochherrschaftlichen Gebäudes ein Gymnasium sowie das einzige Residenzmuseum des Barocks und Absolutismus in der Braunschweiger Umgebung. Besucherinnen und Besucher wandeln hier auf den Spuren der Welfer. In 15 original nachempfundenen Gemächern kann der für den Absolutismus typische Prunk bestaunt werden. Im Schloss Wolfenbüttel wird Geschichte lebendig und greifbar. Ausserdem finden hier regelmässig weitere kulturelle Veranstaltungen, beispielsweise Kunstausstellungen, statt:

25.07.2025: Um 1820 erreichte die Einwohnerzahl Wolfenbüttels die neuntausender Marke, damit einher stieg auch die Zahl der Schulpflichtigen an. In dieser Situation fiel das Haus Schlossplatz 19 (Eckhaus zum Schulwall) an den Fiskus. Der gab es 1821 an den Stadtmagistrat zur Einrichtung einer Töchterschule. Nicht unerwähnt sei noch, dass das Gebäude zuvor schon mal in gewisser Weise als Schule gedient hatte. 1790 zog der Pädagoge Ernst Christian Trapp (1745-1818) von Braunschweig hierher. Um seine Leibrente etwas aufzubessern, unterhielt er in den Räumlichkeiten bis zu seinem Tode ein Schulpensionat:

25.07.2025: Das heutige Bibliotheksgebäude wurde Ende des 19. Jahrhunderts im Stil eines florentinischen Palazzo errichtet und ersetzte die baufällige berühmte Bibliotheksrotunde des vorherigen Jahrhunderts. Heute befindet sich in dem imposanten Gebäude eine moderne Forschungsbibliothek von internationalem Rang. Ungefähr eine Million Bände, davon circa 350.000 Bände aus dem 15. bis 18. Jahrhundert, beinhaltet die Sammlung der Herzog-August-Bibliothek. Gäste aus aller Welt besuchen die musealen Räume der Bibliothek, um die bibliophilen Kleinodien vergangener Zeiten zu bestaunen. Neben der Dauerausstellung gibt es regelmässig Sonderausstellungen sowie ein vielfältiges Kulturprogramm. Der Schatz der Schätze in der Bibliotheca Augusta und Besuchermagnet schlechthin ist das 1983 in London für 32,5 Millionen DM ersteigerte Evangeliar Heinrichs des Löwen. Eine der prächtigsten und kunsthistorisch wertvollsten Handschriften des Mittelalters hat nun seinen endgültigen und prominenten Platz in Wolfenbüttel gefunden:

25.07.2025: Das Zeughaus wurde zwischen 1613 und 1619 als Kaserne und Lagerstätte für Kriegsgerät im Stil der Spätrenaissance erbaut. Das Gebäude steht in unmittelbarer Nähe des Schlosses Wolfenbüttel und befand sich ursprünglich innerhalb des Festungsringes der Dammfestung. Das Zeughaus ist heute ein wesentlicher Bestandteil des Architekturensembles des Wolfenbütteler Schlossplatzes und gilt als einer der grössten Renaissancebauten Norddeutschlands:

25.07.2025: Der Kuba-Komet, das Stadtmodell von 1747, der bucklige Friedel von Wilhelm Busch, ein selbstgebauter Fluchtkoffer von 1944 mit Rädern – das 2017 eingeweihte Bürger Museum zeigt an Themeninseln aussergewöhnliche und typische Ausstellungsstücke Wolfenbütteler Stadt- und Bürgergeschichte der vergangenen 500 Jahre. Zu diesem Zweck wurde die ehemalige Jahnturnhalle, die im 19. Jahrhundert als Reithalle errichtet wurde und später als Sporthalle für Leichtathletik, Basketball und Boxveranstaltungen diente, zu einem modernen Museum am historischen Ort umgebaut. Unter dem Motto Bürger erzählen lädt das Bürger Museum Wolfenbüttel zu vielen partizipativen Projekten ein und erklärt mit grosser Lebendigkeit die Geschichten hinter den ausgewählten Exponaten:

25.07.2025: Der Kornspeicher Wolfenbüttel, auch bekannt als Proviantboden oder Magazinhaus ist das grösste Fachwerkgebäude in der niedersächsischen Stadt Wolfenbüttel. Das Gebäude wurde zwischen 1659 und 1662 errichtet, um die wachsenden Lagerbedürfnisse des Hofes unter Herzog August dem Jüngeren zu erfüllen. Im 19. Jahrhundert erhielt das Haus einen steinernen Sockel und wurde auf der Westseite verkürzt. Das Gebäude zeigt traditionelle Handwerkstechniken der Region mit seinem Fachwerk-Design, das die Art widerspiegelt, wie Menschen Lebensmittel damals sicher lagerten. Wer das Haus heute betrachtet, kann die Sorgfalt erkennen, mit der Handwerker die Struktur gebaut haben, um Getreide vor Feuchtigkeit und Schädlingen zu schützen: