21.08.2025: Das gotische viergeschossige Backsteintor aus dem 14. Jahrhundert im Südosten des Stadtzentrums sicherte die Strasse nach Malchin ab. Das Tor verfügt über eine spitzbogige Durchfahrt bei einer quadratischen Grundfläche. Die Durchfahrt wurde nachträglich vergrössert. Geschmückt ist es auf der Feldseite mit zwei grossen waagrechten Putzblenden und Reihen von Spitzbogenblenden verschiedener Grössen in den Obergeschossen. Die Stadtseite ist weniger auffällig geschmückt mit einer Reihe Spitzbogenblenden im oberen Gebäudeteil. Beide Seiten werden mit einem gestaffelten Lünettengiebel geschmückt. Das Gebäude diente im 19. Jahrhundert als Stadtgefängnis und beherbergt seit 1990 das Stadtmuseum. Neben den Gefängniszellen, die besichtigt werden können, informiert es über die slawische Frühgeschichte, sowie über die Orts- und Regionalgeschichte:
21.08.2025: Mit der Wiedereröffnung des Kulturhauses Teterow ist die Stadt um eine traditionelle Veranstaltungsstätte reicher. Schon 1881 wurde das geschichtsträchtige Haus als Restaurant am damaligen Wilhelmsplatz eröffnet. Später kam ein Hotelbetrieb hinzu. 1893 schloss sich der Salonbau an – für die damalige Zeit in beträchtlichen Dimensionen. Es wurde besonders Wert auf eine gute Akustik gelegt, denn fortan sollte bei musikalischen und theatralischen Vorträgen der volle Effekt zur Geltung kommen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts warb der damalige Inhaber August Scharf mit Teterows grösstem Vergnügungssaal mit 1a Parkettboden. Schon damals gab es rauschende Feste und Aufführungen. Das Kulturhaus kann heute als Veranstaltungs-Location gemietet werden:
21.08.2025: Das zweigeschossige verklinkerte historisierende Gebäude in L-Form von 1885 mit einem Walmdach wurde als Kaiserliches Postamt im Stil der Gründerzeit für das Post- und Fernmeldewesen gebaut. Prägend ist an der Ecke der dreigeschossige reich verzierte Risalit als Stufengiebel mit einer Uhr und dem Portal mit zwei Fialen. Die Deutsche Post AG verkaufte das Haus 2004 und es wurde im Rahmen der Städtebauförderung 2010/11 nach Plänen von Roman Schumacher für Lars Bennke saniert und zu einem Wohn- und Geschäftshaus umgebaut:
21.08.2025: Der Bahnhof wird im Regionalverkehr von Zügen der RE-Linie 4 bedient. Auf dem Abschnitt Bützow-Güstrow-Teterow-Neubrandenburg-Pasewalk besteht eine stündliche Verbindung. Anbindung an die weiteren Ziele der Linie in Lübeck, Ueckermünde und Szczecin besteht alle zwei Stunden. Das zweigeschossige, elfachsige, verklinkerte Empfangsgebäude mit einem Mittelrisalit, dem verzierten Gesims und zwei seitlichen eingeschossigen Anbauten sowie den Warteräumen I. + II. Klasse, der III. Klasse und für die Damen wurde 1864 auch eingeweiht. Das Bahnhofsgebäude wird betrieblich nicht mehr genutzt. Die Galerie Teterow des Kunstvereins Teterow – eine Galerie für zeitgenössische Kunst – zog 2020 in das Gebäude ein. Im 250 qm grossen neoklassizistischen Wartesaal werden regionale und internationale Malereien und Grafiken sowie Mode, Keramik, Porzellan, Glas und Schmuck ausgestellt:
21.08.2025: Die Bahnstrecke Bützow-Szczecin führt durch die Stadt, die Züge der Regionalexpresslinie RE 4 (Lübeck-Szczecin) halten im Bahnhof Malchin. Bis zur Einstellung des Personenverkehrs im Jahr 1996 führten zwei weitere Strecken von Malchin nach Dargun beziehungsweise nach Waren. Die Umlandverbindungen werden heute durch die regionalen Busse der MVVG sichergestellt.Die Direktion der Friedrich-Franz-Eisenbahn hatte 1863 ihren Hauptsitz bahnhofsnah in Malchin (das Gebäude beherbergte ab 1921 das Finanzamt), was wohl der Grund war, ein so grosses repräsentatives Bahnhofsgebäude für eine Kleinstadt zu planen. Das zweigeschossige 17-achsige historisierende verklinkerte Gebäude mit seinen zwei dreigeschossigen Seitenflügeln und dem mittigen Eingangs-Giebelrisalit wurde 1864 im Stil der Gründerzeit für eine eingleisige Bahnstrecke gebaut:
21.08.2025: Das zweigeschossige historisierende verklinkerte Gebäude wurde 1886 als Kaiserliches Postamt der I. Klasse mit Telegrafenstation vom Reichspostamt im Stil der Gründerzeit gebaut. Markant sind die dreigeschossige Eckausbildung sowie die zwei dreigeschossigen Giebelriesalite. Um 1900 führte Postdirektor Schult das Amt, ihm folgten Joerges und Schmühle. 1922 war es ein Postamt II. Klasse, das Oberpostmeister Dähling leitete. Von 1899 bis 1930 wurde die Telefonvermittlung noch manuell betrieben:
21.08.2025: Das Amtsgericht Malchin war ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit des Landes Mecklenburg-Vorpommern im Bezirk des Landgerichts Neubrandenburg und vorher in Mecklenburg-Schwerin. Das zweigeschossige denkmalgeschützte historisierende Gebäude wurde 1879 im Stil des Eklektizismus mit klassizistischen und barocken Elementen gebaut und befindet sich am Amtsgerichtsplatz. Auch die Zweigstelle war dort bis 2009 untergebracht. Heute ist es ein Wohnhaus:
21.08.2025: Das Steintor ist eines der vier Tore der Wehranlage, welches die Stadt umgab. Der jetzige Bau ist ein Nachbau des ursprünglichen zweigeschossigen Backsteinbaues mit Feldsteinsockel und Pultdach aus dem 14. Jahrhundert. Es wurde als Doppeltor erbaut und der untere Innenraum des Vortores diente noch bis ins 19. Jahrhundert als Gefängnis. Später begann der teilweise Abbruch. Im Jahr 1893 wurde das Steintor zum Abbruch freigegeben und verkauft. Der Malchiner Hofdekorationsmaler Fritz Greve setzte sich vehement für den Erhalt des Gebäudes ein. Auch der mecklenburgische Grossherzog Friedrich Franz III. bekundete seinen Willen das Tor wiederherstellen zu lassen. Daraufhin wurde das Tor bis zum Oktober 1894 in Anlehnung an das Original im neogotischen Stil aufgebaut und am 15. Dezember dem Magistrat als Eigentum der Stadt Malchin übergeben. Heute ist das Steintor eine der bedeutenden Sehenswürdigkeiten der Stadt:
21.08.2025: Die St. Johanniskirche zu Malchin ist ein Backsteinbau im Stil der Norddeutschen Backsteingotik. Nach einem Brand wurde sie als dreischiffige Basilika 1397 neu erbaut. Die romanischen Mauern des 1249 geweihten Vorgängerbaus sind in der Marienkapelle noch heute gut sichtbar, so dass hier Baugeschichte in besonderer Weise nachvollziehbar ist. Die Marienkapelle steht anstelle des möglicherweise geplanten Südturms. Im Westen ist nämlich der Turm nördlich versetzt, was auf eine ursprünglich geplante Doppelturmanlage hinweist. Die Baugeschichte des Turmes und der Kapelle ist jedoch unklar. Als die ursprünglich gotische Turmspitze herunterfiel, wurde sie 1648 durch eine geschweifte barocke Turmhaube ersetzt. Die Seitenschiffe stammen aus dem Jahre 1870. 1897 hat man das Turmdach noch einmal verändert:
21.08.2025: Im Jahr 1927 wurde das neue Rathaus eingeweiht, nachdem das alte Gebäude 1925 abgebrannt war. Es wurde nach den Zeichnungen des Malchiner Stadtrates Erich Tietböhl und Ausbau- und Detailplänen des Architekten Paul Korff erbaut. Es ist mit einem Mansardwalmdach ausgestattet. Fünf Halbwandsäulen betonen den Eingang. Der Rathaussaal mit seinen farbenprächtigen Zunftzeichen ist das Prunkstück des Rathauses: