09.02.2026: Das Kontorhaus war das erste Zeichen für eine Veränderung im Innenhafen. Der unansehnlich wirkende Bau neben der Schwanentorbrücke wurde ein Vorzeigeprojekt für den Wandel des Innenhafens zu einem modernen Dienstleistungsstandort. Dabei musste das einst von der Firma Lehnkering & Cie erbaute Speichergebäude im Sinne des Denkmalschutzes behandelt werden. Das waren nicht nur die Denkmalpfleger dem markanten Bauwerk schuldig. Lehnkering hat seit über 100 Jahren die Geschicke des Duisburger Hafens und vor allem den Innenhafen durch seine Speicher und Verwaltungsgebäude geprägt. Firmengründer Karl Lehnkering liess 1886 neben der Schwanentorbrücke ein hölzernes Getreidelager errichten, das nach zwei Jahren die erste Aufzugsanlage und einen sechsgeschossigen, massiven Speicheranbau erhielt. Die Anlage brannte 1889 ab und wurde 1913 erneuert. Der heute noch erhaltene Speicherbau wurde 1914 in Betrieb genommen. Der Zweite Weltkrieg hinterliess Spuren an Turm, Dächern und Obergeschossen. Erst 1954 war der Wiederaufbau abgeschlossen. Die Metallgesellschaft Frankfurt begann 1993 mit dem Umbau des Speichers in ein Büro- und Dienstleistungsgebäude, dem heutigen Kontorhaus, das zwei Jahre später im neuen Glanz erstrahlte und seitdem Platz für rund 380 Arbeitsplätze bietet. Um die technischen und räumlichen Voraussetzungen für einen modernen Bürobetrieb zu schaffen, wurde die Rückfassade des Gebäudes in Abstimmung mit den Denkmalschützern aufgeschnitten und weiträumig geöffnet. So konnte das Tageslicht auch den Innenbereich erhellen. Darüber hinaus entstand ein attraktiver, geschützter Hofbereich, der begrünt wurde:
09.02.2026: Vor dem Schwanentor zu Füssen des Alten Marktes befand sich schon immer ein Brückensteg für den Personen- und Warenverkehr. 1844 wurde eine Zugbrücke über den damaligen Ruhr-Kanal errichtet und seither mehrmals erneuert und verbreitert. Die heutige Schwanentorbrücke mit ihren vier Brückentürmen ist eine Hubbrücke, die nach Entwürfen von Hans-Siegfried Persch 1950 angelegt wurde. In einem der Türme befindet sich der Leitstand für die Hubtechnik sowie für die Hydraulik des neuen Fussgängersteges. Von der Brücke aus ist westlich das Hochwasser-Sperrwerk am Marientor mit Tor zum Aussenhafen zu sehen. Es geht auf eine Anlage von 1844 zurück und wurde 1926-29 erneuert:
09.02.2026: Das Schwanentor war eines der vier Haupttore Duisburgs, wie sie der Stadtplan des Johannes Corputius von 1566 zeigt. Es bestand mindestens mit der Stadtmauer seit dem 13. Jahrhundert. 1815 wurde das Schwanentor als erstes der Duisburger Stadttore abgebrochen. Sein ehemaliger Standort des Tores ist der heutige Calaisplatz. In der Umgebung des einstigen Stadttores ist sein Name noch präsent. Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung ist am Schwanentor noch ein Turmrest erhalten:
09.02.2026: Um 1150 gründete der Johanniter-Orden in Duisburg seine erste deutsche Niederlassung. Er errichtet die Kirche zu Ehren der Heiligen Maria und des Täufers Johannes sowie ein Hospital. 1187 wird der Ordenskirche ein Pfarrbezirk zugewiesen. Der Johanniter Johannes Wassenberg schreibt um 1475 die erste Chronik der Stadt. Um 1500 weist die Marienkirche zwei Kapellen und 13 Altäre auf. 1554 predigt Johannes Rithlinger nach evangelischer Weise und teilt das Abendmahl mit Brot und Wein für alle Gläubigen aus. 1566 zeichnet Johannes Corputius die Marienkirche in seinen Plan der Stadt Duisburg ein, die im 15. Jahrhundert um einen gotischen Chor und eine Kapelle ergänzt wurde. Wegen Baufälligkeit wurde die Kirche 1789 teilweise abgetragen und es entstand der klassizistische Umbau von 1797 bis 1802. Das Kirchenschiff wurde entkernt, die beiden Türme durch einen Einzelturm ersetzt. 1665 stiftet Regina Degheners die noch heute in der Kirche in Gebrauch befindliche Taufschale. Die Emporen wurden 1896/97 eingebaut, ebenso errichtete man damals den Konfirmandensaal. Im Zweiten Weltkrieg wird die Marienkirche nur leicht beschädigt. Erst 1969 kamen das Pfarrhaus und das Gemeindezentrum hinzu. Bei Ausgrabungen wurden 1987 noch Reste des Fundamentes aus dem 10./11. Jahrhundert entdeckt:
09.02.2026: Das Hansator aus dem Jahr 1978 ist ein markantes, 12-stöckiges Bürogebäude im Westen der Duisburger Innenstadt. Die rund 5.300 qm Mietfläche sind komplett an die Stadt Duisburg vermietet, die dort das Amt für Rechnungswesen und Steuern angesiedelt hat. Zum Objekt gehört ein Parkhaus mit 114 Stellplätzen. Aufgrund des hohen Bedarfs an Bürokapazitäten durch die Stadt Duisburg wurde die ehemalige Kantine im Gebäude vor einigen Jahren ebenfalls in Büroräume umgebaut:
09.02.2026: Das Duisburger Musicaltheater wurde im Januar 1996 mit Les Misérables eingeweiht. Inzwischen hat sich das Theater mit seinen 1.540 Plätzen als variable Spielstätte bewährt. Durch ein modernes Raumakustik-System ist der Saal akustisch veränderbar und erfüllt somit die unterschiedlichsten Anforderungen. Im Theater am Marientor sind Kammer- und Philharmonische Konzerte ebenso möglich wie Musicals, TV-Aufzeichnungen, Opern, Comedy-Shows, Ballettabende und andere musikalische Aufführungen:
09.02.2026: Die Kirche im Dellviertel gehört zum Bistum Essen und ist die offizielle Pfarrkirche der Grosspfarrei Liebfrauen. Das geschichtsträchtige Bauwerk steht heute unter Denkmalschutz. Sie wurde zwischen 1871 und 1874 nach den Plänen des Kölner Architekten Heinrich Wiethase im neugotischen Stil errichtet, um dem rasanten Bevölkerungswachstum durch die Industrialisierung gerecht zu werden. Nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche ab 1948 unter Einbeziehung des erhaltenen neugotischen Seitenschiffs durch den berühmten Kirchenbaumeister Dominikus Böhm wiederaufgebaut. Sehenswert sind die beeindruckenden Betonglasfenster von Ludwig Baur im Chorraum sowie die im Wiederaufbau integrierte Krypta unter dem Hochchor:
09.02.2026: Das Lehmbruck-Museum in Duisburg zeigt im Schwerpunkt Arbeiten des Künstlers Wilhelm Lehmbruck sowie internationale Skulpturen der Moderne. Erbaut wurde das Museum 1964 im Immanuel-Kant-Park nach Plänen von Manfred Lehmbruck, einem Sohn des Künstlers. Das ursprünglich aus Grosser Glashalle und Lehmbruck-Trakt bestehende Haus ist 1983-87 um einen Erweiterungsbau ergänzt worden (im Bild). Im Aussenraum des Museums befindet sich ein Skulpturengarten mit weiteren Exponaten:
16.01.2026: Das Hauptgebäude des Finanzamts Worms-Kirchheimbolanden befindet sich am Karlsplatz 6 in Worms. Das historische Dienstgebäude wurde in den 1920er Jahren im Stil des Expressionismus errichtet und steht heute als geschütztes Kulturdenkmal unter Denkmalschutz:
16.01.2026: Die evangelische Lutherkirche im Westen der Innenstadt wurde zwischen 1910 und 1912 nach Plänen von Prof. Friedrich Pützer erbaut. Unschwer zu erkennen sind die starken Anklänge an den Darmstädter Jugendstil mit sparsamer Ornamentik an den Aussenseiten. Mehrfach erscheint als durchgängiges Kennzeichen der Kirche die achteckige Lutherrose. Der einschiffige Hallenbau verfügt über einen Kanzelaltar: