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Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten

08.09.2025: Die Seeburg war ursprünglich ein Privathaus an der Kieler Förde gegenüber der Kunsthalle zu Kiel. Nach 123 Jahren wurde es 1907 abgerissen und durch einen Neubau für Studenten und Professoren der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ersetzt. Die Seeburg ist keine Burg im eigentlichen Sinne. Sie war nie Sitz eines adligen Ritters und hatte auch nie militärische Funktion. Der volkstümliche Name entstand offenbar aufgrund der Lage des Baus und seiner Erscheinung. Der Architekt Theodor Fischer liess sich aber bei seinem Neubau durch den Namen inspirieren. Die Seeburg gehört zum Körperschaftsvermögen der Uni Kiel und wird aktuell vor allem als Büro- und Veranstaltungsfläche genutzt. Zukünftig soll das Gebäude als Schaufenster der Wissenschaft fungieren, das der Gesellschaft einen direkten Einblick in die Universität gibt und Angebote für die breite Öffentlichkeit bereithält:

08.09.2025: Die Kieler Kunsthalle gilt mit einer Fläche von 2.000 qm als das grösste Musem der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt. Sie befindet sich nördlich des Innenstadtbereichs in unmittelbarer Nähe zum Schlossgarten. Das Gebäude wurde zwischen 1908 und 1909 nach den Entwürfen des Architekten Georg Lohr erbaut. Im Zweiten Weltkrieg fiel es schwerwiegenden Zerstörungen zum Opfer, sein Wiederaufbau erfolgte im Jahr 1958. 1986 wurde die Kunsthalle um einen von Diethelm Hoffmann geschaffenen Erweiterungsbau ergänzt. In den Räumlichkeiten des Museums finden Besucher heute über 1.200 Gemälde, mehr als 40.000 Graphiken, 300 Skulpturen sowie zahlreiche Fotos und Videos. Zu den Angeboten der Ausstellung zählen des Weiteren vielseitige Malkurse, Workshops, Führungen, Lesungen oder auch Konzerte:

08.09.2025: Im Herzen der Stadt liegen die Cruise Terminals am Ostseekai. Ausgestattet mit Landstromanschlüssen und einer Abfertigungskapazität von bis zu 11.000 Passagieren pro Tag zählen sie zu den leistungsstärksten und modernsten Kreuzfahrtterminals an der deutschen Küste. Jedes Jahr beginnen oder beenden hier knapp eine 1 Million Passagiere ihre Kreuzfahrt. Designt für die hohen Ansprüche der heutigen Kreuzfahrtschiffe und ihrer Gäste bieten Terminal 27 und Terminal 28 helle und moderne Check-In-Bereiche mit komfortablen Wartezonen und Terrassen mit Blick auf die Kieler Förde. Durch die Innenstadtlage ist der Bahnhof fussläufig erreichbar und Cafes, Restaurants direkt um die Ecke:

08.09.2025: Die Howaldtswerke-Deutsche Werft AG (HDW) gliederte zum 01.07.2005 den Handelsschiffbau aus dem Unternehmen aus. Der buchungstechnisch eigenständige Handelsschiffbau ging auf die HDW-Gaarden GmbH über, die den nördlichen Teil des ehemaligen Werftgeländes der HDW in Ellerbek nutzte. 2011 wurde dann die HDW-Gaarden GmbH von Abu Dhabi MAR (ADM) übernommen und in Abu Dhabi MAR Kiel GmbH umbenannt. Abu Dhabi MAR gehörte zum Werftenkonsortium der Holding Privinvest. Die Holding Privinvest wurde zu Beginn der 90er Jahre von den Brüdern Iskandar und Akram Safas mit Stammsitz in Beirut gegründet. 1992 übernahm Privinvest zunächst die französische Schiffswerft CMN in Cherbourg, verkaufte diese dann aber 2007 an das Unternehmen Abu Dhabi Mar. Bereits 2009 wurde Privinvest Alleineigentümer der Rendsburger Werft Nobiskrug und 2013 wurde auch die Lindenau Werft in Kiel Friedrichsort aufgekauft. Zum Schiffbaukonsortium der Privinvest gehören auch das auf ILS spezialisierte Unternehmen Isherwoods mit Sitz in Grossbritannien sowie Hellenic Shipyard. Im Jahr 2014 vereinte Privinvest seine drei deutschen Werften unter der neuen Holding, German Naval Yards Holdings GmbH. Ab März 2015 firmiert ADMK dann als German Naval Yards Kiel. Der neue Firmenname German Naval Yards Kiel (GNYK) sollte die Ausrichtung der Werftengruppe auf Marineschiffbau und die damit verbundene Spezialisierung für Projektierung, Konstruktion und Bau von Fregatten, Korvetten und Offshore Patrol Vessels herausstellen:

08.09.2025: Ab 1945 wurde das Feuerschiff Kiel III in Kiel eingesetzt, nachdem der Vorgänger am 4. Mai 1945 durch Fliegerbomben versenkt worden war. Das Leuchtfeuer kennzeichnete die Ein- und Ausfahrt sowohl in der Kieler Förde als auch in den Nord-Ostsee-Kanal. Mit Inbetriebnahme des Leuchtturms Kiel wurde das Feuerschiff am 5. Juli 1967 eingezogen und als Reserve-Feuerschiff Kiel auf verschiedenen Stationen in der Nord- und Ostsee eingesetzt. Nach der Kollision mit einem liberianischen Motorschiff waren die Schäden so gross, dass es am 23. September 1986 ausser Dienst gestellt wurde. Nach der Ausserdienststellung wurde das Feuerschiff zu einer Dreimast-Bark umgebaut und auf den Namen Alexander von Humboldt umbenannt. Die gut 16 m hohe und knapp acht Tonnen schwere Laterne erhielt im Juni 1989 vor dem Kieler Schifffahrtsmuseum ihren Platz. Bekannt aus dem Fernsehen als Werbeschiff für Beck’s Bier erlangte die markante Alexander von Humboldt mit ihren grünen Segeln internationale Aufmerksamkeit. Heute liegt der grün-weiße Grosssegler als Hotel- und Gastronomieschiff an der Weserpromenade Schlachte in Bremen:

08.09.2025: Das Kieler Schloss war eine der Nebenresidenzen der Gottorfer Herzöge. Das Schloss konnte eine abwechslungsreiche Baugeschichte vorweisen und wurde in der jüngeren Kunstgeschichte als einer der bedeutendsten Profanbauten Schleswig-Holstein bezeichnet. Das Schloss brannte während des Zweiten Weltkriegs aus. Die Ruine wurde anschliessend grösstenteils abgetragen und durch einen Neubau ersetzt. Das Kieler Schloss hat seinen Ursprung in einer Burg des Mittelalters, die vermutlich bereits 1242 zur Zeit der Gründung Kiels errichtet wurde und die Siedlung an einer schmalen Landzunge zwischen Kieler Förde und Kleinem Kiel schützen sollte. Bauherr war der Stadtgründer Adolf von Schauenburg. Im 15. Jahrhundert kam das Schloss durch die Auswirkungen des Vertrags von Ribe in den Besitz des dänischen Königs Friedrich I. Sein Sohn Adolf begründete als Adolf I. das Herzogtum Schleswig-Holstein-Gottorf, dem die Stadt Kiel samt Schloss zugeschlagen wurden. Nach dem Ende des Großen Nordischen Kriegs wurden Schleswig und Holstein aufgeteilt, das Kieler Schloss wurde kurzzeitig Hauptresidenz des jetzt nur noch über die holsteinischen Anteile regierenden Gottorfer Herzogs Carl Friedrich. Er hatte die älteste Tochter der russischen Zaren Peters des Grossen, Anna Petrowna, geheiratet und nahm mit ihr am 26. August 1727 Residenz auf dem Kieler Schloss. Das Schloss wurde so zum Geburtsort von deren Sohn, dem späteren russischen Zaren Peter III. Im 19. Jahrhundert diente das Schloss unterschiedlichen Zwecken. Es stand zeitweise der Universität zur Verfügung. Während des Deutsch-Dänischen Kriegs diente es als Lazarett und militärisches Hauptquartier. Von 1888 bis 1918 diente es als Wohnsitz des Prinzen Heinrich von Preussen. Nach dem Ersten Weltkrieg verlor das Schloss seine Bedeutung. Es wurde Verwaltungssitz und nahm die Landesbibliothek auf. In den Luftangriffen des Zweiten Weltkriegs erlitt das Schloss starke Zerstörungen und brannte nach einem Angriff 1944 bis auf die Grundmauern aus. Der in den 1960er-Jahren neu errichtete Ostflügel beherbergte bis 2003 in den oberen Stockwerken die Landesbibliothek. Der Westflügel wurde von der Volkshochschule genutzt. An Stelle des abgetragenen Südflügels wurde ein aufgestelzter Flachbau gebaut und Historische Landeshalle genannt. Seit 2005 steht der gesamte Schlosskomplex – einschliesslich der Nachkriegsbauten – unter Denkmalschutz. Die Veranstaltungsräume im Schloss werden von der Kiel Concerts GmbH betrieben.

Ostflügel:

Westflügel – Rantzau-Bau:

Landeshalle:

08.09.2025: Das denkmalgeschützte Gebäude mit dem prächtigen Sandsteinportal aus dem Jahre 1765 ist auch selbst als Ausstellungsstück sehenswert. Neben dem eindrucksvollen Kellergewölbe mit Herdanlage und Brunnen samt hölzerner Wasserleitung beeindrucken historische Räume mit bemalten Stuckdecken, seidenen Tapeten und Supra­porten. Ab 1839, als die führende Rolle des Landadels in Holstein allmählich abnahm, befand sich der Warleberger Hof im Besitz der Universität und beherbergte verschiedene Institute sowie später das Museum für Völkerkunde und das Theater- und Hebbel­museum. Die Ausstellung im Gewölbekeller zeigt Fayencen und Silber des 18. Jahrhunderts der Kieler Adelskultur und des Bürgertums. Das Gemeinwesen war vom Bürgertum bestimmt, das im Rat sowie in Gilden und Zünften organisiert war. Hiervon zeugen historisches Zunftgerät und Gilde­laden. 1967 erwarb die Stadt den Warleberger Hof von der Universität, um ein Stadtmuseum einzurichten. Bei den Umbauten blieb das historische Kellergewölbe unangetastet. Die Ausstellungsräume im Erdgeschoss wurden als Zeugnisse der Stadtgeschichte mit hölzernen Paneelen, Seidentapeten, Supraporten und prächtigen Stuckdecken versehen, die aus Häusern des gehobenen Bürgertums des 18. Jahrhunderts stammen:

08.09.2025: Die Kilia war Teil einer Brunnenanlage, die die Stadt Kiel dem Hohenzollernprinzen Heinrich und seiner Braut Irene von Hessen im Jahre 1888 machten. Die Kilia wurde nach dem Sturz der Monarchie (1918) vom Brunnen entfernt und später auf Gut Hemmelmark des Prinzen wiederaufgestellt. Seit 1977 steht die Kilia in der Dänischen Strasse, nachdem eine Enkelin des Prinzen das Denkmal freigegeben hatte:

08.09.2025: Das Schifffahrtsmuseum in der Fischhalle an der Kieler Förde ist ein maritimes Glanzstück der Landeshauptstadt. Mit dem hohen Bohlenbinderdach sowie der von Jugendstil und Barock beeinflussten Architektur ist es ein ausdrucksstarker Bau. Die innen lichte Halle wurde 1910 eröffnet, um den Fischhandel zu konzentrieren und witterungsunabhängig zu machen. Allerdings erfüllte sie nicht die Erwartungen. Für Auktionen war sie zu klein, und die Läden und Stände fanden kaum Mieter. Beim Umzug des Fischmarkts an die Schwentine verlor der Bau 1948 seine Funktion. Er diente unter anderem als Getreidelager, bevor 1978 das Schifffahrtsmuseum einzog:

08.09.2025: 1925 entschloss sich Hermann Langness jun. zum Bau eines neuen modernen Speichers am Sartori-Kai. Zusammen mit der Stadt Kiel beauftragte die Firma Hermann Langness den Kieler Architekten Ernst Stoffers und Hermann Müller mit der Planung und Ausführung (1926 Eröffnung als Langness Speicher). Nach 1945 mietete sich die Firma Sartori & Berger in den Langness-Speicher ein, bevor sie das Gebäude abschnittweise erwerben und als Sartori & Berger Speicher umbenennen konnten. Die Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek ist seit 2002 im historischen Sartori & Berger-Speicher (Langness-Speicher) untergebracht: