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Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten

03.08.2025: Die Marktkirche St. Benedikti hat ihren Ursprung in einer im 10. Jahrhundert errichteten frühromanischen Vorgängerkirche am Kreuzungspunkt alter Handelsstrassen. Einige Teile der damaligen Krypta sind heute noch erhalten. Ab ca. 1100 entstand die Marktkirche (erstmals urkundlich erwähnt 1233) als Stadtkirche im Zentrum der historischen Quedlinburger Altstadt. Die Kirche hat sich von einer romanischen Basilika über Jahrhunderte zu ihrer jetzigen baulichen Form entwickelt. Aufgrund dessen finden sich dort architektonische Elemente und Ausstattungen aller bekannten Bauepochen wieder. Zwei grosse Rundbögen an der Ostwand des Turmmassivs und steinerne Altäre zeugen vom romanischen Ursprung des Gotteshauses. Die drei südlichen Arkaden mit Spitzbögen und 8-eckigen Pfeilern, sowie die Kalandskapelle mit dem Marienaltar (1480) und der Vesperaltar im Südschiff stammen aus der Gotik. Die Renaissance hinterliess flache Balkendecken über den Seitenschiffen und eine Schnitzkanzel mit hochkarätigen Hochreliefs zum Glaubensbekenntnis. Barocke Spuren sind unter anderem am hölzernen Tonnengewölbe über dem Mittelschiff, dem Taufstein aus Alabaster und der hölzernen König-David-Figur zu erkennen.
 Neben dieser Vielfalt sind die spätromantische Orgel mit ihren 52 Registern und 3000 Pfeifen, sowie die drei neuen Buntglasfenster, welche den Weg Jesu von der Geburt bis zur Himmelfahrt darstellen, besonders sehenswert. Die Turmbedachung erhielt nach der Zerstörung des südlichen Helms durch einen Brand ihre jetzige Gestalt. Die damit zusammenhängenden Umbauten ermöglichten die Einrichtung einer Türmerwohnung:

03.08.2025: Im Jahr 1310 wird das Rathaus zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der frühgotische Bau ist bis heute in seinem Kern erhalten geblieben. Für mittelalterliche Verhältnisse ist das einstöckige Steingebäude mit dem hohen Satteldach ein aussergewöhnlich grosser Baukörper – ein Zeichen für die wirtschaftliche Kraft der aufstrebenden Stadt. Die spitzbogigen Fenster wurden im 17. Jahrhundert durch Renaissanceformen ersetzt. Im Zuge dieser Umbauten zwischen 1616 und 1619 wurde auch der ursprünglich an der Nordseite liegende Eingang an die Marktseite verlegt und mit dem prachtvollen Renaissanceportal geschmückt, das von einer Abundantia, einer Göttin des Wohlstandes, bekrönt wird. Über der Tür ist das Quedlinburger Stadtwappen mit einem sitzenden Hund in einem geöffneten Tor angebracht. An der linken Seite wurde 1869 der 2,75 m grosse Roland wieder aufgestellt, der jahrhundertelang auf dem Hof des Ratskellers gelegen hatte. Eine breite Freitreppe führt in eine von Pfeilern getragene Halle. Das steinerne Treppenhaus im Innern ist im Zuge der Rathauserweiterung zwischen 1898 und 1901 entstanden. Zur alten Bausubstanz gehört die hölzerne Säule mit der Christopherusfigur in der Halle. Das farbige Glasfenster am Treppenaufgang zeigt das Stadtwappen und darunter die gekreuzten Kredenzmesser des Freiweltlichen Frauenstiftes. Es ist ebenso wie das Fenster im Stadtverordnetensitzungssaal eine Arbeit der Quedlinburger Glasmalerei Ferdinand Müller aus dem Jahre 1901. Sehenswert sind auch zwei prächtig geschnitzte Türen aus den Jahren 1659 und 1693 im oberen Flur. Der Stadtverordnetensitzungssaal befindet sich im Erweiterungsbau des Rathauses, der zwischen 1898 und 1901 nach Entwürfen des Quedlinburger Stadtbaurats Laumer errichtet wurde:

03.08.2025: Der Kaiserhof Quedlinburg ist ein prunkvoller zweigeschossiger Bau im Herzen der Welterbestadt Quedlinburg. Das Gebäude wurde 1894/1895 gebaut und blickt auf eine lange Historie zurück. Heute wird das Gebäude mit Hilfe des Vereins zum Erhalt des Kaiserhofs wiederbelegt. Verschiedene Vereine aus Quedlinburg nutzen das Haus für regelmässige Veranstaltungen, Feiern und Konzerte. Dank der grossen Bühne im Kaisersaal ist das Haus ideal für Konzerte, Theatervorstellungen, Lesungen oder Podiumsdiskussionen. Der grosse Saal fasst über 300 Gäste und ist somit eines der grössten Veranstaltungshäuser in Quedlinburg:

03.08.2025: Das ehemalige königliche Gymnasium wurde 1860 bis 1862 erbaut,
der Bau erfolgte mit Formen der oberitalienischen Romanik. Die Fassade aus rotem Backstein weist eine helle horizontale Bänderung auf. Seit 1990 trägt das Haus den Namen Carl-Ritter-Schule. Der Schulbetrieb wurde 2004 eingestellt, nach Umbau wird das Haus seit 2011 gemeinsamen von Volkshochschule, Musikschule und Bibliothek genutzt (Bildungshaus):

Eine Statue von Philipp Melanchthon (1497-1560) befindet sich vor dem Mittelteil der Fassade des Gebäudes:

03.08.2025: Das Gebäude wurde in der Gründerzeit zwischen 1887 und 1889 als modernste Post- und Telegrafenstation errichtet. Es zeichnet sich durch seine repräsentative Fassade aus und ist Teil des UNESCO-Welterbes der Stadt. Nach dem Auszug der Postbank wurde das Objekt zu einem modernen Dienstleistungszentrum umgebaut:

03.08.2025: Die Nikolaikirche wurde zur Ehre Gottes errichtet. Ihre Anfänge vermutet man um 1200. Romanische Spuren sind bis heute in der Kirche zu finden. Einer alten Sage nach soll ein Schäfer, der durch einen Goldfund zu Reichtum kam, an der Finanzierung des Baus massgeblich beteiligt gewesen sein. Deshalb steht bis heute auf einer der beiden Turmseiten ein in der Barockzeit angefertigter Schäfer mit seinem Hund. Der Volksmund nennt die Nikolaikirche Schäferkirche. Im 14. Jahrhundert wurde die Nikolaikirche zu einer gotischen Kirche umgebaut. Die Türme erhielten bereits da ihre heutige Höhe von 72 m und es wurden die Gewölbe über den Kirchenschiffen eingezogen. Auch die grosse wertvolle Glocke mit ihren feinen Ritzzeichnungen im Südturm stammt aus dieser Zeit (1333). Annähernd die gesamte Innenausstattung (Kanzel/Hochaltar/Empore) stammt aus der Zeit des Barock. Andere Ausstattungstücke (Hl. Godehard/ 2 Pietas, Mose, romanisches Kruzifix) datieren deutlich früher. 1540 wurde unter der Äbtissin Anna II. von Stolberg die Reformation in Quedlinburg eingeführt. Seit dieser Zeit ist die St. Nikolaikirche eine evangelische Kirche. Von 1590 – 1599 wirkte an der Nikolaikirche der Verfasser der „Sechs Bücher vom wahren Christentum“, der berühmte Theologe Johann Arnd. Von 1737 – 1759 war Johann Christian Erxleben Pfarrer der Nikolaikirche. Er war der Ehemann von Dorothea Christiane Erxleben. Sie war die erste Frau in der deutschen Geschichte, die an einer Universität (Halle an der Saale) ihren Doktor der Medizin machen konnte:

02.08.2025: Das Amtsgericht Quedlinburg ist ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit in Deutschland. Es gehört zum Bezirk des Landgerichtes Magdeburg und des Oberlandesgerichtes Naumburg. Das Amtsgebäude befindet sich an der Adresse Adelheidstraße 2, östlich der historischen Quedlinburger Innenstadt. Ab 1815 hatte das Gericht seinen Sitz im Salfeldschen Palais. Später, bis zum Jahr 2010, befand sich der Sitz in der Halberstädter Strasse 45, nördlich der Altstadt. Der jetzige Dienstsitz diente zuvor als Finanzamt, stand jedoch vor dem Einzug des Amtsgerichtes leer. In der Zeit nach 1998 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt und wird im örtlichen Denkmalverzeichnis als Verwaltungsgebäude geführt:

02.08.2025: Das aus Bronze gefertigte Denkmal stellt die römische Göttin Flora dar, die Göttin der Blüte. In ihrer linken Hand hält sie eine Rose. Bereits im Jahre 1901 gab es in Quedlinburg eine Flora-Statue, die aber 1944 zu Kriegszwecken eingeschmolzen wurde. 1998 machte der Quedlinburger Mittelalterverein Bergvolk wieder auf das Denkmal der Göttin aufmerksam und regte eine Wiederbeschaffung an. Mit Hilfe einer Spendenaktion, unterstützt von Frau Rautendelein Rienäcker, konnte die Finanzierung gesichert werden. Anlässlich des 100. Jubiläums der Erstaufstellung errichtete man 2001 dann eine neue Statue der Blumengöttin, die nun fortan an die große Tradition Quedlinburgs als Blumen- und Saatzuchtstadt erinnert. Das Denkmal ist zwei Meter gross und stammt aus der Feder der Berliner Kunst- und Bronzegießerei Frank Herweg:

02.08.2025: Im Juli des Jahres 1862 wurde die Eisenbahnlinie von Halberstadt nach Thale eröffnet. Entlang der Strecke befindet sich als grösster Ort die Stadt Quedlinburg. Diese erhielt ein grosses und repräsentatives Bahnhofsgebäude im Stil der Neogotik. Im Jahre 1885 erfolgte die Einweihung der in Quedlinburg beginnenden Bahnlinie nach Ballenstedt über Quarmbeck, Gernrode und Rieder. Des weiteren folgte 1908 die von der Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn erbaute Bahnverbindung nach Blankenburg. Durch sie wurde eine Erweiterung des Bahnhofsgeländes notwendig. Die ursprüngliche Bahnstrecke aus dem Jahre 1862 gibt es noch heute. Sie wird seit einiger Zeit von einer privaten Betreibergesellschaft bedient. Im Jahre 2006 wurde der Umbau der stillgelegten normalspurigen Strecke nach Gernrode auf 1000-Millimeter-Spur zur Nutzung für die Selketalbahn abgeschlossen. Die Bahnlinie nach Blankenburg ist dagegen schon seit dem Jahre 1969 ausser Betrieb. In unseren Tagen sind nur noch wenige Relikte dieser einstmals bedeutenden Verkehrsverbindung sichtbar:

02.08.2025: Im 13. Jahrhundert diente noch zum grossen Teil die Martinikirche oder die Ratsstube auf dem Kirchhof als Versammlungsort des Stadtrates. Durch das Anwachsen der städtischen Gemeinde sowie der Verwaltungsaufwände im Umland, entschied man 1381 den Baubeginn des neuen Rathauses. Anfänglich wurde es als einfacher Profanbau errichtet, später wurden dann hochwertig verzierte Anbauten angeschlossen. So auch die doppelte Freitreppe aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Während des zweiten Weltkrieges wurde das Rathaus so stark zerstört, dass es in den folgenden Jahren nur abgetragen werden konnte. Von 1996 bis 1998, während der Neuplanung und Neubebauung des Stadtzentrums, errichtete man einen neuen Bau am Originalstandort, wobei die Westfassade, der zerstörten, historischen Fassade aus dem 19. Jahrhundert nachempfunden wurde: