Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten
27.08.2025: Die Ursprünge der Kirche der Heiligen Cosmas und Damian reichen bis in die 1130er Jahre zurück, als eine Kapelle unter der Gerichtsbarkeit des Erzbischofs von Bremen erwähnt wurde. Obwohl das ursprüngliche Bauwerk nicht mehr sichtbar ist, deutet die Widmung an die Heiligen Cosmas und Damian, die für ihre Heilkräfte bekannt waren und deren Reliquien im Bremer Dom aufbewahrt wurden, auf ihre alten Wurzeln hin. Die heutige Kirche, aus Backstein gebaut und mit einem kreuzförmigen Grundriss, ist das Ergebnis zahlreicher Renovierungen und Umbauten vom 13. bis zum 17. Jahrhundert. Die ältesten Teile der Kirche befinden sich im Langhaus, den Querhäusern und dem gewölbten Kreuzgang. Im 15. Jahrhundert ersetzte ein dreischiffiger Chor die ursprünglichen östlichen Teile. Um 1550 war der Kreuzungsturm mit seiner markanten zwiebelförmigen Kuppel bereits ein auffälliges Merkmal der Stadt, wie in Martin Weigels Stadtansicht dargestellt. Ein verheerender Brand im Jahr 1659 zerstörte den Turmhelm, die Dachkonstruktionen und das gesamte Innere. Die Restaurierungsarbeiten dauerten bis 1684 und endeten mit der Hinzufügung der achteckigen barocken Kuppel, die noch heute ein sichtbares Wahrzeichen der Stadt ist. Der Turm, ohne Wetterfahne, erreicht eine beeindruckende Höhe von 62,45 Metern:

27.08.2025: Das Rathaus Stade an der Hökerstrasse wurde zwischen 1667 und 1668 auf den Ruinen des alten Rathauses von 1279 errichtet. Nach dem Dreissigjährigen Krieg zwischen Katholiken und Protestanten ereignete sich 1659 ein grosser Brand in Stade, bei dem zwei Drittel der Stadt zerstört wurden. Darunter auch das alte Rathaus. Nur das Gewölbe sowie der Ratskeller blieben verschont. Das Gebäude zeigt Stilelemente der Spätrenaissance sowie des Hochbarock. Im Rathaus befindet sich neben dem Ratskeller auch das Standesamt der Stadt Stade. Seit der Errichtung hat sich am äusseren Erscheinungsbild nur wenig verändert. Das Hauptgebäude (Westflügel) mit zwei Etagen zu Seiten der Hökerstraße ist 35 Meter lang. Der Ostflügel misst hingegen 31 Meter. Als Baumaterial wurde hauptsächlich roter Backstein gewählt, sowie roter Sandstein für die Ecken und Schmuckelemente. Teilweise stammen diese Werkstoffe noch vom alten Rathaus, so wie die grossen Granitquader auf denen das Gebäude zum Teil basiert. Auf dem Dach befindet sich ein Dachreiter mit einer Wetterfahne. Über der Haupteingangstür zum Stader Rathaus an der Hökerstrasse befindet sich ein Sandsteinportal. Dort halten zwei schwedische Löwen das Königswappen mit der lateinischen Inschrift JUSTITIA ET PIETAS PAX ET CONCORDIA VERNENT – Gerechtigkeit und Frömmigkeit, Friede und Eintracht mögen blühen. Die Schweden hatte die Stadt im Jahr 1645 unter dessen deutschen Heerführer Hans-Christoph Königsmarck erobert und 1712 zur Festung ausgebaut. Darunter befindet sich etwas kleiner, das Wappen der Stadt Stade. Gekrönt wird das Portal von Merkur, Beschützer der Kaufleute und Händler. Zur linken befinden sich die Figuren Prudentia (Klugheit) sowie rechts die Justitia (Gerechtigkeit):


Über den rechten Flügel schliesst sich der Neubau des Rathauses Stade aus den Jahren 1985–1986 an:






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