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Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten

16.12.2025: Das ehemalige kleine Stadtpalais befindet sich im Zentrum von Usingen an der B 456 in der Obergasse 23. Das denkmalgeschützte Haus kann in Verbindung mit dem sich anschliessenden sogenannten Beamtenhaus von um 1730 gesehen werden, Geburtshaus des ehemaligen nassauischen liberalen Politikers August Hergenhahn (* 16. April 1804 in Usingen, † 29. Dezember 1874 in Wiesbaden). Beide vom Stil her gleiche Häuser haben ein gemeinsames Grundstück, dem strassenseitig eine Mauer zwischen beiden Häusern vorgelagert war. Im 20. Jahrhundert befand sich rückwärtig ein Gebäude, das beide Häuser verband, aber inzwischen abgerissen wurde. Bis Anfang 2000 wurde die Immobilie als Verwaltungsstandort verschiedener Landes- und Kreisbehörden genutzt, unter anderem waren bis 2014 die Kfz-Zulassungsstelle und die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche des Kreises in den Gebäuden angesiedelt. Inzwischen wurden die heruntergekommenen rückwärtigen Anbauten abgerissen und ein Renovierungsprojekt gestartet:

Beamtenhaus:

16.12.2025: Im Zentrum der Usinger Innenstadt befand sich bis zum 19. Jahrhundert das Usinger Schloss. Die genauen Ursprünge sind nicht eindeutig geklärt. Als erster Wehrbau an diesem Ort ist ein unter Johann I. von Nassau-Weilburg errichtetes Burghaus aus dem 14. Jahrhundert überliefert. Fürst Walrad von Nassau-Usingen liess an Stelle der alten Burg in den Jahren 1660 bis 1663 ein neues Schloss errichten. Im Stadtbrand von Usingen 1692 blieb das Schloss unzerstört. Der Architekt Friedrich Joachim Stengel (1694–1787) liess es von 1733 bis 1738 im Auftrag von Fürstin Charlotte Amalie, der Witwe des Fürsten Wilhelm Heinrich I. von Nassau-Usingen, zu einer barocken Residenz umbauen. Am 5. Januar 1873 vernichtete ein Grossbrand das Schloss. Erhalten blieb nur der Krumme Bau, ein Nebengebäude des Schlosses, in dem der Lehrbetrieb des 1851 eingezogenen Lehrerseminars fortgesetzt wurde. An seiner Stelle entstand nach Plänen des Architekten Gustav Knoblauch ein preussischer Klinkerbau, der seit seiner Eröffnung 1879 unter anderem als Lehrerseminar und heute als Gymnasium genutzt wird (Christian-Wirth-Schule):

16.12.2025: Im Zuge der unter Fürst Walrad 1659-64 am Schloss und dessen Wirtschaftsgebäuden vorgenommenen Erneuerungsarbeiten wurde auch der Marstall neu erbaut und mit seiner Eindeckung 1665 vollendet. Es ist ein in Hanglage zweigeschossig und langgestreckt stehender, verputzter Bau mit Satteldach. Das Gebäude drängte ursprünglich in die Untergasse vor und wurde anlässlich ihrer Regulierung im Jahr 1935 nach Süden hin um 3 m gekappt. Dabei entdeckt wurden die als Baufundament mitbenutzten Reste eines neben dem alten Untertor gestandenen Turmes. Nach Nutzungsänderung im 19. Jahrhundert (Preussische Forstkasse, Privathaus) Umbauten im Inneren und Befensterung:

16.12.2025: Unweit des fürstlichen Marstalls befindet sich das ehemalige Kavaliershaus, einst Sitz der Geheimen Kanzlei. Der spätbarocke Bau erhielt 1738 durch den Hofbaumeister Friedrich Joachim Stengel seine bis heute überkommene Gestalt, zweigeschossig mit fünfachsiger Traufseite. Heute beherbergt der Bau eine Dependance des Stadtmuseums:

16.12.2025: Der dreigeschossige Bau mit Dachreiter, der von einer Haube bekrönt wird, ist mit 1687 bezeichnet. Den Stadtbrand von Usingen 1692 überstand das Haus. Auf dem Dachreiter sitzt eine schmuckvolle Wetterfahne mit dem nassauischen Löwen auf einem Dachknauf. Im Erdgeschoss befand sich ursprünglich eine grosse Halle mit vier Stützen. Als Schmuckformen sind Andreaskreuze und Rauten zu sehen, die teilweise ineinander gestellt sind. Das Haus besitzt eine zweiseitige Freitreppe zur Obergasse. Dieser Eingang wird heute nicht mehr genutzt, da auf der Rückseite des Gebäudes ein Neubau angefügt wurde:

16.12.2025: Mit ihrem wuchtigen Turm stellt die evangelische Laurentiuskirche ein Wahrzeichen der Stadt Usingen dar. Eine Kirche an dieser Stelle ist erstmals 1207 bezeugt. 1478-1518 ersetzte man sie durch eine spätgotische Kirche, die teilweise dem Stadtbrand von 1635 zum Opfer fiel. 1651-58 erfolgte ihr Wiederaufbau in der heute noch vorzufindenden Form als ein dreischiffiges Hallenlanghaus von vier Jochen mit östlich daran anschliessendem dreiseitigem Chor von zwei Jochen und mit quadratischem (Wehr-)Turm im Westen. Die Turmhöhe beträgt rund 48 Meter. Im oberen Holzstockwerk befand sich die Wohnung für die Usinger Türmer, die dort bis 1860 ihren Diest versahen. Die Wohnung ist bei Kirchenführungen zu besichtigen:

16.12.2025: Die Bahnstrecke Friedrichsdorf-Albshausen, die das Usinger Land seit 1895 mit Bad Homburg und Frankfurt am Main verbindet, gehört bis Friedrichsdorf dem Verkehrsverband Hochtaunus (VHT). Sie wurde von 1993 bis 2022 von der Hessischen Landesbahn GmbH (HLB) durch ihre Tochter Hessenbahn GmbH als Taunusbahn betrieben. Seit Dezember 2022 betreibt das DB-Tochterunternehmen Start Deutschland GmbH die Strecke. Die Züge fahren tagsüber halbstündlich, sonntags stündlich nach Bad Homburg, dazu kommen während der Verkehrsspitzenzeiten stündlich durchgehende Züge von und nach frankfurt Hauptbahnhof. Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Usingen ist ein geschütztes Kulturdenkmal nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz. Es wurde im Jahr 1895 zeitgleich mit der Eröffnung der Bahnstrecke als Station III. Classe in Betrieb genommen und dient heute als betrieblicher Mittelpunkt der Taunusbahn:

14.12.2025: Der Bahnhof Wiesbaden Ost gehört der Preisklasse 4 an. Er dient fast ausschliesslich als S-Bahn-Systemhalt für die S-Bahn-Linien S1, S8 und S9 des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV). Das erste Empfangsgebäude wurde nach einem Entwurf von Ignaz Opfermann errichtet, ist nicht erhalten und wurde 1906 durch ein neobarockes Empfangsgebäude aus rotem Buntsandstein ersetzt. Es steht westlich der Gleise, hat einen etwa kreuzförmigen Grundriss und ist reich gegliedert. Der giebelständige Mitteltrakt zur Strasse hat einen polygonalen Vorbau, nach Süden ziert Fachwerk den Giebel und nach Norden ist ein Eckturm mit Kuppeldach angebaut. Das Gebäude wird heute privat genutzt. Es ist ein Kulturdenkmal aufgrund des Hessischen Denkmalschutzgesetzes:

14.12.2025: Wilhelm von Oranien, genannt der Schweiger (1533-1584), aus der ottonischen Linie ist der Namensgeber der neugotischen Biebricher Kirche aus Miltenberger rotem Sandstein, die 1905 geweiht wurde. Der Turm ist asymmetrisch angeordnet, die Hallenkirche ist einschiffig, Seitenschiffe sind nur angedeutet. Aus der gleichen Zeit stammt die Walcker-Orgel. Von den vier Glocken aus Apolda gingen drei im Zweiten Weltkrieg verloren. 1862 lebte Richard Wagner für ein Jahr in Biebrich. Hier schrieb er den 1. Akt und das Präludium zum 3. Akt der Meistersinger von Nürnberg:

14.12.2025: Die Schiersteiner Brücke ist eine 1280 Meter lange sechsstreifige Autobahnbrücke der Bundesautobahn 643 über den Rhein. Das Gesamtbauwerk besteht aus zwei Brücken mit jeweils drei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung. Die westliche Brücke trägt zusätzlich auf der Westseite, rheinabwärts, einen Geh- und Radweg, sie wurde im November 2017, die östliche im August 2023 für den Verkehr freigegeben. Die Brücke überspannt bei Strom-Kilometer 504,4 das untere Ende der beidseitig vom Rhein umströmten Rettbergsaue zwischen Wiesbaden-Schierstein und Mainz-Mombach. Neben den weiter flussaufwärts liegenden Brücken Theodor-Heuss-Brücke und Weisenauer Brücke der A 60 ist sie die dritte Strassenquerung des Rheins bei Mainz und Wiesbaden. Die ursprüngliche Schiersteiner Brücke wurde 1962 fertiggestellt und musste nach erheblichen Schäden 2015 zwischenzeitlich für zwei Monate gesperrt werden. Sie wurde nach Fertigstellung des ersten Teils der neuen Brücke ab 2017 abgerissen. Der Ersatzneubau der Schiersteiner Brücke wurde mit zwei getrennten Teilbrücken von 2013 bis 2023 durchgeführt. Die erste Teilbrücke wurde im November 2017 dem Verkehr übergeben. Die Eröffnung der zweiten Teilbrücke erfolgte am 13. August 2023, die Verkehrsfreigabe in der darauf folgenden Nacht. Der unter der östlichen Brücke hängende Radweg zur Rettbergsaue wurde 2025 fertig gestellt und für den Verkehr freigegeben: