13.02.2026: Das Haus der Begegnung (HdB) in Ulm ist ein barrierefreies Bildungs- und Kulturzentrum sowie ein modernes Tagungshaus, das sich in der ehemaligen Dreifaltigkeitskirche befindet. Getragen von der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Ulm dient es als Ort für offenen gesellschaftlichen Diskurs, Seminare, Feiern und hochkarätige Veranstaltungen. Alle Räume besitzen moderne Medientechnik inklusive WLAN, Beamer, PC und Beschallungsanlagen. Das hauseigene Weltcafé bietet täglich Kaffee und Getränke an. Für Events können Pausensnacks wie Butterbrezeln vorbestellt werden, grösseres Catering wird extern organisiert. Die ehemalige Dreifaltigkeitskirche geht ursprünglich auf ein Dominikanerkloster aus dem 13. Jahrhundert zurück. Nach der Reformation wurde sie 1621 als erste protestantisch erbaute Kirche Ulms eingeweiht. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude weitgehend zerstört und blieb bis zum Wiederaufbau 1984 jahrzehntelang eine Ruine:
13.02.2026: Die Nikolauskapelle in Ulm (zusammen mit dem direkt angebauten Steinhaus links im Bild) ist der älteste erhaltene Sakralbau der ehemaligen Reichsstadt Ulm. Das geschützte Kulturdenkmal stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert und befindet sich im Herzen der Altstadt in der Neuen Strasse 102. Die Kapelle wird von der Katholischen Kirche Ulm als spiritueller und kultureller Ort für konzertante Andachten, Führungen und besinnliche Projekte genutzt:
13.02.2026: Der Reichenauer Hof, oftmals geläufiger als Ehinger Hof, ist ein denkmalgeschütztes, ehemaliges Patrizierhaus im historischen Ensemble Grüner Hof. Die geschichtsträchtige Anlage blickt auf eine jahrhundertealte, vielseitige Nutzung zurück und birgt kunsthistorische Schätze von überregionaler Bedeutung. Ab Mitte des 13. Jahrhunderts diente das Areal zunächst als Pfleghof des Klosters Reichenau. Um 1370/1380 liess der Ulmer Bürgermeister Lutz Krafft – welcher 1377 auch den Grundstein für das weltberühmte Ulmer Münster legte – hier ein repräsentatives Wohnhaus errichten. Im Jahr 1535 erwarb die Patrizierfamilie Ehinger das Anwesen und gestaltete Teile neu. Im 16. Jahrhundert diente das Gebäude mehrfach Kaiser Karl V. als Residenz während seiner Aufenthalte in Ulm. Zwischenzeitlich wurde die Anlage als Gasthof genutzt und diente im 19. Jahrhundert als Sitz der Bundesfestungsbaudirektion. Das absolute Highlight im Inneren des Gebäudes (Ostflügel) ist der sogenannte Minnesängersaal, auch Meistersingersaal genannt. Die dort erhaltenen gotischen Wandmalereien stammen aus der Zeit um 1380 und gelten als die ältesten erhaltenen Fresken im gesamten Stadtgebiet von Ulm:
13.02.2026: Die Kunsthalle Weishaupt ist ein renommiertes Privatmuseum für moderne und zeitgenössische Kunst im Zentrum von Ulm. Das markante Gebäude in der Neuen Mitte wurde vom Münchner Architekten Wolfram Wöhr entworfen und im November 2007 eröffnet:
13.02.2026: Das Museum Ulm besteht aus einem historischen Ensemble von sieben Gebäuden aus sechs Jahrhunderten, das sich direkt am Marktplatz im Herzen der Ulmer Altstadt befindet. Zu diesem architektonischen Komplex gehören unter anderem ein markantes Kaufmannshaus der Renaissance sowie die historische Gewerbebank, deren Ursprünge bis ins 14. und 15. Jahrhundert zurückreichen. In den vergangenen Jahrzehnten wurde das Areal kontinuierlich erweitert, unter anderem durch funktionale Neubauten und Erweiterungen zwischen 1985 und 2007. Vier der sieben Gebäude des Ensembles werden derzeit schrittweise saniert. Zudem wurde ein nicht denkmalgeschütztes Eingangsgebäude abgerissen, um Platz für einen modernen, barrierefreien Neubau zu machen:
13.02.2026: Die Museumsgesellschaft Ulm e.V. ist ein traditionsreicher kultureller Verein in Ulm, der bereits im Jahr 1789 gegründet wurde. Entgegen dem heutigen Sprachgebrauch betreibt die Gesellschaft kein Museum, sondern widmet sich als klassische Bürgergesellschaft der Pflege von Kunst, Kultur, Wissenschaft und Geselligkeit. Ihr Sitz befindet sich in markanter, zentraler Lage in der Ulmer Neuen Mitte. Das Vereinshaus in der Neue Strasse 85 wurde nach Plänen von Schaudt Architekten umgebaut. Es greift die historische, giebelständige Dachlandschaft der Altstadt in moderner Form auf. Das Haus verfügt über grosszügige, moderne Veranstaltungsräume, die auch für externe Kulturevents (z. B. in Kooperation mit dem Theater Ulm) genutzt werden:
13.02.2026: Die Zentralbibliothek ist die Hauptstelle der Stadtbibliothek Ulm und aufgrund ihrer markanten Architektur als gläserne Pyramide ein bekanntes Wahrzeichen im Herzen der Stadt. Der spektakuläre, 35 Meter hohe Glasbau wurde vom berühmten Architekten Gottfried Böhm entworfen und im Jahr 2004 eröffnet. Er liegt in der Neuen Mitte direkt neben dem historischen Rathaus. Im Obergeschoss befindet sich ein Lesecafé mit einem beeindruckenden Deckengemälde und einem tollen Rundum-Blick auf das Ulmer Münster und die Altstadt:
13.02.2026: Unweit des Münsters liegt das Ulmer Rathaus, unschwer an seiner opulenten Aussenbemalung aus der Frührenaissance zu erkennen. Der älteste Teil des Gebäudes, der südöstliche Hauptbau, entstand 1370 als neues Kaufhaus. 1419 wird es erstmals als Rathaus bezeichnet. Im Laufe des 15. Jahrhunderts erhielt der Ratssaal auf der Südseite in gotischer Architektur gerahmte Fenster (mit sechs Kurfürstenfiguren) sowie die auf der Ostseite gelegenen Doppelfenster. Die reichverzierte astronomische Uhr wurde um 1520 angebracht. Die üppige Fassadenbemalung wurde auch auf den Altbau ausgedehnt und zeigt lehrhafte Darstellungen von Tugenden, Geboten und Lastern. Die heute zu sehende Malerei stammt aus dem Jahre 1900, als die von der Witterung grösstenteils zerstörte Bemalung wiederhergestellt oder im Geiste der verbürgten Teile neu erstellt wurde. Das Innere des Rathauses brannte 1944 zum grössten Teil aus. Unbeschadet blieb aber das gesamte Erdgeschoss und das Erste Obergeschoss des Südflügels. Im Treppenhaus ist ein Nachbau des Fluggerätes von Albrecht Ludwig Berblinger, des legendären Schneiders von Ulm, zu bewundern:
13.02.2026: Das Leube-Haus in Ulm ist ein historisches Patrizierhaus und Baudenkmal der Neo-Renaissance. Es gilt als die Geburtsstätte der deutschen Zementindustrie. Das Gebäude befindet sich in der Innenstadt von Ulm in der Kronengasse 5, direkt südwestlich der neuen Zentralbibliothek. Im Jahr 1600 wurde in diesem Gebäude die traditionelle Kronen-Apotheke eingerichtet. Der Apotheker, Chemiker und Geologe Gustav Ernst Leube kaufte das Haus im Jahr 1832. Leube experimentierte im Labor des Hauses mit Kalkmergel von der Schwäbischen Alb. Es gelang ihm, das seit der Spätantike vergessene Wissen zur Herstellung von künstlichem Zement (Portlandzement) wiederzuentdecken. Gemeinsam mit seinen Brüdern gründete er 1838 die Zementfabrik Gebrüder Leube in Ulm – die allererste Zementfabrik auf deutschem Boden:
13.02.2026: Der Weinhof war vom 14. bis zum 19. Jahrhundert durch seinen Weinmarkt ein bedeutender Handelsplatz. Zuvor stand hier ab 854 die Königspfalz Ulm. Deren Kapelle stand bis 1612. Danach wurde das frühere Schwörhäusle, welches auf einem Turm der Pfalz aufgebaut war, durch ein Schwörhaus ersetzt. Nach einer Brandzerstörung wurde das Haus 1785 wieder errichtet. Ebenso nach den Kriegsschäden von 1944. Jährlich am Schwörmontag, dem grossen Ulmer Feiertag immer am vorletzten Julimontag, berichtet der Ulmer Oberbürgermeister vom Balkon des Schwörhauses über das vergangene Jahr und erneuert den historischen Eid auf die Stadtverfassung (Großer Schwörbrief von 1397). Auf dem Vorplatz des Ulmer Schwörhauses ist der Christofsbrunnen mit einer spätgotischen Christopherusfigur von Jörg Syrlin d. Ä. (1584) zu besichtigen. Heute ist im Schwörhaus das Haus der Stadtgeschichte und das Ulmer Stadtarchiv beheimatet: