28.07.2025: Die Oberkirche von Burg strahlt eine ruhige Erhabenheit aus. 1186 erstmals erwähnt, erzählen ihre Steine bewegte Geschichten. So fallen die unterschiedlichen Spitzen auf den zwillingsgleichen Feldsteintürmen auf. Die eine schlank aufstrebend, die andere mit barocker Haube und Türmerwohnung. Vom romanischen Ursprungsbau sind nur noch das Westwerk und eine Apsis im Seitenschiff erhalten. Dennoch gehört Unser Lieben Frauen heute mit Recht zum Netzwerk Strasse der Romantik. Nach dem grossen Stadtbrand von 1268 begann der langwierige gotische Neubau. Bis 1455 entstand eine dreischiffige Hallenkirche mit spätgotischen Masswerkfenstern und aufwendigem Backsteingiebel. Der prächtige Renaissance-Altar wurde Anfang des 17. Jahrhunderts vom Magdeburger Meister Michael Spiess geschaffen. Seine Alabasterreliefs zeigen Szenen aus Altem und Neuem Testament. Die hölzerne Kassettendecke von 1592 und gotische Wandmalereien vervollständigen das Ensemble:
28.07.2025: Das Haus in der Berliner Strasse Nummer 38 ist das nachweislich älteste Gebäude der Stadt Burg. 1589 wurde es erstmals urkundlich erwähnt, jedoch wird vermutet, dass es noch viel älter ist. Im 19. Jahrhundert diente das Haus als Tuchfabrik, in welchem es 1808 einen gewaltigen Tuchmacheraufstand gab. 1835 wurde das Haus zum Schulgebäude und diente als Wohnung für Lehrer. Als die katholische Gemeinde das Grundstück erwarb, wurde die darauf vorhandene Scheune ab 1839 bis zur Einweihung der Kirche Sankt Johannis Baptist im Jahr 1906 als Notkirche genutzt und Pfarrer zogen in das Haus. Im Jahr 1902 diente das Gebäude als Wohnhaus für acht Familien und später ebenso als Zigarren- und Schokoladengeschäft (1925). 2007 wurde das Haus nach umfangreichen Sanierungsarbeiten der Öffentlichkeit übergeben. Heute befindet sich hinter der schmucken Fachwerkfassade die Stadtbibliothek Brigitte Reimann. Sie ist nach der Schriftstellerin (u.a. Buch Franziska Linkerhand) benannt. Besonderheiten der Bildungseinrichtung mit musealem Charakter sind eine Schwarze Küche sowie die Büchersammlung von und über die Burger Schriftstellerin Brigitte Reimann. Zahlreiche Lesungen, Projekte sowie Informations- und Kulturveranstaltungen für jedes Alter finden hier statt:
28.07.2025: Der Bahnhof Burg (b Magdeburg) ist der Bahnhof der Stadt Burg in Sachsen-Anhalt. 1846 wurde er an der Bahnstrecke Berlin-Magdeburg in Betrieb genommen. Er wird durch die Regional-Express-Linie Magdeburg-Brandenburg an der Havel-Potsdam-Berlin-Frankfurt (Oder) und durch die Regionalbahn-Linie (Genthin–)Burg–Magdeburg–Helmstedt-Braunschweig bedient. Ein Teil der Gebäude und Anlagen (z.B. das Hauptgebäude, der Wasserturm und eine Krananlage) stehen seit geraumer Zeit unter Denkmalschutz. Heute erstrahlt das Bahnhofgebäude in voller Pracht und wurde umfangreich restauriert. Der Platz vor dem Bahnhof wurde 1999 zum schönsten sächsisch-anhaltinischen Platz gewählt. Die ihn heute schmückenden Skulpturen weisen auf Reisende und die Landesgartenschau hin. Im Gebäude findet man heute auch die burgische Touristeninformation:
27.07.2025: Das Zoofenster verdankt seinen Namen dem gegenüberliegenden Zoologischen Garten und steht mit 118,8 Metern zusammen mit dem benachbarten gleichhohen Upper West auf Platz 5 aller Berliner Hochhäuser. Das Zoofenster beherbergt hauptsächlich das Fünfsterne-Hotel Waldorf Astoria. Nun gibt es nicht gerade wenig Luxus-Hotels in Berlin. Aber in den meisten Rankings über exklusive Hotels in Berlin taucht das Waldorf Astoria, das zur Hilton-Gruppe gehört, in den Top10 auf. Das Berliner Waldorf Astoria feierte vor kurzem 10-jähriges Jubiläum. Denn Ende 2012 eröffnete das Haus, inspiriert von der zeitlosen Eleganz des Waldorf Astoria New York, wie es in einer Unternehmensmitteilung heisst. Das Hotel mit 232 Zimmern und Suiten befindet sich im 118 Meter hohen Berliner Zoofenster, das von dem deutschen Architekten Professor Christoph Mäckler gestaltet wurde. Das Innendesign des Hauses, eine moderne Umsetzung des Art déco Stils, stammt von der Pariser Agentur Inter Art Etudes. Eines der Highlights des Hotels ist sicherlich die luxuriöse Präsidenten-Suite, mit der grossen, langen Fensterfront. Als höchst gelegene Luxus-Suite in der Berliner West-City bietet sie einen spektakulären Ausblick auf die Skyline der Hauptstadt. Der Übernachtungspreis ist nicht weniger spektakulär, rund 13.000 Euro kostet eine Nacht:
27.07.2025: Direkt gegenüber dem Zoologischen Garten mit dem Aquarium liegt der gleichnamige Bahnhof. Erbaut wurde der Bahnhof Zoologischer Garten 1882. Zunächst hielten hier nur Stadtbahnen, etwas später auch S-Bahnen und Fernzüge. 1902 erhielt der Bahnhof Zoo auch einen U-Bahnhof. Anlässlich der Olympischen Spiele wurde der Bahnhof Zoo umgebaut und um weitere Gleise erweitert. Nun gab es getrennte Hallen für S-Bahnen, Nah- und Fernzüge. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er zum wichtigsten Bahnhof West-Berlins. Nach langen Jahren als wichtiger Regional- und Fernbahnhof wurde der Fernverkehr am Bahnhof Zoo für viele Jahre eingestellt. Das Verkehrskonzept des Berliner Senats sah die Stärkung anderer Bahnhöfe in Berlin vor. Heute halten wieder einige Fernzüge am Bahnhof Zoologischer Garten. Traurige Berühmtheit erfuhr der Bahnhof Zoo in den 1970 und 80er Jahren als Treffpunkt für die Drogen- und Stricherszene. Das Buch Wir Kinder vom Bahnhof Zoo beschreibt die wahre Geschichte von Christiane F. und den Alltag der drogensüchtigen Menschen, die die Rückseite des Bahnhofs als ihren Treffpunkt gewählt hatten. Nach zahlreichen Massnahmen wie Polizeieisätzen und die Schaffung von sozialen Einrichtungen konnte der Drogen- und Strichertreffpunkt am Bahnhof Zoo zurückgedrängt werden:
27.07.2025: Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche im Zentrum der City-West am Breitscheidplatz gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten Berlins. Am auffälligsten ist die Turmruine, die in den Himmel ragt. Sie wurde während des Zweiten Weltkrieges 1943 beschädigt und ist heute ein Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung. Die Kaier-Wilhelm-Gedächniskirche steht mitten auf dem Breitscheidplatz im westlichen Zentrum Berlins. Die viel besuchte Sehenswürdigkeit der Stadt befindet sich in guter Nachbarschaft zu weiteren Berliner Attraktionen, nicht weit entfernt liegen der Berliner Zoo, der Kurfürstendamm und das KaDeWe. Schon von Weitem fällt die zerstörte Turmspitze der Kirche ins Auge. Sie wurde nach ihrer Zerstörung während des Zweiten Weltkrieges 1943 zwar mehrfach restauriert, aber absichtlich nicht wieder aufgebaut. Sie soll als Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung dienen. Im November 1943 wurde die Kaiser-Wilhelm-Kirche bei einem Bombenangriff weitgehend zerstört. In den Nachkriegsjahren wurde die Kirchenruine zum Symbol des aus Ruinen auferstandenen Berlin. Im März 1957 gewann der Architekt Egon Eiermann einen ausgeschrieben Wettbewerb mit seinem Entwurf, der den vollständigen Abriss der Ruine vorschlug und einen kompletten Neubau vorsah. Die Frage nach dem Verbleib der Ruine führte zu einer ernsten öffentlichen Debatte und endete mit einem Kompromiss. Der rund 68 Meter hohe Turmcorpus blieb als Mahnmal gegen den Krieg erhalten und wurde durch ein vierteiliges Bauensemble ergänzt. Dazu zählen das achteckige Kirchenschiff, der sechseckige Glockenturm, die viereckige Kapelle und das Foyer. Nach fast vierjähriger Bauzeit konnte die Kirche am 17. Dezember 1961 eingeweiht werden. Die Berliner fanden für die beiden modernen Gebäude schnell die durchaus passenden Bezeichnungen Lippenstift und Puderdose:
27.07.2025: Das asiatisch anmutende Elefantentor verleiht dem Zoologischen Garten New-York-Grossstadtflair. Inmitten zwischen Verkehr, Shoppingcentern und Hotels erstrahlen die zwei liegenden Elefanten aus hellem Sandstein wie eine Oase. Der Originalbau des Eingangsareals stammt aus den Jahren 1898 und 1899. Zu dem Portal gehörten damals noch ein Verwaltungsgebäude, Wohnungen für Zoomitarbeitende und weitere Nebengebäude. Heute befinden sich hier unter anderem die Kassen und der Zoo-Shop. Im November 1943 wurde die Anlage bei einem Bombenangriff vollständig zerstört. Von 1983 bis 1985 wurde das Elefantentor rekonstruiert – die Nebenbauten wurden allerdings vereinfacht und die Zaunanlage etwas verändert. Heute ist das Tor mit seinen Elefanten eines der beliebtesten Fotomotive der City West:
27.07.2025: Die Siegessäule wurde von 1864 bis 1873 nach den Plänen von Heinrich Strack ursprünglich auf dem Königsplatz vor dem Reichstag (dem heutigen Platz der Republik) errichtet. Anlass zur Erbauung war der Sieg Preussens im Deutsch-Dänischen Krieg 1864. Innerhalb weniger Jahre kamen zwei weitere siegreiche Kriege hinzu, der Deutsche Krieg 1866 gegen Österreich sowie der Deutsch-Französische Krieg 1870/1871. An diese drei Siege – heute Einheitskriege genannt – sollten die drei Säulensegmente ursprünglich erinnern. An den Bronzereliefs und Mosaikbildern im Säulengang können Sie den Weg zur Gründung des Deutschen Reichs nachverfolgen. Während des Nationalsozialismus wird die Siegessäule um eine vierte Trommel erhöht, so dass sie heute eine Gesamthöhe von 67 Metern besitzt. 1938/39 lässt man zudem für die geplante Umgestaltung von Berlin in die Reichshauptstadt Germania das Denkmal rund 1,6 km nach Westen versetzen – auf den Grossen Stern inmitten des Tiergartens, wo sie auch heute noch steht. Nachdem sie den Krieg weitgehend unbeschadet überstanden hat, wurde die Siegessäule Mitte der 1980er Jahre restauriert und steht heute unter Denkmalschutz:
27.07.2025: Das Schloss im neoklassizistischen Baustil steht direkt am Spreeufer im nördlichen Teil des Tiergartens und stellt offiziell die Residenz des jeweils amtierenden deutschen Bundespräsidenten dar. Die zweigeschossige Dreiflügelanlage Schloss Bellevue wurde 1786 als private Residenz für Ferdinand von Preussen, dem jüngsten Bruder von Friedrich dem Grossen, nach den Plänen des Architekten Philipp Daniel Boumann gebaut. Über die Jahrhunderte wurde das Schloss Bellevue vom Hof des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. (1888-1918) genutzt und 1939 zum Gasthaus der Reichsregierung umfunktioniert. Das heutige Gebäude ist die rekonstruierte Version von 1959. Lediglich der vom Architekten Carl Gotthardt Langhans entworfene Ballsaal im Obergeschoss des Schlosses ist in seinem Original erhalten geblieben. Weitere Büroräume des Bundespräsidenten befinden sich in dem neuen Gebäude südlich des Schlosses, dem Bundespräsidialamt – ein Bauwerk, das mit seiner polierten schwarzen Granitfassade und dem grossen Glasdach optisch in starkem Kontrast zum Schloss steht:
27.07.2025: Sie entstand 1891/92 nach Plänen von Regierungsbaumeister Carl Bernhard und erhielt am 12. 5. 1893 den Namen des Reformators Martin Luther (1483–1546). Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde die massive vierspurige Strassenbrücke 1950/51 in vereinfachter Weise wieder aufgebaut. Sie steht unter Denkmalschutz: