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Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten

31.07.2025: Das Feuerwehrgerätehaus, das die Stadtteilwehr noch bis zum Frühjahr 2012 genutzt hatte, wurde 1912 erbaut und befand sich in der Tischlerstrasse 12. Da sich dieses Gebäude nicht nur in Bezug auf die Anzahl der im aktiven Einsatzdienst befindlichen Feuerwehrleuten, sondern auch hinsichtlich der umfangreichen technischen Ausrüstung als äusserst beengt erwies, plante die Stadt Schönebeck (Elbe) den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in der Tischlerstrasse 5, für den am 14.10.2010 der erste symbolische Spatenstich vollzogen und dessen bauliche Übergabe am 13.12.2011 vorgenommen wurde:

31.07.2025: Die Vorgängerbrücke war von Bruno Möhring im Jugendstil gestaltet worden. Ende April 1945 wurde die Bogenbrücke über der Elbe von deutschen Einheiten gesprengt. Im Jahr 1952 wurde eine 7,4 m hohe, zweifeldrige Strebenfachwerkbrücke mit Pfosten und unten liegender Fahrbahn ersatzweise als Überbau im Stromfeld montiert. Dazu war der Bau eines neuen Strompfeilers erforderlich, wodurch sich Stützweiten von 72,6 m und 60,9 m ergaben. Zusätzlich wurde der Überbau der westlichen Flutbrücke durch eine zweifeldrige Stahlbetonbalkenbrücke mit Stützweiten von 13,0 m und 12,7 m ersetzt. Der Querschnitt ist ein Plattenbalken mit vier Stegen. Die neue Elbebrücke konnte am 20. Mai 1952 als Ernst-Thälmann-Brücke dem Verkehr übergeben werden. Sie verband nun wieder die Ortsteile Grünewalde und Elbenau mit Schönebeck. Die kleinste Durchfahrtshöhe beträgt beim höchsten schiffbaren Wasserstand 5,28 m, womit das Bauwerk zu den niedrigsten Brücken über der Elbe gehört. Die Brücke unterliegt aktuell im Februar 2026 erheblichen Nutzungsbeschränkungen aufgrund ihres baulichen Zustands. Während eine vollständige Sperrung für den PKW-Verkehr derzeit nicht vorliegt, ist die Brücke für den schweren Linienverkehr dauerhaft gesperrt:

31.07.2025: Die 1129 Meter lange Elbauenbrücke Schönebeck (erbaut 2013) besteht aus einer 309 Meter langen südlichen Vorlandbrücke, einer 489 Meter langen Hauptbrücke über die Elbe und einer 331 Meter langen nördlichen Vorlandbrücke. Die Hauptbrücke ist eine Schrägkabelbrücke aus Stahlverbund mit 185 Meter Hauptspannweite und einem sogenannten A-Pylon. Die Schönebecker Elbauenbrücke wurde mit einem Architekturpreis ausgezeichnet. Die in London ansässige Institution of Structural Engineers hat das Bauwerk als das beste der Welt im Jahr 2014 gekürt:

31.07.2025: Das älteste noch erhaltene Gotteshaus der Stadt ist die St. Jakobi Kirche. Die frühgotische, dreischiffige Basilika wurde im 13. Jahrhundert mit Bruchsteinen aus Plötzky errichtet. Die quadratischen Türme und die spitzbogigen Klangarkaden stammen ebenfalls aus dem 13. Jahrhundert. Im Jahr 1735 erhielt die Kirche ihre barocken Doppelhauben. 1840 wurde das neugotische Westportal fertiggestellt. Die eindrucksvollen und farbenfrohen Fenster der Seitenschiffe wurden zwischen 1885 und 1895 vom Quedlinburger Kunstglaser Ferdinand Müller geschaffen. Von der alten sakralen Einrichtung ist aufgrund des verheerenden Hochwassers von 1876 nur noch wenig erhalten geblieben. Dazu gehören die Schnitzfiguren Katharina und Maria mit Kind, sowie ein verwitterter Taufstein aus dem 17. Jahrhundert. Der restliche Innenraum sowie das Äussere der Kirche wurden nach dem Hochwasser grundlegend saniert. Nachdem die Türme in den Neunzigerjahren als einsturzgefährdet galten, wurde mit Hilfe von Spenden und Fördermitteln eine erneute Sanierung realisiert. Die Kirche wird seither bei Dunkelheit angestrahlt. Auch Wandbehänge des Schönebecker Künstlers Christof Grüger zieren mittlerweile den Innenraum. Heute engagiert sich der Kirchbauverein für den Erhalt des Gotteshauses und seiner Kulturgüter:

31.07.2025: Das Rathaus wurde von 1892 bis 1893 nach Plänen des Kölner Architekten Emil Schreiterer im Stil der Neorenaissance erbaut. Das imposante Portal, die fantasievoll gestalteten Erker und verzierten Dachaufbauten bilden ein eindrucksvolles Gesamtbild und zitieren berühmte Vorbilder wie etwa das Neue Rathaus von Wiesbaden. Brautpaare können sich auf Wunsch im Rathaus trauen lassen. Direkt vor dem Rathaus findet der zwischen 1907 und 1908 vom Schkopauer Bildhauer Paul Jukoff geschaffene, aus fränkischem Muschelkalk bestehende Marktbrunnen seinen Platz. Umfangreich saniert wurde dieser von 2014 bis 2015. Anlässlich der Restaurierung wurde ein alljährliches Brunnenfest ins Leben gerufen. Die weibliche Figur in der Mitte des Brunnens verkörpert die Elbe. Die drei weiteren Figuren, der Schiffer, der Bergmann und der Arbeiter symbolisieren die Wirtschaftszweige, die die Entwicklung der Stadt über Jahrhunderte hinweg entscheidend geprägt haben:

31.07.2025: Das Amtsgericht Schönebeck ist ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit in Deutschland. Es gehört zum Bezirk des Landgerichtes Magdeburg und des Oberlandesgerichtes Naumburg. Der in der Friedrichstrasse 96 befindliche Gebäudekomplex entstand 1909–1911 nach Entwurf des Baubeamten Paul Thoemer vom preussischen Ministerium der öffentlichen Arbeiten in Berlin. Direkt an der Strasse befindet sich das dreigeschossige Gerichtsgebäude. Der im Stil der Neorenaissance errichtete Bau verfügt über einen fünfachsigen Mittelrisalit, der von einem hohen Dreiecksgiebel bekrönt wird:

31.07.2025: Von 1859 bis 1871 wurde Schönebeck seelsorglich von Calbe (Saale) aus versorgt. Im Jahr 1872 erfolgte die Ernennung des ersten Missionsvikars. Vikar Carl Holst wirkte als erster katholischer Priester nach der Reformation in Schönebeck. Er wurde Opfer des in der Stadt wütenden Typhus. Sein Grab befindet sich hinter der Marienkirche. Von 1877 bis 1892 konnte die Stelle infolge der Auswirkungen des Kulturkampfes nicht wieder besetzt werden. Die Gemeinde wurde wieder eine Filiale von Calbe. Bereits 1873 eröffneten die Salzkottener Franziskanerinnen eine Schwesternstation mit Kinderheim und Kommunikantenanstalt, seit 1939 ein Säuglingsheim. Eine armselige Notkirche auf dem Gelände des Säuglingsheimes reichte als Gottesdienstraum nicht mehr aus. Darum wurde in den Jahren 1906 bis 1908 die Kirche St. Marien nach den Plänen von Baurat und Königlichen Kreisbauinspektor Körner als Backsteinbau im gotisierendem Stil mit kreuzförmigem Grundriss erbaut, die am 22. Juni 1912 durch den Paderborner Bischof Dr. Karl Josef Schulte konsekriert wurde. Der Kirchenraum wurde in den Jahren 1961/62 von Grund auf renoviert. Altar und Chorraum erhielten im Zusammenhang mit der Verlegung einer Fussbodenheizung im Jahre 1980 die jetzige Gestaltung:

31.07.2025: Die Burg wurde 1310 bis 1319 von Erzbischof Burchard III. von Magdeburg erbaut, 1533 und 1804 schlossartig ausgebaut. Die Burg wurde 1874 bis auf ein dreistöckiges Wohnhaus abgerissen. Mit der Besetzung Schönebecks am 22. Oktober 1806 durch den Marschall Ney wurde die Burg Schadeleben, bis dahin Zwangsarbeitsanstalt, zum Lazarett gewandelt. Alle Sträflinge wurden entlassen. Bei der Räumung wurde das Inventar verschleppt und viel zerstört (laut Bericht von Wilhelm Schulze). Während des Zweiten Weltkrieges veranlasste der Heimatforscher Wilhelm Schulze die Lagerung der Archivalien im Schönebecker Salzschacht und organisierte 1950 den Umzug des Stadtarchivs in das Burggebäude des Burghofes Salzelmen, der ehemaligen Burg Schadeleben. Der Burghof war zeitweise Aufnahmeheim für westdeutsche Übersiedler und 1961 wurde die Einrichtung ein Pflegeheim. Die ehemalige Burganlage zeigt noch das Torhaus  mit Wehrmauer, ein Burggebäude (Bäderhaus) und das noch erhaltene Wohngebäude der Burg sowie ein neueres Schlossgebäude (Haus Mechthild) mit dem Rest einer Umfassungsmauer. Das Gelände wird heute als Pflegeeinrichtung vom Diakonieverein Heimverbund Burghof e.V. genutzt:

Burgkapelle – Die Kapelle wurde ursprünglich für die Insassen der damaligen Zwangsarbeitsanstalt im Burghof erbaut. Es handelt sich um einen neugotischen Bau, dessen mechanische Turmuhr aus der Zeit um 1880 bis 1890 stammt und als ingenieurtechnische Meisterleistung gilt. Die Glocke wird bis heute per Hand geläutet. Heute ist die Kapelle Teil des Diakonievereins Heimverbund Burghof e.V. und dient als Ort für Besichtigungen und gelegentliche Veranstaltungen:

31.07.2025: Das als prachtvoller Renaissancebau errichtete Gebäude des ehemaligen Rathauses von Gross Salze beherbergt heute das Salzlandmuseum. Im Kern ist das Objekt ein spätgotischer Profanbau aus der Zeit vor dem 15. Jahrhundert. Im Jahr 1536 wurde es durch den nördlichen Anbau erweitert. Im 18. Jahrhundert versah man das Rathaus mit dem Treppengiebel und einem Portal mit vergoldetem Siedekorb und Wappen der Pfännerstadt Gross Salze. Ebenfalls in dieser Zeit wurde das Satteldach mit dem zweigeschossigen Fachwerkturm errichtet, in dem noch heute eine Uhrglocke aus dem Jahr 1428 die Stunde schlägt. Sie war die erste und für lange Zeit auch die einzige Uhr im Ortsteil Gross Salze. Das Kreismuseum wurde 1924 gegründet und befindet sich seit 1954 im ehemaligen Rathaus. Es beherbergt eine umfangreiche Sammlung zur Früh- und Salzgeschichte, sowie zur Schifffahrt und zur Historie der Stadt. Mittlerweile wird die Sammlung stetig auch durch interaktive Elemente ergänzt und erweitert. In einem Multimediaraum können die Besucher virtuell den Landkreis bereisen und viel Interessantes erfahren:

31.07.2025: Zu Beginn des 15. Jahrhunderts beschlossen die Pfänner von Gross Salze eine Kirche bauen zu lassen. Genaugenommen baute man ursprünglich zuerst den Turm für eine Feuerwache. Nach einer Bauplanänderung wurde der Ursprungsbau erweitert. Es entstanden zwei Kirchtürme und ein Kirchenschiff. Die Kirche wurde im Jahr 1536 eingeweiht. 1550 wurden die Turmspitzen auf dem gotischen Unterbau aufgesetzt und der Bau somit vollendet. Die dreischiffige spätgotische Hallenkirche besitzt eine reiche Innenausstattung im Stil der Renaissance und des Barocks. Die ursprüngliche Ausstattung wurde jedoch bei einem Grossbrand im Jahr 1635 nahezu vollständig zerstört, so dass nach dem Ende des Dreissigjährigen Krieges durch die Pfänner eine neue und prunkvolle Ausstattung in Auftrag gegeben wurde. Diese brachte den Reichtum zur Geltung, den die adligen Pfänner erwirtschaftet hatten. Kulturhistorisch in höchstem Masse wertvoll und sehenswert zugleich ist der kunstvoll verzierte Hochaltar aus dem Jahr 1667. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Salzgewinnung eingestellt, die Pfännerschaft wurde aufgelöst. Dank umfangreicher und andauernder Renovierungs- und Sanierungsmassnahmen präsentiert sich die St. Johannis Kirche jedoch nach wie vor in alter Schönheit: