Kulturstätten
15.02.2020: Der Pfalzbau ist ein Kongress- und Veranstaltungshaus sowie Konzert- und Theaterbau der Stadt. Er verfügt über kein eigenes Ensemble, sondern wird als Gastspieltheater geführt. Gelegentlich präsentiert der Pfalzbau auch Eigen- und Co-produktionen mit anderen Theatern. Das Bauwerk wurde am 21. September 1968 eingeweiht und war der Nachfolgebau des alten Pfalzbaus am Berliner Platz aus dem Jahr 1928, der im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde:

Vor dem Pfalzbau steht die Pfalzsäule, ein 21 m hoher Obelisk, den der Münchner Künstler Blasius Spreng zusammen mit dem Ludwigshafener Künstler Ernst W. Kunz gestaltet hatte:

07.12.2019: Einst war die Union-Brauerei in Dortmund die grösste Europas. Heute ist sie ein angesagter Treffpunkt für Kunst, Kino und digitale Kultur. Formal betrachtet ist es ein 70 Meter hohes Kellerhochhaus auf dessen Dach ein mit Blattgold verziertes U thront. Doch das Dortmunder U, das einst das Gär- und Lagerhaus der Dortmunder Union-Brauerei war, ist längst zum Symbol des Aufbruchs und des Strukturwandels geworden. Denn dort, wo früher zu Spitzenzeiten 1800 Menschen Bier brauten, sind Kunst und kreative Köpfe eingezogen:

12.10.2019: Nach dem Ersten Weltkrieg kam in der Internationalen Föderation der Veteranen der Wunsch auf, ein internationales Mahnmal für die Opfer des Krieges zu errichten. Nach langer Diskussion einigte man sich 1925 auf Liège als Standort, denn die strategisch wichtige Stadt war der ersten massiven Angriffsoperation der deutschen Streitkräfte zum Opfer gefallen. Im Stadtteil Cointe wurde neben der Kirche Sacré Cœur ein 75 m hoher Turm als ziviles Mahnmal geplant. Doch es dauerte noch lange, bis die Anlage fertig werden sollte. Denn kaum hatte man mit dem Bau begonnen, ging auch schon das Geld aus. Man war beim Bau auf einen alten Kohlestollen unter dem Bauplatz gestoßen, der aufwendig mit eingeleitetem Zement abgestützt werden mußte. Dennoch wurde 1936 die Kirche geweiht, und 1937 konnte der belgische König Leopold III von dem zivilen Mahnmal wenigstens den Vorplatz für die Denkmäler der alliierten Länder einweihen. Im 2. Weltkrieg wurden die unvollendeten Gebäude schwer beschädigt. Erst lange nach Kriegsende wurden sie restauriert, so daß 1968 schliesslich auch der Turm fertiggestellt und eingeweiht werden konnte:

Der Turm und die Promenade enthalten viele Gedenkarbeiten, die von den Alliierten Nationen gestiftet wurden…das griechische Denkmal, das aus einem Stapel Helme besteht, die von spartanischen Kämpfern inspiriert wurden:

Die Statue des italienischen Infanteristen:

Denkmal für die Verteidiger von Lüttich 1914-1918:

Aus Richtung Bahnhof gesehen:

11.10.2019: Das neue Theater von Pierre Hebbelinck & Pierre de Wit befindet sich mitten in der Stadt. Für den grossen Saal und den Haupteingang mit Foyer wurde ein altes, für Lüttich bedeutungsvolles Gebäude, das Société Libre d’Emulation, reaktiviert. An zwei Stellen im Häuserblock mussten allerdings Altbauten geopfert werden. Grundlage der Planung war, dass der Altbau, der für die Geschichte der Stadt sehr wichtig ist, die zentralen Funktionen der Neunutzung, das Foyer und den grossen Saal, aufnehmen sollte. Die anderen Bereiche des Theaters waren in Neubauten unterzubringen.
Der Altbau – Die 31 Meter breite Front des Altbaus an der Place du Vingt Août gehörte zum Gebäude der Société Libre d’Emulation. Seit 1779 engagierte sich diese von Lütticher Bürgern gegründete und später von der florierenden Schwerindustrie unterstützte Gesellschaft für die Kunst, die Literatur, die Musik und die Wissenschaft:
21.08.2019: Das Museum Castellum befindet sich im rechten Seitenflügel der Reduit, einer Rundumverteidigungsanlage am Rhein, die in den Jahren 1830 bis 1832 erbaut wurde. Die Reduit diente zum Schutz der Schiffsbrücke nach Mainz, die durch den Mainzer Kurfürsten Johann Philipp von Schönborn nach dem Dreissigjährigen Krieg gebaut worden war. Zum Gesamtareal gehört ebenso die Bastion von Schönborn, welche zusätzlich als Flankenschutz errichtet wurde. Das historische Ambiente im Kurfürstenzimmer knüpft an die Zeit der „Schönborns“ an, insbesondere an die von Johann Philipp von Schönborn und seine Mainzer Regierungszeit von 1647 bis 1673. Im Jahr 1983 reifte die Idee, die 2000-jährige Geschichte Kastels für die Gegenwart, aber auch für kommende Generationen zu bewahren und transparenter zu machen. Man schuf die Voraussetzungen zum Ausbau eines „Historischen Kasteler Zimmers“ in der Reduit, das schliesslich am 7. Juli 1984 eingeweiht werden konnte. Die Resonanz war beachtlich. Immer mehr archäologische Funde aus Kasteler Erde wurden bekannt und gesammelt. Bald reichte das Zimmer nicht mehr aus und man stellte die Weichen für das Museum Castellum:

21.08.2019: Das Staatstheater Mainz besteht aus dem Grossen und Kleinen Haus und dem TIC Theater in der City. Das Angebot umfasst Opern, Konzerte, Ballettaufführungen, Schauspiel, Weihnachtsmärchen und Mainzer Fastnachtspossen. Der Bau des Staatstheaters Mainz am Gutenbergplatz wurde zwischen 1829 und 1833 durch den Darmstädter Hofbaumeister Georg Moller errichtet. Der Bau war bereits seit Jahrzehnten vom Bürgertum der Stadt Mainz gefordert worden und löste den ehemaligen kurfürstlichen Marstall auf der Grossen Bleiche als Theaterraum ab. Der Theaterbau stellte erstmals, in Anlehnung an das Kolosseum in Rom, das Halbrund des Zuschauerraums nach aussen hin dar. Dies war eine deutliche Abkehr von der bisherigen Praxis, Theaterbauten eckig und symmetrisch im Stil antiker Tempel zu errichten. Das Theater wurde durch die Luftangriffe auf Mainz teilweise zerstört und unbespielbar. Die französische Administration der Stadt sorgte für eine Verbesserung der Situation, regte 1949 den Wiederaufbau des Theaters an und unterstützte auch die Umsetzung dieses Kulturziels. Der Mainzer Oberbaurat Richard Jörg leitete 1949 bis 1951 den Wiederaufbau des zerstörten Stadttheaters. Die feierliche Wiedereröffnung fand am 24. November 1951 statt. 1989 wurde zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und der Stadt Mainz der Vertrag zur Gründung der Staatstheater Mainz GmbH geschlossen, das Stadttheater Mainz wurde demzufolge in Staatstheater Mainz umbenannt:

23.05.2019: Das Theaterschiff in Heilbronn gibt es seit Ende 1995. Bei dem Schiff handelt es sich um das ehemalige französische Binnenschiff ROANBER das ursprünglich verschrottet werden sollte. An Bord befinden sich 124 Plätze. 2003 wurde das Schiff mit einem Glasaufbau nachgerüstet, der als Foyer genutzt wird. Gezeigt werden bekannte Theaterproduktionen, teilweise auch Eigenproduktionen sowie Kleinkunst, Musik und Kabarett. Das Schiff hat seinen ständigen Liegeplatz an der Friedrich-Ebert-Brücke im Zentrum Heilbronns:
01.04.2019: Das nur noch in Resten original erhaltene Gebäude aus dem 15. Jahrhundert diente im Mittelalter und in der Neuzeit unter der Leitung eines städtischen Kaufhausmeisters dem von der Stadt überwachten und besteuerten Zwischenhandel. Im Obergeschoss befand sich der städtische Tanzsaal. Im Erdgeschoss standen die Woll- und Fruchtwaagen sowie die Eichgerätschaften. Um 1838 wurde das Haus zu einem Konzert- und Theatergebäude umgebaut. Nachdem 1907 die Festhalle eröffnet wurde, zog hier 1909 das Kino ein. 1995 engagierte sich eine Bürgerinitiative, um aus Haus ein Kulturzentrum zu machen. Die Bemühungen hatten Erfolg: Zusammen mit dem Frank-Loebschen-Haus und der Katharinenkapelle haben die Landauer nun ein Kulturzentrum Altstadt:

01.04.2019: Die Festhalle in Landau zählt zu den bedeutendsten Festspiel- und Theaterbauten des Jugendstils im süddeutschen Raum. Sie wurde in den Jahren 1905-1907 vom Düsseldorfer Architekten Hermann Goerke in Formen des süddeutschen Jugendstils errichtet:
