Waterclerk
21.08.2025: Im Jahr 1927 wurde das neue Rathaus eingeweiht, nachdem das alte Gebäude 1925 abgebrannt war. Es wurde nach den Zeichnungen des Malchiner Stadtrates Erich Tietböhl und Ausbau- und Detailplänen des Architekten Paul Korff erbaut. Es ist mit einem Mansardwalmdach ausgestattet. Fünf Halbwandsäulen betonen den Eingang. Der Rathaussaal mit seinen farbenprächtigen Zunftzeichen ist das Prunkstück des Rathauses:
21.08.2025: Das Malchiner Museum in der 1881 erbauten ehemaligen Stadtmühle wurde im Jahr 2000 eröffnet. Neben Bildern der Malchiner Maler Professor Fritz Greve, Rudolf Allwardt und Friedrich-Franz Pingel, ist es die Ausstellung zum Wirken von Siegfried Marcus, der als erster Mensch der Welt Benzin als Antriebsstoff für ein Fortbewegungsmittel verwendete, die die Besucher anzieht:

21.08.2025: Der Fangelturm ist ein Wehrturm der Stadtmauer, welche die Stadt umgab. Er diente durch seine Höhe und die Grenzlage der Stadt zu Pommern als Wachturm. Er stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts um einen Renaissance-Giebel ergänzt. Das Gebäude ist ein sechsstöckiger Backsteinbau mit Satteldach. Der Turm ist zirka 35 Meter hoch und wurde im Jahr 1996 grundlegend saniert. Obwohl ursprünglich als Wehrturm errichtet, trägt er seinen Namen durch seine spätere Verwendung als Gefängnis (Fangelturm):

21.08.2025: Der alte Feuerwehrschlauchturm der Freiwilligen Feuerwehr Malchin steht in der Poststrasse 19 gegenüber der heutigen Feuerwehrwache. Der Turm steht unter Denkmalschutz:

21.08.2025: Das Kalensche Tor ist das besterhaltene Tor der Malchiner Stadtbefestigung. Der Bau ist ein reich gegliederter gotischer Backsteinbau aus dem 15. Jahrhundert mit Pultdach und teilweise glasierten Ziegeln. Es wurde als Doppeltor erbaut. Im Jahr 1837 begann der teilweise Abbruch. So wurde das Haupttor abgerissen, um eine Erhöhung der Durchfahrt zu erreichen. Bis ins 19. Jahrhundert wurde es als Gefängnis genutzt, im Jahr 1900 restauriert. Heute ist das Kalensche Tor eines der bedeutenden Sehenswürdigkeiten der Stadt. Den Namen dürfte das Tor vom Ort (Alt-)kalen bekommen haben, in dessen Richtung das Tor liegt. Eine andere Herleitung des Namens wäre von den Kalandsbrüdern, deren Kloster sich auf dem Mönchhof (Wedenhof) in der Nähe befand. Dies dürfte aber eher unwahrscheinlich sein:

21.08.2025: Der Bahnwasserturm, der um 1865 erbaut wurde, steht direkt am ehemaligen Dienstgebäude des Malchiner Bahnhofs:

MALCHIN
(6.700 Einwohner, 10 m ü. NHN) ist eine Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern im Nordwesten des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. Sie gehört historisch zum Landesteil Mecklenburg. Der Ort bildet für seine Umgebung ein Grundzentrum. Fürst Nicolaus I. von Werle gründete Malchin am 7. April 1236 und verlieh ihr das Schweriner Stadtrecht. Die Stadt wurde als befestigte Siedlung in der sumpfigen Peeneniederung angelegt. Um 1370 zerstörten Bürger das fürstliche Schloss in der Stadt. 1372 versöhnte sich Fürst Johann zu Werle mit der Stadt und versprach, nie wieder ein Haus in Malchin zu bauen. Ab dem 15. Jahrhundert war Malchin neben Sternberg einer der beiden festen Tagungsorte der mecklenburgischen Landstände. Diese Tradition der Landtage in Malchin prägte die politische Identität der Stadt bis ins frühe 20. Jahrhundert. Über Jahrhunderte blieb Malchin eine typische Ackerbürgerstadt, deren Wirtschaft stark von der Landwirtschaft im Umland geprägt war. Um 1900 entstanden wichtige Infrastrukturbauten wie der Wasserturm (1902) und die zentrale Wasserversorgung (1903). Ein einschneidendes Ereignis war der verheerende Stadtbrand am Ende des Zweiten Weltkriegs (1945), dem grosse Teile der historischen Altstadt zum Opfer fielen. Malchin war Kreisstadt des gleichnamigen Kreises im Bezirk Neubrandenburg (1952–1990). Nach 1990 wurde die historische Bausubstanz, darunter Teile der Stadtmauer und das Rathaus, umfassend saniert.
Bahnhof-Empfangsgebäude:
Bahnwasserturm:

Kalensches Tor:

Alter Feuerwehrschlauchturm:

Fangelturm:

Museum Alte Stadtmühle:

Die Peene:

Rathaus:

Evangelische Kirche St. Johannis:

Steintor:

Altes Amtsgericht:

Wasserturm:

Kaiserliches Postamt:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Kurzbesuchs am 21.08.2025.
18.08.2025: Die Alte Artilleriekaserne wurde nach der Revolution zu Beginn der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Schutz der inneren Sicherheit nach Plänen von Militärbaumeister Wachhusen auf dem Ostorfer Berg errichtet. Bei Volksaufständen hätte man durch den Schlossgarten Kanonen und Geschütze direkt zum Schloss bringen können. Daneben konnte man von hier aus eine wichtige Einfallsstrasse vom Berliner Tor zum Ostorfer Berg beobachten. Das aus drei grossen Flügelbauten bestehende Gebäude stellt als bewusst burgenhaft gestalteter Bau einen Blickfang über dem Burgsee dar. Heute befinden sich hier das Finanzamt sowie Räume des Archäologischen Landesmuseums:

18.08.2025: Das Residenzschloss ist der Kern des Residenzensembles Schwerin, auf das alle Sichtachsen fokussiert sind. Seine Geschichte als Herrschaftsstandort reicht bis in die slawische Zeit zurück. Der letzte freie Fürst der Obotriten, Niklot, wurde 1160 von Heinrich dem Löwen besiegt, der daraufhin auf den Resten des slawischen Burgwalls eine Deutsche Burg errichten liess und die Stadt Schwerin gründete. Fast 200 Jahre später, 1348, erhielten die christianisierten Nachfahren Niklots die Burg zurück. Seitdem regierten sie nahezu ohne Unterbrechung bis 1918 von hier aus den Schweriner Landesteil Mecklenburgs. 1918, mit der Novemberrevolution, war Friedrich Franz IV. gezwungen abzudanken. Er und seine Familie mussten aus dem Residenzschloss ausziehen. Nach dem Weggang der Grossherzogsfamilie und dem Übergang des Schlosses in das Eigentum des Staates diente es wiederholt als Sitz des Landtages, in der Weimarer Republik und von 1948-1952. Seit 1990 tagt der Landtag des neu gegründeten Landes Mecklenburg-Vorpommern in dem altehrwürdigen Gebäude. Während und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es auch als Lazarett und Flüchtlingsunterkunft genutzt. Der DDR diente das Schloss unter anderem als Sitz des Bezirkstages Schwerin, als Internatsschule für Erzieherinnen, als Probe- und Spielstätte der Schweriner Philharmonie sowie als Aussenstelle der Musikhochschule Hanns EislerBerlin. Ausserdem wurde es seit den 1920er Jahren museal genutzt. Auch heute kann man das Museum mit historisch ausgestatteten Thron- und Prunkappartements besichtigen. Das Schloss erlebte im Wesentlichen zwei Umbauphasen: im 16. Jahrhundert unter Herzog Johann Albrecht I. und im 19. Jahrhundert unter Grossherzog Friedrich Franz II. Zudem gab es kurz vor Ausbruch des Dreissigjährigen Krieges Pläne, die Residenz im Stil der Renaissance umzugestalten. Die vollständige Umsetzung wurde jedoch durch den jahrzehntelang anhaltenden Konflikt vereitelt. Das heutige Erscheinungsbild setzt sich hauptsächlich aus diesen Umbauphasen zusammen, auch wenn der Kern einiger Gebäude, wie der des Bischofshauses, um einiges älter ist. Die prägendste Phase war jene von 1843 bis 1857, bestimmt durch die Hofbaumeister Georg Adolph Demmler, Hermann Willebrand und den Baumeister des preussischen Königs Friedrich August Stüler. Des weiteren war Gottfried Semper mit Entwürfen am Umbau beteiligt. Die Schlosskirche, der erste protestantische Kirchenneubau Mecklenburgs, stammt allerdings noch aus dem 16. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert bekam sie einen Choranbau und erfuhr einige Umgestaltungen im Inneren:

Schlossbrücke:

Schlosskirche:

Die bewusste Verbindung der Gebäude des Residenzensembles mit der Seenlandschaft und damit die romantische Inszenierung der Wechselwirkung zwischen Natur und menschlicher Schöpfungskraft spielt bei der im 19. Jahrhundert geschaffenen Kulturlandschaft eine grosse Rolle. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch der Burggarten mit seinen verschiedenen Gartenpartien als ein Meisterwerk dieses harmonischen Zusammenspiels gilt. Geplant von Peter Joseph Lenné wurde er von dem Hofgärtner Theodor Klett umgesetzt. Im Zentrum des Burggartens unter der Terrasse des Hauptturms befindet sich die Orangerie, direkt neben ihr eine künstlich angelegte Felsengrotte. Die fortschrittliche Verwendung von damals hochmodernem Gusseisen beim Bau der Orangerie ist ein Zeitzeugnis der Industriellen Revolution. Die Orangerie ist ihrer Funktion als Schutz für Pflanzen in den Wintermonaten treu geblieben. In den Sommermonaten kann man hier in einem Café den Blick auf das Schloss und über den See geniessen:

Brücke zum Schlossgarten:

Schlossgarten mit u.a. Reiterstandbild von Friedrich Franz:







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