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09.02.2026: Das Amtsgericht Duisburg ist ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit und eines von sieben Amtsgerichten im Bezirk des Landgerichts Duisburg. Das Gericht hat sein Hauptgebäude am König-Heinrich-Platz in der Duisburger Stadtmitte. Dem Amtsgericht Duisburg ist das Landgericht Duisburg übergeordnet. Zuständiges Oberlandesgericht ist das Oberlandesgericht Düsseldorf. Der Gebäudekomplex wurde in drei Abschnitten gebaut. 1874–1876 wurde das erste Gebäude mit der Front zur Königstrasse errichtet. Im Jahre 1878 erfolgte eine Erweiterung an der Landgerichtstrasse. Der Flügel am König-Heinrich-Platz (auf den Bildern) wurde in den Jahren 1909 bis 1912 errichtet:

09.02.2026: Die katholische Liebfrauenkirche ist eine der bedeutendsten Nachkriegskirchen an Rhein und Ruhr und ein vorbildliches Beispiel für bürgerschaftliches Engagement bei der Neuorientierung profanierter Kirchen. Ihr Vorgängerbau, der sich neben der Salvatorkirche in der Nähe des Innenhafens befand, war 1942 zerstört worden. Der Neubau wurde 1958–1961 realisiert. Architekt Toni Hermanns entwarf einen zweigeschossigen, kubischen Baukörper aus Stahlbeton mit Flachdach. Die Fassaden sind mit unregelmässig angeordneten Natursteinplatten verkleidet. An der Seite zum König-Heinrich-Platz liegt ein quaderförmiger Eingangsturm, der die gesamte Breite des Kirchenschiffs einnimmt und dieses in der Höhe leicht überragt. Über dem Hauptportal befindet sich ein Sandsteinrelief des Bildhauers Karl Heinz Türk. Es zeigt die biblische Szene von Moses mit dem brennenden Dornbusch. Im Rahmen von Reformen im Erzbistum Essen wurde die Kirche mit anderen Gemeinden in Duisburg zusammengelegt und das Gebäude von der katholischen Kirche aufgegeben. Um den drohenden Abriss zu verhindern, gründete die Liebfrauengemeinde zusammen mit Unternehmern, Vertretern von Stiftungen und Privatpersonen 2007 die Stiftung Brennender Dornbusch, benannt nach dem Relief an der Hauptfassade. Zusammen mit Geldern vom Land Nordrhein-Westfalen und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz konnte das Gebäude so erhalten und einer neuen Nutzung zugeführt werden. Die Unterkirche dient weiterhin als Gottesdienstraum. Die Oberkirche wurde 2009 profaniert und zu einem Kunst- und Kulturzentrum umgewandelt, das vor allem den Dialog zwischen Religionen und Kulturen fördern soll:

09.02.2026: Das Theater Duisburg ist ein echter Hingucker und ein wichtiger Teil der Kulturszene der Stadt. Hier trifft sich alles, was Rang und Namen hat, sei es für einen Abend voller Drama mit dem Schauspiel Duisburg, für grandiose Klänge der Duisburger Philharmoniker oder für beeindruckende Opernproduktionen der Deutschen Oper am Rhein. Das Gebäude selbst, ein neoklassizistisches Schmuckstück aus den frühen 1910er Jahren, hat im Laufe der Zeit einiges erlebt, einschliesslich eines Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg. Mit seinen 1.117 Plätzen ist das Theater ein vielseitiger Raum, der immer für eine Überraschung gut ist. Besonders spannend wird es jedes Jahr im Frühling, wenn im Rahmen der Duisburger Akzente das Theatertreffen stattfindet. Dann kommen nicht nur regionale Künstler, sondern auch Stars von grossen Bühnen, wie dem Berliner Ensemble oder dem Wiener Burgtheater, nach Duisburg:

09.02.2026: Das Stadthaus wurde zwischen 1924 und 1926 im Stil des Expressionismus erbaut. Heute beherbergt es primär die Dienststellen des Technischen Dezernats der Stadtverwaltung, wie das Bauaufsichts- und das Stadtentwicklungsamt. Im Gebäude befindet sich ein funktionierender Paternosteraufzug aus dem Jahr 1927. Es rahmt zusammen mit dem benachbarten ehemaligen Hotel das Stadttheater Duisburg ein:
09.02.2026: Der Schäferturm ist ein erhaltener, denkmalgeschützter Wehrturm der mittelalterlichen Stadtmauer in der Innenstadt von Duisburg. Der runde Backsteinturm stammt aus dem 13. oder frühen 14. Jahrhundert und ist eines der wenigen Relikte der historischen Stadtbefestigung. Der Turm befindet sich an der Westseite der historischen Stadtmauer in unmittelbarer Nähe des Mercatorviertels. Das Baudenkmal ist jederzeit von aussen frei zugänglich und im Rahmen eines Spaziergangs entlang der alten Stadtgrenze zu besichtigen. Der Turm wurde nachträglich als runder Backsteinbau in die bereits bestehende Stadtmauer eingefügt. Er besitzt Schiessscharten zur Verteidigung und hat heute noch eine Höhe von rund sechs Metern. Für den Namen gibt es zwei Theorien. Die geläufigste besagt, dass der Turm in der beginnenden Neuzeit dem städtischen Schafhirten als Wohnung diente, welcher seine Herden auf den Wiesen vor der Mauer weidete. Eine andere Theorie leitet den Namen von den Schassern (städtischen Wächtern) ab:

09.02.2026: Im Jahr 1869 wurde in Duisburg bekannt, dass die belgische Stadt Rupelmonde als Geburtsstadt des Kartografen Gerhard Mercator ein sieben Meter hohes bronzenes Denkmal für Mercator plante. Zwar war der Kartograf dort geboren worden, seine berühmtesten Karten, die Europakarte von 1554 und seine Weltkarte von 1569, waren jedoch in seiner Werkstatt in der Duisburger Oberstrasse entstanden. Daher hob man in Duisburg kurzer Hand ein Konkurrenzprojekt zu dem belgischen Denkmal aus der Taufe. Bereits drei Monate nach dem Baubeginn in Belgien wurde der Grundstein des Duisburger Pendants gelegt. Der im Stil des Historismus errichtete Sandsteinbrunnen zeigt ein zweieinhalb Meter hohes Standbild Mercators in einer für die Renaissance typischen Tracht, herabblickend auf einen vor seinen Füßen stehenden Globus. Mercator steht auf einem Aufbau, der aus vier mit Rundbögen verbundenen Pfeilern besteht. Zwischen den Pfeilern speien vier Delphine Wasser in ein Becken. In den vier Ecken des Aufbaues sitzen vier Kinderfiguren, sie symbolisieren den Handel (Merkur- oder Heroldstab), das Gewerbe (Zahnrad), die Schifffahrt (Anker) und die Wissenschaft (Buch):

09.02.2026: Die Geschichte des Duisburger Rathauses hat ihre Wurzeln in der Zeit des Mittelalters. Seine erste Erwähnung als domus consulum stammt aus dem Jahre 1361. Erst rund 200 Jahre später gibt es eine grafische Überlieferung des Gebäudes. 1566 zeigt der Corputiusplan der Stadt Duisburg neben der Salvatorkirche auf der Stelle des ehemaligen Königshofs ein kleines, bescheidenes Gebäude – das Rathaus. Im Zuge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert verdoppelte sich die Bevölkerung der Stadt, was zum Bau eines neuen, grösseren Rathauses 1843 führte. Doch bald genügt auch dieses Gebäude nicht mehr. Im Jahre 1895 schrieb man einen Wettbewerb aus, an dem 83 Architekten teilnahmen. Der Siegerentwurf von Friedrich Ratzel aus Karlsruhe wurde in drei Bauphasen von 1897-1902 realisiert. Das im Stil der historisierenden Frührenaissance ausgeführte Gebäude wurde auf dem Standort des Vorgängerbaus errichtet. Die Hauptfassade war zum Burgplatz gewendet, verfügte über zwei Innenhöfe und einen 67 Meter hohen Rathausturm. Der Haupteingang wurde durch einen Mittelrisalit mit prächtigem Giebel und einer barocken Haube gekennzeichnet. Auf dem Burgplatz vor dem Rathaus fand der Markt statt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Rathaus stark beschädigt, die Überdachung aller Baukörper war zerstört. Im Zuge der Restaurierung erhielt das Gebäude ein Satteldach, die Überdachung des Eingangsportals wurde nicht wiederaufgebaut, der Turm wurde mit einer einfachen Spitze gekrönt. Auch die Ringbebauung des Burgplatzes ging für immer verloren, so dass die Anlage bis heute offen und ungestaltet blieb:

09.02.2026: Beim Bau der U-Bahn kamen 1980 Reste einer spätmittelalterlichen Markthalle zutage. Nach Abschluss der archäologischen Grabungen ist die vermutete Kontur der Halle als Stahlmodell nachempfunden worden:

09.02.2026: Die römisch-katholische Karmelkirche (offiziell Mutter vom guten Rat) ist eine geschichtsträchtige Ordens- und Gemeindekirche am Duisburger Innenhafen. Sie verbindet mittelalterliche Gotik mit moderner Nachkriegsarchitektur der 1960er-Jahre An dieser Stelle stand ab 1272 die gotische Minoritenkirche der Franziskaner, die 1315 geweiht wurde. Nach der Reformation blieb sie ein wichtiges Zentrum für katholische Gläubige. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche bis auf den gotischen Chorraum komplett zerstört. Auf den alten Grundmauern wurde 1961 die heutige Saalkirche für den Orden der Karmelitinnen errichtet. Die Aussenwand kombiniert alten Tuffstein mit modernen Betonkonstruktionen. In der Südwand befinden sich 570 kreisrunde Einzelfenster, die in quadratische Betonblöcke gefasst sind. Seit dem Jahr 2000 besitzt die Kirche eine hochwertige mechanische Orgel der renommierten Werkstatt Orgelbau Klais aus Bonn. Die Karmelgemeinde gilt als eine sehr lebendige, offene und engagierte Gemeinschaft im Ruhrgebiet. Neben klassischen Gottesdiensten bietet sie spirituelle Auszeiten wie meditative Taizé-Andachten, Zen-Kontemplation sowie ein eigenes Bildungswerk. Zudem existiert vor Ort die Karmel-Kommunität, in der Menschen gemeinschaftlich leben:
