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TANGERMÜNDE

(10.200 Einwohner, 43 m ü. NHN) liegt an der Elbe im Südosten des Landkreises Stendal im nördlichen Sachsen-Anhalt. Die Kleinstadt liegt auf einer Hochfläche, die durch eine eiszeitliche Endmoräne gebildet wurde. Sie liegt am linken Ufer der Elbe direkt an der Mündung des Tangers in die Elbe, woher auch der Name Tangermünde stammt. Der historische Stadtkern, die Stephanskirche und die Burg sind durch ihre Hochlage vor Hochwasser sicher. „Die Elbfahrt nach Hamburg ist langweilig, nur bei Tangermünde, wo Reste einer aus den Tagen Kaiser Karls IV. herstammenden Burg aufragen, belebt sich das Bild ein wenig.“ So schrieb Theodor Fontane im Jahr 1844. Die über 1000 Jahre alte Stadt Tangermünde liegt in der Altmark, die zur ehemaligen Kurmark Brandenburg gehörte. Der Bischof Thietmar von Merseburg berichtete 1009 in seiner Chronik von einem Streit zweier Adliger. Tangermünde tritt darin als civitas tongeremuthi (Siedlung an der Tangermündung) erstmals in der geschriebenen Geschichte auf. Auch die Burg am Tanger wird in dieser Chronik des Merseburger Bischofes das erste Mal genannt. Sie war zum Schutz der damaligen deutschen Ostgrenze eine Reichsfestung, etwa 10 bis 15 Meter hoch über der Elbe und Tanger gelegen. Später ging sie in den Besitz der Markgrafen von Brandenburg über. Von 1373 bis 1378 diente sie Karl IV., römisch deutscher Kaiser und König von Böhmen als Nebenresidenz. Danach war sie eine zeitlang Sitz der Kurfürsten und Markgrafen aus dem Hause Hohenzollern. In Anlehnung an die Burg entwickelte sich im 12. Jahrhundert eine kaufmännisch gewerbliche Niederlassung, aus der die Stadt hervorging, 1275 erstmals urkundlich als solche erwähnt. Sie gehörte der Hanse an und erlebte, gemeinsam mit den anderen altmärkischen Städten, im 15. Jahrhundert eine wirtschaftliche Blütezeit. Damals entstanden viele Baudenkmäler, heutige Sehenswürdigkeiten. Später wurde Tangermünde eine kleine Landstadt, deren Bürger im 17. Jahrhundert an den Folgen mehrer Brände und an denen des Dreissigjährigen Krieges zu leiden hatten. Auch von der Schwarzen Pest blieb die Stadt nicht verschont.  So hinterliess dieses 17. Jahrhundert nichts als ein darnieder liegendes Städtchen, die letzten Spuren seiner einstigen Blüte waren durch Brand, Krieg und den schwarzen Tod dahingerafft. So kam es, dass Tangermünde Ende des 17. Jahrhunderts eine unbedeutende Landstadt ohne wirtschaftliche Bedeutung war. Dennoch entstanden gerade in dieser Zeit, die von Not und Armut geprägt war, Fachwerkhäuser mit schönen Portalen und sehenswerten Schmuckformen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Ort zu einer Industriestadt mit bis zu 14.000 Einwohnern. Da sich die Industriealisierung nördlich, ausserhalb Tangermündes vollzog und auch beide Weltkriege kaum Spuren hinterlassen haben, konnte die Stadt ihr ursprüngliches Fachwerkbild mit altem Gepräge bis in die heutige Zeit erhalten. Schon 1920 wird Tangermünde als das Nordische Rothenburg bezeichnet.

Empfangsgebäude des Bahnhofs:

Wasserturm:

Schrotturm:

Neustädter Tor:

Zecherei Sankt Nikolai:

Südlicher Eckturm der Stadtbefestigung:

Hafen und Tangermündung hinter dem Schleusentor:

Getreidespeicher am Hafen:

Evangelische Kirche St. Stephan:

Putinnen:

Stadtmauer vom Ufer der Tanger:

Historisches Rathaus:

Bronzeplastik der Grete Minde:

Stadthaus:

Ehemalige Kupferschmiedewerkstatt in der Kirchstrasse 17:

Historische Adler-Apotheke und das benachbarte Hotel Schwarzer Adler:

Lange Strasse 46 – eines der vielen Fachwerkhäuser in der Altstadt:

Hünerdorfer Tor (Eulenturm):

Elbtor:

Elbepegelanzeige:

Pegelhäuschen auf dem Hafendeich:

Restaurantschiff Störtebeker:

Südöstlicher Eckmauerturm:

Burg Tangermünde:

Burgmuseum:

Stadtrelief vor St. Stephan:

Exempel Gast- und Schlafstuben:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Tagesbesuchs am 30.07.2025.

 

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