18.03.2026: Der Wasserturm befindet sich am ehemaligen Güterbahnhof Oberlahnstein an der Braubacher Strasse. Er wurde zwischen 1899 errichtet und bis 1962 benötigt, um die Dampflokomotiven mit Wasser zu versorgen. Der Wasserturm gehört zur Bauart Intze. Der Eisenkessel ruht bei diesem Modell auf einem schmaleren Turm. Der Ingenieur Professor Otto Intze (1843-1904) erfand eine ringförmige Auflage. Diese hatte einen kleineren Durchmesser als der Mantel. Der Wassertank ruht auf dem gemauerten Unterbau. Unterhalb des Runddachs befand sich in der Erde eine Pumpe mit Saugkorb. Diese saugte Wasser mit Hilfe von Rohren aus dem Rhein und füllte den Turmbehälter. Der Wasserturm war mit einer Leitung zu den Zapfstellen an den Gleisen verbunden. Die Lokomotiven waren in der Regel mit einem Kohlewagen ausgestattet. Um die Kohle gab es einen Wassertank, der als Vorrat für eine Strecke diente. Mithilfe von Zapfhähnen wurde das Wasser aus dem Wasserturm dort eingelassen. Seit einigen Jahren wird der Turm aufwändig renoviert. In den Innenräumen sollen Ferienwohnungen entstehen, die einen herrlichen Blick auf die Umgebung garantieren:
18.03.2026: Der Pulverturm ist der einzige der sechs erhaltenen Türme, auf dem eine Jahreszahl zu erkennen ist – in einer Inschrift auf einem Sandsteinrelief auf der Angriffsseite des Turms ist die Jahreszahl 1411 vermerkt. Mit einer Höhe von 26 Metern, bestehend aus vier Stockwerken aus Bruchsteinmauerwerk, und einem Durchmesser von 10 Metern präsentiert er sich als imposanter Rundturm. Sein Inneres überrascht, da es, entgegen der äusseren Form, sechseckig aufgebaut ist. Die drei Obergeschosse sind über vier Meter hoch, jedoch nicht gleich breit. Das erste Obergeschoss ist 5 Meter, das zweite 5,50 Meter und das dritte 6 Meter breit. Dies kommt durch die abnehmende Wanddicke nach oben zustande. Im Innern des Pulverturms sind vermutlich Mauerreste eines Vorgängerbaus zu sehen. Ursprünglich lag der Turmeingang auf dem Wehrgang. Dieser verlief entlang der inneren Stadtmauer und war seit ca. 1500 mit einer Überdachung versehen. Der Zwinger befand sich auf der hinteren Seite der Stadtbefestigung. Das 1,5 Meter große Sandsteinrelief hoch oben auf der Angriffsseite zeigt den Mainzer Erzbischof Johann II. von Nassau-Wiesbaden-Idstein, der von 1397 bis 1419 Landesherr war und den Turm vollendete:
18.03.2026: Die Zollburg der Erzbischöfe und Kurfürsten von Mainz wurde ab dem Jahre 1298 erbaut. Der 28 m hohe gotische Hauptturm diente auch als Eckbastion der Stadtbefestigung. Nordflügel, Tormauer mit Wehrgang und Pechnase stammen aus dem 14. Jahrhundert, der Südflügel wurde um 1498 erbaut. Die Schlosskirche war die erste evangelische Kirche in Lahnstein und dem heiligen Bartholomäus geweiht. Die alte Wehrmauer ist an der Aussenseite des Südflügels noch sichtbar. Heute befindet sich das Schloss in Privatbesitz und beherbergt unter anderem das CCO-Fastnachtsmuseum:
18.03.2026: Das Kihrstor befindet sich in den Rheinanlagen und ist das einzige Stadttor der Oberlahnsteiner Stadtbefestigung, das heute noch erhalten ist. Das Stadttor stellt einen Teil des quadratischen Torturms dar, der aus Bruchsteinmauerwerk errichtet wurde und 15 Meter hoch ist. Der Turm verfügt über einen Zinnenkranz und Treppentürmchen. Er schützte die davor befindliche Brücke. Der Turm wurde höher gebaut, als die Stadt von Graf Michel von Wertheim 1436 angegriffen wurde. Im Jahr 1791 wurde er von einer armen Frau für zwei Gulden Jahreszins bewohnt. Nachdem ein Sturm die Wohnung zerstörte, war sie gezwungen, auszuziehen. Das Kihrstor wurde beim Bau der Eisenbahn 1862 in eine Bahnunterführung integriert. Die Stadtmauer dient auf 203 Metern Länge als Bahndamm. Der Turm ist mit Hochwassermarken aus den Jahren 1882 bis 1995 versehen. Das Wort Kihrstor könnte von dem Wort Kirche abgeleitet sein, da sich in der Nähe die Hospitalkapelle befindet, die schon 1330 erwähnt wurde:
18.03.2026: Das Gebäude wurde im Jahr 1624 errichtet. Bis zum Jahr 1797 stand das Schultheissenhaus im Besitz der kurfürstlichen Hofkammer (Kurfürstentum Mainz). Es bildete zeitweise ein funktionelles Doppelgebäude mit dem kurfürstlichen Brauhaus, mit welchem es über den Keller verbunden ist. Das Haus diente dem Schultheissen – dem damaligen obersten Beamten des Ortsherren, der unter anderem den Vorsitz des Schöffengerichts innehatte. Der Schultheiss trug im damaligen Oberlahnstein eine immense Verantwortung für die Sicherheit und Ordnung der Stadt:
18.03.2026: Der Kleine Wehrturm in der Hintermauergasse 25 wurde im 14. Jahrhundert gebaut und bildete die Ostseite der Stadtbefestigung. Er diente als Hauptzugang zum Wehrgang der Stadtmauer. Er hat eine sechseckige Form und ist 16 Meter hoch. Es handelt sich um einen Schalenturm, das heisst nur die zum Feind zeigende Seite bestand aus Bruchsteinmauerwerk, während die Stadtseite im zweiten Obergeschoss aus einer Fachwerkwand gebaut war. Im Turm befand sich eine Wendeltreppe, diese wurde jedoch später, als der Wehrturm als Stall und Scheune verwendet wurde, abgerissen. Im dritten Obergeschoss befand sich die Wachtstube, welche mit Schiessscharten und einem Kamin ausgestattet ist. Früher war das vierte Turmgeschoss mit einem steilen Schieferdach versehen:
18.03.2026: Um 1700 wurde das Stadtmauerhäuschen in der Hintermauergasse erbaut. Die Zimmer reichen bis in die Bogennischen der Stadtmauer. Einst diente es als Herberge für Nachtwächter, später wurde es zu einem Wohnhaus. Um 1900 wohnte darin ein Ehepaar mit seinen acht Kindern. Heute beherbergt es eine Nebenstelle des Stadtmuseums. Als Wohnhaus im Stil der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eingerichtet, veranschaulicht es das Leben vergangener Jahrhunderte:
18.03.2026: Der Bürgerturm in der Hintermauergasse ist Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung Oberlahnsteins und wurde im Jahr 1324 im Auftrag des Mainzer Kurfürsten erbaut. Er ist achteckig gebaut, ungefähr 14 Meter hoch und besteht aus Bruchsteinmauerwerk. Er hatte früher andere Namen: Gysenthorme (1436), danach Geisenthorm und 1702 dicker Turm. Der Wehrgang ist heute noch am Turm erkennbar und verlief an der Westseite. Darüber hinaus sind am Bürgerturm noch Stadtmauerreste erhalten geblieben. Im 19. Jahrhundert wurde der Turm versteigert und ist bis heute in Privatbesitz:
18.03.2026: Die neugotische Kirche mit Bruchsteinmauerwerk wurde in den Jahren 1872-1875 erbaut. Die Finanzierung erfolgte überwiegend durch den Gustav-Adolf-Verein, der Kirchen in so genannten Diaspora-Gemeinden, also Regionen mit wenigen evangelischen Christen, unterstützt. Der Westturm ist mit dem sechseckigen Pyramidendach 39 Meter hoch und mit vier Eckpyramiden versehen. Aussen ziert die Hauptwand eine Kreuzblume. Sehenswert sind vor allem die aus den 1960er Jahren stammenden Fenster mit biblischen Geschichten. Der barmherzige Samariter wird in Form von Motorradfahrern bei einem Unfall dargestellt:
18.03.2026: Die markante Kranbrücke (Verladebrücke) im Oberlahnsteiner Hafen wurde im Zuge des grossen Hafenausbaus in den 1960er Jahren errichtet. Zu dieser Zeit war die Fusion von Krupp und Ardelt aktiv (Sitz in Wilhelmshaven), bevor der Name Ardelt später ganz aus dem Markennamen des Krupp-Konzerns verschwand. Die Anlage verfügt über eine Hubkraft von bis zu 8 Tonnen. Sie läuft auf einer fest installierten Schienenkonstruktion direkt an der Kaimauer: