Tages-Archive: 18. März 2026
18.03.2026: Der Salturm ist 14,25 Meter hoch, aus Bruchsteinmauerwerk gebaut und sieben Meter breit. Neben dem Turm sind noch Reste der Stadtmauer erhalten – über den Wehrgang der Stadtmauer konnte der Turm betreten werden. Im Salturm befindet sich eine Wachtstube, die mit einem Kamin und vier Fenstern ausgestattet ist. Die Wehrplatte verfügt über acht Zinnenfenster sowie Reste eines Aborterkers. Ins Erdgeschoss konnte man nur durch eine Luke im Boden der Wachstube gelangen. Im Jahr 1822 kam der Salturm durch eine Versteigerung in Privatbesitz. Vor dem Turm befanden sich früher der Stadtgraben und der Heinzebungert (Städtischer Zuchtbullenstall). Dieser wurde mit dem Turm von 1867-1875 als Gefängnis genutzt.
Der Gemeindebulle von Oberlahnstein hiess Heinz, sodass der Stall Heinzebungert genannt wurde. Vom Stall bis zur Lahn, wo heute der Hafen liegt, befand sich eine grosse Wiese, die Heinzewiese. Die Bauern aus Niederlahnstein gingen mit ihren Kühen zu dem Bullen Heinze, sodass der Spruch „Mir ziehn bei die Hainze“ entstand. Aus diesem Grund werden die Oberlahnsteiner Heinze genannt:

18.03.2026: Die nordöstliche Ecke der alten Stadtbefestigung wurde ab dem Jahre 1324 erbaut. Der 26 Meter hohe, achteckige Turm aus Bruchsteinmauerwerk steht inmitten eines 97 m lang erhaltenen Stückes der alten Stadtmauer. Im Erdgeschoss befindet sich das ehemalige Gefängnis der Stadt Lahnstein. Eine Wendeltreppe führt hinauf in das zweite Obergeschoss mit dem Schöffensaal. Ehemals die Wachstube der Turmbesatzung, wird er heute für Empfänge der Stadtverwaltung und Eheschliessungen genutzt. Der Turm beherbergt auch das Museum der Stadt Lahnstein, welches mit Wappen, Siegeln und Urkunden die reiche Geschichte dokumentiert:

18.03.2026: Die Stadthalle Lahnstein ist das Veranstaltungszentrum der Stadt. Das weitgehend unverändert erhaltene Gebäude gilt als seltenes Zeugnis der Architektur der 1970er-Jahre in Rheinland-Pfalz und bekam bereits 1975 eine Auszeichnung durch den rheinland-pfälzischen Staatspreis Kunst am Bau. 2007 wurde das Gebäude von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz aufgrund seiner hochwertigen künstlerischen Gestaltung und der qualitätvollen Architektur als Kulturdenkmal eingestuft:
18.03.2026: Das imposante Gebäude ist ein dreigeschossiger klinkergegliederter und stuckornamentierter Putzbau aus der Gründerzeit. Im Jahre 1908 eröffnete Eduard Beckmann hier ein Hotel und warb für sein neues Haus mit Centralheizung. Um das Jahr 1925 befand sich im Gebäude das Neue Kaufhaus von Jean La Bonte. Er bot Kolonialwaren, Delikatessen, Südfrüchte, Tabak und Zigarren an. Ab dem Jahr 1929 führte Familie Lauer darin 66 Jahre lang ein Hotel. 1995 wurde das Gebäude an die Volksbank verkauft, die es seither für ihre Verwaltung nutzt:

18.03.2026: Der fränkische Königshof Salhof wurde erstmals im Jahre 977 urkundlich erwähnt. Die ältesten Bauteile des heutigen Gebäudes stammen aus den Jahren 1150 bis 1170. Im Jahre 1686 wurde der Salhof durch Johann Freiherr vom und zum Stein barock umgestaltet und erweitert. Heute dient das 1969 renovierte Gebäude als Empfangssaal und beherbergt Räume der Stadtverwaltung. In die Stadtmauer eingefügt befindet sich das Tympanon Relief, ein Kalksteinrelief aus dem 12. Jahrhundert. Am Münzbrunnen mit dem Wappen der Stadt Lahnstein sind verschiedene römische Münzen und Lahnsteiner Golddukaten angebracht:

Münzbrunnen:

18.03.2026: Das Gebäude der ehemaligen kurfürstlichen Salkellerei befindet sich in der Hochstrasse, gegenüber dem Salhofplatz. Die Salkellerei gehört zu den ältesten Gebäuden der Stadt. Die ältesten Teile stammen aus dem 14., vielleicht sogar aus dem 13. Jahrhundert. In der Salkellerei wurde bis 1845 die Zehntabgabe eingelagert, darunter Wein und Getreide. Diese bildeten die sogenannten Naturalsteuer, die vom Landesherrn gefordert wurde. Von dem Kellereigebäude sind noch Teile der Aussenwände erhalten und der 8 x 8 Meter grosse, stattliche Salkeller mit einer Höhe von 4,50 Meter. Der Salkeller hat eine Mittelsäule, die das Kreuzgewölbe trägt. Daneben liegt ein weiterer Kellerraum gleicher Grösse. Der Oberlahnsteiner Winzerverein nutzte die Kellerräume bis 1972. Dort lagen die Weinfässer in zwei Reihen übereinander. Die meisten Fässer waren Stückfässer mit einem Volumen bis 4200 Liter. Bis zu 43.000 Liter Wein konnten in dem Winzerkeller gelagert werden. Gekeltert wurde in einer grossen Doppelkelter und einer weiteren Kelter, die heute am Pulverturm in der Hintermauergasse steht. Wegen der enormen Tiefe des Salkellers führt die Kellertreppe noch heute ausserhalb des Haupthauses hinab. Der eindrucksvolle Salkeller ist für Besucher bisher nicht zugänglich:

18.03.2026: Das Neue Rathaus in Oberlahnstein (heute Sitz der zentralen Stadtverwaltung Lahnstein) befindet sich in der Kirchstrasse 1. Der repräsentative Neorenaissance-Bau wurde im Jahr 1888 feierlich eingeweiht, nachdem das rund 500 Jahre alte Alte Rathaus den gestiegenen Ansprüchen der Stadt und dem aufkommenden Tourismus nicht mehr genügte. Das markante Gebäude mit seiner beigefarbenen Backsteinfassade und dem markanten Volutengiebel liegt im Stadtteil Oberlahnstein direkt gegenüber der St. Martin Kirche:
18.03.2026: Der gotische Chor stammt aus dem Jahr 1332. Das Mittelschiff wurde bis 1777 barock umgestaltet. Der Bau einer Orgel wurde 1742 beauftragt. Älteste Bauteile der Kirche sind die um 1190 erbauten spätromanischen Chorflankentürme, die zu einer ehemaligen Basilika gehörten. Der gotische Chor mit zwei Kreuzgewölben entstand 1332, das barocke Mittelschiff im Hallenstil 1775-77. Die Seitenschiffe mit den Seitenchören wurden 1895-99 angefügt. Trotz der vielen Baustile erscheint der Kirchenraum als harmonisches Ganzes und beherbergt unter anderen eine wertvolle Stumm-Orgel aus dem Jahre 1742. In den beiden Glockentürmen befindet sich ein repräsentatives Glockengeläut mit einem Gesamtgewicht von 13,6 Tonnen:

LAHNSTEIN
(18.900 Einwohner, 74 m ü. NHN) ist eine grosse kreisangehörige Stadt im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie liegt an der Mündung der Lahn, die fünf Kilometer südlich von Koblenz in den Rhein mündet. Die Stadtteile liegen im Rheintal und auf den Höhen der Ausläufer des Westerwaldes und des Taunus. Lahnstein ist Luftkurort mit Kurzentrum. Die Stadt wurde im Rahmen einer Gebietsreform in Rheinland-Pfalz am 7. Juni 1969 aus den bis dahin eigenständigen Städten Niederlahnstein und Oberlahnstein gebildet. Sie ist Sitz des Amtsgerichts Lahnstein. Teile der Stadt gehören seit 2002 zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Lahnstein blickt auf eine reiche, über 2000-jährige Geschichte zurück, die eng mit seiner strategischen Lage an der Mündung der Lahn in den Rhein verknüpft ist. Bereits in der Antike erkannten die Römer die Bedeutung dieses Ortes und errichteten um das Jahr 369 n. Chr. ein Grenzkastell im heutigen Stadtteil Niederlahnstein. Im Mittelalter entwickelte sich die Siedlung prächtig. Oberlahnstein erhielt 1324 die Stadtrechte, woraufhin die imposante Stadtmauer gebaut wurde, deren Hexenturm noch heute steht. Die Region war jahrhundertelang ein Zankapfel mächtiger Kurfürsten – während Niederlahnstein zum Kurfürstentum Trier gehörte, unterstand Oberlahnstein dem Kurfürstentum Mainz. Sichtbare Zeichen dieser Epoche sind die kurfürstliche Burg Lahneck und das prachtvolle Schloss Martinsburg. Im 19. Jahrhundert veränderte der Anschluss an das Eisenbahnnetz und die Industrialisierung das Leben der Bürger grundlegend. Nach einer langen Phase der Eigenständigkeit wurden die beiden Nachbarstädte Oberlahnstein und Niederlahnstein schliesslich im Jahr 1969 zur heutigen Stadt Lahnstein vereinigt.
OBERLAHNSTEIN:
Katholische Pfarrkirche Sankt Martin:
Neues Rathaus:

Jerusalems-Apotheke – stattlicher Backsteinbau von Anfang des 20. Jahrhunderts:

Torhaus – Fachwerkhaus über Tordurchfahrt aus dem 16. Jahrhundert:

Ehemalige Kurfürstliche Salkellerei:

Fränkischer Königshof Salhof:

Ehemaliger Gasthof Kaiserhof:

Stadthalle Lahnstein:

Hexenturm:

Münzbrunnen:

Salturm:

Blick zum Schloss Stolzenfels:

Oberlahnsteiner Hafen:

Blick zur Burg Lahneck:

Evangelische Pfarrkirche Oberlahnstein:

Bürgerturm:

Mauerabschnitt Hintermauergasse 17:

Stadtmauerhäuschen:

Kleiner Wehrturm:

Schultheissenhaus:

Kihrstor:

Schloss Martinsburg:

Pulverturm:






Users Today : 70
Users Yesterday : 1164



