13.02.2026: Der etwa 20 Meter hohe Turm mit Walmdach wurde im 14. Jahrhundert als Teil der Ulmer Befestigungsanlage auf dem Zundeltor beim Seelengraben errichtet. Benannt wurde er nach dem Seelengraben, an dem er steht, bzw. nach dem damals noch existenten Seelhaus in der Griesbadgasse. Joseph Furttenbach baute den Wehrturm um 1638 zum Wasserturm um. Er verschloss die ursprünglich offene Seite, die der Stadt zugekehrt war. Im Torbogen des Zundeltores ist noch der Zugang zum Brunnenhaus zu erkennen, in das das Wasser geleitet wurde. Die damals noch ausserhalb der Stadtmauer fliessende Blau, die durch den Stadtgraben bei der heutigen Olgastrasse geleitet wurde, trieb das Pumpwerk an, mit dessen Hilfe das Wasser etwa 15 Meter hoch in einen Wasserbehälter aus Eichenholz mit Kupferauskleidung gepumpt wurde. Erst ab 1874 wurde Ulm auf andere Weise mit Wasser versorgt, der Seelturm versorgte aber auch weiterhin noch den Schlachthof mit Wasser, bis der Wasserbehälter aus dem Turm entfernt wurde. Danach wurden zwei Stockwerke in den Seelturm eingezogen. Der Turm befindet sich heute im Eigentum der Stadt Ulm und wird vom deutschen Alpenverein als Jugendraum genutzt:

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