09.02.2026: Im Jahr 1869 wurde in Duisburg bekannt, dass die belgische Stadt Rupelmonde als Geburtsstadt des Kartografen Gerhard Mercator ein sieben Meter hohes bronzenes Denkmal für Mercator plante. Zwar war der Kartograf dort geboren worden, seine berühmtesten Karten, die Europakarte von 1554 und seine Weltkarte von 1569, waren jedoch in seiner Werkstatt in der Duisburger Oberstrasse entstanden. Daher hob man in Duisburg kurzer Hand ein Konkurrenzprojekt zu dem belgischen Denkmal aus der Taufe. Bereits drei Monate nach dem Baubeginn in Belgien wurde der Grundstein des Duisburger Pendants gelegt. Der im Stil des Historismus errichtete Sandsteinbrunnen zeigt ein zweieinhalb Meter hohes Standbild Mercators in einer für die Renaissance typischen Tracht, herabblickend auf einen vor seinen Füßen stehenden Globus. Mercator steht auf einem Aufbau, der aus vier mit Rundbögen verbundenen Pfeilern besteht. Zwischen den Pfeilern speien vier Delphine Wasser in ein Becken. In den vier Ecken des Aufbaues sitzen vier Kinderfiguren, sie symbolisieren den Handel (Merkur- oder Heroldstab), das Gewerbe (Zahnrad), die Schifffahrt (Anker) und die Wissenschaft (Buch):

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