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Monats-Archive: Oktober 2025

02.10.2025: Das Gebäude ist 1876-78 nach Plänen von Franz Florenz Engelbert Hegemann als Dienstgebäude der preussischen Provinzialregierung der Provinz Schleswig-Holstein erbaut worden. Umgangssprachlich wird das Bauwerk als Roter Elefant bezeichnet. Heute beherbergt es das Oberlandesgericht des Landes Schleswig-Holstein sowie das Schleswig-Holsteinisches Landessozialgericht und die Generalstaatsanwaltschaft in Schleswig:

02.10.2025: Das Prinzenpalais, eine repräsentative Dreiflügelanlage im Schleswiger Stadtteil Friedrichsberg, beherbergt seit fast 35 Jahren das Landesarchiv Schleswig-Holstein. Im 20. Jahrhundert waren ein Restaurant, Hotelzimmer, Jazzkeller, Nachtclub und vieles mehr in dem ehemaligen Adelshof untergebracht. Die Anlage mit dem repräsentativen Ehrenhof wurde im Jahr 1700 durch Georg Heinrich Freiherr von Schlitz genannt Goertz errichtet. Baron Goertz war einer der mächtigsten Männer am Gottorfer Hof und lebte standesgemäss in nächster Nachbarschaft des Schlosses. Auch nach seinem Tod hatte des Palais zahlreiche illustre Gäste und Bewohner. Sogar Zar Peter der Grosse soll hier bei einem Frühstück über die Schenkung des Gottorfer Globus verhandelt haben. Im Jahr 1829, nachdem das Gebäude gerade ein Konkursverfahren durchlaufen hatte, erwarb Friedrich Emil August Prinz zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg-Noer den Gebäudekomplex, der nach ihm bis heute Prinzenpalais genannt wird:

02.10.2025: Wie beim benachbarten Schloss Gottorf bildet auch beim Stadtmuseum ein historisches Bauwerk die Kulisse für die Sammlungen, der Günderothsche Hof in der Friedrichstrasse gilt als einer der schönsten städtischen Adelshöfe in Schleswig-Holstein. Um 1634 liess der Gottorfer Herzog Friedrich III. den rotgestrichenen Hauptbau des Anwesens als Gästepalais errichten. 1675 gelangte das Gebäude in den Besitz des herzoglichen Oberstallmeisters Friedrich von Günderoth, dessen Name bis heute mit dem Haus verbunden ist. Den heutigen geschlossenen Charakter einer allseitig umbauten Hofanlage erhielt der Komplex durch die beiden aus dem 18. Jahrhundert stammenden Fachwerkbauten, die das Haupthaus flankieren. In dessen Inneren beeindruckt die repräsentative Eingangshalle mit einer in dieser Form seltenen spätbarocken Treppenanlage. 1851 erwarb die Stadt Schleswig den Hof, der in den folgenden Jahrzehnten eine sehr wechselvolle Geschichte erlebte und seit 1932 das Museum beherbergt. Durch die Einbeziehung weiterer Gebäude in der Nachbarschaft vergrösserte sich nach 1950 der Ausstellungs- und Aktionsradius des Museums erheblich:

02.10.2025: Ermöglicht durch eine Stiftung der vermögenden Witwe Elisabeth Beling, eine Landeskollekte und Spenden des Herzogs Friedrich III. und seines Sohnes wurde 1650 – 1651 die Friedrichsberger Pfarrkirche gebaut. Um diese Kirche herum entstand der Stadtteil Friedrichsberg. Ab 1711 gehörte Friedrichsberg zur „combinierten“ Stadt Schleswig. Ihr erster Bürgermeister, Hans Beeck, liegt in der Kirche begraben. Er stiftete den Altar und liess sein Bild und sein Wappen selbstbewusst seitwärts anbringen. Heute befinden sich beide als Anschwünge an der Orgel. Am 11. Mai 1651 wurde die Dreifaltigkeitskirche eingeweiht:

02.10.2025: Die Stadt hat mit dem Schleswiger Bahnhof einen Anschluss an die Bahnstrecke Neumünster-Flensburg der DB InfraGO. Im Regionalverkehr halten hier die Züge der Linien RE 7 Hamburg–Flensburg und RE 74 Husum–Kiel im Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (NAH.SH), im Fernverkehr Eurocitys von/nach Kopenhagen sowie Prag. Das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1922 wurde im August 2013 an einen Privat-Investor aus Süddeutschland verkauft. Die Renovierung/Sanierung von etwa 1.500 qm Nutzfläche im Erd-, Ober- und Dachgeschoss waren angelaufen. Bis Anfang 2017 sollte hier eine moderne Veranstaltungsstätte für die Zielgruppe 30 bis 60 Jahre mit fünf verschiedenen Bereichen entstehen. Im Oktober verhängte die Baubehörde Schleswig einen Baustopp wegen fehlender Genehmigung. Der Investor klagt seither gegen den seiner Meinung nach unrechtmäßigen Baustopp, da für gewidmete Bahnflächen alleinig das Eisenbahn-Bundesamt zuständig sei. Im August 2018 bestätigte das Verwaltungsgericht Schleswig diesen Baustopp. Gegen das Urteil wurde beim Oberverwaltungsgericht Berufung eingelegt, die scheiterte. Der Investor geht weiterhin von einem unrechtmässigen Baustopp aus und möchte dies notfalls vor dem Bundesverwaltungsgericht klären lassen:

SCHLESWIG

(25.300 Einwohner, 1 m ü. NHN) ist eine Mittelstadt in Schleswig-Holstein am Ende der langgezogenen Ostseeförde Schlei. Sie ist Kreisstadt des Kreises Schleswig-Flensburg und ehemalige Hauptstadt des Herzogtums Schleswig. Das Stadtgebiet Schleswigs befindet sich am westlichen Ende der weit ins Binnenland hineinragenden Schlei. Die Geschichte der Stadt Schleswig beginnt im weitesten Sinne auf der anderen Seite der Schlei – am Haddebyer Noor. Dort befindet sich der Siedlungsplatz, der 804 unter dem Namen Sliasthorp erstmalig in den fränkischen Reichsanalen Erwähnung fand. Im 9. und 10. Jahrhundert entwickelte sich die Wikingersiedlung zum bedeutendsten Handelsplatz Nordeuropas, der 1066 durch westslawische Verbände zerstört wurde. Während dieser Unruhen flüchteten einige wenige Überlebende ans Nordufer, dem heutigen Standort der Stadt Schleswig, auf dem vermutlich bereits Menschen siedelten. Hier versuchte man sich zunächst weiter im Handel, doch aufstrebende Städte wie Lübeck liefen Schleswig den Rang ab. Im 13. Jahrhundert endete Schleswigs Blütezeit als zentrale Handelsstadt, aber sie blieb auch danach ein wichtiges politisches Zentrum der Schleswiger Herzöge. Im Jahr 1200 erhielt Schleswig das Stadtrecht und erlebt im Jahr 1218 mit der Krönung des Königssohnes Waldemar den Höhepunkt der dänischen Machtentfaltung im Mittelalter. Im Bereich des heutigen Lollfuss bestand im 16. Jahrhundert eine kleine Ansiedlung weniger Gebäude entlang des Verbindungswegs zwischen Schleswig und Gottorf. Unter dem Einfluss des Schlosses nahm die Besiedlung in der Folgezeit zu. Vor allem Bedienstete, Handwerker und Künstler des Hofes waren hier zu Hause, während sich in der heutigen Schleswiger Altstadt und in Friedrichsberg in erster Linie höhere Beamte niederliessen. Friedrichsberg entwickelte sich zeitgleich zum Lollfuss im Umfeld des Gottorfer Schlosses zu einer grösseren Siedlung, in die auch erste adelige Familien zogen. Ein entscheidender Impuls für die Entwicklung der Siedlung war der Bau des Gottorfer Dammes unter Herzog Adolf 1582, der Friedrichsberg mit dem Lollfuss auf dem nördlichen Ufer der Schlei verband. 1650 erhielt die Siedlung ihren jetzigen Namen Friedrichsberg nach dem Herzog Friedrich III. 1711 wurden die eigenständigen Siedlungen der Schleswiger Altstadt, Lollfuss und Friedrichsberg zur „combinierten Stadt“. Sie haben bis heute ihren eigenen Charakter bewahrt. Nach dem Grossen Nordischen Krieg (1700–1721) und dem damit verbundenen Sieg Dänemarks über das Herzogtum Schleswig-Holstein-Gottorf fielen die Gottorfer Anteile des Herzogtums Schleswig an den dänischen König, der zugleich Herzog von Schleswig war. Ab 1840 wurde der deutsch-dänische Konflikt das beherrschende Thema in der Stadt, deren Bürger sich überwiegend auf die Seite der deutschen Schleswig-Holsteiner stellten. Unter anderem entstand das Schleswig-Holstein-Lied in Schleswig. Gleichzeitig wurde das erste blau-weiß-rote Banner gezeigt. 1851 geht der Krieg gegen die dänische Herrschaft verloren, doch 1864 gewinnt Preussen mit Österreich an seiner Seite den Krieg gegen Dänemark. Schleswig wird Regierungssitz und Verwaltungshauptstadt der neuen preussischen Provinz Schleswig-Holstein. 1946 wird Kiel Landeshauptstadt, als Ausgleich erhält Schleswig den Sitz der Gerichtsbarkeit mit dem Oberlandesgericht.

Bahnhof-Empfangsgebäude:

Evangelische Dreifaltigkeitskirche:

Stadtmuseum im Günderoth’schen Hof:

Prinzenpalais:

Oberlandesgericht:

Wikingturm:

Schloss Gottorf:

Slesvighus – Theater:

Amtsgericht im Heespenhof:

Katholische Pfarrkirche Sankt Ansgar:

Evangelischer Dom St. Petri:

Aussichtsturm im Stadtpark Königswiesen:

Plessenhof:

Schleikarte neben der Tourist-Information:

Hotel Alter Kreisbahnhof:

Schmiedenhof:

Arbosches Haus:

Rathaus:

St.-Johannis-Kloster:

Windmühle Nicola:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Tagesbesuchs am 02.10.2025.