SCHLESWIG
(25.300 Einwohner, 1 m ü. NHN) ist eine Mittelstadt in Schleswig-Holstein am Ende der langgezogenen Ostseeförde Schlei. Sie ist Kreisstadt des Kreises Schleswig-Flensburg und ehemalige Hauptstadt des Herzogtums Schleswig. Das Stadtgebiet Schleswigs befindet sich am westlichen Ende der weit ins Binnenland hineinragenden Schlei. Die Geschichte der Stadt Schleswig beginnt im weitesten Sinne auf der anderen Seite der Schlei – am Haddebyer Noor. Dort befindet sich der Siedlungsplatz, der 804 unter dem Namen Sliasthorp erstmalig in den fränkischen Reichsanalen Erwähnung fand. Im 9. und 10. Jahrhundert entwickelte sich die Wikingersiedlung zum bedeutendsten Handelsplatz Nordeuropas, der 1066 durch westslawische Verbände zerstört wurde. Während dieser Unruhen flüchteten einige wenige Überlebende ans Nordufer, dem heutigen Standort der Stadt Schleswig, auf dem vermutlich bereits Menschen siedelten. Hier versuchte man sich zunächst weiter im Handel, doch aufstrebende Städte wie Lübeck liefen Schleswig den Rang ab. Im 13. Jahrhundert endete Schleswigs Blütezeit als zentrale Handelsstadt, aber sie blieb auch danach ein wichtiges politisches Zentrum der Schleswiger Herzöge. Im Jahr 1200 erhielt Schleswig das Stadtrecht und erlebt im Jahr 1218 mit der Krönung des Königssohnes Waldemar den Höhepunkt der dänischen Machtentfaltung im Mittelalter. Im Bereich des heutigen Lollfuss bestand im 16. Jahrhundert eine kleine Ansiedlung weniger Gebäude entlang des Verbindungswegs zwischen Schleswig und Gottorf. Unter dem Einfluss des Schlosses nahm die Besiedlung in der Folgezeit zu. Vor allem Bedienstete, Handwerker und Künstler des Hofes waren hier zu Hause, während sich in der heutigen Schleswiger Altstadt und in Friedrichsberg in erster Linie höhere Beamte niederliessen. Friedrichsberg entwickelte sich zeitgleich zum Lollfuss im Umfeld des Gottorfer Schlosses zu einer grösseren Siedlung, in die auch erste adelige Familien zogen. Ein entscheidender Impuls für die Entwicklung der Siedlung war der Bau des Gottorfer Dammes unter Herzog Adolf 1582, der Friedrichsberg mit dem Lollfuss auf dem nördlichen Ufer der Schlei verband. 1650 erhielt die Siedlung ihren jetzigen Namen Friedrichsberg nach dem Herzog Friedrich III. 1711 wurden die eigenständigen Siedlungen der Schleswiger Altstadt, Lollfuss und Friedrichsberg zur „combinierten Stadt“. Sie haben bis heute ihren eigenen Charakter bewahrt. Nach dem Grossen Nordischen Krieg (1700–1721) und dem damit verbundenen Sieg Dänemarks über das Herzogtum Schleswig-Holstein-Gottorf fielen die Gottorfer Anteile des Herzogtums Schleswig an den dänischen König, der zugleich Herzog von Schleswig war. Ab 1840 wurde der deutsch-dänische Konflikt das beherrschende Thema in der Stadt, deren Bürger sich überwiegend auf die Seite der deutschen Schleswig-Holsteiner stellten. Unter anderem entstand das Schleswig-Holstein-Lied in Schleswig. Gleichzeitig wurde das erste blau-weiß-rote Banner gezeigt. 1851 geht der Krieg gegen die dänische Herrschaft verloren, doch 1864 gewinnt Preussen mit Österreich an seiner Seite den Krieg gegen Dänemark. Schleswig wird Regierungssitz und Verwaltungshauptstadt der neuen preussischen Provinz Schleswig-Holstein. 1946 wird Kiel Landeshauptstadt, als Ausgleich erhält Schleswig den Sitz der Gerichtsbarkeit mit dem Oberlandesgericht.
Bahnhof-Empfangsgebäude:
Evangelische Dreifaltigkeitskirche:

Stadtmuseum im Günderoth’schen Hof:

Prinzenpalais:

Oberlandesgericht:

Wikingturm:

Schloss Gottorf:

Slesvighus – Theater:

Amtsgericht im Heespenhof:

Katholische Pfarrkirche Sankt Ansgar:

Evangelischer Dom St. Petri:

Aussichtsturm im Stadtpark Königswiesen:

Plessenhof:

Schleikarte neben der Tourist-Information:

Hotel Alter Kreisbahnhof:

Schmiedenhof:

Arbosches Haus:

Rathaus:

St.-Johannis-Kloster:

Windmühle Nicola:





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