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Tages-Archive: 21. Oktober 2025

21.10.2025: Der Brückenkran auf der Haedgehalbinsel im Rostocker Stadthafen ist ein denkmalgeschütztes Industriedenkmal aus den 1950er Jahren. Er gilt als bedeutendes Symbol für die maritime Geschichte der Hansestadt und den Wandel des Hafengeländes zur heutigen Bummelmeile. Der Kran wurde vom ehemaligen VEB Kranbau Eberswalde gefertigt. Es handelt sich um einen Brückenkran, der ursprünglich für den Güterumschlag, insbesondere am Kohlkai, genutzt wurde. Er befindet sich prominent auf der Haedgehalbinsel, in direkter Nachbarschaft zum Museumshafen Rostock. Der Kran ist nicht mehr in Betrieb und dient heute als maritimer Hingucker. Aufgrund von Unterspülungen der Kaianlage musste er in der Vergangenheit teilweise gesichert oder leicht versetzt werden, um die Standsicherheit zu gewährleisten:

21.10.2025: 1866 begann der Bau der neugotische Kirche zu Warnemünde. Das neue Gebäude, von Landbaumeister Krüger (Schwerin) entworfen und von Landbaumeister Wachenhusen (Rostock) ausgeführt, entstand damals am westlichen Ortsrand, heute steht sie in der Mitte des Ortes. Die Kirche ist zwar relativ jung, jedoch mit bedeutenden Ausstattungsstücken geschmückt, die aus dem Vorgängerbau übernommen wurden. Der gotische Schnitzaltar ist das Werk eines unbekannten Danziger Meisters vor dem Jahr 1475. Ein über 300 Jahre altes Uhrwerk steht seit Mai 2007 im Nordflügel der Kirche. Zu den aus der alten Warnemünder Kirche erhaltenen Gegenständen gehören auch die damals am dortigen Gestühl befestigten Hausmarken – etwa 60 Holzteile. Teilweise im Gras verborgen liegt vor dem Ostchor der Kirche eine 2,65 x 1,70 Meter grosse Steinplatte, die vermutlich im 19. Jahrhundert auf dem Gehweg zum Pfarrhaus lag. Dem Besucher der Warnemünder Kirche fallen zwei Gegenstände auf, die nicht in vielen Kirchen zu finden sind. In den Seitenschiffen sind zwei Votivschiffe zu sehen, die der Kirchgemeinde von den Warnemünder Lotsenkommandeuren Davids und Jantzen geschenkt worden sind:

21.10.2025: Bei der Windmühle aus dem Jahr 1866 handelt es sich um einen sogenannten Galerie-Holländer. Sie verfügt über eine sich mit dem Wind drehende Turmhaube, an der die Flügel befestigt sind. Unterhalb befindet sich eine umlaufende, begehbare Galerie. Die unter Denkmalschutz stehende Mühle war von 1867 bis 1991 in Betrieb. Sie steht in der Nähe des zentralen Kirchplatzes und des Kurparks in Warnemünde. Auch die benachbarte Mühlenstrasse ist nach dem ortsbildprägenden Bauwerk benannt. Nach einem Zwischenfall am 19. Mai 2025, bei dem ein Flügel abgebrochen war, wurden alle Flügel der historischen Mühle abmontiert. Im Innern des Gebäudes ist noch viel von der alten Mühlentechnik erhalten und auch die Flügel soll die knapp 160 Jahre alte Holländerwindmühle möglichst wieder bekommen. Derzeit wird allerdings erst einmal nach der Ursache dafür gesucht, warum ein Flügel abgestürzt war. Erst danach werde ein Plan dafür gemacht, wie es weitergehen soll:

21.10.2025: Die Mühle Lilly Louise wurde etwa im Jahre 1880 erbaut. Sie war der Anlaufpunkt für die Getreidebauern der Umgebung. Nach dem Krieg ging der Mühlenbetrieb von 1955-1995 weiter, denn der Müller Arlt kaufte die Mühle von dem Landwirt Bollhagen aus Dierkow-West. Anfang der 80er Jahre wurde die Mühle umgebaut und als Jugendclub Klaus Störtebeker geführt. Der Mühlenbetrieb ging weiter. Anfang der 90er Jahre wurde der Jugendclub aufgelöst und die Mühle der Familie Arlt zurückgegeben. 1993 wurde ein Teil der Mühle als Restaurant eröffnet. 1995 konnte der untere Teil der Mühle als historische Mühlenstube für viele Anlässe genutzt werden. Heute wird die Dierkower Mühle als beliebtes Restaurant genutzt. Für Feiern jeder Art stehen vier unterschiedliche, geschmackvoll gestaltete Räumlichkeiten zur Verfügung:

21.10.2025: Der neogotische Wasserturm hatte ein halbes Jahrhundert lang von seiner Inbetriebnahme 1903 bis zu seiner Stilllegung 1959 für die Versorgung der Stadt das Wasser bereitgestellt. 800 cbm, gespeichert in einem Hochbehälter, halfen ausserdem den Druck im angeschlossenen Leitungsnetz zu halten. Moderne Pumpen übernahmen dann diese Aufgabe. 1991 bis 1996 wurde der Rostocker Wasserturm vollständig saniert und umgebaut. Teile der technischen Ausrüstung sind erhalten. Der Turm besteht aus einem polygonalen Sockel aus Naturstein und einem nach oben schmaler werdenden Schaft aus Backstein. Er nimmt im oberen Teil im Umfang zu, denn hier ummantelte der Schaft den Hochbehälter. Der Wasserturm ist reich verziert. Die Anordnung von glasierten Backsteinen lässt Zierstreifen entstehen, die im ersten Abschnitt des Schaftes schräg aufsteigen. Ab da ergeben nun sie ein Zickzackmuster. Wie ein Gürtel legt sich ein Fries mit Kreuzmuster um den Turm. An seiner Vorderseite ist er durch ein Wappenmosaik aufgelockert. Dieses ähnelt dem früheren Rostocker Wappen. Am Übergang zum Hochbehälter schmücken Rundbogenarkaden den Schaft. Den Abschluss bilden sieben kupfergedeckte Türmchen. In ihren Zwischenräumen sind sechs Giebelelemente, deren spitzbogige Blendnischen hervorstehen, angebracht. Sie erinnern an Kirchenfenster. Nach Teilsanierung und Umbauten in den 1990er Jahren entstanden in dem ca. 40 m hohen Turm sieben Etagen, die teilweise als Depot für Kunstobjekte des Kulturhistorischen Museums genutzt werden. Weitere Sanierungsarbeiten wurden 2018, nach gründlicher Untersuchung des Wasserturmes, unumgänglich. Der Ringanker, der dem Bauwerk Stabilität verlieh, war defekt. Eindringende Feuchtigkeit machte dem Mauerwerk zu schaffen und die Turmbekronung drohte irgendwann zu kippen: