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Monats-Archive: August 2025

21.08.2025: Die Stadtmühle Teterow wurde 1800 gebaut. Sie beherbergt heute eine Gaststätte und ein Kulturzentrum. Das eingeschossige Fachwerkgebäude der Stadtmühle mit Mansarddach ist ein Beispiel für Bauten des Wiederaufbaus. Prägend sind die beiden Dacherker. Die Mühle stand am Mühlenteich, aufgestaut durch die Kleine Peene. Sie wurde betrieben durch ein unterschlächtiges Wasserrad, bei dem das Wasser unter dem Rad einen Kropf durchfliesst. Der offene Wasserzufluss wurde im Stadtinneren 1885 überdeckt und 2002/03 im Rahmen der Städtebauförderung im Bereich der Seestrasse wieder geöffnet. Ab 1973 gehörte die Mühle zur staatlichen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG). Bis 1991 war es ein Mischfutterwerk der LPG: 

21.08.2025: Von der Grundsteinlegung 1215 bis zur kompletten Fertigstellung gingen gut 200 Jahre ins Land, erkennbar an den unterschiedlichen Baustilen. Während der Altarraum mit der Sakristei auf der Nordseite im spätromanischen Stil errichtet wurde, sind das Langhaus und der Turm bereits gotisch. Kulturhistorisch bedeutend sind der Schnitzaltar aus dem 14. Jahrhundert, das gothische Triumpfkreuz sowie die Gewölbemalereien im Altarraum aus dem 13./14. Jahrhundert. In den acht Kappen der zwei Joche sind Motive der Geschichte Jesu mit der Schöpfungsgeschichte dargestellt. Diese Malereien wurden bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt und nach damaligen Duktus restauriert. 2009 war erneut eine Restaurierung notwendig. Die Fresken erstrahlen heute Dank modernster Laser- und Zellulosetechnik in vollem Glanz und ziehen viele Besucher in ihren Bann:

21.08.2025: Im Jahr 1910 wurde das Rathaus eingeweiht. Nach dem Krieg diente es der sowjetischen Besatzungskommandantur und später dem Polizeikreisamt als Domizil. Seit 1990 können die Stadtväter das Objekt wieder stolz ihr Eigen nennen. Seither ist viel passiert. Das Haus wurde aufwendig saniert und restauriert. Besucher sind immer wieder überrascht, im Innern nicht das typisch kahle Verwaltungsgebäude vorzufinden. Im Keller, in den Fluren und im Ratssaal sind immer wieder wechselnde Ausstellungen zu bewundern:

21.08.2025: Das gotische viergeschossige Backsteintor aus dem 14. Jahrhundert im Südosten des Stadtzentrums sicherte die Strasse nach Malchin ab. Das Tor verfügt über eine spitzbogige Durchfahrt bei einer quadratischen Grundfläche. Die Durchfahrt wurde nachträglich vergrössert. Geschmückt ist es auf der Feldseite mit zwei grossen waagrechten Putzblenden und Reihen von Spitzbogenblenden verschiedener Grössen in den Obergeschossen. Die Stadtseite ist weniger auffällig geschmückt mit einer Reihe Spitzbogenblenden im oberen Gebäudeteil. Beide Seiten werden mit einem gestaffelten Lünettengiebel geschmückt. Das Gebäude diente im 19. Jahrhundert als Stadtgefängnis und beherbergt seit 1990 das Stadtmuseum. Neben den Gefängniszellen, die besichtigt werden können, informiert es über die slawische Frühgeschichte, sowie über die Orts- und Regionalgeschichte:

21.08.2025: Mit der Wiedereröffnung des Kulturhauses Teterow ist die Stadt um eine traditionelle Veranstaltungsstätte reicher. Schon 1881 wurde das geschichtsträchtige Haus als Restaurant am damaligen Wilhelmsplatz eröffnet.  Später kam ein Hotelbetrieb hinzu. 1893 schloss sich der Salonbau an –  für die damalige Zeit in beträchtlichen Dimensionen. Es wurde besonders Wert auf eine gute Akustik gelegt, denn fortan sollte bei musikalischen und theatralischen Vorträgen der volle Effekt zur Geltung kommen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts warb der damalige Inhaber August Scharf mit Teterows grösstem Vergnügungssaal mit 1a Parkettboden. Schon damals gab es rauschende Feste und Aufführungen. Das Kulturhaus kann heute als Veranstaltungs-Location gemietet werden:

21.08.2025: Das zweigeschossige verklinkerte historisierende Gebäude in L-Form von 1885 mit einem Walmdach wurde als Kaiserliches Postamt im Stil der Gründerzeit für das Post- und Fernmeldewesen gebaut. Prägend ist an der Ecke der dreigeschossige reich verzierte Risalit als Stufengiebel mit einer Uhr und dem Portal mit zwei Fialen. Die Deutsche Post AG verkaufte das Haus 2004 und es wurde im Rahmen der Städtebauförderung 2010/11 nach Plänen von Roman Schumacher für Lars Bennke saniert und zu einem Wohn- und Geschäftshaus umgebaut:

21.08.2025: Im Jahr 1907 wurde der Turm erbaut und 1940 der Turmkopf neu in Stahlbeton und Klinker errichtet. In den 1970er Jahren endete der Betrieb des viergeschossigen Wasserturms , und 2011 erwarb ihn nach Leerstand die Stadt für ihre Wohnungsgesellschaft TWG. Im Turm und einem neuen dreigeschossigen Anbau entstanden nach einem Wettbewerb und einer Sanierung nach Plänen von Siegmund Konermann (Lübeck) im Rahmen der Städtebauförderung bis 2018 fünf Wohnungen:

21.08.2025: Der Bahnhof wird im Regionalverkehr von Zügen der RE-Linie 4 bedient. Auf dem Abschnitt Bützow-Güstrow-Teterow-Neubrandenburg-Pasewalk besteht eine stündliche Verbindung. Anbindung an die weiteren Ziele der Linie in Lübeck, Ueckermünde und Szczecin besteht alle zwei Stunden. Das zweigeschossige, elfachsige, verklinkerte Empfangsgebäude mit einem Mittelrisalit, dem verzierten Gesims und zwei seitlichen eingeschossigen Anbauten sowie den Warteräumen I. + II. Klasse, der III. Klasse und für die Damen wurde 1864 auch eingeweiht. Das Bahnhofsgebäude wird betrieblich nicht mehr genutzt. Die Galerie Teterow des Kunstvereins Teterow – eine Galerie für zeitgenössische Kunst – zog 2020 in das Gebäude ein. Im 250 qm grossen neoklassizistischen Wartesaal werden regionale und internationale Malereien und Grafiken sowie Mode, Keramik, Porzellan, Glas und Schmuck ausgestellt: 

TETEROW

(8.200 Einwohner, 10 m ü. NHN) ist eine mecklenburgische Stadt im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern, die im 13. Jahrhundert entstand. Von 1952 bis 1994 war Teterow Kreisstadt des gleichnamigen Kreises. Die Stadt ist Sitz des Amtes Mecklenburgische Schweiz, dem 15 Gemeinden angehören, selbst aber amtsfrei. Sie ist eines der 18 Mittelzentren des Landes und nach Güstrow und Bad Doberan die drittgrösste Stadt im Landkreis Rostock. Die Kleinstadt hat ein mittelalterlich geprägtes Stadtzentrum, das weder durch den Zweiten Weltkrieg noch durch die sozialistische Umgestaltung in der DDR beeinträchtigt wurde. Kleine Fachwerk- und Steinhäuser bestimmen deshalb das Bild der Strassen und Gassen in der Altstadt, deren Zentrum der Marktplatz mit dem neobarocken Rathaus und der dahinter stehenden, ab circa 1270 errichteten Stadtkirche St. Peter und Paul bildet. Aber auch die beiden mit gotischen Ornamenten verzierten Stadttore, das Rostocker Tor und das Malchiner Tor, tragen wesentlich zum romantischen Aussehen von Teltow bei. Gegründet wurde die Stadt um 1230 von Fürst Nikolaus I. zu Werle, um deutsche Siedler in dem vormals nur von Slawen bewohnten Gebiet anzusiedeln. Doch bereits vorher gab es auf der Burgwallinsel im Teterower See eine slawische Siedlung, die vor der Stadtgründung infolge der sächsischen Eroberungskriege aufgegeben wurde. Heute ist Teterow eines von mehreren touristischen Zentren in der Mecklenburgischen Schweiz, in der es zahlreiche Ausflugs- und Wandermöglichkeiten gibt, zu denen auch mehrere zu Hotels ausgebaute Schlösser und Gutshöfe gehören. Ausserdem gibt es im Sommer viele Bademöglichkeiten und Wassersportangebote auf den umliegenden Seen, besonders am Teterower See, am Kummerower See und am Malchiner See.

Bahnhof-Empfangsgebäude:

Bahnwasserturm:

Ehemaliger Schornstein mit Mobilfunkanlage:

Ehemaliges Postamt:

Kulturhaus:

Malchiner Tor:

Rathaus:

Rats-Apotheke – eröffnet am 17. Mai 1742:

Evangelische Stadtkirche St. Peter und Paul:

Alte Stadtmühle:

Feuerwehrmuseum:

Turmspitze von St. Peter und Paul vom Mühlenteich aus fesehen:

Theater Uhrenschule:

Bergring-Museum – die Ausstellungen sind in dem ehemaligen Mädchenschulhaus von 1885 zu sehen:

Rostocker Tor:

Rostocker Strasse:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Kurzbesuchs am 21.08.2025.