08.08.2025: Traditionelle Formen und modern-expressive Gestaltung lassen die Kirche von Paul Korff vertraut und doch neuartig erscheinen. Die Architektur kündet von der Ankunft des Neuen Bauens im Mecklenburger Land. Denn von Weitem fühlt sich der Betrachter an die Staffelgiebel mittelalterlicher Bürgerhäuser der Region erinnert. Doch es handelt sich um ein Gotteshaus, um einen experimentellen Bau der Neuen Sachlichkeit. 1928 wurde ein erster Entwurf für eine dreischiffige Kirche mit repräsentativem Turm und erhöhtem Altarhaus vorgelegt, der aus Kostengründen von der zuständigen kirchlichen Behörde in Osnabrück keine Zustimmung erhielt. Es galt, wie für Diasporakirchen damals üblich, eine möglichst hohe Funktionalität bei möglichst geringen Kosten zu erreichen. Dafür wählten die Architekten die dann ausgeführte reduzierte Gestalt ohne Turm und mit kostengünstigem Zollinger Lamellendach. Am 5. Mai 1929 erfolgte die Grundsteinlegung. Am 25. August 1929 konnte der Osnabrücker Bischof Wilhelm Berning den Bau feierlich konsekrieren. Im Laufe der Jahre wurden im Innenraum an den liturgischen Orten Veränderungen vorgenommen (bes. 1969/2011). Eine bauliche Veränderung erfuhr 2008 auch die Südseite der Kirche durch den Anbau eines Beichtraumes:
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