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Monats-Archive: Juli 2025

09.07.2025: Auf dem Gelände des früheren Schlosses wurde 1786 bis 1790 das Amtsgebäude errichtet, in dem bis 1928 die Verwaltung des herzoglichen Amtes Grevesmühlen untergebracht war. Von 1928 bis 1952 nutzte die Stadt das Gebäude bereits als Rathaus. Anschliessend waren hier bis 1990 das Volkspolizeikreisamt und bis 1995 die Polizeistation untergebracht. Nach einer umfangreichen Sanierung mit der Erweiterung um einen Bürobau war das Gebäude bis 2005 Sitz des Amtsgerichtes Grevesmühlen. Seitdem wird das Amtsgebäude wieder als Rathaus der Stadt Grevesmühlen und für die Verwaltung das Amtes Grevesmühlen-Land genutzt. Während der Sanierung fanden Ausgrabungen statt, bei denen zahlreiche archäologische Funde zu Tage traten. Ein Teil dieser Funde wird im Städtischen Museum Grevesmühlen gezeigt:

09.07.2025: Das historische Rathaus, das 1585/86 nach den Plänen des in Mecklenburg sehr bekannten Baumeisters Philipp Brandin auf den Fundamenten aus dem 14. Jahrhundert erbaut worden war, fiel dem Stadtbrand von 1659 zum Opfer. Das gegenwärtige Gebäude entstand 1715. Es wurde bis 1928 und zwischen 1952 und 1994 als Rathaus genutzt. Bis 1884/85 wies das Haus auf der Nordseite zum Markt hin eine Laube mit Arkaden auf, die dann zugemauert wurden, um zusätzliche Räume für das Rathaus zu schaffen. Diese Arkaden wurden bei der zwischen 1997 und 2000 erfolgten Sanierung wieder freigelegt und zu einem sehr schönen Restaurant des Gasthofes Altes Rathaus ausgebaut, dessen Einweihung am 6. April 2000 erfolgte. Der Wappenschmuck über dem Portal stammt aus dem Jahr 1585. Aktuell wird das Gebäude von der Wirtschaftsfördergesellschaft des Landkreises und vor allem von Janny’s genutzt. Neben dem Café gibt es einen Kneipenbetrieb und Coworking-Plätze für mobiles Arbeiten:

09.07.2025: Es handelt sich hier um ein Gründerzeitgebäude in der August-Bebel-Strasse 11. Das zweigeschossige neugotische Backsteingebäude aus roten Klinkern wurde von 1882 bis 1886 als Kaiserliches Postamt der Reichspost im Stil der Postgotik erbaut. Die Strassenfront wird durch glasierte Ziegel geprägt, die beiden Eingangsbereiche weisen Dreiecksgiebel auf, welche mit Risaliten bekrönt sind:

09.07.2025: Das Städtische Museum Grevesmühlen befindet sich neben der St. Nikolai Kirche, unweit des Marktes im Museums- und Vereinshaus am Kirchplatz. Der Altbau mit einer ornamentierten Fassade in Sichtmauerwerk aus dem Jahre 1855 wurde umfangreich saniert und erweitert. Eine ständige Ausstellung zur Ur- und Frühgeschichte unserer Region, Stadtgeschichte mit Multimediastation und eine Dauerausstellung zur Geschichte der Katastrophe des Luxusliners Cap Arcona, mit Filmbericht zu den damaligen Ereignissen, bieten dem Besucher umfangreiche Informationen zu geschichtlichen Fakten mit anschaulicher Darstellung. Verschiedene Sonderausstellungen bereichern die Museumslandschaft:

09.07.2025: Die Stadtkirche St. Nikolai ist ursprünglich eine Backsteinkirche des Übergangsstils von der Romanik zur Gotik, die im Laufe der Jahrhunderte stark überformt wurde. Die Kirche wurde etwa Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut. Der Turm der frühgotischen Hallenkirche war ursprünglich 92 Meter hoch. Nach einem Brand wurde die Spitze durch ein Satteldach ersetzt. Statt Altar und Kanzel füllt ein Taufbecken aus dem Jahr 1230 den Raum, der durch Weite und kraftvolle Formen besticht und dessen Ausgestaltung westfälischen Einfluss erkennen lässt:

09.07.2025: Das Haus wurde 1921/22 nach den Plänen des Grevesmühlener Stadtbaurates Karl Krämer als Verwaltungsgebäude des damaligen Amtes Grevesmühlen erbaut. Im 20. Jahrhundert diente das Gebäude als Sitz für das Finanzamt, das Volkspolizeikreisamt und von 1952 bis 1991 als Kommandantur der Roten Armee. Nach der Sanierung war es von 1994 bis 2005 das Rathaus der Stadt. Bereits 1922 zierte dieses Gebäude eine Wetterfahne, die auf dem kürzeren Ende eine Krähe, auf dem längeren Ende eine Gruppe von 3 Krähen darstellte. Sie erinnerten an den Spottnamen für Grevesmühlen Kreihnsdörp. Es war das erste Mal, dass sich Krähen auf diese Weise im Stadtbild zeigten. Vor dem ehemaligen Rathaus befindet sich seit 1996 ein etwa fünf Meter hohes Kunstwerk von Alexander Hässner. Das auf den ersten Blick abstrakt wirkende Metallgebilde zeigt bei genauerem Hinsehen Bezüge zum Stadtnamen Grevesmühlen. Zu erkennen sind zum Beispiel zwei Mühlenräder oder die Wellenbewegung fliessenden Wassers. Eine vergoldete Krähe thront auf diesem Kunstwerk, das deshalb auch als Grevesmühlen-Plastik bezeichnet wird:

09.07.2025: Das Amtsgericht Grevesmühlen war ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit des Landes Mecklenburg-Vorpommern im Bezirk des Landgerichtes Schwerin. Es wurde zum 13. Juli 2015 durch die Gerichtsstrukturreform aufgehoben und in eine Zweigstelle im Amtsgericht Wismar umgewandelt. Das Gericht befand sich in der Bahnhofstrasse 2-4. Dort ist jetzt die Zweigstelle untergebracht. Die einst prächtige neo-klassizistische Fassade von 1878/79 ist nicht erhalten. Das Gebäude zeugt dennoch von der wachsenden Bedeutung der Stadt Ende des 19. Jahrhunderts:

09.07.2025: Der Bahnhof Grevesmühlen liegt an der Bahnstrecke Lübeck-Bad Kleinen und wird von der Regional-Express-Linie RE 4 (Lübeck-Szczecin) im Stundentakt bedient. Die Bahnstrecke Grevesmühlen-Klütz begann in Grevesmühlen, der Personenverkehr wurde 1995 eingestellt. 1997 bis 2005 gab es auf der Strecke touristischen Verkehr mit historischen Lokomotiven und Triebwagen. Nach einem Umbau und der Sanie­rung strahlt das Bahnhofsempfangsgebäu­de aus dem Jahr 1871 heute in neuem Glanz. Die beein­druck­ende Ziegel­fas­sade mit Terra­kotta­steinen, Wand­bema­lungen, Holz­balken­decken und histo­rische Fliesen wurden erhalten und erinnern an die Ent­steh­ungs­zeit des Gebäudes, welches heute gleich­zeitig viel­fäl­tigen Nutzern modernsten Kom­fort bietet: