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Tages-Archive: 31. Juli 2025

31.07.2025: Das als prachtvoller Renaissancebau errichtete Gebäude des ehemaligen Rathauses von Gross Salze beherbergt heute das Salzlandmuseum. Im Kern ist das Objekt ein spätgotischer Profanbau aus der Zeit vor dem 15. Jahrhundert. Im Jahr 1536 wurde es durch den nördlichen Anbau erweitert. Im 18. Jahrhundert versah man das Rathaus mit dem Treppengiebel und einem Portal mit vergoldetem Siedekorb und Wappen der Pfännerstadt Gross Salze. Ebenfalls in dieser Zeit wurde das Satteldach mit dem zweigeschossigen Fachwerkturm errichtet, in dem noch heute eine Uhrglocke aus dem Jahr 1428 die Stunde schlägt. Sie war die erste und für lange Zeit auch die einzige Uhr im Ortsteil Gross Salze. Das Kreismuseum wurde 1924 gegründet und befindet sich seit 1954 im ehemaligen Rathaus. Es beherbergt eine umfangreiche Sammlung zur Früh- und Salzgeschichte, sowie zur Schifffahrt und zur Historie der Stadt. Mittlerweile wird die Sammlung stetig auch durch interaktive Elemente ergänzt und erweitert. In einem Multimediaraum können die Besucher virtuell den Landkreis bereisen und viel Interessantes erfahren:

31.07.2025: Zu Beginn des 15. Jahrhunderts beschlossen die Pfänner von Gross Salze eine Kirche bauen zu lassen. Genaugenommen baute man ursprünglich zuerst den Turm für eine Feuerwache. Nach einer Bauplanänderung wurde der Ursprungsbau erweitert. Es entstanden zwei Kirchtürme und ein Kirchenschiff. Die Kirche wurde im Jahr 1536 eingeweiht. 1550 wurden die Turmspitzen auf dem gotischen Unterbau aufgesetzt und der Bau somit vollendet. Die dreischiffige spätgotische Hallenkirche besitzt eine reiche Innenausstattung im Stil der Renaissance und des Barocks. Die ursprüngliche Ausstattung wurde jedoch bei einem Grossbrand im Jahr 1635 nahezu vollständig zerstört, so dass nach dem Ende des Dreissigjährigen Krieges durch die Pfänner eine neue und prunkvolle Ausstattung in Auftrag gegeben wurde. Diese brachte den Reichtum zur Geltung, den die adligen Pfänner erwirtschaftet hatten. Kulturhistorisch in höchstem Masse wertvoll und sehenswert zugleich ist der kunstvoll verzierte Hochaltar aus dem Jahr 1667. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Salzgewinnung eingestellt, die Pfännerschaft wurde aufgelöst. Dank umfangreicher und andauernder Renovierungs- und Sanierungsmassnahmen präsentiert sich die St. Johannis Kirche jedoch nach wie vor in alter Schönheit:

31.07.2025: Der 1470 erbaute Pfännerturm gehörte einst als flankierender Torturm des Elmener Tores zur Gross Salzer Stadtmauer. Er besteht aus Bruchstein und ist anhand des markanten Pyramidendachs erkennbar. Der Zugang ist nur auf der Höhe des ehemaligen Wehrgangs über das erste Obergeschoss möglich. Im späten Mittelalter diente der Turm als Gefängnis. Nach 1880 wurden sämtliche Tore der Stadt abgerissen. Einzig der Pfännerturm blieb noch erhalten. Teilweise sind heute noch Reste der Stadtmauer erkennbar. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutze man den Turm gar zum Wohnen. Das Torhaus wurde 1961 abgerissen. 1994 wurde der Turm umfassend in Stand gesetzt:

31.07.2025: Grosses Kurhaus – Das Grosse Kurhaus wurde 1872 als Hotel mit 120 Zimmern und einem Speisesaal für bis zu 500 Gästen eingeweiht. Es war bis zu seiner Schliessung gesellschaftlicher Mittelpunkt des Kurlebens in Bad Salzelmen. Anschliessend wurde es für medizinische Zwecke genutzt. Nach langjähriger Sanierung und der Errichtung eines modernen Anbaus zog 2006 das Innovations- und Gründerzentrum INNO-LIFE in das Objekt ein:

Kurverwaltung – Im Gebäude der Kurverwaltung befindet sich der Sitz der Verwaltung des Solparkes. Von hieraus wird die Pflege und Entwicklung des Kurparks überwacht und gelenkt. Dazu zählen die Erhaltung der Baudenkmale, die Förderung und Aufbereitung der Sole zu kurativen Zwecken sowie das Betreiben u. a. des Kurmittelhauses, des Solequells, des Kunsthofes und der Tourist-Information:

31.07.2025: Unmittelbar am Gradierwerk befindet sich das Lindenbad. Entworfen und konstruiert nach dem Vorbild grosser griechischer Architekten, stellt es sozusagen das historische Herzstück des Soleparks dar. Es wurde erbaut zwischen 1876 und 1878, als Ersatz für das damals zu klein gewordene Badehaus aus dem Jahre 1820. Vor den vier Säulen des Eingangsbereiches ziert ein prachtvoller Brunnen in mitten eines Blumenbeetes das Bauwerk. An den Seitenflügeln des Gebäudes stehen zwei lebensgrosse Marmorstatuen, welche die Gesundheit und die Heilkunde versinnbildlichen. 1999 wurde das Lindenbad umfangreich rekonstruiert. Heute beherbergt das Gebäude eine moderne Physiotherapie, wo neben klassischen physiotherapeutischen Anwendungen wie Massagen, Gymnastik, Hydro- und Elektrotherapie auch verschiedene Wassergymnastikkurse sowie Babyschwimmen in dem einem Natursole-Therapiebecken angeboten werden. Des Weiteren werden ambulante Kuren bei Beschwerden der Atemwege, der Haut oder des Bewegungs- und Stützapparates durchgeführt. Mit der Tinnitus-Kompaktkur ist das Lindenbad ausserdem spezialisiert auf die Behandlung des gleichnamigen Symptoms: 

31.07.2025: Besuch Bismarckturm Schönebeck (Höhe: 14 m, Einweihung: 1897). Der Verschönerungsverein von Groß-Salze regte den Bau dieses Bismarckturmes an. Der Entwurf incl. des Wirtschaftsgebäudes (als Gaststätte genutzt) stammt von Stadtbaurat Thurius, die Maurerarbeiten führte Maurermeister Vollbring im Jahr 1897 aus. Der aus Backsteinen gebaute Turm mit rundem Grundriss erreichte eine Höhe von 10 m. Über eine Wendeltreppe war die Aussichtsplattform ohne Feuerschale mit aufgesetztem Türmchen erreichbar. Im Jahr 1907 erhöhte man den Turm auf 13,5 m. Der Bismarckturm wurde Anfang der 1990er Jahre saniert und mit einem neuen Turmabschluss mit Brüstung versehen. Auf dem Bismarckturm hat man eine gute Aussicht auf die Magdeburger Börde:

Blick vom Turm in Richtung Frohser Berg und in Richtung Süden:

31.07.2025: Der Turm wurde 1776 im Auftrage des Pächters der Saline Schönebeck Abraham Gansauge erbaut. Er wurde aus Bruchsteinen errichtet, verfügt über sechs Stockwerke und ist 32 Meter hoch. Ursprünglich war der runde, sich nach oben verjüngende Turm der Rumpf einer Holländerwindmühle. Die Windkunst dient dazu die Sole aus dem unterhalb des Turms befindlichen 85 Meter tiefen Schacht III zu fördern, um sie zur Salzgewinnung zu nutzen. Die Solequelle lieferte täglich 1000 Kubikmeter Sole mit einem Salzgehalt von 10 bis 12 %. Bis etwa 1850 erfolgte der Solebezug der Saline Schönebeck ausschliesslich über diesen Schacht. Bereits 1792 erfolgte jedoch die Umstellung auf eine Förderung durch eine Dampfmaschine welche östlich des Turms errichtet wurde. Die mit 40 PS arbeitende Maschine gehörte zu den ersten Dampfmaschinen Preussens. Der Windmühlenaufsatz wurde entfernt. Ab 1829 folgten weitere Maschinenhäuser in der Umgebung des Turms, der sogenannte Kunsthof. Der Turm wurde auch weiterhin in Zusammenhang mit der Soleförderung genutzt, bis diese Ende des 20. Jahrhunderts auf eine andere Quelle, die Erlenquelle, verlagert wurde. Der Soleturm ist Teil des musealen Kunsthof Bad Salzelmen. Dort wird im Schausiedehaus von den Salzsiedern des späten Mittelalters berichtet, sowie Wissenswertes über die Salzproduktion und das Leben der Sieder dargestellt. Im Turm sind auch mehrere technische Einrichtungen der Soleförderung erhalten. Hier werden Details über die Erschliessung der Solequellen in Bad Salzelmen und über technische Fortschritte in der Soleförderung erklärt. Der Soleturm wird auch für Ausstellungen und Konzerte genutzt:

Schausiedehaus:

Rotes Haus:

31.07.2025: Das absolute Highlight und ein Muss für jeden der in Schönebeck (Elbe) zu Besuch ist, ist das historische Gradierwerk. Mit seiner einzigartig imposanten Bauweise versetzt es jeden Besucher in Erstaunen. Es wurde vom preussische Staat zwischen 1756 – 1765 zur Erhöhung der Salzkonzentration der Sole nach Plänen des Bergoberhauptmann Waitz Freiherr von Eschen auf einer Länge von 1323 m errichtet. In den Jahren 1774 – 1777 wurde es nochmals auf 1837 m verlängert. Damit ist es weltweit das grösste geradlinige jemals errichtete Gradierwerk, seinerzeit eine technische Meisterleistung und heute ein Zeugnis der herausragenden Baukunst der frühen Neuzeit. Seine wirtschaftliche Bedeutung verlor das Gradierwerk jedoch bereits 1890 mit der Fertigstellung des Salzschachtes auf der Saline-Insel wieder. Seither dient es nicht nur als Besuchermagnet, sondern auch der Freiluftinhalation. Dafür wird Sole aus einem Tiefbrunnen unterhalb des Kurparkes verrieselt. Im 38 m langen Anbau befindet sich seit 1999 das Inhalatorium. Mittlerweile besitzt das Gradierwerk noch eine Länge von 300,4 m. Der einstige Verlauf des Gradierwerks ist nach wie vor, beginnend amSolequell bis hin zur Auffahrt zum Bierer Berg erkennbar. Entlang dieser Strecke führt heute ein Wall, dessen gut ausgebaute Wege zwischen Bäumen und Sträuchern zum Spazieren gehen einladen. Auf dem Wall befindet sich auch ein Kinderspielplatz. Das Gradierwerk liegt direkt gegenüber dem Bahnhof Bad Salzelmen und ist von allen Seiten zugänglich. Das grosse weiße Tor ist gleichzeitig Eingang zum Solepark. Der Kunsthof Bad Salzelmen, welcher sich unmittelbar nebenan befindet, bietet regelmässige Führungen an. Nach dem Aufstieg auf das Gradierwerk erwartet Sie ein herrlicher Ausblick auf den Kurpark und die Bördelandschaft. Sie laufen entlang einer Holzplattform bis zum Uhrenturm, dahinter erblicken Sie den Nachbau einer ehemaligen Windmühle zur Soleförderung . Dazu erhalten Sie spannende Informationen über Geschichte, Bauweise und Funktion des Gradierwerks:

31.07.2025: In Schönebeck-Bad Salzelmen verkehren die S-Bahn Mittelelbe und der Regionalexpress RE 20 gemeinsam im 30-Minuten-Takt nach Magdeburg HBF, die in Schönebeck an allen Stationen halten. Der Bahnhof Bad Salzelmen befindet sich direkt gegenüber dem Haupteingang vom Kurpark. 1872 wurde er als Bedarfshaltepunkt erbaut und 1874 mit einer Wartehalle erweitert. Als die Eisenbahn 1901 bis nach Stassfurt fuhr, entstand ein richtiger Bahnhof. Das historische Empfangsgebäude zeichnet sich durch seine Fachwerkbauweise im Obergeschoss und das massive Erdgeschoss aus. Ein Teil des alten Bahnhofs wird als Ferienunterkunft unter dem Namen -Schlafen im alten Bahnhof Bad Salzelmen- angeboten:

SCHÖNEBECK (ELBE)

(10.200 Einwohner, 43 m ü. NHN) ist eine Stadt östlich der Magdeburger Börde an der Elbe, etwa 15 km südlich der Landeshauptstadt Magdeburg. Das Stadtzentrum liegt auf einer Höhe von etwa 50–52 m, das Stadtgebiet steigt nach Westen leicht an. Die östlich der Elbe gelegenen Ortsteile liegen niedriger, auf einer Höhe von etwa 47–48 m. Die höchsten Erhebungen sind der Hummelberg (94,4 m) und die Frohser Berge (115,5 m). Südwestlich der Stadt liegt der Bierer Berg mit Tierpark und Bismarckturm. Der Ort wurde 1223 erstmals als sconebeke (Ort am kleinen Bach) urkundlich erwähnt. Über Jahrhunderte prägte das Salz die Stadt. 1802 wurde hier das älteste Soleheilbad Deutschlands gegründet. Der historische Solepark Schönebeck/Bad Salzelmen erinnert bis heute an diese Ära. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Schönebeck zum Industriestandort. Bekannt war die Stadt später vor allem für das Traktorenwerk Schönebeck, das ab 1959 auf einem ehemaligen Junkers-Gelände aufgebaut wurde. Zu den ältesten Bauwerken zählen die Stadtkirche St. Jakobi und der Salzturm. Wer tiefer graben will, findet im Salzlandmuseum umfassende Exponate zur regionalen Geschichte. Heute ist die Stadt ein Knotenpunkt für den Tourismus, direkt am Elberadweg gelegen und Austragungsort des jährlichen Operettensommers am Bierer Berg.

Ehemaliges Bahnhofs-Empfangsgebäude Bad Salzelmen:

Gradierwerk Bad Salzelmen:

Soleturm Bad Salzelmen:

Lindenbad Bad Salzelmen:

Kurverwaltung und Grosses Kurhaus:

Bismarckturm Schönebeck auf dem Bierer Berg:

Blick vom Kastanienweg nach Bad Salzelmen auf dem Rückweg vom Bismarckturm:

Pfännerturm Bad Salzelmen:

Evangelische Kirche St. Johannis Bad Salzelmen:

Ehemaliges Rathaus von Gross Salze und heutiges Salzlandmuseum in Bad Salzelmen:

Burg Schadeleben und Burgkapelle:

Katholische Kirche Sankt Marien:

Amtsgericht:

Salzturm:

Rathaus Schönebeck:

Evangelische Kirche St. Jakobi:

Elbauenbrücke:

Ernst-Thälmann-Brücke:

Ehemaliges Gerätehaus der Stadtteilfeuerwehr:

Hauptbahnhof Schönebeck (Elbe):

Alle Aufnahmen entstanden während eines Tagesbesuchs am 31.07.2025.