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Tages-Archive: 30. Juli 2025

30.07.2025: Die Stephanskirche befindet sich auf der höchsten Erhebung Tangermündes, dem Prälatenberg. Sie zählt zu den herausragenden Bauwerken der norddeutschen Backsteingotik. Verschiedene Quellen schrieben dem Turm eine Höhe von 94 Metern zu. Einige wenige Tangermünder und auch Touristen äusserten über viele Jahre Zweifel an dieser enormen Höhe. Erst die Vermessung des Turms im Zuge der Sanierung (1998-2000) sollte den Skeptikern Recht geben und ergab eine Höhe von 87,5 Metern. Aber auch mit dieser Höhe darf St. Stephan für sich weiterhin beanspruchen, der höchste Kirchturm in der Altmark zu sein. Das erste nachweisbare Bauwerk ist eine romanische Backsteinkirche von vor 1188. Von diesem sind Teile im heutigen Bau erhalten, an der Aussenwand des letzten Langhausjoches befindet sich zwischen zwei kleinen gotischen Rundbogenfenstern ein romanisches Fenster. Die ursprüngliche Planung in den 80er Jahren des 12. Jahrhunderts, an St. Stephan in Tangermünde ein Domherrenstift einzurichten, wurde letztendlich zu Gunsten der in Stendal befindlichen Kirche St. Nikolaus entschieden. Die St. Stephanskirche in Tangermünde zählt zu den herausragenden Bauwerken der norddeutschen Backsteingotik. Aufgrund ihrer qualitätvollen Architektur und der wertvollen Ausstattung erreicht sie europäischen Rang:

30.07.2025: Die romanische Feldsteinkirche wurde um 1200 erbaut und dem Heiligen Nikolaus, dem Schutzpatron der Kaufleute und Schiffer, geweiht. Im Zuge der Reformation wurde sie 1538 profaniert und verlor ihre Funktion als Gotteshaus. Über die Jahrhunderte diente das Gebäude unter anderem als Garnisonsgefängnis, Lazarett, Feuerwehrhaus und Sitz von Kulturvereinen. Sie befindet sich direkt am markanten Neustädter Tor am westlichen Rand der Altstadt.:

30.07.2025: Ebenso wie das Hünerdorfer Tor war auch das Neustädter Tor ursprünglich eine Doppeltoranlage. Heute ist vor allem noch das innere Tor zu sehen. Reste des Vortores und Teile der Verbindungsmauer sind heute aber auch noch zu finden. Der kürzere rechteckige Turm des Neustädter Tors entstand um etwa 1300 und hatte eine zinnenbekrönte Plattform, die im 16. Jahrhundert durch ein Walmdach ersetzt wurde. Der höhere Rundturm und der überdachte Wehrgang zwischen den Türmen wurden um 1450 erbaut. Die aufgemalten Wappen über der Tordurchfahrt brachte man erst 1897 auf. Sie zeigen neben dem preussischen Königsadler, auch den Tangermünder und den Brandenburger Adler sowie den Reichsadler des Bismarckreiches von 1871 und den Adler des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Die St. Nikolai Kirche schliesst mit ihrem Turm direkt an das Tor an. Heute befindet sich in der Kirche ein urige Gaststätte. Eine Lücke in der Stadtmauer, welche im 19. Jahrhundert beim Bau einer Grundschule entstanden ist, wurde 2019 geschlossen. Neben dem Neustädter Tor sind auch das Hünerdorfer Tor mit dem Eulenturm und das Elbtor erhalten geblieben:

30.07.2025: Mit seiner gewaltigen Höhe von 47 Metern ist der Schrotturm einer der auffälligsten mittelalterlichen Wehrtürme der Stadt. Allerdings war der Turm ursprünglich wesentlich niedriger. Erst 1825 erhielt er seine heutige Höhe, als ein Tangermünder Kaufmann in dem Turm eine Schrotgiesserei einrichtete. Flüssiges Blei liess man hierzu aus grosser Höhe in einen Bottich mit Wasser fallen. Die so hergestellten Schrotkugeln erhielten mit dieser Methode die perfekte Kugelform:

30.07.2025: Der Turm liegt an der Kreuzung Friedrich-Ebert-Strasse / Karlstrasse ausserhalb der historischen Stadtmauern. Es ist ein klassischer Backsteinbau, der die Silhouette der Stadt im Westen ergänzt. Der Wasserturm wurde im Jahr 1904 erbaut und hat eine Höhe von 45 Metern:

30.07.2025: Die Bahnstrecke Stendal–Tangermünde ist eine Nebenbahn in Sachsen-Anhalt. Sie führt vom Eisenbahnknotenpunkt Stendal in der Altmark nach Tangermünde an der Elbe. Erbaut und betrieben wurde sie von der 1884 gegründeten Stendal-Tangermünder Eisenbahn-Gesellschaft. Die zehn Kilometer lange normalspurige Strecke wurde am 1. April 1886 für den Güterverkehr und wenige Tage später, am 7. April, für den Personenverkehr eröffnet. Anfangs wurden fünf bis acht Zugpaare täglich angeboten. Erst in jüngster Zeit hat sich die Zahl der Fahrten mehr als verdoppelt, seit auf der Strecke ein annähernder Stundentakt angeboten wird. Zunächst kamen für einige Jahre Doppelstocktriebwagen der Baureihe 670 zum Einsatz, diese wurden jedoch durch die als Baureihe 642 geführten Siemens Desiro Classic ersetzt. Seit dem Ende 1997 wird kein Güterverkehr mehr angeboten. Die Strecke zum Elbhafen wurde abgebaut. In der letzten Ausschreibung der Verkehrsleistung für die Strecke durch den Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt (NASA) ging die Hanseatische Eisenbahn als Gewinner hervor. Das zur Deutschen Eisenbahn Service AG (DESAG) gehörende Unternehmen befährt mit der Marke HANS und Dieseltriebzügen der Baureihe 640 (Alstom Coradia LINT) seit Dezember 2018 die Strecke:

TANGERMÜNDE

(10.200 Einwohner, 43 m ü. NHN) liegt an der Elbe im Südosten des Landkreises Stendal im nördlichen Sachsen-Anhalt. Die Kleinstadt liegt auf einer Hochfläche, die durch eine eiszeitliche Endmoräne gebildet wurde. Sie liegt am linken Ufer der Elbe direkt an der Mündung des Tangers in die Elbe, woher auch der Name Tangermünde stammt. Der historische Stadtkern, die Stephanskirche und die Burg sind durch ihre Hochlage vor Hochwasser sicher. „Die Elbfahrt nach Hamburg ist langweilig, nur bei Tangermünde, wo Reste einer aus den Tagen Kaiser Karls IV. herstammenden Burg aufragen, belebt sich das Bild ein wenig.“ So schrieb Theodor Fontane im Jahr 1844. Die über 1000 Jahre alte Stadt Tangermünde liegt in der Altmark, die zur ehemaligen Kurmark Brandenburg gehörte. Der Bischof Thietmar von Merseburg berichtete 1009 in seiner Chronik von einem Streit zweier Adliger. Tangermünde tritt darin als civitas tongeremuthi (Siedlung an der Tangermündung) erstmals in der geschriebenen Geschichte auf. Auch die Burg am Tanger wird in dieser Chronik des Merseburger Bischofes das erste Mal genannt. Sie war zum Schutz der damaligen deutschen Ostgrenze eine Reichsfestung, etwa 10 bis 15 Meter hoch über der Elbe und Tanger gelegen. Später ging sie in den Besitz der Markgrafen von Brandenburg über. Von 1373 bis 1378 diente sie Karl IV., römisch deutscher Kaiser und König von Böhmen als Nebenresidenz. Danach war sie eine zeitlang Sitz der Kurfürsten und Markgrafen aus dem Hause Hohenzollern. In Anlehnung an die Burg entwickelte sich im 12. Jahrhundert eine kaufmännisch gewerbliche Niederlassung, aus der die Stadt hervorging, 1275 erstmals urkundlich als solche erwähnt. Sie gehörte der Hanse an und erlebte, gemeinsam mit den anderen altmärkischen Städten, im 15. Jahrhundert eine wirtschaftliche Blütezeit. Damals entstanden viele Baudenkmäler, heutige Sehenswürdigkeiten. Später wurde Tangermünde eine kleine Landstadt, deren Bürger im 17. Jahrhundert an den Folgen mehrer Brände und an denen des Dreissigjährigen Krieges zu leiden hatten. Auch von der Schwarzen Pest blieb die Stadt nicht verschont.  So hinterliess dieses 17. Jahrhundert nichts als ein darnieder liegendes Städtchen, die letzten Spuren seiner einstigen Blüte waren durch Brand, Krieg und den schwarzen Tod dahingerafft. So kam es, dass Tangermünde Ende des 17. Jahrhunderts eine unbedeutende Landstadt ohne wirtschaftliche Bedeutung war. Dennoch entstanden gerade in dieser Zeit, die von Not und Armut geprägt war, Fachwerkhäuser mit schönen Portalen und sehenswerten Schmuckformen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Ort zu einer Industriestadt mit bis zu 14.000 Einwohnern. Da sich die Industriealisierung nördlich, ausserhalb Tangermündes vollzog und auch beide Weltkriege kaum Spuren hinterlassen haben, konnte die Stadt ihr ursprüngliches Fachwerkbild mit altem Gepräge bis in die heutige Zeit erhalten. Schon 1920 wird Tangermünde als das Nordische Rothenburg bezeichnet.

Empfangsgebäude des Bahnhofs:

Wasserturm:

Schrotturm:

Neustädter Tor:

Zecherei Sankt Nikolai:

Südlicher Eckturm der Stadtbefestigung:

Hafen und Tangermündung hinter dem Schleusentor:

Getreidespeicher am Hafen:

Evangelische Kirche St. Stephan:

Putinnen:

Stadtmauer vom Ufer der Tanger:

Historisches Rathaus:

Bronzeplastik der Grete Minde:

Stadthaus:

Ehemalige Kupferschmiedewerkstatt in der Kirchstrasse 17:

Historische Adler-Apotheke und das benachbarte Hotel Schwarzer Adler:

Lange Strasse 46 – eines der vielen Fachwerkhäuser in der Altstadt:

Hünerdorfer Tor (Eulenturm):

Elbtor:

Elbepegelanzeige:

Pegelhäuschen auf dem Hafendeich:

Restaurantschiff Störtebeker:

Südöstlicher Eckmauerturm:

Burg Tangermünde:

Burgmuseum:

Stadtrelief vor St. Stephan:

Exempel Gast- und Schlafstuben:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Tagesbesuchs am 30.07.2025.