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30.07.2025: Die Burg Tangermünde selber war mehrmals Residenzort verschiedener Landesherrscher. Erste Bedeutung erlangt sie im 14. Jahrhundert unter Kaiser Karl IV. Er  erwarb 1373 die Mark Brandenburg und somit die Altmark. Tangermünde lag für ihn strategisch günstig gelegen auf halben Wege zwischen den Hansestädten im Norden, wie Hamburg und im Süden Prag – seiner Hauptresidenz. Er wollte den Handel zwischen diesen Orten forcieren. Nachweislich soll Kaiser Karl IV. zwei Drittel seiner letzten fünf Lebensjahre auf der Burg zu Tangermünde residiert haben. Es war eine Hochzeit für die Burg und für die Stadt und wer weiss, was aus Tangermünde geworden wäre, wären seine Pläne durchgesetzt worden. Aber nach seinem Tode kam alles anders. Eingesetzt vom Sohne Kaiser Karls IV. als Obersten Verweser und Hauptmann der Mark Brandenburg wurde 1412 der Burggraf Friedrich VI. von Nürnberg. Der Hohenzollern Burggraf und späterer Kurfürst Friedrich I. und seine Söhne residierten bis 1451 auf der Burg zu Tangermünde. Die Schweden zerstörten im dreissigjährigen Krieg das Schloss. Allein sein Tanzhaus aus dem 14. Jahrhundert ist auf der Hauptburg erhalten geblieben. An der Stelle des Schlosses steht seit über 300 Jahren ein Barockbau, in dem sich heute das Hotel Schloss Tangermünde befindet.

Der im 14. Jahrhundert errichtete Bergfried wird Kapitelturm genannt, da er einst als Getreidespeicher für das Berliner Domkapitel diente. Er ragt 50 Meter empor und hat sechs Stockwerke. Er wird heute als Aussichtsturm genutzt und bietet einen weiten Ausblick über Tangermünde und das Umland:

Burgmauer und Hexenturm:

Im Jahre 1909 stiftete Kaiser Wilhelm II der Stadt Tangermünde ein Denkmal für ihren bedeutendsten Bewohner – Kaiser Karl IV. Dieser residierte 1373 – 78 in Tangermünde:

Schloss – Kaiser Karl IV. baute in seiner Residenzzeit in Tangermünde auch die aus dem ersten Jahrtausend stammende Burg aus. Die Gebäude aus seiner Zeit wurden grösstenteils im Dreissigjährigen Krieg zerstört. Knapp 70 Jahre später wurde das heutige Schloss im Stil des Landbarock wieder aufgebaut. Das Schloss Tangermünde ist heute ein Restaurant und Hotel mit grandiosem Elbblick:

Die Kanzlei (Tanzhaus) aus dem 14. Jahrhundert im inneren Burghof:

Das Denkmal für Friedrlich I. auf der Burg erinnert an den ersten Hohenzollern-Kurfürsten, vormals Burggraf Friedrich VI. von Nürnberg. Als Markgraf Friedrich I. führt er die Reihe der Ansbacher Markgrafen an. Geschaffen und eingeweiht wurde das Denkmal von dem Bildhauer Ludwig Manzel 1912, als sich der Einzug des ersten Hohenzollern in die Mark Brandenburg zum 500. Mal jährte:

Der Gefängnisturm der ehemaligen Burg wurde um 1480 errichtet. Er diente zur zusätzlichen Sicherung der Anlage. Erst im 18. Jahrhundert wurde er dann tatsächlich zur Verwahrung von Gefangenen genutzt. Sein Kegeldach erhielt der Turm 1912…davor das Burgtor:

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