Rathäuser
17.06.2022: Das St. Josefshaus, früher auch Stadthaus oder Rodes genannt, war das ehemalige Rathaus Bad Cambergs. Es wurde 1827 als ein schlichter Putzfachwerkbau im ländlichen Klassizismus errichtet, der im Stil der damaligen Zeit als verputztes Gebäude das Aussehen eines repräsentativen Massivbaues haben sollte. Vielseitig ist die Geschichte dieses Gebäudes, das zur Zeit der Erbauung das Wachpersonal und die Stadtverwaltung mit den Stadtschultheissen, später Bürgermeister genannt, beherbergte. Bis 1917 diente das Gebäude als Rathaus, anschliessend erwarb es
die katholische Kirchengemeinde. Diese richtete hier den ersten Kindergarten der Stadt ein und nutzte es als Vereinshaus für die vielfältigen kulturellen Veranstaltungen. Bis 1959 diente das Gebäude diesem Zweck und jetzt wird es als Gastronomie wiederbelebt:

04.06.2022: Das Wismarer Rathaus befindet sich auf der Nordseite des Marktplatzes. Es handelt sich um ein klassizistisches Gebäude, das zwischen 1817 und 1819 nach den Plänen des Schweriner Hofbaumeisters Georg Barca erbaut wurde. Das Rathaus, ein schlichter Putzbau mit einem rechteckigen Grundriss, gliedert sich in zwei Haupt- sowie ein Zwischengeschoss. Besonders hervorzuheben ist der von Säulen getragene Balkon über dem Eingangsbereich sowie die Seitenrisalite. Bei letzteren handelt es sich um hervorstehende Gebäudeteile, die auch häufig in der Architektur des Barock und der Renaissance zu finden sind. Das Rathaus gilt aufgrund umfassender denkmalpflegerischen Arbeiten sowohl aussen als auch innen als Attraktion. Sehr sehenswert ist ebenfalls der im östlichen Seitenflügel liegende Festsaal, der im Stil des Klassizismus restauriert wurde. Des Weiteren befindet sich in dem Gebäude der gotische Rathauskeller, der aus einer zweischiffigen Halle mit Kreuzrippengewölben besteht. Er gilt als eine der grössten mittelalterlichen Kelleranlagen im Norden Deutschlands und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Neben einer Wandmalerei aus dem 14. Jahrhundert bezog man des Weiteren Teile des ursprünglichen Fussbodens sowie einen Brunnen in die Gestaltung des Rathauskellers ein:

02.06.2022: Das historische Rathaus in Lüneburg ist eine absolute Besonderheit. Es entstand im Laufe mehrerer Jahrhunderte und beherbergt Gebäude aus vielen Stilepochen. Das Grundgebäude entstand um 1230 und ist bis heute Sitz der Lüneburger Verwaltung. Das Lüneburger Rathaus ist das grösste mittelalterliche Rathaus Norddeutschlands. Der Reichtum der Hanse in Lüneburg spiegelt sich auch im Rathaus wieder. Nur während der Führungen lassen sich die eindrucksvollen Gebäudeteile, wie Gerichtslaube, Fürstensaal, Altes Archiv, Kanzlei und grosse Ratsstube besichtigen, weil sie so kostbar sind. Da das Rathaus keine Kriegsschäden erlitten hatte, ist es wunderbar erhalten. Die meisten Gebäude gehören in die Epoche der norddeutschen Backsteingotik. Nachdem jedoch die gotische Fassade zum Marktplatz durch ein Unwetter 1703 beschädigt wurde, entschied man sich, bis 1720 eine barocke Fassade davor zu stellen. Wenn sie ein Glockenspiel hören, dann kommt es aus dem Rathausturm. Hier befindet sich ein Glockenspiel aus Meissener Porzellan, das regelmässig spielt. Der Boden der Gerichtslaube ist noch im Originalzustand aus dem 14. Jahrhundert und mit Glasplatten abgedeckt. Die Decken- und Wandmalereien sind eindrucksvoll und stellen das Jüngste Gericht dar. Auch die spätgotischen Fenster sind erhalten. Im Raum befindet sich auch eine Truhe, in der das Ratssilber aufbewahrt wurde. Überhaupt war Lüneburg durch das Salz sehr reich geworden, es gab hier im Rathaus den grössten Silberschatz aller deutschen Städte. Der Fürstensaal ist einer der grössten säulenfreien Säle seiner Zeit und damit ein echtes Kunstwerk. An den Wänden finden sich die Lüneburger Fürsten wieder. Die große Ratsstube ist mit Eichenholzschnitzereien und Wandmalereien reich verziert. Der Saal entstand während der Renaissance und ist ein ideales Beispiel dafür, wie die Lüneburger das Rathaus immer wieder durch Anbauten vergrösserten. In der Ratsstube wurden auch die Bürgermeister Lüneburgs gewählt. Die Macht der Lüneburger war so gross, dass sogar das herzogliche Schloss auf der Schattenseite des Rathauses liegt. Dies war zur damaligen Zeit ein Affront, musste aber vom Herzog geduldet werden:

Rathausgarten:

03.05.2022: Das elegante Rathaus mit seinem geschweiften Giebel, feinem Stuck und den Türmen stammt aus dem Jahr 1589. Es ist eines der berühmtesten Bauwerke in Memmingen. Der imposante Renaissancebau befindet sich im Nordosten des Marktplatzes und direkt vor dem ältesten Teil der Stadtbefestigung. Durch einen Übergang ist es mit dem Welfenhaus verbunden. An der prachtvollen Vorderseite befindet sich ein grosses Tor, das von zwei kleineren Eingangstüren umrahmt wird. Ehemals diente das Tor dazu, Fuhrwerke in die Rathaushalle durchzulassen. Darüber ist ein Erker mit mechanischer Uhr und Turm angebracht. Alle drei Erkertürme sind mit welschen Hauben gedeckt. Die helle Fassade trägt um die Fenster herum reichlich Stuck. Vor dem Rathaus befindet sich der neobarocke Marktbrunnen, der im Jahr 1994 neu erbaut wurde:

12.04.2022: Das Rathaus ist ein 1964 erbauter Zweckbau, der im Jahr 1994 renoviert wurde. Auf dem Vorplatz steht der Rathausbrunnen, der im Jahr 1990 errichtet wurde:

12.04.2022: Das Rathaus befindet sich an dem historischen Marktplatz in Mosbach. Erbaut wurde es zwischen 1557 und 1558 auf den Grundmauern der ehemaligen Cäcilienkirche, deren Auflösung im Zuge der Reformation erfolgt war. In dem im Stil der Renaissance gestalteten Gebäude befanden sich auf vier Stockwerken verteilt verschiedene Bereiche. In der unteren Etage war eine Markthalle untergebracht. Hier verkauften Bäcker und Metzger ihre Waren. Darüber befand sich der Bürgersaal, in dem der Stadtrat bis heute tagt. Auch wurde hier früher Gericht gehalten. Zudem sind hier mehrere Amtsräume, die Ratsküche und das historische Archiv untergebracht. Im darüberliegenden Stockwerk traf sich einst die Bürgerschaft zum Tanzen und geselligen Beisammensein. Das Obergeschoss wiederum wurde für die Lagerung von Getreide genutzt. Für Besucher besteht heute die Möglichkeit, den 34 Meter hohen Rathausturm zu besteigen. Von oben haben sie einen schönen Ausblick über die Stadt Mosbach:

28.03.2022: Das Rathaus ist das Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde Landstuhl. Mit der Eröffnung des „Moorbads Sickingen“ begann vor 125 Jahren für Landstuhl eine über Jahrzehnte hinweg dauernde erfolgreiche Epoche als Kurstadt. Das Rathaus wurde 1896 als Kurhotel (Schlosshotel) erbaut. Im Jahr 1908 wurde es vom Verein für Volksheilstätten gekauft. Das Gebäude diente fortan als Genesungsheim zur Unterbringung männlicher Erholungsbedürftiger. Seit 1942 wird das Gebäude als Rathaus genutzt:

26.03.2022: Das Gebäude für alle Verwaltungsangelegenheiten der Gemeinde Bebra wurde in den Jahren 1980-82 erbaut und liegt am Rathausmarkt 1:

26.03.2022: Beim Bitzenhof handelt es sich wohl um eine sehr alte, ursprünglich ausserhalb von Bebra gelegene Wehrhofanlage, einem fränkischen Kastell. Vom 13. bis zum 15 Jahrhundert sind erste Lehnsträger bekannt: von Baumbach und von Trott. Mit dem 1629 getätigten Verkauf an den landgräflichen Rentmeister Barthold Winter ging der Hof in bürgerlichen Besitz über. Die Familie Winter war es dann auch, die das stattliche heutige Herrenhaus erbaute. Nach vielen Besitzerwechseln musste der Hof Anfang des 20. Jahrhunderts versteigert werden. Der Kreis Rotenburg erwarb das Gut samt Ländereien und richtete eine Wander-Arbeitsstätte ein. Umliegende Gutsgebäude und Ländereien wurden weiterveräussert. 1935 hielt die NSDAP als Mieter Einzug. Nach dem Zweiten Weltkrieg war in dem Gebäude kurzzeitig eine Kleiderfabrik ansässig. Von 1950 bis 1982 nutzte die Stadtverwaltung das Anwesen als Rathaus, danach zog das Haus der Kultur ein. Seit 2018 werden im Restaurant „Altes Rathaus“ mediterrane Gerichte angeboten:

26.03.2022: Den Mittelpunkt der historischen Altstadt bildet der in seiner ursprünglichen Form erhaltene Marktplatz mit dem Rathaus. Der in den Jahren 1597–1598 errichtete prächtige Renaissancebau des Rathauses wies eine Besonderheit auf. Den Giebel zierte eine überlebensgroße Steinfigur, die den heiligen Jakobus darstellte. Nach schweren Beschädigungen während des Dreissigjährigen Krieges wurde 1656 das Rathaus ausgebaut und erhielt einen Fachwerkgiebel ohne die Steinfigur. Aus dieser Zeit stammen auch noch die Antrittspfosten des spätbarocken Treppenhauses:
