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Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten

26.05.2023: Schon seit 1566 ist in Dilsberg eine reformierte Gemeinde nachweisbar, die bis zum Dreissigjährigen Krieg ihre Blütezeit hatte. Von den darauffolgenden unruhigen Zeiten hat sie sich nie mehr ganz erholt. Nach 1705 versank sie in Armut und Niedergang. 1871 – 1873 wurde die heutige evangelische Kirche von der Evangelischen Pflege Schönau (Architekt  K.H. Behaghel) unter grossem Einsatz der Dilsberger Gemeinde gebaut, die zum grössten Teil aus armen Kuhbauern bestand, die mit ihren Tieren nicht mehr als eine Stunde am Tag Lasten fahren konnten. Heute sind die Fenster der schönste sichtbare Schmuck der Kirche, die in den Jahren 1960-1966 nach Entwürfen von Peter Valentin Feuerstein aus Neckarsteinach geschaffen wurden. Die alte Steinmeyer-Orgel von 1894 wurde 1982 vervollständigt und erweitert:

26.05.2023: Die Befestigungsanlage Dilsberg erhebt sich weithin sichtbar auf einem Bergkegel über dem Neckartal in der Nähe der idyllisch gelegenen Reichsstadt Neckargemünd. Um 1150 von den Grafen von Lauffen erbaut, ging sie im 14. Jahrhundert in das Eigentum der Kurpfalz über und erhielt 1347 das Stadtrecht. Lange Zeit galt die Burg als uneinnehmbar, bis sie schliesslich im Dreissigjährigen Krieg von den kaiserlichen Truppen unter Tilly nach langer Belagerung besetzt wurde. 1633 nahmen die Schweden die Festung erneut ein. Trotz harter Kämpfe wurde die Burgfeste niemals militärisch erstürmt und auch nicht zerstört. Mit dem Ende der Kurpfalz fiel die Feste Dilsberg im Jahre 1803 gemeinsam mit dem Ort an das Land Baden und diente als Staatsgefängnis. Im 19. Jahrhundert war die Anlage dem Verfall preisgegeben und wurde als Steinbruch genutzt. Anfang des 20. Jahrhunderts nahm das touristische Interesse an der Festung immer weiter zu und sie wurde umfangreich saniert und rekonstruiert. Der beeindruckende 46 Meter tiefe Brunnen im Burghof versorgte in Belagerungszeiten die Verteidiger mit lebensnotwendigem Wasser. Eine der Besonderheiten der Feste ist der unterirdische, rund 80 Meter lange Brunnenstollen einige Meter oberhalb des Wasserspiegels, der 1896 von Fritz von Briesen wiederentdeckt und 1926 freigelegt worden war. Vermutete man früher, dass der Stollen bei Belagerungen einen rettenden Weg aus der Festung darstellte, so ist es heute wahrscheinlicher, dass der Gang zur Belüftung diente. Burg und Stadt Dilsberg bilden noch heute ein reizvolles Ensemble mit mittelalterlichem Gepräge. Über den Treppenturm gelangt man auf die gewaltige, 16 Meter hohe Mantelmauer, von der aus sich ein herrlicher Panoramablick über den Ort und das Neckartal öffnet:

Das Kommandantenhaus – das Gebäude diente im 17. Jahrhundert als Wohnung des Kommandanten der Dilsberger Garnison, später hatte es verschiedene Funktionen inne, Rathaus, Schule und Gefängnis waren hier untergebracht. Wegen der privaten Wohnnutzung blieb das Gebäude bis heute erhalten:

26.05.2023: Ruprecht I., Kurfürst von der Pfalz, stiftete 1378 eine ewige Messe in Dilsberg. Das Wormser Synodale von 1494 erwähnte eine Kapelle in Dilsberg, die St. Oswald geweiht war. 1556 führte Kurfürst Ottheinrich die Reformation in der Kurpfalz ein, bei der Pfälzischen Kirchenteilung jedoch fiel die Kirche 1707 wieder an die Katholiken. Durch die Garnison war Dilsberg einer der wenigen Orte in der Kurpfalz, in der die Katholiken im frühen 18. Jahrhundert die Mehrheit der Bevölkerung stellten. Nach den Plänen von Kaspar Valerius wurde zwischen 1733 und 1735 eine neue Kirche erbaut, wobei ein Teil des Mauerwerks der alten Kapelle in den Bau miteinbezogen wurde. Zugleich wurde in Dilsberg eine eigenständige Pfarrei eingerichtet. Zwei Jahre später wurde die Kirche dem Apostel Bartholomäus geweiht. 1864 wurde die Kirche vergrössert und der alte Dachreiter durch einen neobarocken Kirchturm ersetzt. Zwischen 1962 und 1965 fand eine aufwendige Restaurierung statt. Die Pfarrei gehört heute zur Seelsorgeeinheit Neckargemünd im Dekanat Kraichgau im Erzbistum Freiburg. Die St.-Bartholomäus-Kirche steht im Nordosten von Dilsberg hoch über dem Neckar. Sie ist ein einschiffiger Gewölbebau. Von der alten Kapelle hat sich ein Fresko aus dem 14. Jahrhundert erhalten, das die Heilige Margarethe darstellt. Die beiden Seitenaltäre und die Kanzel aus Holz gehören zur Originalausstattung der Kirche aus dem 18. Jahrhundert:

26.05.2023: Die Staustufe Neckarsteinach ist eine Flussstaustufe des Neckars und besteht aus einer Doppelschleuse am rechten Ufer, einem dreifeldrigen Wehr am linken Ufer und einem Kraftwerk in der Mitte der gesamten Anlage. Über die Mitte der Anlage läuft die Landesgrenze zwischen Hessen und Baden-Württemberg, wobei sowohl die Schleusen, als auch das Kraftwerk und die in Fliessrichtung des Neckars gesehen rechte Hälfte des Stauwehrs zu Hessen gehören. Die linke Hälfte des Stauwehrs, unterhalb von Dilsberg, gehört zur Gemarkung von Neckargemünd und damit zu Baden-Württemberg. Das Stauwehr ist vom Rhein aus gesehen die fünfte Anlage und ist die einzige Anlage am Neckar, welche sich über zwei Bundesländer erstreckt:

26.05.2023: Der heutige Haltepunkt und ehemalige Bahnhof Neckarsteinach ist neben dem Haltepunkt Neckarhausen bei Neckarsteinach eine von zwei in Betrieb befindlichen Bahnstationen in der südhessischen Stadt Neckarsteinach, 15 km östlich von Heidelberg. Er liegt an der Neckartalbahn von Heidelberg nach Bad Friedrichshall. Von 1928 bis 1981 zweigte hier eine Nebenbahn nach Schönau von der Neckartalbahn ab. Seit Dezember 2003 ist er Halt der Linien S1 und S2 der S-Bahn Rhein-Neckar. Das Empfangsgebäude des Neckarsteinacher Bahnhofs steht südwestlich der Gleise. Es stammt aus dem Jahr 1879 und ist im neoklassizistischen Stil gebaut:

22.05.2023: Der Bahnhof Karlstadt (Main) liegt an der Main-Spessart-Bahn (Würzburg–Aschaffenburg) und wurde am 1. Oktober 1854 eröffnet. Er wird meist stündlich vom Regionalexpress der Linie Würzburg – Frankfurt (Main) und von Regionalbahnen der Linie Würzburg-Gemünden (Main)-Jossa bedient. Das Stationsgebäude stammt noch aus der Anfangszeit der Ludwig-West-Bahn und wurde nach Plänen des Architekten Gottfried von Neureuther gebaut. Zur weiteren Ausstattung des Bahnhofs gehört neben dem Hausbahnsteig noch ein Mittelbahnsteig. Der Güterschuppen ist ebenfalls noch erhalten aber inzwischen gleislos. Auch der Abstell- und Güterverladungsbereich mit Gleiswaage wurde bereits zurückgebaut:

22.05.2023: Die bis 1973 selbständigen Finanzämter Karlstadt und Marktheidenfeld sind als Aussenstellen seit der Gebietsreform dem Finanzamt Lohr zugeordnet. Beim Amtsgebäude in Karlstadt handelt es sich um einen dreigeschossigen Walmdachbau mit haubengedeckten Konsolerkern. Es wurde 1908 im Stil der Neorenaissance des frühen 17. Jahrhunderts erbaut:

22.05.2023: Den Heiligen Wolfgang und Jacobus geweiht wurde sie 1438 errichtet und diente spätestens seit Ende des 16. Jahrhunderts dem 1369 gegründeten und 1960 aufgelösten Pfründnerspital als Gotteshaus. Das Spital stand alten, pflegebedürftigen Personen aus der Stadt und den Amtsdörfern zur Verfügung. Beim Umbau von 1612 erhielt die Kirche ihre heutige Gestalt mit den nachgotischen Masswerkfenstern, dem Glockentürmchen und dem Eingangsportal im Renaissancestil der Echterzeit. Im inneren sind vor allem die an der Nordwand und im Chor freigelegten Fresken des späten 15. Jahrhunderts bemerkenswert. Sie zeigen hauptsächlich Reste eines eindrucksvoll realistischen Passionszyklus. Die Seitenaltäre (um 1700) und das prächtig gerahmte Maria-Hilf-Bild an der Südwand stammen aus der Stadtpfarrkirche:

22.05.2023: Das Amtsgericht Karlstadt war ein von 1879 bis 1973 bestehendes bayerisches Gesicht der ordentlichen Gerichtsbarkeit mit Sitz in der Stadt Karlstadt. Karlstadt wurde im Jahr 1804 Sitz eines Landgerichts älterer Ordnung. Mit Inkrafttreten des Gerichtsverfassungsgesetzes am 1. Oktober 1879 wurde ein Amtsgericht zu Karlstadt errichtet. Übergeordnete Instanz war das Landgericht Würzburg. 1973 wurde das Amtsgericht dem Amtsgericht Gemünden am Main eingegliedert. Das Amtsgericht war untergebracht in einem zweiflügeligen, zweigeschossigen im Jahr 1902 errichtetem Mansardwalmdachbau mit rundem Eckturm: