Kulturstätten
28.02.2022: Das Aktive Museum Südwestfalen in Siegen befindet sich in einem 1940 erbauten Luftschutzbunker, der auf den Grundmauern der am 10. November 1938 mutwillig niedergebrannten Synagoge, errichtet wurde. Sie war am 22. Juli 1904 eingeweiht worden und diente den Jüdinnen und Juden im Siegerland bis zu ihrer Zerstörung über drei Jahrzehnte als Ort der Zusammenkunft und des Gottesdienstes. Zurzeit befindet sich das Aktive Museum Südwestfalen in einem umfangreichen Umbau- und Erneuerungsprozess. In diesem Rahmen entsteht eine neue Dauerausstellung. Vor dem Hintergrund der wechselseitigen Geschichte des Ortes erzählt sie von Menschen aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein in der Zeit des Nationalsozialismus. Von jenen, die diskriminiert, verfolgt und ermordet wurden, aber auch von Bürgerinnen und Bürgern, die diese Verfolgung möglich machten. In der Ausstellung, vielfältigen Führungen und Workshops werden dabei in einem umspannenden Bogen auch aktuelle, gesellschaftliche Fragen diskutiert: Welche Werte machen unsere Gesellschaft aus und wie wollen wir zusammenleben?:

22.09.2021: Den Nutzungsmöglichkeiten in der Stadthalle Weinheim sind keine Grenzen gesetzt. Das Kulturzentrum der Stadt Weinheim präsentiert sich technisch auf dem allerhöchsten Niveau. Veranstaltungen wie Theater, Bälle, Konzerte, Kongresse, Gala-Diners, Bankette, Empfänge, Jahrgangstreffen und Jubiläen werden mit einer hervorragenden Akustik und einem freundlich frischen Ambiente zu absoluten Highlights. Sowohl kulturelle und gesellschaftliche als auch geschäftlichen Anlässe finden in der repräsentativen Stadthalle die perfekten Räumlichkeiten. Ob grosser und kleiner Saal oder Studiobühne, jeder Veranstaltung wird eine besondere Note verliehen:
08.09.2021: Die Babenhausener Stadthalle wurde 1984 umgebaut und erweitert. Der grosse Bürgersaal wurde erhalten und durch eine Galerie mit Logenplätzen ergänzt. Das neue gemeinsame Foyer verband ihn mit zusätzlichen Tagungsräumen und dem Restaurant. Jugendclub, Sozialstation und Pächterwohnung ergänzten das Ensemble. Den Bereichen wurden differenziert gestaltete Freiräume zugeordnet. Vierzig Jahre später standen die Kommunalpolitiker und die Stadtverwaltung vor der Frage: Sanierung oder Neubau der Stadthalle. Für eine Instandsetzung und Sanierung der Stadthalle hätten nach einer Grobschätzung etwa zehn Millionen Euro investiert werden müssen. Ein Neubau – inklusive Abriss – wurde mit rund elf Millionen Euro veranschlagt. Dass sich in der Stadthalle wegen Mängeln bei der Sicherheits- und Fluchtwegebeleuchtung zu der Zeit bei Veranstaltungen nur 180 Menschen – und das auch nur bei Tageslicht – aufhalten durften, trieb die kulturtreibenden Vereine und Institutionen der Kernstadt um. In einem offenen Brief an Stadtverordnetenvorsteher Ingo Rohrwasser, die politischen Fraktionen und den Magistrat hatten der Carnevalverein, das Blasorchester, der Gesangverein Eintracht, das Vereins-Gremium, das DRK und der Kabarett-Ausschuss der evangelischen Kirchengemeinde auf die nicht zufriedenstellende Situation zur Nutzung der Stadthalle und des Bürgerzentrums Stadtmühle hingewiesen und dem Arbeitskreis ihre Unterstützung angeboten. Ende offen…:

01.09.2021: Das Gotische Haus wurde 1823 bis 1826 als Jagd- und Lustschlösschen der Landgrafen von Hessen-Homburg errichtet. Sein Baustil verbindet klassizistische Elemente mit denen der Tudor-Gotik. Damit entspricht das Gebäude den architektonischen Vorlieben seiner Erbauerin, der Landgräfin Elizabeth von Hessen-Homburg (1770–1840), einer Tochter König Georgs III. von England. 1980 vernichtete ein Brand das Haus bis auf die Grundmauern. 1985 wurde in dem wiederaufgebauten, mehrstöckigen Gebäude das 1916 gegründete Städtische historische Museum von Bad Homburg eröffnet, das sich zuvor an verschiedenen Standorten in der Innenstadt befand:

25.08.2021: Das Rhein-Main-Theater wurde 1993 bis 1995 für eine langfristige Aufführung der deutschsprachigen Fassung des Musicals Sunset Boulevard von Andrew Lloyd Webber errichtet. Das Theater hatte eine eigene Bahnstation namens „Rhein-Main-Theater“ an der nördlich angrenzenden Ländchesbahn (Bahnstrecke Niedernhausen im Taunus – HBF Wiesbaden), welche zu den Vorstellungszeiten angefahren wurde. Diese war die weltweit erste Haltestelle, welche ausschliesslich für ein Theater gebaut wurde. Die Baukosten betrugen 1 Million Euro. Auch verkehrten zusätzlich Theaterzüge von Frankfurt (Main) Hauptbahnhof. Der 200 Meter lange Bahnsteig wurde von 1996 bis 1998 genutzt, seit der Einstellung des regelmässigen Musical-Betriebes fahren hier alle Züge ohne Halt durch. Die Stahlgitter-Konstruktion des einseitigen Bahnsteiges wurde mittlerweile entfernt und zurückgebaut:

25.08.2021: Zum Erhalt der alten katholischen Kirche Mariä Geburt wurde 1980 der Verein „Alte Kirche Niedernhausen e.V.“ gegründet. Die Kirche, aus der mittlerweile das Zentrum Alte Kirche (ZAK) geworden ist, hat durch eine Fülle von Renovierungs- und Umbaumassnahmen eine Wiedergeburt erlebt. Seither wird eine Vielzahl von Veranstaltungen durchgeführt. Es finden durchschnittlich einmal im Monat Konzerte (von Klassik über Jazz und Gospel bis zu Rock), Theater, Kabarett, Ausstellungen und Veranstaltungen für Kinder statt. Eines der wenigen historischen Gebäude, die aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg stammen, ist die frühere Kirche Mariä Geburt, die man heute als das Zentrum Alte Kirche kennt. Im 19. Jahrhundert entstand eine einfache Saalkirche mit Apsis, aussen mit einem Dachreiter statt einem Turm. Trotz ihrer Schlichtheit ist die Alte Kirche als eines der wenigen älteren Bauwerke prägend für das Ortsbild. Nach 1945 erlebte Niedernhausen einen starken Bevölkerungszuwachs, sodass die alte Kirche nicht mehr ausreichte. Eine neue Kirche wurde errichtet. So blieb die Alte Kirche seit 1960 leer und verfiel, bis einige Bürger 1980 den Verein Alte Kirche gründeten, einen Eintrag ins Denkmalbuch bewirkten, das Gebäude durch einen Erbbaupachtvertrag übernahmen und es mit Hilfe von Spenden sanierten und renovierten:

18.08.2021: Die alte Stadthalle, ein denkmalgeschützter Bau im klassizistischen Neubarock-Stil ist eines der representativsten Gebäude, die Bingen zu bieten hat. In einer Bauzeit von etwa einem Jahr (1912 – 1913) wurde der Bau als Festhalle neben dem damaligen Bäderhaus errichtet. Initiator und Bauherr war Kommerzienrat Julius Woog, Sohn eines Binger Weinhändlers. In den 1920ern und 1930ern wurde es auch als Hotel genutzt. Architekt war Robert Leibnitz, der auch das alte Adlon-Hotel neben dem Brandenburger Tor in Berlin entworfen hatte. Zwischen 1913 und 1989 trug das Gebäude viele Namen – Rheinterrassenhotel, Hotel Märchenschloss, Festhalle Bingen oder Stadthalle – die Binger Bevölkerung war erlebnisdurstig, es wurden Bälle, Kongresse und Konzerte darin gegeben. Als Palazzo war es seit 1990 lange Zeit einer der bekanntesten Technoclubs im Rhein-Main-Gebiet, der auf drei Floors über 2000 Personen Platz bot. Nach mehreren zwischenzeitlichen Schliessungen, Umbauten und Wiedereröffnungen wurde das Palazzo im Jahr 2003 in dieser Form geschlossen. Das Gebäude wurde seitdem mehrfach verpachtet, und letztlich 2015 an die Betreiber des Zollamtes verkauft:

18.08.2021: Kunden, die ein besonderes Ambiente für ihre Veranstaltung suchen, werden im Rheintal-Kongress-Zentrum das Richtige finden. Bestechend ist die einmalige Lage am Kulturufer Bingen – mit freiem Blick auf den Rhein, den legendären Mäuseturm, die Ruine Ehrenfels und die romantischen Weinberge. Es stehen drei unterschiedlich grosse Säle zur Verfügung. Durch die vielseitige und variable Raumgestaltung sind kleinere Events ebenso möglich wie Grossveranstaltungen für rund 800 Gäste. Modernste Licht- und Tontechnik sorgen für optimale Präsentationsmöglichkeiten. Das angeschlossene Hotel verfügt über sieben weitere kleinere Konferenzräume:
18.08.2021: Im Historischen Museum am Strom wird das historische und kulturelle Erbe der Stadt Bingen und des Mittleren Rheintals lebendig. Unmittelbar am Rheinufer, an der Durchbruchstelle des Stromes in das Engtal (Binger Loch) gelegen, kommt dem Haus ein besonderer Auftrag als Museum zum Welterbe Rheintal zu. Mit diesem Flussabschnitt untrennbar verbunden ist die Rheinromantik des 19. Jahrhunderts, die in Malerei und Grafik, Literatur und Musik, aber auch in der politischen Geschichte tiefe Spuren hinterlassen hat und darüber hinaus eine Keimzelle des modernen Tourismus darstellt. Mit seiner denkmalgeschützten, repräsentativen Architektur verkörpert das Museumsgebäude von 1898 die gründerzeitliche Technik-Begeisterung. Das ehemalige Elektrizitätswerk gleicht mit seiner grossen Maschinenhalle, den neogotischen Fenstern und der kühnen Deckenkonstruktion einer Kathedrale des Fortschritts. Das industrielle Erbe des Gebäudes ist auch nach der behutsam durchgeführten Umgestaltung und Umnutzung als Museum deutlich ablesbar. Es markiert heute den westlichen Eckpfeiler der bis Aschaffenburg im Osten reichenden überregionalen Initiative „Route der Industriekultur Rhein-Main“. Bingen zählt in Deutschland zu den bedeutenden Fundstätten römischer Altertümer. Unter den zahlreichen Einzelobjekten der Museumssammlung kommt dem 1925 geborgenen Binger Ärztebesteck weltweite Einzigartigkeit zu. Mit seinen 67 chirurgischen Instrumenten repräsentiert das Ärztebesteck wie kein zweiter Fund die antike Medizin:

16.06.2021: Das Haus der Stadtgeschichte ist 2004 durch den Zusammenschluss von Stadtmuseum und Stadtarchiv entstanden. Es befindet sich in einem 1896 fertiggestellten Gebäudekomplex mit Verwaltungs- und Fabriketagen, dem einstigen Produktionsort der 1733 gegründeten Tabakfabrik der Familie Bernard (Bernardbau). Das Museum erstreckt sich über zwei Etagen des ehemaligen Fabrikgebäudes und nutzt eine ehemalige, nun multifunktional eingerichtete Industriehalle für Wechselausstellungen und weitere Veranstaltungen. Seine modern gestaltete Ausstellung präsentiert 10.000 Jahre Geschichte von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Zu den ältesten Objekten des Museumsbestandes gehören steinzeitliche Artefakte, bronze- und eisenzeitliche sowie römische Funde. Weitere Stationen behandeln die Epoche der Völkerwanderung und der Franken sowie das Mittelalter. Ausgehend von der Ersterwähnung Offenbachs im Jahr 977 wird die Stadtentwicklung anhand verschiedener Modelle oder Stadtansichten dokumentiert. Im Mittelpunkt der Abteilung über die Industriegeschichte steht ein funktionsfähiger Nachbau der Lithographen-Presse von Alois Senefelder, der im Jahr 1800 für den Offenbacher Musikverleger Johann Anton André die weltweit erste kommerziell tätige Steindruckerei einrichtete. In der oberen Etage können sich die Besucherinnen und Besucher auf multimediale Weise mit Themen der Stadtgeschichte beschäftigen. Hier werden Exponate zu verschiedenen Schwerpunkten (z. B. Hugenotten und Juden in Offenbach, Goethezeit), Offenbacher Münzen oder Fayencen (1739–1829) sowie das über zwei Meter hohe d’Orvillesche Puppenhaus von 1757, das einen Haushalt der Rokokozeit darstellt, gezeigt. Eine Gemäldegalerie enthält Bilder regionaler Künstler seit dem 18. Jahrhundert:

