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Kirchen

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03.08.2025: Das 1855 bis 1858 erbaute einschiffige neugotische Gotteshaus war das erste vollendete Werk des berühmten Architekten Friedrich von Schmidt. Der Architekt ist bekannt für seine Arbeiten am Kölner Dom, am Wiener Rathaus oder auch der Restaurierung des Stephansdomes. Die Kirche wurde im Juni 1858 durch Bischof Konrad von Paderborn konsekriert und der Königin Mathilde, der Ehefrau Heinrich I., geweiht. Mit ihrer schlichten Architektur fügt sich die Kirche St. Mathilde nahtlos an das mittelalterliche Stadtbild Quedlinburgs an:

03.08.2025: Die Kirche wurde erstmals 1179 in einer Papsturkunde Alexander III. urkundlich erwähnt. Ihre baulichen Ursprünge liegen in der Romanik. Der Sage nach wurde sie in der Nähe der Quellen des Dorfes Nördlingen erbaut, welches Ende des 13. Jahrhunderts Teil der Stadt Quedlinburg wurde. 
Geweiht ist die Kirche dem Heiligen Aegidius. In einem rechteckigen Feld über dem Mittelschiff halten der Heilige Servatius und der Heilige Aegidius das Patronatswappen des Reichsstiftes Quedlinburg. Das Innere der spätgotischen, dreischiffigen Hallenkirche ist durch eine frühbarocke Einrichtung geprägt. Deutlich älter jedoch ist der Flügelaltar, welcher bis 1700 in der St. Benedikti-Kirche (Marktkirche) stand und aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammt. Den Mittelpunkt des Flügelaltars bildet eine Marienkrönung, welche von geschnitzten sowie auf den Flügeln bemalten Apostelfiguren begleitet wird. Der stattliche Glockenstuhl im Südturm beherbergt zurzeit zwei Glocken. Die Grössere ist mit 2800 Kilogramm eine der grössten Glocken Quedlinburgs und erzeugt beim traditionellen Läuten mit Zugseil einen markant tiefen Klang:

03.08.2025: Die Marktkirche St. Benedikti hat ihren Ursprung in einer im 10. Jahrhundert errichteten frühromanischen Vorgängerkirche am Kreuzungspunkt alter Handelsstrassen. Einige Teile der damaligen Krypta sind heute noch erhalten. Ab ca. 1100 entstand die Marktkirche (erstmals urkundlich erwähnt 1233) als Stadtkirche im Zentrum der historischen Quedlinburger Altstadt. Die Kirche hat sich von einer romanischen Basilika über Jahrhunderte zu ihrer jetzigen baulichen Form entwickelt. Aufgrund dessen finden sich dort architektonische Elemente und Ausstattungen aller bekannten Bauepochen wieder. Zwei grosse Rundbögen an der Ostwand des Turmmassivs und steinerne Altäre zeugen vom romanischen Ursprung des Gotteshauses. Die drei südlichen Arkaden mit Spitzbögen und 8-eckigen Pfeilern, sowie die Kalandskapelle mit dem Marienaltar (1480) und der Vesperaltar im Südschiff stammen aus der Gotik. Die Renaissance hinterliess flache Balkendecken über den Seitenschiffen und eine Schnitzkanzel mit hochkarätigen Hochreliefs zum Glaubensbekenntnis. Barocke Spuren sind unter anderem am hölzernen Tonnengewölbe über dem Mittelschiff, dem Taufstein aus Alabaster und der hölzernen König-David-Figur zu erkennen.
 Neben dieser Vielfalt sind die spätromantische Orgel mit ihren 52 Registern und 3000 Pfeifen, sowie die drei neuen Buntglasfenster, welche den Weg Jesu von der Geburt bis zur Himmelfahrt darstellen, besonders sehenswert. Die Turmbedachung erhielt nach der Zerstörung des südlichen Helms durch einen Brand ihre jetzige Gestalt. Die damit zusammenhängenden Umbauten ermöglichten die Einrichtung einer Türmerwohnung:

03.08.2025: Die Nikolaikirche wurde zur Ehre Gottes errichtet. Ihre Anfänge vermutet man um 1200. Romanische Spuren sind bis heute in der Kirche zu finden. Einer alten Sage nach soll ein Schäfer, der durch einen Goldfund zu Reichtum kam, an der Finanzierung des Baus massgeblich beteiligt gewesen sein. Deshalb steht bis heute auf einer der beiden Turmseiten ein in der Barockzeit angefertigter Schäfer mit seinem Hund. Der Volksmund nennt die Nikolaikirche Schäferkirche. Im 14. Jahrhundert wurde die Nikolaikirche zu einer gotischen Kirche umgebaut. Die Türme erhielten bereits da ihre heutige Höhe von 72 m und es wurden die Gewölbe über den Kirchenschiffen eingezogen. Auch die grosse wertvolle Glocke mit ihren feinen Ritzzeichnungen im Südturm stammt aus dieser Zeit (1333). Annähernd die gesamte Innenausstattung (Kanzel/Hochaltar/Empore) stammt aus der Zeit des Barock. Andere Ausstattungstücke (Hl. Godehard/ 2 Pietas, Mose, romanisches Kruzifix) datieren deutlich früher. 1540 wurde unter der Äbtissin Anna II. von Stolberg die Reformation in Quedlinburg eingeführt. Seit dieser Zeit ist die St. Nikolaikirche eine evangelische Kirche. Von 1590 – 1599 wirkte an der Nikolaikirche der Verfasser der „Sechs Bücher vom wahren Christentum“, der berühmte Theologe Johann Arnd. Von 1737 – 1759 war Johann Christian Erxleben Pfarrer der Nikolaikirche. Er war der Ehemann von Dorothea Christiane Erxleben. Sie war die erste Frau in der deutschen Geschichte, die an einer Universität (Halle an der Saale) ihren Doktor der Medizin machen konnte:

02.08.2025: Zum Bistum Magdeburg gehört auch die um 1360 im gotischen Baustil errichtete Kirche St. Katharina und St. Barbara. Erbaut wurde diese dreischiffige, gotische Hallenkirche für das Dominikanerkloster. Der Eingang befindet sich in der Katharinenstrasse. Besonders beeindruckend in dem katholischen Gotteshaus ist die reich verzierte barocke Innenausstattung. Taufkapelle, Hochaltar, Kanzel und Kreuzigungsgruppe zeugen noch heute vom einstigen Reichtum der Stadt:

02.08.2025: Von bemerkenswerter Schönheit zeigt sich der Hallenkirchenbau in seinem Innern. Der barocke Altar von 1696, die wunderbaren Schnitzereien an der Kanzel (1563/1690) und der Prospekt der David-Beck-Orgel von 1596. Aber ganz besonders fällt der bronzene Taufkessel von Ende 13. Hahrhunderts/Anfang 14. Jahrhunderts im nördlichen Querhaus auf. In seiner farblichen Fassung erschliesst er dem Betrachter die Weihnachtsgeschichte mit dem Schlussbild von der Taufe Jesu. In einer Urkunde wird 1186 der Bau der Kirche belegt, aber dies sicher als ein Neubau nach der Zerstörung der alten Stadtkirche durch die Kriegswirren unter Heinrich des Löwen 1179. Das Patronat durch den Heiligen Martin geht auf den französischen Einfluss im Mittelalter zurück. Bis zu Anfang der 1970er Jahre war die Martini-Gemeinde selbständig, aber das Umfeld der Kirche war durch die furchtbaren Zerstörungen am 9. April 1945 fast ohne Wohnhäuser. Deshalb schlossen sich die Stadtgemeinden Dom, Martin Luther und St. Martini zur Evangelischen Stadt- und Domgemeinde zusammen. Die Zerstörungen des Krieges waren 1955 zumeist beseitigt, die Kirche konnte wieder als Gottesdienstraum und Versammlungsstätte genutzt werden. Aber nach wenigen Jahren zeigte sich das Problem der Erhaltung neu, weil die kleiner gewordene Kirchengemeinde dieungeheure Baulast kaum noch tragen konnte. Es gab deshalb Versuche, die Kirche an die Stadt abzugeben, bzw. sie als Kunstlagerstätte für die Landeskirche zu nutzen. Letztlich scheiterten alle diese Versuche. Engagierte Gemeindeglieder erkannten den Raum als unverzichtbar für wichtige Gottesdienste, die mit der Stadtgeschichte zusammenhingen, als Ort für die Friedensgebete und als besondere Möglichkeit für moderne Kunst und Musik. Fast 25 Jahre konnten regelmässig hier Ausstellungen stattfinden, die weit über Halberstadt hinaus Bedeutung hatten. Als Stadt- und Bürgerkirche war St. Martini Ausgangspunkt für die friedliche Revolution 1989 in Halberstadt. Seit 2004 gibt es durch eine Initiative von Prof. Ablitzer (Frankreich) den Versuch, die einst berühmte Orgel von David Beck wieder als ein Werk der Spätrenaissance in altem Glanz erstrahlen zu lassen. Dazu bedarf es einer Innenraumrenovierung und weiterführender Überlegungen zur Nutzung dieses besonderen Kirchenraumes. Im Sommer 2014 hat die Evangelische Kirchengemeinde die Innenraumsanierungsarbeiten begonnen:

02.08.2025: Er gilt als eines der schönsten Kirchengebäude Deutschlands, der Dom St. Stephanus und St. Sixtus in Halberstadt. Einheitlich im Stil der französischen Gotik vom 13. bis zum 15. Jahrhundert erbaut, beeindruckt er mit seiner architektonischen Pracht und der Vielfalt seiner originalen Ausstattung. Die Bilder der 290 farbigen Fenster, der Altargemälde sowie die umfangreichen Figurengruppen vermitteln einen lebhaften Eindruck von der Glaubenswelt und Kunstfertigkeit des Mittelalters. Herausragende Werke wie der aus einem Marmorblock geformte Taufstein von 1195 oder die um 1220 entstandene Triumphkreuzgruppe zeugen vom hohen Anspruch ihrer Stifter und Künstler. Die Kirche war ein bedeutendes geistliches Zentrum Mitteldeutschlands, Sitz des Bischofs und der Domherren sowie Ziel mittelalterlicher Pilgerströme. Ihre Gründung reicht in die Zeit Karls des Grossen im 9. Jahrhundert zurück. Die Reformation führten die Domherren 1591 nicht vollständig ein, sondern entschieden sich teilweise zur Beibehaltung des alten Glaubens. Bis 1810 wirkten evangelische und katholische Geistliche unter einem Dach. Dies bewahrte die kostbaren mittelalterlichen Kunstwerke in ungebrochener Tradition am ursprünglichen Ort ihrer Nutzung:

02.08.2025: Die Basilika mit vier Türmen entstand um 1005 in Halberstadt. Bischof Arnulf, von dem die Kirchengründung ausging, plante in den heiligen Hallen ein Chorherrenstift, was er in die Tat umsetzte. Bereits im fünfzehnten Jahrhundert erlangte das Kollegiatstift einen bedeutenden Ruf und war in Halberstadt und über die Grenzen hinaus bekannt. Nach dem Tod Bischof Arnulfs im Jahr 1023, übernahm Bischof Rudolf die Hauptverantwortung bezüglich der Kirche und ordnete weitere bauliche Massnahmen an. Unterdessen, begrub der neue Bischof seinen verstorbenen Vorgänger in der Krypta der Kirche, wie dieser es sich einst wünschte. Hinsichtlich der neuen Baumassnahmen, kam es zur Erbauung des Langhauses und der östlichen Türme, die Bischof Rudolf bis zu seinem Tod um 1149 leitete. Es folgten weitere Änderungen an der Kirche, wie der Ausbau der südwestlichen Kapelle, welche nach ihrer Fertigstellung für Taufen diente. 1179 kam es zur teilweisen Zerstörung der Kirche, die Heinrich der Löwe mit seinen Angriffen zu verantworten hatte. Die Kirche erhielt daraufhin einen erneuten Aufbau, der auch die zwei quadratischen Türme betraf. Die Innenausstattung der Kirche ist, der romanischen Zeit entsprechend schlicht gehalten. Aufgrund der vielen Umbauten, weist sie dennoch verschiedene Stilelemente auf. 2003 endeten wiederholte Restaurierungsarbeiten, die beispielsweise Langzeitschäden aus dem Zweiten Weltkrieg ausglichen:

Im Kreuzgang der Liebfrauenkirche befindet sich eine Fachwerkausstellung mit einzigartigen Ausstellungsstücken der Halberstädter Fachwerkkunst:

02.08.2025: Beinahe unscheinbar liegt die St. Johanniskirche am Strassenzug Westendorf, doch tritt man durch das schmiedeeiserne Tor, erwartet den Besucher ein wahrer Schatz der Fachwerkkunst in Halberstadt. St. Johannis ist eine der grössten und schönsten Fachwerkkirchen Sachsen-Anhalts. Noch vor dem Ende des Dreissigjährigen Krieges 1648 geweiht, beeindruckt das sonst schlichte Innere der Kirche mit einem mächtigen barocken Hochaltar und einer reich verzierten Kanzel. Die hölzerne handgefertigte Kassettendecke ist eine der grössten in ganz Mitteldeutschland. Eine weitere Besonderheit stellt der alleinstehende Glockenturm dar:

02.08.2025: Die ersten Brüder der Franziskanergemeinde siedelten sich um 1223 in Halberstadt an und gründeten die erste Niederlassung in Deutschland. Nach 120- jähriger Unterbrechung kehrten die Franziskaner 1920 nach Halberstadt zurück. Dieses Kloster wurde in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges sehr in Mitleidenschaft gezogen und so erfolgte 1952 die Grundsteinlegung der heutigen Klosteranlage. Die Einweihung der Hallenkirche mit dem einschiffigen Chor fand am 6. Oktober 1985 statt. Im Kloster leben drei Franziskaner. Das Klostergelände, sowie das über das Kloster erreichbare Gotteshaus sind für Menschen mit Einschränkungen über eine Rampe gut zugänglich. Der Besucher gelangt über eine mit Bildern ausgestattete Kapelle in die helle Kirche. Sie beeindruckt nicht nur durch Schätze (Schnitzaltar mit Marienkrönung, Madonna aus Alabaster usw.) sondern auch durch sich harmonisch ergänzende moderne Einrichtungen (Maßwerkfenster, Orgel, Leuchter):

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