Kirchen
27.07.2025: Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche im Zentrum der City-West am Breitscheidplatz gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten Berlins. Am auffälligsten ist die Turmruine, die in den Himmel ragt. Sie wurde während des Zweiten Weltkrieges 1943 beschädigt und ist heute ein Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung. Die Kaier-Wilhelm-Gedächniskirche steht mitten auf dem Breitscheidplatz im westlichen Zentrum Berlins. Die viel besuchte Sehenswürdigkeit der Stadt befindet sich in guter Nachbarschaft zu weiteren Berliner Attraktionen, nicht weit entfernt liegen der Berliner Zoo, der Kurfürstendamm und das KaDeWe. Schon von Weitem fällt die zerstörte Turmspitze der Kirche ins Auge. Sie wurde nach ihrer Zerstörung während des Zweiten Weltkrieges 1943 zwar mehrfach restauriert, aber absichtlich nicht wieder aufgebaut. Sie soll als Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung dienen. Im November 1943 wurde die Kaiser-Wilhelm-Kirche bei einem Bombenangriff weitgehend zerstört. In den Nachkriegsjahren wurde die Kirchenruine zum Symbol des aus Ruinen auferstandenen Berlin. Im März 1957 gewann der Architekt Egon Eiermann einen ausgeschrieben Wettbewerb mit seinem Entwurf, der den vollständigen Abriss der Ruine vorschlug und einen kompletten Neubau vorsah. Die Frage nach dem Verbleib der Ruine führte zu einer ernsten öffentlichen Debatte und endete mit einem Kompromiss. Der rund 68 Meter hohe Turmcorpus blieb als Mahnmal gegen den Krieg erhalten und wurde durch ein vierteiliges Bauensemble ergänzt. Dazu zählen das achteckige Kirchenschiff, der sechseckige Glockenturm, die viereckige Kapelle und das Foyer. Nach fast vierjähriger Bauzeit konnte die Kirche am 17. Dezember 1961 eingeweiht werden. Die Berliner fanden für die beiden modernen Gebäude schnell die durchaus passenden Bezeichnungen Lippenstift und Puderdose:
26.07.2025: Die 1285 aus Bruchstein erbaute gotische Hallenkirche ist der nördliche Teil eines Ensembles zusammen mit der Magdalenenkapelle und der katholischen Petrikirche. Die dreischiffige Walloner Kirche war ursprünglich Klosterkirche des Augustinerordens, vom alten Kreuzgang sind Reste erhalten. Der bedeutende spätgotische Flügelaltar zeigt die Marienkrönung, flankiert von der Heiligen Katharina und Ursula. Aus der Ulrichskirche Halle stammt das 1430 gegossene Taufbecken. Friedrich III. übergab 1690 die Kirche an protestantische wallonische Glaubensflüchtlinge:
26.07.2025: Die Geschichte der Magdalenenkapelle reicht bis ins Jahr 1315 zurück, als mit ihrem Bau begonnen wurde. Im Jahr 1385 übergab Papst Urban VI. sie dem benachbarten Kloster Maria Magdalena, was der Kapelle ihren Namen gab. Während des Dreissigjährigen Krieges erlitt die Kapelle am 07.05.1631 erhebliche Schäden. Erst im Jahr 1711 begann man mit dem Wiederaufbau, der schliesslich 1715 mit ihrer Weihe abgeschlossen wurde. In den Jahren 1846/1847 erfolgte eine Restaurierung der Kapelle, bei der auch das Kreuzrippengewölbe hinzugefügt wurde. Das benachbarte Magdalenenkloster, das bereits seit dem 16. Jahrhundert nicht mehr genutzt wurde, wurde im Jahr 1848 abgerissen. Im Jahr 1857 wurden der Kapellenturm saniert und eine Orgelempore eingebaut. Die Schäden des Zweiten Weltkriegs wurden in den Jahren 1966 bis 1968 beseitigt. In den mittleren 1980er Jahren waren weitere Sanierungsarbeiten erforderlich, da unter anderem die aufsteigende Feuchtigkeit die Heizung der Magdalenenkapelle beeinträchtigt hatte. Ein neues Prämonstratenserkloster soll neben der Kapelle errichtet werden. Dieses wird zusammen mit der Universitäts- und der zukünftigen Klosterkirche St. Petri, dem Gemeindehaus und der Magdalenenkapelle einen umfassenden Atrium-Komplex bilden:

26.07.2025: Bis ins 14. Jahrhundert erstreckte sich am Ufer der Elbe nördlich und ausserhalb der damaligen Stadt Magdeburg das Fischerdorf Frose. Seine Pfarrkirche war seit dem 12. Jahrhundert St Petri. Das Patrozinium nimmt wohl Bezug auf die mit der Elbe verbundene Tätigkeit der Froser Bevölkerung, ist der Apostel Petrus doch der Patron von Fischern und Schiffern. 1390 erfolgte im Zuge einer Stadterweiterung Magdeburgs die Eingliederung von Frose, wonach die Kirche weitgehend neu errichtet wurde. Im Dreissigjährigen Krieg 1631 und im Zweiten Weltkrieg 1945 weitgehend zerstört, zeigt sich die Kirche heute nur im Äusseren in der alten Gestalt. Vom Gründungsbau blieb einzig der massige Westturm erhalten. Mit seinen Bruchsteinquadern bewahrte er den Charakter der einstigen wehrhaften Dorfkirchenanlage, wie man sie in der Magdeburger Umgebung bis heute noch findet. Im unteren Teil ist er ungegliedert und weist keine Öffnungen auf. 1970 durch den katholischen Bischof Johannes Braun geweiht, dient sie seither als Pfarr- und Universitätskirche:

25.07.2025: Das Bauwerk ist die grösste katholische Kirche im Landkreis Wolfenbüttel und auch die Pfarrkirche der katholischen Pfarrei St. Petrus, zu der in etwa 8.100 Katholiken gehören. Sie wurde 1889 bis 1891 als neuromanische Basilika erbaut und am 5. August 1891 geweiht. Sie liegt in der Innenstadt Wolfenbüttels und ist als Pfarrkirche der Ort, an dem die grossen Feste des Kirchenjahres und regelmässig die Sonntagsmesse gefeiert werden. Daneben bietet sie Raum für viele kleinere Gottesdienste und Andachten:

25.07.2025: Die Hauptkirche Beatae Mariae Virginis zu Wolfenbüttel ist der erste bedeutende protestantische Grosskirchenbau der Welt. Der Name der Kirche bedeutet Der seligen Jungfrau Maria und für dieses erste gross gedachte Kirchengebäude des Protestantismus gab es in der Geschichte keinerlei Vorbilder. Herzog Heinrich Julius, Wegbereiter der Reformation in Wolfenbüttel, gab den Bau der Kirche in Auftrag, 1608 begann der herzogliche Baumeisters Paul Francke mit der Errichtung. Die Vorgaben waren komplex, einerseits sollte der Bau als Gotteshaus für Predigten und das Abendmahl genutzt werden können, andererseits sollte er die Pracht und Macht der Fürsten repräsentieren sowie als Grablege für die fürstliche Familie dienen. So verschieden wie die erwünschten Zwecke sind auch die Elemente, die in den Bau mit einflossen, charakteristische Züge aus Gotik, Renaissance und Barock verschmelzen unter dem Oberbegriff Manierismus zu einem prachtvollen Bauwerk. Im Inneren fasziniert Beatae Mariae Virginis Gläubige und Kunstinteressierte mit dem aus Holz geschnitzten Hochaltar des Freiberger Bildschnitzers Bernhard Ditterich, der bildlichen Darstellung der Passionsgeschichte sowie der reich verzierten Orgel mit ihrem eindrucksvollen Orgelwerk mit 53 Registern:

25.07.2025: An der Ostseite des heutigen Holzmarktes wurde auf den Resten des ehemaligen Kaisertores die Trinitatiskirche als protestantische Predigtkirche errichtet. Die reich gegliederte barocke Fassade gibt dem Platz und damit der Altstadt nach Osten schon von weiten einen festlichen Abschluss. Das Kaisertor wurde 1589 vom niederländischen Architekten und Maler Hans de Vries geschaffen. Der letzte Rest des alten Stadttores befindet sich in der Kirche am Durchgang zwischen Kirchenschiff und Sakristei. Nach den Plänen des fürstlichen Landbaumeisters Johann Balthasar Lauterbach entstand zwischen 1693 und 1700 auf dem Rest des Stadttores ein beeindruckender Kuppelbau, Vorbild der späteren Bibliotheksrotunde. 1705 wurde dieser Kuppelbau durch einen Brand zerstört. Zwischen 1716 und 1722 wurde die Trinitatiskirche unter Beibehaltung der älteren Fassadentürme nach Plänen von Hermann Korb neu errichtet. Der zwischen die Türme eingespannte Mittelteil der Fassade greift die Bildungen des ehemaligen Lustschlosses in Salzdahlum auf. Die Einweihung als Gemeindekirche erfolgte bereits im Jahre 1719:

24.07.2025: Da ein Vorgängerbau die steigende Zahl der Gläubigen im Laufe der Zeit nicht mehr fassen konnte wurde am 29. Juni 1888 der Grundstein für eine neue Kirche gelegt. Am 10. November 1889 wurde sie feierlich eingeweiht. Das Mittelschiff der aus Sandstein gemauerten dreischiffigen Basilika ist 18,5 m lang und 8 m breit, die sich anschliessenden Seitenschiffe sind jeweils 2,6 m breit. Der Turm, in dem sich auch der Haupteingang befindet, ist 27,3 m hoch und seit 1928 mit einem Kupferdach gedeckt. Die Kirche wurde mehrfach umgebaut, bei der letzten grossen Renovierung zum 100-jährigen Bestehen wurde der Innenraum und die hölzernen Einbauten neu gestrichen, die Fassade wurde gereinigt und neu verfugt und Kreuz, Kugel und Wetterhahn des Kirchturms wurden erneuert. Zum Bau der Kirche waren 1889 auch zwei Bronzeglocken gegossen worden. Die grössere war der Gottesmutter geweiht, diese Glocke wog 1179 Pfund. Die kleine, 86 Pfund schwere Glocke war dem heiligen Bischof Bernhard gewidmet. Im Ersten Weltkrieg wurde grössere Glocke eingezogen, kehrte aber 1919 unversehrt wieder zurück. Im Zweiten Weltkrieg musste diese erneut abgegeben werden und wurde eingeschmolzen. Zum 100 Jubiläum der Pfarrei erhielt die Kirchengemeinde 1955 eine Ersatzglocke zum Geschenk:

24.07.2025: Die St.-Mariae-Jakobi-Kirche war um 1480 als Wehrkirche gebaut worden und war Teil der Verteidigungsanlage der Stadt. Die Mauern des Wehrturmes waren zwei Meter dick, 37 Schiessscharten dienten zur Abwehr von Angriffen. Der Turm der Kirche war seit dem Bau Eigentum der Stadt, erst 1966 wurde er an die Kirche veräussert. In der Folge wurde der Haupteingang zur Kirche in die Nordseite des Turms verlegt und die Eingänge der Südseite zu Fenstern rückgebaut. Bei dieser von 1963 bis 1967 dauernden Umgestaltung wurde die auch alte Ausstattung entfernt, die Emporen abgebaut und Altar, Kanzel, Lesepult und Taufbecken wurden vor der Mitte der Nordwand aufgestellt. Die Kirche besitzt drei Glocken, von denen die St.-Barbara-Sturmglocke von etwa 1481 die älteste ist. Die grösste Glocke, über deren Entstehung nur bekannt ist, dass sie 1572 in die heutige Form umgegossen wurde, trägt neben einem Schriftzug auch die älteste Darstellung des Wappens von Salzgitter-Bad, einen männlichen Kopf und darunter zwei Salzhaken:
19.07.2025: Im Zentrum der Uelzener Innenstadt erhebt sich die mächtige gotische St.-Marien-Kirche mit ihrem 86 Meter hohen Kirchturm und der 1350 gestifteten Apostelkapelle, auch Ellerndorfkapelle genannt. Der für die Grösse der Stadt beeindruckende Bau entstand in drei Phasen zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert. Geweiht und zur Pfarrkirche erhoben wurde St. Marien im Jahre 1292. Zunächst existierte nur der niedrige Mittelteil des Langhauses, als dreischiffige gotische Hallenkirche. Die hohen Gewölbe des Mittelschiffs mit Bernsteingerippen gehörten einer Bauperiode noch vor 1300 an. Da aber die Gewölbeanfänge über den Pfeilerkapitellen sehr weit zurückgesetzt waren, könnte die Kirche eine Zeit lang eine flache Decke gehabt haben:

Zum geschichtsträchtigen Ensemble gehört neben der St. Marien Kirche auch die Propstei. Das Gebäude aus dem Jahre 1292 beherbergt bis heute die Kirchenoberhäupter der Hansestadt:





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