Kirchen
16.01.2026: Die evangelische Lutherkirche im Westen der Innenstadt wurde zwischen 1910 und 1912 nach Plänen von Prof. Friedrich Pützer erbaut. Unschwer zu erkennen sind die starken Anklänge an den Darmstädter Jugendstil mit sparsamer Ornamentik an den Aussenseiten. Mehrfach erscheint als durchgängiges Kennzeichen der Kirche die achteckige Lutherrose. Der einschiffige Hallenbau verfügt über einen Kanzelaltar:

16.01.2026: Nach dem Erbfolgekrieg wurde das schwer beschädigte Gotteshaus im Zuge der Pfälzer Kirchenteilung 1705 zur Simultankirche umgewandelt. Das Kirchenschiff wurde der reformierten, der Chorraum der katholischen Gemeinde zugesprochen. Eine Trennwand teilte das Gebäude, und beide Konfessionen erhielten eigene Eingänge. Der mittelalterliche Turm, einst Teil der Stadtmauer, blieb Eigentum der Kommune – ebenso wie zwei der insgesamt sechs Glocken, je zwei weitere gehören den Kirchengemeinden. Die katholische Kirche besitzt seit 1792 eine original erhaltene Orgel der renommierten Familie Stumm. Der barocke Altar zur Aufnahme Mariens in den Himmel, mit einer Figur Johannes des Täufers, kam 1993 nach Pfeddersheim und stammt aus dem ehemaligen Wormser Zisterzienserinnenkloster Maria Münster:

18.12.2025: Im Jahre 1732 beschloss man, bedingt durch das Anwachsen der Gemeinde und den schlechten Zustand der alten Kirche, in Budenheim eine neue Pfarrkirche zu bauen. Mit dem Bau der katholischen Pfarrkirche begann man 1734. Die Kirche, die 29 m lang, 14 m breit und 36 m hoch ist, war nach dreizehnjähriger Bauzeit fertiggestellt. Sie besteht aus einem Saalbau mit dreiseitig geschlossenem Chor. Im Innern trifft man Pilastergliederung und ein Tonnengewölbe an. Am 3. September 1747 wurde von Weihbischof Nebel zu Ehren des Kirchenpatrons, des Heiligen Pankratius, die Kirche eingeweiht. 1935 wurden in der Kirche Umbauarbeiten durchgeführt. Dem Haupteingang wurde eine geräumige Vorhalle angefügt. Im Frühjahr 1936 konnten die gärtnerischen Anlagen vor der Kirche erneuert werden. Die überalteten Akazienbäume wurden ausgehauen und statt dessen zehn Lindenbäume gepflanzt. 1948 reparierte man die bei Kriegsende zerstörten Kirchenfenster. Im gleichen Jahr war an der Nordseite der Kirche das Dach auf eine Länge von 10 m plötzlich eingestürzt. Es blieb nichts anderes übrig, als die schon lang geplante Dachreparatur unverzüglich ausführen zu lassen. 1952 waren schliesslich alle Dacharbeiten abgeschlossen. Im gleichen Jahr entschloss sich die Pfarrei, ein neues Geläut anzuschaffen. Am 7. Dezember 1952 erhielten die neuen Glocken durch Domkapitular Fink ihre kirchliche Weihe:

18.12.2025: Die Kirche wurde 1912-1913 von Kirchenbaumeister Friedrich Pützer aus Darmstadt errichtet. Der kleine Bruchsteinsaal mit abgeschrägten Ecken und Dachreitern wurde in an barocke Dorfkirchen orientiertem Heimatstil ausgeführt. Die evangelische Kirchengemeinde, verfügte bis zum Jahr 1913 lediglich über einen kleinen Gebetssaal, den Hermann Volkenborn in seiner Wohnung in der Hauptstrasse zur Verfügung gestellt hatte. Er war es auch der den Neubau einer eigenen Kirche forcierte, die im Jahr 1913 eingeweiht wurde. Ihm zu Ehren wurde der Platz vor der Kirche im Jahr 2008 zum Hermann-Volkenborn-Platz benannt:

16.12.2025: Mit ihrem wuchtigen Turm stellt die evangelische Laurentiuskirche ein Wahrzeichen der Stadt Usingen dar. Eine Kirche an dieser Stelle ist erstmals 1207 bezeugt. 1478-1518 ersetzte man sie durch eine spätgotische Kirche, die teilweise dem Stadtbrand von 1635 zum Opfer fiel. 1651-58 erfolgte ihr Wiederaufbau in der heute noch vorzufindenden Form als ein dreischiffiges Hallenlanghaus von vier Jochen mit östlich daran anschliessendem dreiseitigem Chor von zwei Jochen und mit quadratischem (Wehr-)Turm im Westen. Die Turmhöhe beträgt rund 48 Meter. Im oberen Holzstockwerk befand sich die Wohnung für die Usinger Türmer, die dort bis 1860 ihren Diest versahen. Die Wohnung ist bei Kirchenführungen zu besichtigen:

14.12.2025: Wilhelm von Oranien, genannt der Schweiger (1533-1584), aus der ottonischen Linie ist der Namensgeber der neugotischen Biebricher Kirche aus Miltenberger rotem Sandstein, die 1905 geweiht wurde. Der Turm ist asymmetrisch angeordnet, die Hallenkirche ist einschiffig, Seitenschiffe sind nur angedeutet. Aus der gleichen Zeit stammt die Walcker-Orgel. Von den vier Glocken aus Apolda gingen drei im Zweiten Weltkrieg verloren. 1862 lebte Richard Wagner für ein Jahr in Biebrich. Hier schrieb er den 1. Akt und das Präludium zum 3. Akt der Meistersinger von Nürnberg:

20.11.2025: Eschhofen besass bis zum 1895 erfolgten Abbruch die spätmittelalterliche Antoniuskapelle im älteren Ortskern. Den Neubauplan lieferte 1888 Diözesanbaumeister Jakob Fachinger aus Limburg, der damit einen anspruchsvolleren Entwurf Max Meckels verdrängte. Aber auch der Entwurf Fachingers wurde nur mit einem niedrigeren Turm und vermutlich kürzerem Chor ausgeführt. Die Weihe erfolgte 1891. Die neugotische Saalkirche aus unverputztem grünem Schalstein zeigt einen mittigen Fassadenturm mit Masswerkrosette an der Westseite und einen kleinen, eingezogenen 5/8-Chor. Das schlichte, harmonisch proportionierte Äussere mit gestuften Strebepfeilern und grossen Masswerkfenstern setzt einen deutlichen Akzent in der Abfolge der Häuserzeile der fast schnurgeraden Limburger Strasse:

20.11.2025: Die neobarocke Saalkirche wurde nach einem Entwurf des Architekten Theodor Hermann 1925/26 erbaut. Die Kirche ist nicht geostet, der Chor steht im Westen. Der an der Südostecke des Kirchenschiffs angebaute quadratische Kirchturm steht in einer Linie mit der Fassade, die einen geschwungenen Giebel hat. Das Portal befindet sich in einem Anbau davor. Das Kirchenschiff ist mit einem Walmdach bedeckt. Den Innenraum des Kirchenschiffs überspannt ein gestuftes Tonnengewölbe. Das oberste, schiefergedeckte Geschoss des Turms enthält den Glockenstuhl, in dem fünf Glocken hängen, eine stammt aus der Nikolauskapelle, die von der Eifeler Glockengiesserei hergestellt wurde. Auf dem Turm sitzt eine Haube mit den Ziffernblättern der Turmuhr:

21.10.2025: 1866 begann der Bau der neugotische Kirche zu Warnemünde. Das neue Gebäude, von Landbaumeister Krüger (Schwerin) entworfen und von Landbaumeister Wachenhusen (Rostock) ausgeführt, entstand damals am westlichen Ortsrand, heute steht sie in der Mitte des Ortes. Die Kirche ist zwar relativ jung, jedoch mit bedeutenden Ausstattungsstücken geschmückt, die aus dem Vorgängerbau übernommen wurden. Der gotische Schnitzaltar ist das Werk eines unbekannten Danziger Meisters vor dem Jahr 1475. Ein über 300 Jahre altes Uhrwerk steht seit Mai 2007 im Nordflügel der Kirche. Zu den aus der alten Warnemünder Kirche erhaltenen Gegenständen gehören auch die damals am dortigen Gestühl befestigten Hausmarken – etwa 60 Holzteile. Teilweise im Gras verborgen liegt vor dem Ostchor der Kirche eine 2,65 x 1,70 Meter grosse Steinplatte, die vermutlich im 19. Jahrhundert auf dem Gehweg zum Pfarrhaus lag. Dem Besucher der Warnemünder Kirche fallen zwei Gegenstände auf, die nicht in vielen Kirchen zu finden sind. In den Seitenschiffen sind zwei Votivschiffe zu sehen, die der Kirchgemeinde von den Warnemünder Lotsenkommandeuren Davids und Jantzen geschenkt worden sind:

02.10.2025: Die Geschichte des Doms wird durch eine schriftliche Erwähnung im Jahr 1134 greifbar. Zu diesem Zeitpunkt war der Dom laut bauhistorischen Untersuchungen eine dreischiffige romanische Basilika mit flachen Decken in den Haupt- und Seitenschiffen und einem rechteckigen Chor mit Chorapsis. Aus dieser frühen Zeit hat sich das rundbogige Stufenportal an der Südseite des Querschiffes mit einem schönen Steinrelief aus dem Jahr 1175 erhalten. Erst in den nächsten Jahrhunderten wurde der Bau nach und nach erweitert und wandelte sich zu einer spätgotischen Hallenkirche. Das Querschiff der St. Petri-Kirche wurde um das Jahr 1200 fertiggestellt, dann folgte das Hauptschiff mit den gotischen Gewölben. Ende des zwölften Jahrhunderts entstanden der hochgotische Hallenchor und der Schwahl – auch er besteht bis heute und beherbergt im Advent den Schwahlmarkt. Erst im 15. Jahrhundert entstanden die Seitenschiffe in ihrer heutigen Form. Ende des 19. Jahrhunderts, als Schleswig preussische Provinzhauptstadt geworden war, erhielt der St.-Petri-Dom seine heutige äussere Form mit dem mächtigen Westturm, den Turmhelmen am Chor, den farbigen Glasfenstern und den verzierten Querhausgiebeln:
