Kirchen
21.08.2025: Von der Grundsteinlegung 1215 bis zur kompletten Fertigstellung gingen gut 200 Jahre ins Land, erkennbar an den unterschiedlichen Baustilen. Während der Altarraum mit der Sakristei auf der Nordseite im spätromanischen Stil errichtet wurde, sind das Langhaus und der Turm bereits gotisch. Kulturhistorisch bedeutend sind der Schnitzaltar aus dem 14. Jahrhundert, das gothische Triumpfkreuz sowie die Gewölbemalereien im Altarraum aus dem 13./14. Jahrhundert. In den acht Kappen der zwei Joche sind Motive der Geschichte Jesu mit der Schöpfungsgeschichte dargestellt. Diese Malereien wurden bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt und nach damaligen Duktus restauriert. 2009 war erneut eine Restaurierung notwendig. Die Fresken erstrahlen heute Dank modernster Laser- und Zellulosetechnik in vollem Glanz und ziehen viele Besucher in ihren Bann:

21.08.2025: Die St. Johanniskirche zu Malchin ist ein Backsteinbau im Stil der Norddeutschen Backsteingotik. Nach einem Brand wurde sie als dreischiffige Basilika 1397 neu erbaut. Die romanischen Mauern des 1249 geweihten Vorgängerbaus sind in der Marienkapelle noch heute gut sichtbar, so dass hier Baugeschichte in besonderer Weise nachvollziehbar ist. Die Marienkapelle steht anstelle des möglicherweise geplanten Südturms. Im Westen ist nämlich der Turm nördlich versetzt, was auf eine ursprünglich geplante Doppelturmanlage hinweist. Die Baugeschichte des Turmes und der Kapelle ist jedoch unklar. Als die ursprünglich gotische Turmspitze herunterfiel, wurde sie 1648 durch eine geschweifte barocke Turmhaube ersetzt. Die Seitenschiffe stammen aus dem Jahre 1870. 1897 hat man das Turmdach noch einmal verändert:

18.08.2025: Die katholische Propsteikirche Sankt Anna liegt im Stadtzentrum von Schwerin. Das Gebäude fügt sich in die prachtvollen Häuserfronten der Schlossstrasse ein. Sie wurde im 18. Jahrhundert als erste katholische Kirche nach der Reformation in Mecklenburg gebaut. Die Kirche ist St. Anna, der Mutter von Maria, gewidmet. Es finden Gottesdienste und Konzerte statt. Die überwiegende Zahl der Kirchen in Mecklenburg ist seit der Reformation evangelisch. Mit dem Bau von St. Anna in der Schlossstraße im klassizistischen Stil wurde 1791 begonnen. Die Weihe erfolgte vier Jahre später. Von der einstmals reichen klassizistischen Ausstattung ist heute noch die Kanzel erhalten. Aus der Spätgotik stammt die Anna Selbdritt-Gruppe aus Holz. Das Taufbecken aus Granit wurde in der Schweriner Schleifmühle angefertigt und war ein Geschenk des regierenden Herzogs. Tabernakel, Kreuz und ein Bronzerelief sind Werke moderner Kirchenkunst aus den 1980er Jahren. Die Kirchenfenster zeigen verschiedene Heilige und Nils Stensen, dessen Wirken in Schwerin auch durch weitere Bronzereliefs in der Kirche und an den Aussenwänden der Kirche besonders gewürdigt wird. St. Anna verfügt über eine bedeutende Sammlung von Büchern und Schriften der vergangenen 400 Jahre, die zum Teil in Ausstellungen gezeigt werden:

18.08.2025: Vom Vorgängerbau des Doms blieb kaum etwas erhalten, einzig die Paradiespforte, das westliche Südportal im Turm stammt noch aus jener Zeit. Vermutlich blieb es erhalten, da es schon im gotischen Stil ausgeführt war. Auch der einstige Turm stand noch lange Zeit, wurde jedoch später abgerissen und 1889 durch einen neogotischen Turm ersetz. Durch die Schenkung einer Reliquie mit dem angeblichen Blut Christis entwickelte sich Schwerin zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte Nordostdeutschlands. Die Pilger brachten viel Geld in die Kassen und da man mit dem Aufstieg der Hansestädte Rostock, Stralsund, Greifswald, Wismar mithalten wollte, begann man 1270 damit einen Neubau des Dom im Stil der Gotik zu beginnen. Dieser Neubau lag auf dem höchsten Punkt des Domberges und sollte deutlich prächtiger, als der Vorgängerbau werden. Das Hauptschiff des Neubaus wurde um rund 40 Meter auf 105 Meter verlängert. Zudem erhielt die dreischiffige Basilika einen Umgangschor mit Kapellenkranz. Die Gewölbehöhe beträgt 26,5 Meter. Bereits 1272 wurde am Chor gearbeitet, der 1327 fertig gestellt war. Ebenso fertig gestellt waren das Querhaus mit östlichen Seitenschiffen und das Kapitelhaus, das sich südlich direkt zwischen Chor und Querhaus an den Dom anschloss. Da im neuen Chor nun Gottesdienste abgehalten werden konnten, wurde der Vorgängerbau abgerissen. Bis zum Ende des 14. Jahrhunderts standen dann auch das restliche Querhaus und das Hauptschiff. 1416 wurde die Kirche eingewölbt und erhielt Fenster im Hauptschiff. Die Bemalung des Domes entspricht im weitesten Sinne der ursprünglichen mittelalterlichen Bemalung. Der 1892 fertig gestellte Turm ist mit 117 m der höchste in Mecklenburg-Vorpommern und dient als Aussichtsplattform. Der Kreuzgang der sich nördlich an den Dom anschliesst war für die Domherren gedacht und wurde zwischen 1392 bis 1463 angelegt. Hier lebten und arbeiteten die Domherren, die für den Gottesdienst und weitere liturgische Dienste zu ständig waren. Der Kreuzgang ist nicht mehr komplett original erhalten. Er wurde in der Neogotik verändert. Besonders das Obergeschoss, dass 1484 aufgesetzt worden war, wurde nach einem Brand im 19. Jahrhundert stark verändert:

Kreuzgang:

Glocken:

Aussicht vom Dom:

Ehemalige Landesbibliothek in einer Seitenkapelle:

Löwe vor dem Dom – das Denkmal wurde 1995 anlässlich der 1000-Jahr-Feier Mecklenburgs errichtet in Anlehnung an Heinrich den Löwen, der den Dom gründete. Finanziert wurde die Skulptur von einer privaten Stiftung:







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