Kirchen
13.02.2026: Die erste Wengenkirche wurde von Augustiner-Chorherren 1183 auf dem heutigen Michelsberg errichtet und 1215 vom Berg ins Tal verlegt als St. Michaelskirche zu den Wengen (in den Wiesen). 1377 abgebrochen, wurde sie 1399 an der heutigen Stelle als dritte Michaelskirche wieder erbaut. Sie erhielt in den folgenden Jahrhunderten ihre barocke Gestalt und ihren reichen Rokoko-Schmuck und ist seit 1805 (Säkularisation) die erste katholische Gemeindekirche in Ulm. Am 17.12.1944 schwer zerstört, ist sie als Werkhalle Gottes 1953/54 wieder aufgebaut worden. Dabei wurde das Schiff der Chorherrenkirche zum Chorraum der neuen Kirche und das neue Schiff im rechten Winkel daran angeschlossen. 1997 ist der kahle Raum in ein lichtdurchflutetes Haus umgestaltet worden als Mittelpunkt für eine zwar kleiner werdende Innenstadtgemeinde aber offen für alle, die des Weges kommen:

13.02.2026: Seit Jahrhunderten prägt es die Stadt und die Region und ist im In- und Ausland geradezu ein Synonym für Ulm, das Münster. Diese Prominenz verdankt es vor allem seinem Turm, mit 161,53 Metern der höchste Kirchturm Deutschlands und lange Zeit der Welt. Wer die Stufen bis zur zweiten Plattform auf 102 Metern Höhe erklimmt, hat nicht nur einen tollen Blick auf Ulm, Neu-Ulm und die Donau, sondern erfährt auch Interessantes über die Arbeit der Turmwärter des Ulmer Münsters. Weltruf geniesst auch das Chorgestühl aus dem 15. Jahrhundert von Jörg Syrlin d. J., besonders die Wangenbüsten sind imposante Meisterwerke in der Kunstgeschichte und auch der fast 700 Jahre alte Schmerzensmann von Hans Multscher verdient mehr als nur einen flüchtigen Blick. Begonnen haben die Ulmer den Bau ihrer Bürgerkirche 1377, finanziert allein von ihnen selbst. Nach zwischenzeitlichem Baustillstand wurde dem Münster 1890 die Turmspitze aufgesetzt. Und wer in Richtung Dachfirst schaut, erkennt oben einen kupfernen Ulmer Spatzen, das kleine inoffizielle Wahrzeichen der Donaustadt:

13.02.2026: Erbaut von Theodor Fischer mit dem Entwurfstitel „ain veste bvrg“ wurde die Pauluskirche 1910 eingeweiht als evangelische Garnisonskirche. Nur kurze Zeit wurde die Kirche für die grosse Garnison benötigt. Vier Jahre später war der Krieg ausgebrochen, weitere vier Jahre danach gab es nur noch Reste der Garnison. Im Jahr 1932 drängte das Reichsfinanzministerium auf einen Verkauf an die evangelische Kirchengemeinde. Zu diesem kam es erst im Jahr 1964. Als Pauluskirche ist das Bauwerk nun eine der sieben Ulmer Kirchen der evangelischen Gesamtgemeinde. Eine gründliche Renovierung war nach über 50 jährigem Bestehen notwendig. Aus der Kirche für eine grosse Garnison wurde eine Kirche für eine normale 4000 Seelen-Gemeinde. Mit dem Kauf der Pauluskirche im Jahr 1964 hat die Ulmer Kirchengemeinde die Aufgabe einer umfassenden Instandsetzung übernommen. Dabei waren nicht zuletzt Kriegsschäden zu beheben. Der Ulmer Architekt Lambert von Malsen entwickelte zusammen mit dem Kirchengemeinderat unter seinem geschäftsführenden Pfarrer Adolf Wertz ein Konzept für die Renovierung. Er sollte einerseits das Werk Theodor Fischers erhalten und nach Möglichkeit weiterführen, andererseits den Erfordernissen einer Gemeindekirche Rechnung tragen. Zu den Schätzen der Pauluskirche gehört neben dem Christus-Wandbild von Adolf Hölzel die Link-Gaida-Orgel, die für romantische Kirchenmusik zu den weltbesten Orgeln gehört. Damit hat die Pauluskirche durch ihren weiten Raum neben ihrer sozialdiakonischen Ausrichtung der Ulmer Vesperkirche auch einen Schwerpunkt als Konzert- und Kulturkirche:

13.02.2026: Die Kirche wurde von 1902 bis 1904 als Garnisonskirche gebaut. Garnisonskirche bedeutet, dass das Gotteshaus vor allem vom Militär genutzt wurde. Der Architekt war der erzbischöfliche Baudirektor Max Meckel, welcher die Kirche im Historismus-Stil errichten liess. Diese Form greift auf die mittelalterlichen Baustile zurück, wobei hier der sogenannte neogotische Stil dominiert. Das Besondere daran ist, dass man diese Kirche nach der Errichtung kaum verändert hat. Die Renovierungen der 1980er und der 1990er Jahre veränderten den Baustil der Kirche nicht. Sie wurde am 8. November 1904 eingeweiht und ist seit 1920 die Pfarrkirche der katholischen St. Georgsgemeinde in Ulm. Die Kirche ist eine Basilika mit drei Kirchenschiffen. Dabei ist das mittlere Schiff breiter als die beiden anderen, welche dafür noch über Kapellen verfügen. Das Baumaterial bestand vor allem aus Backsteinen. Das dreispitzige Dach des Turms besteht aus Kupfer und das Langhaus aus Biberschwanz-Ziegeln. Ein weiterer Turm steht weiter hinten und ist ebenfalls mit Kupfer bedeckt. Das Kupferdach misst eine Höhe von 86 Metern und das Dach des Langhauses ist 38 Meter hoch. Die Kirche ist vermutlich deshalb dem heiligen Georg gewidmet, weil es eine Militärkirche war. Der Heilige Georg ist zwar einer der vierzehn Nothelfer, aber er ist auch der Schutzpatron der Ritterorden und nicht selten der Kreuzzügler gewesen. Er hilft bei Schlachten und gilt als Miles Christianus, der Ritter oder Krieger Christi. In diesem Zusammenhang ist er der Patron der Krieger – vor allem im 12. Jahrhundert und während der Kreuzzüge:

13.02.2026: Die Nikolauskapelle in Ulm (zusammen mit dem direkt angebauten Steinhaus links im Bild) ist der älteste erhaltene Sakralbau der ehemaligen Reichsstadt Ulm. Das geschützte Kulturdenkmal stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert und befindet sich im Herzen der Altstadt in der Neuen Strasse 102. Die Kapelle wird von der Katholischen Kirche Ulm als spiritueller und kultureller Ort für konzertante Andachten, Führungen und besinnliche Projekte genutzt:
09.02.2026: Die römisch-katholische Karmelkirche (offiziell Mutter vom guten Rat) ist eine geschichtsträchtige Ordens- und Gemeindekirche am Duisburger Innenhafen. Sie verbindet mittelalterliche Gotik mit moderner Nachkriegsarchitektur der 1960er-Jahre An dieser Stelle stand ab 1272 die gotische Minoritenkirche der Franziskaner, die 1315 geweiht wurde. Nach der Reformation blieb sie ein wichtiges Zentrum für katholische Gläubige. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche bis auf den gotischen Chorraum komplett zerstört. Auf den alten Grundmauern wurde 1961 die heutige Saalkirche für den Orden der Karmelitinnen errichtet. Die Aussenwand kombiniert alten Tuffstein mit modernen Betonkonstruktionen. In der Südwand befinden sich 570 kreisrunde Einzelfenster, die in quadratische Betonblöcke gefasst sind. Seit dem Jahr 2000 besitzt die Kirche eine hochwertige mechanische Orgel der renommierten Werkstatt Orgelbau Klais aus Bonn. Die Karmelgemeinde gilt als eine sehr lebendige, offene und engagierte Gemeinschaft im Ruhrgebiet. Neben klassischen Gottesdiensten bietet sie spirituelle Auszeiten wie meditative Taizé-Andachten, Zen-Kontemplation sowie ein eigenes Bildungswerk. Zudem existiert vor Ort die Karmel-Kommunität, in der Menschen gemeinschaftlich leben:

09.02.2026: Um 800 gründeten die Franken, bedingt durch die günstige Verkehrslage an Rhein und Hellweg, auf dem Burgplatz eine Königspfalz als Verwaltungszentrum. Die Holzkapelle, die zu der Pfalz gehört, ist Vorgängerin der heutigen Salvatorkirche. Um 1000 ersetzt man die Holzkapelle durch einen romanischen Steinbau. 1254 übernimmt der Deutschritterorden das Patronat über die Kirche. Die Ritter erbauen, unter Einbeziehung des romanischen Grundrisses, eine dreischiffige, gotische Pfeilerbasilika. Am Palmsonntag 1467 brennt der Kirchturm ab. Im gleichen Jahr erfolgt die Grundsteinlegung für einen neuen Turm, der im Jahr 1493 wieder aufgebaut ist. Er hat eine Höhe von 106 Metern und dient der Stadt als Wachturm. 1571 wird die Kirche evangelisch. 1594 stirbt der Kartograph Gerhard Mercator und wird in der Kirche beigesetzt. Kleinere Ausbesserungsarbeiten geschahen um 1816 und um 1850. In den napoleonischen Kriegswirren musste 1815 für ein Jahr lang die Salvatorkirche als Kornspeicher herhalten, um das französische Heer zu versorgen. Der preussische Staat besorgte die anschliessende Ausbesserung, die ebenfalls ein Jahr andauerte.
Der Anstrich im Inneren der Kirche sollte 1883 aufgefrischt werden. In der reformatorischen Zeit bis spätestens um 1790 waren alle Wand- und Deckengemälde vollständig mit Kalkfarbe übertüncht worden, der Wunsch der Gemeinde nach einer noch umfangreicheren Wiederherstellung der Salvatorkirche in den Folgejahren wurde immer lauter und auch dringlicher. Der Verfall drohte. Der Beschluss einer Baukommission zur Renovierung fiel 1898. Die ersten Arbeiten begannen 1901. Der letzte Gottesdienst in der Salvatorkirche fand statt am 13.04.1903. Jetzt wurde in grossem Stile im Inneren und an der äußeren Gebäudehülle restauriert und saniert. Am 13. Mai 1943 sucht ein verheerender Bombenangriff auf Duisburg die Salvatorkirche heim. Der brennende Kirchturm stürzt auf das Langhaus und die Kirche brannte völlig aus. 1960 ist der Wiederaufbau abgeschlossen. Von 1989 bis 2002 erfolgt eine Generalsanierung der Salvatorkirche. Eine neue Orgel der Schweizer Firma Kuhn wird am Michaelissonntag 2002 in Dienst genommen:

09.02.2026: Um 1150 gründete der Johanniter-Orden in Duisburg seine erste deutsche Niederlassung. Er errichtet die Kirche zu Ehren der Heiligen Maria und des Täufers Johannes sowie ein Hospital. 1187 wird der Ordenskirche ein Pfarrbezirk zugewiesen.
Der Johanniter Johannes Wassenberg schreibt um 1475 die erste Chronik der Stadt.
Um 1500 weist die Marienkirche zwei Kapellen und 13 Altäre auf. 1554 predigt Johannes Rithlinger nach evangelischer Weise und teilt das Abendmahl mit Brot und Wein für alle Gläubigen aus. 1566 zeichnet Johannes Corputius die Marienkirche in seinen Plan der Stadt Duisburg ein, die im 15. Jahrhundert um einen gotischen Chor und eine Kapelle ergänzt wurde. Wegen Baufälligkeit wurde die Kirche 1789 teilweise abgetragen und es entstand der klassizistische Umbau von 1797 bis 1802. Das Kirchenschiff wurde entkernt, die beiden Türme durch einen Einzelturm ersetzt. 1665 stiftet Regina Degheners die noch heute in der Kirche in Gebrauch befindliche Taufschale. Die Emporen wurden 1896/97 eingebaut, ebenso errichtete man damals den Konfirmandensaal. Im Zweiten Weltkrieg wird die Marienkirche nur leicht beschädigt. Erst 1969 kamen das Pfarrhaus und das Gemeindezentrum hinzu. Bei Ausgrabungen wurden 1987 noch Reste des Fundamentes aus dem 10./11. Jahrhundert entdeckt:

09.02.2026: Die Kirche im Dellviertel gehört zum Bistum Essen und ist die offizielle Pfarrkirche der Grosspfarrei Liebfrauen. Das geschichtsträchtige Bauwerk steht heute unter Denkmalschutz. Sie wurde zwischen 1871 und 1874 nach den Plänen des Kölner Architekten Heinrich Wiethase im neugotischen Stil errichtet, um dem rasanten Bevölkerungswachstum durch die Industrialisierung gerecht zu werden. Nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche ab 1948 unter Einbeziehung des erhaltenen neugotischen Seitenschiffs durch den berühmten Kirchenbaumeister Dominikus Böhm wiederaufgebaut. Sehenswert sind die beeindruckenden Betonglasfenster von Ludwig Baur im Chorraum sowie die im Wiederaufbau integrierte Krypta unter dem Hochchor:

16.01.2026: Die evangelische Lutherkirche im Westen der Innenstadt wurde zwischen 1910 und 1912 nach Plänen von Prof. Friedrich Pützer erbaut. Unschwer zu erkennen sind die starken Anklänge an den Darmstädter Jugendstil mit sparsamer Ornamentik an den Aussenseiten. Mehrfach erscheint als durchgängiges Kennzeichen der Kirche die achteckige Lutherrose. Der einschiffige Hallenbau verfügt über einen Kanzelaltar:
