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Kirchen

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30.09.2025: Der Baubeginn der für eine norddeutsche Kleinstadt ungewöhnlich grossen dreischiffigen Backsteinbasilika St. Petri geht zurück auf das Jahr 1285. Doch wurde dieser erste Bau, der etwa die Grösse des jetzigen Mittelschiffes hatte, anscheinend nie vollendet. Mit dem heute erhaltenen Kirchengebäude wurde 1296 begonnen und stellte die Kirche gegen Ende des 14. Jahrhunderts fertig. Zahlreiche kunsthistorische Besonderheiten beherbergt die St.-Petri-Kirche – den barocken Hauptaltar von 1710, den Halepaghenaltar vom Anfang des 16. Jahrhunderts, die originalgetreue fotografische Kopie des Buxtehuder Marienaltars aus dem 14. Jahrhundert (das Original befindet sich in der Hamburger Kunsthalle), die Furtwängler-Orgel von 1859 und das Chorgestühl:

29.09.2025: Die Kirche ist 1897/98 nach einem Entwurf von Richard Herzig als neuromanische Basilika erbaut, nach Kriegszerstörungen wiederhergestellt bzw. in den 60er Jahren in modernen Formen (neue Giebelfronten) ergänzt. Als dreischiffige Backstein-Basilika in Kreuzform entspricht sie bis heute dem originalen Entwurf. Im Inneren der Kirche dominiert die Altarinsel mit einem Kalkstein-Altar aus den 60er Jahren. Das Altarkreuz, die Muttergottes-Statue sowie die acht Heiligenfiguren stammen von Heinrich Gerhard Bücker:

20.09.2025: Die Marienkirche ist eines der bedeutendsten romanischen Bauwerke in Norddeutschland. Der Baubeginn fällt ins Jahr 1156. Es war der erste Bau überhaupt, in dem das Gewölbe aus Backstein geschaffen wurde. Der Schnitzaltar ist ein Werk aus dem 16. Jahrhundert. Die dreischiffige Backsteinbasilika, die zum ersten Mal 1199 urkundlich erwähnt wurde, bietet in ihrer schlichten Schönheit den idealen Rahmen für Chor- und Kammermusikkonzerte des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Besonders sehenswert sind ausserdem der prachtvolle Schnitzaltar, der um 1515 errichtet wurde, sowie die Bronzetaufe von 1447. Die Johanneskapelle ist ein Teil der Marienkirche – man erreicht sie durch den Altarraum der Marienkirche:

20.09.2025: Anfang des 20. Jahrhunderts bestand die Segeberger Gemeinde aus drei Katholiken. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wuchs die Zahl der Gemeindemitglieder durch die Flüchtlinge aus den Ostgebieten auf über 800 Katholiken an. Nach Nutzung eines baufälligen Stallgebäudes als Behelfskirche wurden 1953 die Weichen für den Bau einer neuen Kirche gestellt. Die feierliche Grundsteinlegung für St. Johannes der Täufer war am 24. Juni 1953. Fünf Monate später, am 20. November 1953, wurde die Kirche von Weihbischof Johannes von Rudloff eingeweiht. Somit konnten nach 411 Jahren wieder regelmässig Gottesdienste in einer katholischen Kirche in Segeberg gefeiert werden:

08.09.2025: Wenige Jahre nach der 1871 erfolgten Erhebung Kiels zum Reichskriegshafen belief sich die Zahl der Marine- und Heeressoldaten in Kiel bereits auf 3.550 Mann, so dass die Forderung nach einer Garnisonkirche laut wurde. 1876 wurde daher von der Marine ein 6000 qm grosses Grundstück am Niemannsweg erworben. Am 2. Oktober 1878 wurde der Grundstein für eine Simultankirche für 450 Personen gelegt. Der Rohbau wurde im Sommer 1880 fertiggestellt, und die Einweihung erfolgte am 8. Oktober 1882 in Anwesenheit des Prinzen Heinrich von Preussen. Da Deutschland nach Ende des Ersten Weltkriegs den Marinebestand reduzieren musste, genügte die Petruskirche im Stadtteil Wik als evangelische Garnisonkirche. Die Pauluskirche wurde daher ab 1918 nicht mehr genutzt und verfiel. 1925 ging die Kirche in den Besitz des Kirchgemeindeverbandes Kiel über und gehört seit der Wiedereröffnung am 29. November 1925 zur Heiligengeistgemeinde in Kiel. Die durch den Zweiten Weltkrieg entstandenen Schäden wurden 1948 provisorisch beseitigt, und die Wiedereinweihung fand am 16. Januar 1949 statt. Das Gebäude ist eingetragen in die Liste der Kulturdenkmale in Kiel-Düsternbrook:

08.09.2025: Der gotische Hallenbau der Nikolaikirche wurde um 1242 errichtet und 100 Jahre später nach dem Vorbild der Petrikirche in Lübeck umgebaut und mit einem langen Chor versehen als Backsteinhallenkirche fertiggestellt. In den Jahren 1877 bis 1884 bekam die Kirche eine neugotische Fassade und wurde mit Maschinenziegeln verblendet. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Kirchengebäude bei einem alliierten Luftangriff am 22. Mai 1944 schwer zerstört. Der brennende Turmhelm und der Dachstuhl durchschlugen dabei alle Gewölbe des Mittelschiffs und des südlichen Seitenschiffs. Das Nordschiff wurde ebenfalls beschädigt. Die wertvolle Innenausstattung war in den Jahren zuvor geborgen worden. Der Wiederaufbau erfolgte 1950 durch den Architekten Gerhard Langmaack zu grossen Teilen in neuzeitlichen Formen und Konstruktionen, wie beispielsweise Betonpfeilern und einer Stahlbetondecke. Die alten Gewölbe wurden nicht wiedererrichtet, stattdessen erhielt der Aussenbau ein schlichtes, alle drei Schiffe zusammenfassendes Satteldach. 1986 wurden die Innenräume durch Peter Kahlcke aus Kiel renoviert:

Auf dem zur Kirche hin erhöhten Terrain steht auf gestuftem, mit bräunlichen Keramikplatten belegtem, sich nach oben verjüngendem Sockel die Bronzefigur des Geistkämpfers. Auf einer rechteckigen Plinthe mit geschwungenen Kanten steht ein stilisiertes Tier, eine Löwin oder ein Wolf. Auf dessen Rücken ruht breitbeinig mit langem Gewand die geflügelte Gestalt des Erzengels Michael mit hoch erhobenem Schwert, dessen Griff er mit beiden Händen hält:

08.09.2025: Die Jakobikirche wurde von 1882 bis 1886 im neugotischen Stil aus Spenden der Gemeindemitglieder erbaut, weshalb sie damals den Spitznamen Groschenkirche trug. Der Architekt Prof. Johannes Otzen aus Berlin verzichtete damals auf sein Honorar, daher betrugen die Baukosten rund 100.000 Reichsmark. Die Kirche ist nicht geostet, ihre Hauptachse zeigt nach Nordosten und liegt in der Fluchtlinie der Muhliusstrasse. Der Kieler Architekt Heinrich Moldenschardt hatte 1878-1880 Vorentwürfe und einen Gegenentwurf im Stil der Neorenaissance für die Kirche gemacht. 1944 wurde die Kirche durch Brandbomben zerstört, von 1952 bis 1954 wurde sie durch Gerhard Langmark aus Hamburg vereinfacht wieder aufgebaut. Der ursprünglich vorhandene Spitzturm konnte dabei aufgrund städtischer Auflagen nicht wieder hergestellt werden, sondern wurde durch einen verglasten Rundturm mit stumpfem Dachkegel ersetzt. Dies trug der Kirche im Volksmund den Beinamen Halleluja-Gasometer ein. In dieser Zeit entsprach der Wiederaufbau der damals gültigen Architektur- und Denkmalpflege-Devise teils konservieren, teils modern, aber nicht restaurieren. Der oktogonische Turm erinnert aber auch ein bisschen an den Kuppelturm im Gegenentwurf von Moldenschardt. 1980-1981 wurde die Kirche durch die Kieler Architekten Peter Kahlcke und Bertram Steingräber renoviert:

08.09.2025: Die St. Nikolaus-Kirche konnte im Jahre 1890 als erster katholischer Kirchenneubau Kiels seit der Reformation begonnen werden. Sie ist ein dreischiffiger Ziegelsteinbau im Stil einer Basilika mit polygonaler Apsis. Die Kirche wurde von Dombaumeister Arnold Güldenpfennig aus Paderborn entworfen und 1893 vom Osnabrücker Bischof Bernhard Höting geweiht. Das Gebäude ist eingetragen in die Liste der Kulturdenkmale in Kiel-Vorstadt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche stark im Mitleidenschaft gezogen. Nach dem Krieg erhielt sie anstelle des zerstörten spitzen Turmhelms nur einen flachen Nothelm. Ebenso bekam die Kirche ein ähnlich flaches Notdach. Erst 1967 wurde sie grundlegend umgebaut. Nach einem Entwurf des Kieler Architekten Otto Schnittger wurde der Turm neu gestaltet, die Kirche bekam wieder ein Spitzdach und der Eingang wurde vom der Turmportal an der Rathausstrasse an die Südseite des Kirchenschiffes verlegt:

04.09.2025: An der Christianstrasse wurde 1913 die zweite evangelische Kirche in Neumünster eingeweiht. Von der städtebaulichen Anordnung bis zum letzten Detail trägt sie die Handschrift des Architekten Hans Roß. Die Neumünsteraner hatten sich nach dem Neubau der klassizistischen, protestantisch kühlen Vicelin-Kirche ein Gotteshaus gewünscht, das Wärme ausstrahlt. So wurde diese Bürgerkirche üppig ausgestattet. Von Bomben im November 1944 schwer getroffen, brannte die Anscharkirche völlig aus und wurde von dem Architekt Fritz Hain sen., der bereits beim ersten Neubau mit tätig gewesen war, in schlichter Form wieder aufgebaut. Am 25. Februar 1951 fand die Einweihung statt. Der ursprünglich spitze Kupferturm war in jener Zeit nicht wieder herstellbar, das Bogendach über der Eingangsloggia wurde vereinfacht und das elliptische Innengewölbe aus statischen Gründen parabolisch erhöht. Die Altarzone wurde 1994 vom Architekten Friedrich W. Hain umgestaltet:

04.09.2025: Die Vicelinkirche in Neumünster (Bauzeit 1829–1834) steht im Südosten des ältesten Siedlungskerns Kleinflecken. Das Flüsschen Schwale macht dort einen Bogen, in dessen Mitte sich das beeindruckende Bauwerk erhebt, das Wahrzeichen der Stadt. Die Emporensaalkirche gilt als bedeutendster klassizistischer Kirchenbau in Schleswig-Holstein. Der Entwurf stammt vom Kopenhagener Oberbaudirektor Christian Frederik Hansen, der auch die gleichzeitig errichtete und sehr ähnliche neue Marienkirche in Husum entwarf, die ebenfalls als Ersatz für einen Anfang des 19. Jahrhunderts abgebrochenen mittelalterlichen Vorgängerbau errichtet wurde:

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