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Kirchen

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21.08.2025: Die St. Johanniskirche zu Malchin ist ein Backsteinbau im Stil der Norddeutschen Backsteingotik. Nach einem Brand wurde sie als dreischiffige Basilika 1397 neu erbaut. Die romanischen Mauern des 1249 geweihten Vorgängerbaus sind in der Marienkapelle noch heute gut sichtbar, so dass hier Baugeschichte in besonderer Weise nachvollziehbar ist. Die Marienkapelle steht anstelle des möglicherweise geplanten Südturms. Im Westen ist nämlich der Turm nördlich versetzt, was auf eine ursprünglich geplante Doppelturmanlage hinweist. Die Baugeschichte des Turmes und der Kapelle ist jedoch unklar. Als die ursprünglich gotische Turmspitze herunterfiel, wurde sie 1648 durch eine geschweifte barocke Turmhaube ersetzt. Die Seitenschiffe stammen aus dem Jahre 1870. 1897 hat man das Turmdach noch einmal verändert:

18.08.2025: Die katholische Propsteikirche Sankt Anna liegt im Stadtzentrum von Schwerin. Das Gebäude fügt sich in die prachtvollen Häuserfronten der Schlossstrasse ein. Sie wurde im 18. Jahrhundert als erste katholische Kirche nach der Reformation in Mecklenburg gebaut. Die Kirche ist St. Anna, der Mutter von Maria, gewidmet. Es finden Gottesdienste und Konzerte statt. Die überwiegende Zahl der Kirchen in Mecklenburg ist seit der Reformation evangelisch. Mit dem Bau von St. Anna in der Schlossstraße im klassizistischen Stil wurde 1791 begonnen. Die Weihe erfolgte vier Jahre später. Von der einstmals reichen klassizistischen Ausstattung ist heute noch die Kanzel erhalten. Aus der Spätgotik stammt die Anna Selbdritt-Gruppe aus Holz. Das Taufbecken aus Granit wurde in der Schweriner Schleifmühle angefertigt und war ein Geschenk des regierenden Herzogs. Tabernakel, Kreuz und ein Bronzerelief sind Werke moderner Kirchenkunst aus den 1980er Jahren. Die Kirchenfenster zeigen verschiedene Heilige und Nils Stensen, dessen Wirken in Schwerin auch durch weitere Bronzereliefs in der Kirche und an den Aussenwänden der Kirche besonders gewürdigt wird. St. Anna verfügt über eine bedeutende Sammlung von Büchern und Schriften der vergangenen 400 Jahre, die zum Teil in Ausstellungen gezeigt werden:

18.08.2025: Vom Vorgängerbau des Doms blieb kaum etwas erhalten, einzig die Paradiespforte, das westliche Südportal im Turm stammt noch aus jener Zeit. Vermutlich blieb es erhalten, da es schon im gotischen Stil ausgeführt war. Auch der einstige Turm stand noch lange Zeit, wurde jedoch später abgerissen und 1889 durch einen neogotischen Turm ersetz. Durch die Schenkung einer Reliquie mit dem angeblichen Blut Christis entwickelte sich Schwerin zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte Nordostdeutschlands. Die Pilger brachten viel Geld in die Kassen und da man mit dem Aufstieg der Hansestädte Rostock, Stralsund, Greifswald, Wismar mithalten wollte, begann man 1270 damit einen Neubau des Dom im Stil der Gotik zu beginnen. Dieser Neubau lag auf dem höchsten Punkt des Domberges und sollte deutlich prächtiger, als der Vorgängerbau werden. Das Hauptschiff des Neubaus wurde um rund 40 Meter auf 105 Meter verlängert. Zudem erhielt die dreischiffige Basilika einen Umgangschor mit Kapellenkranz. Die Gewölbehöhe beträgt 26,5 Meter. Bereits 1272 wurde am Chor gearbeitet, der 1327 fertig gestellt war. Ebenso fertig gestellt waren das Querhaus mit östlichen Seitenschiffen und das Kapitelhaus, das sich südlich direkt zwischen Chor und Querhaus an den Dom anschloss. Da im neuen Chor nun Gottesdienste abgehalten werden konnten, wurde der Vorgängerbau abgerissen. Bis zum Ende des 14. Jahrhunderts standen dann auch das restliche Querhaus und das Hauptschiff. 1416 wurde die Kirche eingewölbt und erhielt Fenster im Hauptschiff. Die Bemalung des Domes entspricht im weitesten Sinne der ursprünglichen mittelalterlichen Bemalung. Der 1892 fertig gestellte Turm ist mit 117 m der höchste in Mecklenburg-Vorpommern und dient als Aussichtsplattform. Der Kreuzgang der sich nördlich an den Dom anschliesst war für die Domherren gedacht und wurde zwischen 1392 bis 1463 angelegt. Hier lebten und arbeiteten die Domherren, die für den Gottesdienst und weitere liturgische Dienste zu ständig waren. Der Kreuzgang ist nicht mehr komplett original erhalten. Er wurde in der Neogotik verändert. Besonders das Obergeschoss, dass 1484 aufgesetzt worden war, wurde nach einem Brand im 19. Jahrhundert stark verändert:

Kreuzgang:

Glocken:

Aussicht vom Dom:

Ehemalige Landesbibliothek in einer Seitenkapelle:

Löwe vor dem Dom – das Denkmal wurde 1995 anlässlich der 1000-Jahr-Feier Mecklenburgs errichtet in Anlehnung an Heinrich den Löwen, der den Dom gründete. Finanziert wurde die Skulptur von einer privaten Stiftung:

18.08.2025: Die St. Nikolai-Kirche, auch bekannt als Schelfkirche, liegt in der Schweriner Schelfstadt und zählt zu einer der wenigen barocken Backsteinkirchen in Mecklenburg. Erbaut 1713, ist sie der erste grosse Kirchenbau Mecklenburgs nach der Reformation und beherbergt noch heute die Gruft der Herzöge von Mecklenburg-Schwerin. Die Kirche zeichnet sich durch ihren einzigartigen, kreuzförmigen Grundriss aus, der als idealer protestantischer Predigtsaal konzipiert wurde. Der Bau der Schelfkirche war für das 18. Jahrhundert technisch äußerst anspruchsvoll, insbesondere aufgrund des weit auskragenden Traufgesimses:

18.08.2025: Als dritte Kirche mit besonderem Bezug zum erneuerten Machtanspruch des mecklenburgischen Fürstenhauses erbaut, wird die St. Paulskirche auf der höchsten Erhebung der Stadt errichtet. Prägnant bildet sie entlang der Schlossstrasse, die fundamentale Sichtachse zur Niklot-Halle im Hauptturm des Schlosses und zu St. Nikolai oberhalb des Pfaffenteiches. Damit verbindet sie das Machtzentrum Schloss mit den stetig wachsenden Teilen der Stadt. Die neugotische Kirche ist bis heute in allen Teilen im Originalzustand erhalten. Im Auftrag des Grossherzogs lieferte Baurat Theodor Krüger die Pläne für die von 1865 bis 1869 errichtete Pfarrkirche. Die Bausumme wurde zu weiten Teilen aus der Schatulle des Grossherzogs finanziert, das fehlende Viertel stammte aus einer Privatstiftung, ursprünglich für den Turm des Doms bestimmt. Das Bau- und Ausstattungsprogramm der St. Paulskirche entspricht der Norm des von Theodor Kliefoth aufgestellten Programms für Kirchenbauten in Mecklenburg und gilt als deren Prototyp:

13.08.2025: Die Kirche stammt von Anfang des 13. Jahrhunderts und liegt prominent auf dem Eichberg. Die Kirche gilt als Wahrzeichen der Stadt. Es handelt sich um eine spätromanische dreischiffige Basilika, die mehrfache Veränderungen erfahren hat. Der Turm geht auf das Jahr 1391 zurück. Bemerkenswert von der Ausstattung sind das Triumphkreuz von 1501 sowie Kanzel und Altar des norddeutschen Barockmeisters Hieronymus Hassenberg:

11.08.2025: Gegenüber vom Schloss liess Gutsherr Peter Rantzau eine Kirche errichten, die 1596 geweiht wurde. Der schlichte, nachgotische Backsteinbau wurde um 1716 unter Detlev Rantzau mit einer wertvollen barocken Ausstattung versehen. Der Kanzelaltar und beispielsweise der Taufengel stammen aus dieser Zeit wobei der Altartisch sogar noch aus der Erbauungszeit vorhanden ist. Zeitgleich mit der Kirche wurden rechts und links der Schlosskirche die sogenannten Gottesbuden gebaut, um den Bedürftigen und Alten des Gutes eine Unterkunft zu bieten. Auch heute noch werden die kleinen Wohneinheiten von der Kirche an sozial schwache Menschen vergeben:

08.08.2025: Traditionelle Formen und modern-expressive Gestaltung lassen die Kirche von Paul Korff vertraut und doch neuartig erscheinen. Die Architektur kündet von der Ankunft des Neuen Bauens im Mecklenburger Land. Denn von Weitem fühlt sich der Betrachter an die Staffelgiebel mittelalterlicher Bürgerhäuser der Region erinnert. Doch es handelt sich um ein Gotteshaus, um einen experimentellen Bau der Neuen Sachlichkeit. 1928 wurde ein erster Entwurf für eine dreischiffige Kirche mit repräsentativem Turm und erhöhtem Altarhaus vorgelegt, der aus Kostengründen von der zuständigen kirchlichen Behörde in Osnabrück keine Zustimmung erhielt. Es galt, wie für Diasporakirchen damals üblich, eine möglichst hohe Funktionalität bei möglichst geringen Kosten zu erreichen. Dafür wählten die Architekten die dann ausgeführte reduzierte Gestalt ohne Turm und mit kostengünstigem Zollinger Lamellendach. Am 5. Mai 1929 erfolgte die Grundsteinlegung. Am 25. August 1929 konnte der Osnabrücker Bischof Wilhelm Berning den Bau feierlich konsekrieren. Im Laufe der Jahre wurden im Innenraum an den liturgischen Orten Veränderungen vorgenommen (bes. 1969/2011). Eine bauliche Veränderung erfuhr 2008 auch die Südseite der Kirche durch den Anbau eines Beichtraumes:

08.08.2025: Der Dom zu Güstrow ist das älteste Bauwerk der Barlachstadt Güstrow. 1226 wurde er auf dem Totenbett von Fürst Heinrich Borwin II. gestiftet, einem Enkel von Pribislav und Heinrich dem Löwen. Die Hauptaufgabe der heutigen Gemeindekirche war zunächst die Verbreitung des christlichen Glaubens im eroberten slawischen Land. Nach Fertigstellung des Langschiffes und des Turmes erfolgte 1335 die Domweihe durch den Bischof von Kammin, heute Kamień Pomorski. 1552 wird der katholische Domstift aufgehoben. Der Dom steht leer und wird 12 Jahre lang als Wagenscheuer genutzt. 1568 wird er evangelische Hofkirche und Grablege für das Güstrower Fürstenhaus bis 1695. Der Güstrower Dom wurde zunächst romanisch begonnen und dann gotisch vollendet. Der Bau ist reich mit Kunstschätzen von der Spätromanik bis zur Neuzeit ausgestattet. So der spätgotische Flügelaltar von Hinrik Bornemann, das Herzog-Ulrich-Monument von Philipp Brandin und die Apostelfiguren von Claus Berg. Das bekannteste Werk, das für den Güstrower Dom geschaffen wurde, ist der Schwebende von Ernst Barlach. 1927 wird das Denkmal gegen den Krieg angebracht, 1937 als entartete Kunst abgenommen und 1944 zu Kriegszwecken eingeschmolzen. 1953 wird der Drittguss des Schwebenden wieder im Dom über einem schmiedeeisernen Taufgitter aus dem 18. Jahrhundert angebracht:

08.08.2025: Vom Domkapitel für die geistigen Bedürfnisse der Bürger der Stadt Güstrow gestiftet, wird die Pfarrkirche St. Marien auf dem Markt 1308 das erste Mal urkundlich erwähnt. Anfang des 16. Jahrhundert wurde sie dreimal durch Stadtbrände zerstört bzw. stark in Mitleidenschaft gezogen, aber immer wieder zusammen mit den Häusern der Stadt aufgebaut. Seit 1533 wurde in der Marienkirche lutherisch gepredigt. 1780 bekam sie den barocken Turmhelm, 1880-1883 wurde sie durch Hofbaurat Daniel grundlegend umgebaut und erhielt die heutige Gestalt als dreischiffige Hallenkirche. Die Bürger Güstrows statteten ihre Kirche im Laufe der Jahrhunderte grosszügig aus. Zu sehen sind eine Pietà (Anfang 1500), eine fünfteilige Triumphkreuzgruppe (1516), der prächtige Wandelaltar (1522) mit dreizehn Schnitzreliefs von Jan Bormann und sechs Tafelgemälden von Bernaert von Orley sowie das Ratsgestühl von 1599 mit Eichenintarsien. Zahlreiche Wandleuchter und zwei flämische Kronen wurden von Handwerkern und Bürgern gestiftet. An den Wänden befinden sich verschiedene Epitaphien, die an Bürgermeister und Bürger der Stadt erinnern. Die Orgel samt Orgelempore wurde 1764 durch den Rostocker Orgelbaumeister Paul Schmidt im barocken Stil in die Kirche hineingebaut:

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