Bahnhöfe
09.02.2026: Duisburg Hauptbahnhof ist der grösste und wichtigste Personenbahnhof der Stadt Duisburg und Kreuzungsbahnhof mehrerer bedeutender Eisenbahnstrecken. Er ist Halt aller ihn berührenden Intercity-Express- und Intercity-Linien und wird darüber hinaus von vielen Regional-Express- und Regionalbahn-Linien und der S-Bahn Rhein-Ruhr angefahren. Mit 130.000 Reisenden und Besuchern pro Tag gehörte er 2019 zu den meistfrequentierten Fernbahnhöfen der Deutschen Bahn. Er ist der zentrale Knotenbahnhof des Schienenpersonenverkehrs im westlichen Ruhrgebiet und am unteren Niederrhein. Das heute noch existierende Empfangsgebäude des Personenbahnhofes am Portsmouthplatz entstand in den Jahren 1931 bis 1934 unter Leitung von Regierungsbaudirektor Johannes Ziertmann (Architekt bei der Reichsbahndirektion Essen) im Stil der Neuen Sachlichkeit und galt als eines der modernsten Bahnhofsgebäude seiner Zeit. Zu vergleichen ist es mit denen in derselben Epoche entstandenen Hauptbahnhöfen Düsseldorf und Oberhausen. Die Empfangshalle erhielt 1935 eine Ausmalung durch Cornelius Wagner. Die zwei Skulpturen an der Stirnfront der als Stahlskelettkonstruktion errichteten Schalterhalle stammen von dem Essener Bildhauer Joseph Enseling:

16.01.2026: Am Bahnhof halten stündlich, in den Hauptverkehrszeiten halbstündlich, Regionalbahnen auf der Rheinhessenbahn (Worms–Alzey–Bingen). Das Empfangsgebäude wurde 1884 im Zuge des Baus der Rheinhessenbahn von der Hessischen Ludwigsbahn errichtet. Es weist dabei eine für die damalige Zeit grosszügige, aber dennoch eine für mittelgrosse Gemeinden typische Grösse eines Empfangsgebäudes auf. Der dreigeschossige Bau wurde aus Sandsteinquadern mit einem flach geneigten Satteldach errichtet. Als das Empfangsgebäude gebaut wurde, erhielt es im Obergeschoss Wohnungen, die Räume des Erdgeschosses dienten als Diensträume und für Reisende. In den folgenden Jahrzehnten folgte eine Erweiterung des Empfangsgebäudes um einen erdgeschossigen Anbau nach Westen, der als Warteraum diente. Er erhielt ebenfalls ein Satteldach:

16.01.2026: Der Hauptbahnhof liegt an der linksrheinischen Hauptstrecke Mainz-Worms-Ludwigshafen-Mannheim. Vom Fernverkehr halten hier aber nur ganz vereinzelt Züge, aber alle des Regionalverkehrs. Worms Hauptbahnhof ist ausserdem ein Endpunkt der Rheinhessenbahn nach Bingen, der Nibelungenbahn nach Bensheim und eines Pendelverkehrs nach Biblis über die Rheinbrücke Worms. Dort besteht Anschluss an die Riedbahm in Richtung Frankfurt am Main. Nach Frankfurt besteht auch eine umsteigefreie Verbindung über Mainz. Seit Juni 2018 ist die Strecke Mainz–Worms–Ludwigshafen–Mannheim täglich im Halbstundentakt in das Netz der S-Bahn RheinNeckar eingebunden. Das neue Empfangsgebäude wurde am 31. März 1904 eingeweiht. Im Gegensatz zu anderen Bauten in Worms wurde statt rotem Sandstein gelblich-weisser Pfälzer Sandstein verwendet:

16.12.2025: Die Bahnstrecke Friedrichsdorf-Albshausen, die das Usinger Land seit 1895 mit Bad Homburg und Frankfurt am Main verbindet, gehört bis Friedrichsdorf dem Verkehrsverband Hochtaunus (VHT). Sie wurde von 1993 bis 2022 von der Hessischen Landesbahn GmbH (HLB) durch ihre Tochter Hessenbahn GmbH als Taunusbahn betrieben. Seit Dezember 2022 betreibt das DB-Tochterunternehmen Start Deutschland GmbH die Strecke. Die Züge fahren tagsüber halbstündlich, sonntags stündlich nach Bad Homburg, dazu kommen während der Verkehrsspitzenzeiten stündlich durchgehende Züge von und nach frankfurt Hauptbahnhof. Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Usingen ist ein geschütztes Kulturdenkmal nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz. Es wurde im Jahr 1895 zeitgleich mit der Eröffnung der Bahnstrecke als Station III. Classe in Betrieb genommen und dient heute als betrieblicher Mittelpunkt der Taunusbahn:

14.12.2025: Der Bahnhof Wiesbaden Ost gehört der Preisklasse 4 an. Er dient fast ausschliesslich als S-Bahn-Systemhalt für die S-Bahn-Linien S1, S8 und S9 des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV). Das erste Empfangsgebäude wurde nach einem Entwurf von Ignaz Opfermann errichtet, ist nicht erhalten und wurde 1906 durch ein neobarockes Empfangsgebäude aus rotem Buntsandstein ersetzt. Es steht westlich der Gleise, hat einen etwa kreuzförmigen Grundriss und ist reich gegliedert. Der giebelständige Mitteltrakt zur Strasse hat einen polygonalen Vorbau, nach Süden ziert Fachwerk den Giebel und nach Norden ist ein Eckturm mit Kuppeldach angebaut. Das Gebäude wird heute privat genutzt. Es ist ein Kulturdenkmal aufgrund des Hessischen Denkmalschutzgesetzes:

12.12.2025: Bad Homburg ist durch die S-Bahn-Linie S5 auf der Homburger Bahn mit Frankfurt verbunden. Er ist ausserdem Endbahnhof der Regionalbahn-Linie RB 15. Sie verbindet die Kreisstadt mit den Orten des Hintertaunus und wird in den Hauptverkehrszeiten über Oberursel nach Frankfurt Hauptbahnhof durchgebunden.. Er wurde im Jahr 1907 als Durchgangsbahnhof in Betrieb genommen. Das Empfangsgebäude ist sehr repräsentativ in Neorenaissance und asymmetrisch gestaltet. Massgebend beteiligt war der Architekt, Regierungs- und Baurat Armin Wegner. Eventuell stützte er sich auf Vorarbeiten des geheimen Baurates Louis Jacobi. Aber auch der Kaiser selbst griff immer wieder in die Gestaltung ein:

02.10.2025: Die Stadt hat mit dem Schleswiger Bahnhof einen Anschluss an die Bahnstrecke Neumünster-Flensburg der DB InfraGO. Im Regionalverkehr halten hier die Züge der Linien RE 7 Hamburg–Flensburg und RE 74 Husum–Kiel im Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (NAH.SH), im Fernverkehr Eurocitys von/nach Kopenhagen sowie Prag. Das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1922 wurde im August 2013 an einen Privat-Investor aus Süddeutschland verkauft. Die Renovierung/Sanierung von etwa 1.500 qm Nutzfläche im Erd-, Ober- und Dachgeschoss waren angelaufen. Bis Anfang 2017 sollte hier eine moderne Veranstaltungsstätte für die Zielgruppe 30 bis 60 Jahre mit fünf verschiedenen Bereichen entstehen. Im Oktober verhängte die Baubehörde Schleswig einen Baustopp wegen fehlender Genehmigung. Der Investor klagt seither gegen den seiner Meinung nach unrechtmäßigen Baustopp, da für gewidmete Bahnflächen alleinig das Eisenbahn-Bundesamt zuständig sei. Im August 2018 bestätigte das Verwaltungsgericht Schleswig diesen Baustopp. Gegen das Urteil wurde beim Oberverwaltungsgericht Berufung eingelegt, die scheiterte. Der Investor geht weiterhin von einem unrechtmässigen Baustopp aus und möchte dies notfalls vor dem Bundesverwaltungsgericht klären lassen:
30.09.2025: Seit 1881 befindet sich der Bahnhof Buxtehude an der Eisenbahnstrecke Cuxhaven-Hamburg (Niederelbebahn). Dieser wird von start-Regionalzügen und der Hamburger S-Bahn angefahren. Eine weitere Bahnstation befindet sich im Stadtteil Neukloster (nur Halt von S-Bahn-Zügen). Seit 1928 gibt es auch eine Bahnstrecke nach Harsefeld, die Buxtehude-Harsefelder Eisenbahn, die heute von der EVB betrieben wird. Das ländliche, anspruchslose, aber zweckmässige Stationsgebäude in Ziegelrohbauweise wurde bei Streckeneröffnung in Betrieb genommen. Im ersten Bauabschnitt entstand auf T-förmigen Grundriss das zweistöckige Hauptgebäude. Im Erdgeschoss befanden sich ein Dienstzimmer mit Fahrkartenschalter sowie eine Bahnhofsgaststätte. Im Obergeschoss befand sich die Dienstwohnung des Bahnhofsvorstehers. Der Bahnhof hatte drei Gleise und eine beheizbare Wasserstation, die westlich quer zu den Gleisen neben dem Stationsgebäude stand. Neben dem Hausbahnsteig gab es noch einen Schüttbahnsteig:
29.09.2025: Der Bahnhof Hamburg-Wilhelmsburg ist ein ehemaliger Rangierbahnhof und heute ein S-Bahn-Bahnhof im Stadtteil Wilhelmsburg. Er hat einen überdachten Mittelbahnsteig und ein Empfangsgebäude. 1983 wurde im Zuge des Baus der Harburger S-Bahn der heutige S-Bahnhof nahe der Neuenfelder Strasse eröffnet. Anlässlich der zeitgleich stattfindenden Internationalen Bauausstellung (IBA) und der Internationalen Gartenschau wurde der Bahnhof 2013 umfangreichen Neugestaltungsmassnahmen unterzogen. Dabei wurden unter anderem die Zugangsanlage und die Fussgängerbrücke komplett neu errichtet. Die Haltestelle diente während der IGS als wichtigster Zugang und erschloss das Ausstellungsgelände für den ÖPNV. Im März 2013 wurde die erneuerte Muharrem-Acar-Brücke, die den S-Bahnhof mit den westlich gelegenen IBA/igs-Gelände und dem östlich gelegenen Einkaufszentrum verbindet, eingeweiht. Der Bahnhof wird regulär von den Linien S3 (Pinneberg – Neugraben/Stade) und S5 (Elbgaustraße – Stade) bedient:

20.09.2025: Seit 1875 besteht ein Bahnhof an der eingleisigen Bahnstrecke Neumünster – Bad Oldesloe. Auf dem Abschnitt nach Neumünster war vom 29. September 1984 bis zum 15. Dezember 2002 der Personenverkehr eingestellt. Seitdem wird die Strecke von Bad Oldesloe bis Neumünster von Zügen der Eisenbahngesellschaft nordbahn (Linie RB 82, früher R 11) befahren. Der Bahnhof wurde dafür um einige hundert Meter nach Norden in ein Industriegebiet verlegt. Im Bild das ehemalige Empfangsgebäude, es stammt aus der Zeit des Eisenbahnanschlusses der Stadt im Jahr 1875. Das Gebäude befindet sich in Privatbesitz und wird für verschiedene Zwecke genutzt, unter anderem als Veranstaltungsort und für Gewerbeeinheiten:
