Bahnhöfe
09.07.2025: Der Bahnhof Grevesmühlen liegt an der Bahnstrecke Lübeck-Bad Kleinen und wird von der Regional-Express-Linie RE 4 (Lübeck-Szczecin) im Stundentakt bedient. Die Bahnstrecke Grevesmühlen-Klütz begann in Grevesmühlen, der Personenverkehr wurde 1995 eingestellt. 1997 bis 2005 gab es auf der Strecke touristischen Verkehr mit historischen Lokomotiven und Triebwagen. Nach einem Umbau und der Sanierung strahlt das Bahnhofsempfangsgebäude aus dem Jahr 1871 heute in neuem Glanz. Die beeindruckende Ziegelfassade mit Terrakottasteinen, Wandbemalungen, Holzbalkendecken und historische Fliesen wurden erhalten und erinnern an die Entstehungszeit des Gebäudes, welches heute gleichzeitig vielfältigen Nutzern modernsten Komfort bietet:

04.07.2025: Der Bahnhof Salzwedel wurde 1870 im Zuge des Baus der Bahnstrecke Stendal-Uelzen (Teil der Amerikalinie von Berlin nach Bremen/Bremerhaven) durch die Magdeburger-Halberstädter Eisenbahngesellschaft errichtet. Im Zweiten Weltkrieg zerstörte am 22. Februar 1945 ein US-Luftangriff den Bahnhofsbereich und forderte etwa 300 Tote. Von zwischenzeitlich sieben Strecken blieb bis heute nur die Bahnstrecke Stendal–Uelzen erhalten, die in der Zeit der deutschen Teilung unterbrochen war und seit dem 19. Dezember 1999 wieder durchgehend befahrbar ist. Sie wurde nach der Wiedervereinigung elektrifiziert und umfangreich modernisiert, um den ICE-Zügen von Berlin nach Hamburg als Ausweichstrecke dienen zu können. Das Gebiet um den Bahnhof wurde Ende der 1990er Jahre komplett neu gestaltet. Die Deutsche Bahn AG sanierte das Empfangsgebäude und errichtete zwei neue Inselbahnsteige, die durch eine neue Unterführung zu erreichen sind. Die Stadt Salzwedel vervollständigte das Areal mit einem neuen Busbahnhof am Bahnhofsvorplatz und einem grossen Park+Ride-Platz. Das Empfangsgebäude wurde 2015 versteigert und befindet sich in Privateigentum. Anfang 2019 waren die Sanierungsarbeiten, die mit 845.000 Euro aus dem Programm REVITA zur Wiederbelebung von Bahnhofsgebäuden gefördert wurden, abgeschlossen. Die Reisenden können seitdem wieder die Wartehalle und einen personenbedienten Fahrkartenverkauf nutzen:

30.06.2025:Winsen liegt an der Bahnstrecke Lehrte – Hamburg-Harburg. Er wird von der Regionalexpresslinie RE 3 (Hamburg–Uelzen–Hannover) und der Regionalbahnlinie RB 31 (Hamburg–Lüneburg) der Metronom Eisenbahngesellschaft bedient. Winsen ist keine Station im Fernverkehrsnetz der Bahn mehr, die nächstgelegenen Fernbahnhöfe befinden sich in Lüneburg und Hamburg-Harburg. Das Empfangsgebäude wurde nach dem 1847 erfolgten Anschluss Winsens an die Strecke Hamburg-Hannover des Eisenbahnnetzes 1848 errichtet. Der parallel zu den Gleisen stehende Mittelteil des Gebäudes wurde Ende des 19. Jahrhunderts in angepasster Formensprache aufgestockt. Mit dem Anschluss an das Bahnnetz ging ein wirtschaftlicher Aufschwung der Stadt sowie eine städtebauliche Entwicklung im Gebiet zwischen Altstadt und Bahnhof einher. Der Erhalt des Empfangsgebäudes liegt aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte, als beispielhaftes Zeugnis für den Gebäudetypus ein frühen Empfangsgebäudes der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts sowie aufgrund seiner städtebaulichen Bedeutung als prägendes räumliches Element des Bahnhofsplatzes im öffentlichen Interesse:

21.06.2025: Der Bahnhof Ludwigslust liegt an der Hauptstrecke Berlin-Hamburg und wurde 1846. Er ist Ausgangspunkt der Bahnstrecken nach Wismar sowie nach Parchim. Er hat die Preisklasse (früher Bahnhofskategorie) 4 und ist vor allem als Umsteigebahnhof von Bedeutung. Ludwigslust ist daher ICE-Halt, insbesondere für Reisende aus der Landeshauptstadt Schwerin in Richtung Berlin und Hamburg. So hält der ICE z. B. morgens in Ludwigslust, um zahlreiche Pendler in das 120 km entfernte Hamburg zu bringen. Wie fast alle Bauten der Berlin-Hamburger Bahn wurde auch das Empfangsgebäude des Bahnhofs Ludwigslust im spätklassizistischen Stil errichtet. Die Vorgaben zum Bau stammen vermutlich von Friedrich Neuhaus:

20.06.2025: Preetz erhielt an der Bahnstrecke Kiel-Ascheberg 1864 einen Bahnhof für Personen- und Güterverkehr. Der Güterverkehr wurde 1990 eingestellt. Die Regio-Verbindung nach Kiel bzw. Lübeck erfolgt nahezu im Halbstundentakt. Im Jahr 2013 wurde der Bahnhof von der Deutschen Bahn AG an einen Investor verkauft. Im Mai 2013 begannen die ersten Renovierungsarbeiten, die 2014 abgeschlossen wurden. Nach wie vor stehen im Bahnhof Preetz ein DB-Reisezentrum und ein Warteraum zur Verfügung, die von der Deutsche Bahn AG betrieben werden. Die öffentlichen Toiletten und auch der Fahrradabstellplatz werden weiterhin von der Stadt Preetz kostenlos zur Verfügung gestellt und von dieser betrieben:

17.06.2025: Der Bahnhof Bad Malente-Gremsmühlen liegt auf der Nahverkehrsstrecke von Lübeck Hauptbahnhof nach Kiel Hauptbahnhof der Deutschen Bahn. Das historische Gebäude des Bahnhofs ist Immenhof-Fans aus den bekannten Filmen der 1950er-Jahre bekannt. Direkt vor dem Bahnhofsgebäude befinden sich der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) sowie der Taxistand. Auf der gegenüberliegenden Bahnhofsseite befinden sich Park and Ride- sowie Kurzzeitparkplätze. Fahrkarten können an den Automaten der Deutschen Bahn auf beiden Bahnsteigen oder in der Tourist Information auf der anderen Strassenseite erworben werden:
13.06.2025: Glückstadt ist mit seinem Bahnhof an der Marschbahn ins Netz des Schienenpersonennahverkehrs vom Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein eingebunden. Hier halten zwei Regionalbahnlinien (RB 61 und RB 71) auf dem Fahrtweg von Hamburg zum Bahnhof Itzehoe. Ausgangsbahnhof in Hamburg ist bei der RB 61 der dortige Bahnhof, die Linie 71 verkehrt ab Hamburg-Altona. Das aktuell mit dem Betrieb betraute Eisenbahnverkehrsunternehmen ist die Nordbahn Eisenbahngesellschaft. Das 1938 errichtete Gebäude ist bereits das dritte Bahnhofgebäude in Glückstadt. Der erste Bahnhof entstand als Kopfbahnhof an der Hafenwurzel in gradliniger Verlängerung der Strecke von Elmshorn. Er war von 1845 bis 1857 der Endbahnhof der neu gebauten Strecke Elmshorn-Glückstadt. Als die Bahnlinie 1857 nach Itzehoe verlängert wurde, hat man die Bahntrasse östlich an der Altstadt vorbeigeführt und einen neuen Bahnhof bei den Festungsanlagen errichtet. Das erste Bahnhofsgebäude dort stand von 1857 bis 1938. Eine Holzgaststätte, der sogenannte Anlagenpavillion, wurde in die Bahnhofanlagen integriert. Nach dem Bau der Kaserne 1935/37 reichte das kleine Empfangsgebäude für das gestiegene Fahrgastaufkommen nicht mehr aus. Nach dessen Abriss entstand 1938 das heutige Backsteingebäude an der Stelle des ehemaligen Anlagenpavillions. Beim Abriss hatte man Platz für einen grosszügigen Vorplatz gewonnen. Die Nutzung des Empfangsgebäudes für den Bahnverkehr wurde in den 1980er Jahren nach und nach aufgegeben. 2012 erfolgte der Verkauf des Gebäudes:

12.06.2025: Der Bahnhof von Boizenburg liegt etwa 2,5 Kilometer vom historischen Stadtkern entfernt. Mit dem Nahverkehrsbus ist das Stadtzentrum einigermassen regelmässig zu erreichen. Obwohl Boizenburg an der Fernbahn-Strecke Hamburg-Berlin liegt, ist die Stadt mit einem ICE oder IC nicht direkt, sondern nur über den Umstieg in Ludwigslust oder Büchen erreichbar. Es halten in Boizenburg Züge des RE 1 Hanse-Express von Hamburg nach Rostock. Der Bahnhof wurde 1846 eröffnet. Sein Empfangsgebäude wurde um 1930 durch einen Neubau ersetzt. Auf der gegenüberliegenden Seite ist ein alter Güterschuppen erhalten:

02.05.2025: Der Bahnhof Alzey ist neben den Bahnhaltepunkten Alzey Süd und Alzey West eine von drei Bahnstationen im Stadtgebiet. Er wird heute vom Bahnhofsmanagement Mainz verwaltet. Der Bahnhof wurde 1871 im Zuge des Baus der Bahnstrecke Alzey-Mainz und der Rheinhessenbahn von der Hessischen Ludwigsbahn errichtet. Östlich der Bahnsteige 1 bis 5 schliesst sich das Empfangsgebäude des Bahnhofs an. Die Schalterhalle mit der Fahrkartenausgabe ging am 22. Juli 1954 in Betrieb. Es folgten eine Bahnhofsgaststätte mit angeschlossenem Wartebereich. Den Abschluss bildete der zweigeschossige Kubus mit Diensträumen, der 1960/61 fertiggestellt wurde:
04.04.2025: Der Bahnhof Lorch (Rhein) liegt im Tarifgebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes. Der Bahnhof wird stündlich von der SPNV-Linie RB 10 (Rheingau-Linie) bedient. Etwa 250 m vom Bahnhof entfernt befindet sich die Bushaltestelle Lorch Bahnhof. Von dort verkehren die Buslinien 191 und 171 in Richtung Wollmerschied und Rüdesheim. Weichen und Signale des Bahnhofs wurden von 1961 bis zum 3. Dezember 2011 von einem Drucktastenstellwerk (Bauart Dr S2) gesteuert. Im Jahr 2011 ging ein elektronisches Stellwerk (ESTW-A) in Betrieb. Beim Empfangsgebäude handelt es sich um einen klassizistischer Typenbau um 1870:
