
Waterclerk
16.01.2026: Die Villa Sonneck in Worms ist ein denkmalgeschütztes, historisches Wohngebäude aus dem Jahr 1909, das für seine markante Architektur und seine direkte Verbindung zur Stadtgeschichte bekannt ist. Das Gebäude wurde im Stil des Historismus errichtet und vereint neugotische Elemente sowie Motive der Neurenaissance. Entworfen wurde die stattliche Villa von dem Architekten Adolf Fuhrmann. Das Haus steht auf einem stark bewegten Grundriss und verfügt über hölzerne Wintergartenanbauten. Der wehrhafte, hohe Turm mit integriertem Turmzimmer bildet das optische Highlight der Villa. Seine Dachbekrönung korrespondierte ursprünglich über eine direkte Sichtachse mit dem Pavillon im darunterliegenden Weiher. Die Villa wurde am Hang erbaut und bot eine freie Aussicht über den tiefer gelegenen Park. Das Areal gehörte zum erweiterten Gelände des Lederindustriellen Karl (Charles) Bittel, der das Viertel massgeblich prägte:

16.01.2026: Zu einem im Englischen Garten-Stil angelegten Park gehört Architektur. Deshalb erbaute Karl Bittel 1900 den Burgturm mit gotischer Spitzbogentür und Zinnenkranz sowie sein zweigeschossiges Wohnhaus (Kanzeleck), ein Putzbau mit Sandsteingliederung und Schmuckfachwerkelementen:

16.01.2026: An der Südostecke der früheren Stadtbefestigung befindet sich der Eckturm, der auf rechteckigem Grundriss innerhalb des ehemaligen Bundeswehrgeländes steht und der im Zuge weiterer Nutzungsentwicklungen dieses Geländes künftig für die Öffentlichkeit zugänglicher gemacht werden soll. Er war zur Zeit der Erstellung der Denkmaltopographie für die Stadt Worms eine Ruine, nicht mehr in voller Höhe erhalten und stadtseitig abgebrochen. Inzwischen wurde er rekonstruiert und erhielt dabei auch ein Dach:

16.01.2026: Der Rote Turm diente entlang der Ostseite der Stadtbefestigung zur Sicherung des Mühlbachausflusses. Er wurde um 1500 errichtet und 2004/05 mit angrenzenden Teilen der Stadtmauer saniert. Die Mauerdurchbrüche stammen aus jüngerer Zeit:

16.01.2026: An dem um 1500 an der Nordseite erbauten Turm lassen sich heute noch Ansatzstellen der Stadtmauer erkennen. 1983/84 wurde die Decke abgedichtet, mittlerweile sind wieder Sanierungen notwendig. Seinen Namen hat er von der spätgotischen, eselsförmigen Tür im Obergeschoss:

16.01.2026: Der Pulverturm diente, wie sein Name schon verrät, im Mittelalter als Pulvermagazin. Oberhalb des spitzgotischen Eingangs befindet sich eine Bauinschrift mit der Jahreszahl 1554. 1996 wurde er von freiwilligen Helfern im Rahmen einer Mach-mit-Aktion des Südwestrundfunks restauriert:

16.01.2026: Der Aulturm war und ist einer der höchsten Stadtmauertürme. Auch in Worms nannte man den einzigen Rundturm in der äusseren Stadtbefestigung bei Maria Münster Die Aul, ein Name, der auch sonst für runde Türme in alten Stadtbefestigungen vorkommt. Der Pfeddersheimer Aulturm galt in früherer Zeit als das am meisten gefürchtete Gefängnis. Heute ist er infolge der Wohnnutzung einer der am besten erhaltenen Wehrtürme des alten Pfeddersheim. Der Turm ist aus Bruchsteinen aufgebaut. Gesims und Dach des Turmes fehlen. Die vorhandenen Fenster sind zum Zwecke der späteren Wohnnutzung nachträglich eingebaut worden. Vom Aulturm in westlicher Richtung ist noch heute der ehemalige Stadtgraben als ausgeprägter Geländeeinschnitt erkennbar. Im Jahre 1818 wurde dieser Graben an die Anwohner verkauft, die bis heute dort ihre Hausgärten angelegt haben:

16.01.2026: Ein in seiner äusseren Bausubstanz noch gut erhaltener rechteckiger Turm etwa 200 m westlich vom Türturm ist der Johannisturm in der St.-Georgen-Strasse, der im grossen Bauernkrieg nördlich der Ortslage von Pfeddersheim anno 1525 eine besondere Rolle gespielt hat. An dieser Stelle, wo der Berghang von Norden her nahe an den Stadtgraben herantritt, bestand bei Angriffen infolge der Geländegestaltung eine besondere Gefährdung für den Ort. Der auf beiden Seiten zwischen Häusern eingeschlossene Johannisturm ist oben mit einem vorspringenden Rundbogenfries geschmückt. Über diesem befindet sich ein gezinnter Umgang, an dem auf jeder Seite zwei Schlitze und drei Wimperge sind. Auf der Plattform des Johannisturms steht noch ein pyramidenförmiger Aufbau, um den ein ausgezackter Steinkranz gelegt ist. Der Turm ist nach aussen kompakt geschlossen, nur eine viereckige Scharte ist nach dem Graben gerichtet. Die auf der Westseite befindliche rundbogige Tür führte vermutlich zum Wehrgang der Stadtmauer:

16.01.2026: Nach dem Erbfolgekrieg wurde das schwer beschädigte Gotteshaus im Zuge der Pfälzer Kirchenteilung 1705 zur Simultankirche umgewandelt. Das Kirchenschiff wurde der reformierten, der Chorraum der katholischen Gemeinde zugesprochen. Eine Trennwand teilte das Gebäude, und beide Konfessionen erhielten eigene Eingänge. Der mittelalterliche Turm, einst Teil der Stadtmauer, blieb Eigentum der Kommune – ebenso wie zwei der insgesamt sechs Glocken, je zwei weitere gehören den Kirchengemeinden. Die katholische Kirche besitzt seit 1792 eine original erhaltene Orgel der renommierten Familie Stumm. Der barocke Altar zur Aufnahme Mariens in den Himmel, mit einer Figur Johannes des Täufers, kam 1993 nach Pfeddersheim und stammt aus dem ehemaligen Wormser Zisterzienserinnenkloster Maria Münster:
