
Waterclerk
13.08.2025: Der Wasserturm wurde von 1911 bis 1913 erbaut und steht heute unter Denkmalschutz. Auf dem 36 Meter hohen Turm befindet sich eine Aussichtsplattform, die man mit dem Besteigen von 186 Stufen erreichen kann. Im Baudenkmal selber ist eine naturkundliche Ausstellung über die heimische Tier- und Pflanzenwelt eingerichtet. Wegen eines Rohrbruchs im Jahre 2013 ist der Wasserturm massiv mit Schimmel befallen und seither geschlossen:

13.08.2025: Das Gebäude, in dem seit nunmehr 55 Jahren die Stadtbücherei Mölln untergebracht ist, wurde ursprünglich als Landwirtschaftliche Winterschule für den Kreis Herzogtum Lauenburg errichtet und am 02.11.1909 eingeweiht. Das historische Haus mit den alten Holzdielenböden und den hellen Räumen lädt zu einem entspannten Aufenthalt der Besucherinnen und Besucher ein. Auf drei Etagen bietet die Stadtbücherei eine grosse Auswahl verschiedenster Medien an:

13.08.2025: Die Entscheidung der Stadtvertretung fiel im September 1979 für den Neubau eines Verwaltungsgebäudes am Wasserkrüger Weg auf dem Gelände der alten Realschule. Das frühere Schulgebäude wurde 1981 abgerissen. Für das neue Stadthaus standen elf Entwürfe zur Auswahl, die in die engere Wahl gekommen waren. Ein Preisgericht entschied sich im Juni 1981 für den Entwurf des Architekten Gerd Welm aus Flensburg. Am 20. Mai 1983 wurde der Grundstein für den Neubau gelegt, am 11. Mai 1984 feierte man das Richtfest. Im Frühjahr 1986 konnte der Umzug der Stadtverwaltung in das neue Stadthaus am Wasserkrüger Weg beginnen. Als erstes zog am 10. April das Bauamt, das bis dahin in der benachbarten ehemaligen Turnhalle untergebracht war, in die neuen Räumlichkeiten. Vor dem Stadthaus wurde eine Plastik des Bildhauers Hans-Werner Könecke aufgestellt, die den Namen Begegnung erhielt:

13.08.2025: Der Bahnhof liegt an der Bahnstrecke Lübeck-Lüneburg, die von Lüneburg bis Ratzeburg in den Hamburger Verkehrsverbund HVV eingebunden ist. Mölln ist mit Buslinien an die Bahnhöfe in Schwarzenbek, Büchen und Hamburg-Bergedorf sowie an die U-Bahn-Station Wandsbek Markt in Hamburg angebunden. Das erste Empfangsgebäude wurde gleichzeitig mit Eröffnung der Strecke eröffnet. 1899 wurde südlich davon ein neues grösseres Gebäude, in typischer preussischer Bahnhofsarchitektur, errichtet. Das alte, erste Empfangsgebäude ist heute in Privatbesitz und steht als Bauliche Anlage unter Denkmalschutz. Das neuere ist im Besitz der Vereinigte Stadtwerke GmbH (VSG). Von 2003 bis 2018 gab es dort ein Restaurant und einen Kiosk. Die früher im Personenverkehr genutzte Schalterhalle war mindestens ab 2008 wegen Vandalismus geschlossen. 2015 wurde der Bahnsteig auf 76 cm erhöht und barrierefrei ausgebaut, dabei aber auch auf 100 m verkürzt. 2019 bis 2020 wurde das Gebäude saniert und umgebaut. Seitdem ist die Wartehalle wieder geöffnet. Weiter ist im Innenbereich eine Bäckerei, eine VSG-Kundenfiliale sowie ein WC zu finden:

MÖLLN
(19.600 Einwohner, 50 m ü. NHN) ist eine Kleinstadt im Kreis Herzogtum Lauenburg im Südosten Schleswig-Holsteins. Sie ist auch als Eulenspiegelstadt bekannt. Mölln, die nach Einwohnern zweitgrösste Stadt im Kreis Herzogtum Lauenburg, liegt an der B 207 (Alte Salzstrasse) etwa 30 Kilometer südlich von Lübeck, im Gebiet des Naturparks Lauenburgische Seen. Der Stadthügel ist eine vom Schmelzwasser der letzten Eiszeit geprägte Endmoränenzunge. Die Stadt ist von der vom Hellbach bzw. der Pinnau durchflossenen Möllner Seenplatte umgeben. Die Stadt wurde 1188 erstmals urkundlich erwähnt. Durch ihre Lage zwischen Lübeck und Lüneburg profitierte sie erheblich vom Salzhandel auf der Alten Salzstrasse. Laut Überlieferung starb der berühmte Narr Till Eulenspiegel im Jahr 1350 in Mölln und wurde dort angeblich stehend begraben. Sein Erbe wird heute im Eulenspiegel Museum (erbaut 1582) und durch den Eulenspiegel-Brunnen am Marktplatz gepflegt. Seit 1970 ist Mölln ein staatlich anerkannter Kneippkurort.
Bahnhof-Empfangsgebäude und Alter Bahnhof:

Stadthaus:

Bronzeskulptur Begegnung:

Stadtbücherei:

Wasserturm:

Evangelische St.-Nicolai-Kirche:

Historisches Rathaus:

Eulenspiegelmuseum:

Eulenspiegelbrunnen:

Partnerstädte:

Stadtsee:

Restaurant Zum Weissen Ross:

Stadthauptmannshaus:

Stadtmühle:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Kurzbesuchs am 13.08.2025.
11.08.2025: Der Marstall mit der alten Reithalle liegt direkt an der Lübecker Strasse, gegenüber der Schlossbrücke. Er wurde 1845/46 im Auftrag von Graf Ernst Schimmelmann gebaut und diente der Pferdezucht. Nach einigen Jahrzehnten mit wechselnden Besitzern und Nutzungszwecken, darunter z. B. eine Autowerkstatt, wurde das Gebäude Anfang dieses Jahrhunderts liebevoll saniert. Heute gibt es darin eine Galerie, die Reithalle wird als Veranstaltungsraum genutzt, ausserdem gibt es Büroräume:
11.08.2025: Gleich gegenüber der Schlossbrücke am Mühlenredder liegt die alte Mühle. Das alte Gebäude mit dem Reetdach entstand Ende des 16. Jahrhunderts. Sie war damals eine Zwangsmühle. Das bedeutet, die Bauern des Gutes Ahrensburg waren gezwungen, ihr Korn dort mahlen zu lassen. Heute ist das alte Mühlengebäude in Privatbesitz:

11.08.2025: Drei Kilometer südlich des heutigen Schlosses lag die Burg Ahrensfelde. Diese Burg aus dem 13.-15. Jahrhundert gehörte seit dem Jahr 1567 zu Dänemark. 1569 schenkte der dänische König den Besitz Daniel Rantzau als Belohnung für Kriegsdienste gegen die Schweden im sogenannten Dreikronenkrieg. Dessen Bruder Peter Ramtzau erbte die Burg und liess sie abbrechen um an anderer Stelle ein neues Schloss nach dem Vorbild des Glücksburger Schlosses zu errichten. Das neue Schloss wurde im Jahr 1585 fertiggestellt. Hierzu gehörten auch Gärten an der Stelle des heutigen Marstalls. Gegenüber dem Schloss entstanden die Gutskirche mit ihrer sterngewölbten Decke als Grablege der Rantzaus und die sogenannten Gottesbuden, die auch heute noch als Wohnraum für sozial schwache Menschen dienen. Bis ins 18. Jahrhundert verblieb der Besitz bei der Familie Rantzau. Begründet durch den wirtschaftlichen Niedergang wurde Ahrensburg im Jahr 1759 an den Kaufmann Heinrich Carl Schimmelmann verkauft. Schimmelmann hatte sein Vermögen unter anderem im sogenannten Dreieckshandel mit Sklaven gemacht. Er war als Gutsherr auf Ahrensburg jedoch sehr um die dauerhafte Verbesserung der Lebensumstände seiner Untertanen bedacht. Er liess das Herrenhaus in ein spätbarockes Landschlösschen umbauen und die Schlossinsel grundlegend umgestalten. Die Gärten auf der Insel bezauberten mit den für die Zeit typischen Broderien, Orangen- und Lorbeerbäumen. Zwar blieb Ahrensburg sechs Generationen im Besitz der Familie, doch im Jahr 1778 verlegte Schimmelmann seinen Wohnsitz nach Wandsbek. Sein Sohn Friedrich Joseph legte einen Englischen Garten nördlich der Schlossinsel an, dessen Sohn liess den Park landschaftlich mit seltenen Bäumen umgestalten. Aus wirtschaftlichen Gründen mussten die Grafen im Jahr 1938 das Schloss verkaufen. Dank der Initiative des Ahrensburger Hoteliers Hans Schadendorff (1898 – 1967) konnte das Schloss als Kulturdenkmal erhalten bleiben. Das Land Schleswig-Holstein, der Kreis Stormarn, die Kreissparkasse (heute: Sparkasse Holstein) und die Stadt Ahrensburg übernahmen dann die Trägerschaft für den Verein Schloss Ahrenburg e.V., der 1938 das Schlossmuseum eröffnete. Nach kriegsbedingter Schliessung und Renovierung dient das Schloss seit 1955 als Museum. Mehrere umfangreiche Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten (1983-1985 und 2009-2015) sorgten dafür, dass das Schloss in altem Glanz erstrahlt. Ende 2002 wurde das Schloss in eine Stiftung bürgerlichen Rechts umgewandelt:


11.08.2025: Gegenüber vom Schloss liess Gutsherr Peter Rantzau eine Kirche errichten, die 1596 geweiht wurde. Der schlichte, nachgotische Backsteinbau wurde um 1716 unter Detlev Rantzau mit einer wertvollen barocken Ausstattung versehen. Der Kanzelaltar und beispielsweise der Taufengel stammen aus dieser Zeit wobei der Altartisch sogar noch aus der Erbauungszeit vorhanden ist. Zeitgleich mit der Kirche wurden rechts und links der Schlosskirche die sogenannten Gottesbuden gebaut, um den Bedürftigen und Alten des Gutes eine Unterkunft zu bieten. Auch heute noch werden die kleinen Wohneinheiten von der Kirche an sozial schwache Menschen vergeben:
