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19.08.2020: Flussschifferkirche Hamburg des Vereins zur Förderung und Erhaltung der ev.-luth. Flussschifferkirche zu Hamburg e.V. Seit Mai 2006 liegt das Kirchenschiff, liebevoll „Flusi“ genannt, an seinem jetzigen Platz im Binnenhafen. Die evangelisch-lutherische Flussschiffergemeinde ist eine selbstständige Gemeinde, der Binnenschiffer und ihre Familien, ausserdem Menschen, die in Hafennähe wohnen, angehören. Das 26 Meter lange und sieben Meter breite Schiff bietet 130 Sitzplätze. Seit 1961 ist eine Pfeifenorgel an Bord. Ein Team von ehrenamtlichen Pastoren und Diakonen hält Gottesdienste, vollzieht Hochzeiten, Taufen und Konfirmationen, meist im engen Bezug zur Elbe. Die heutige Flussschifferkirche ist Baujahr 1906. Bis in die 1930er Jahre verkehrte der Frachtkahn auf der Weser. Zur Zeit des Dritten Reiches wurde er zu Kriegszwecken eingezogen. In 1951 lag der alte Weserkahn in schlechtem Zustand in Bremerhaven. Sein neues Dasein in Hamburg begann mit einem Umbau nach den Plänen des Architekten Curt Erler. Im August 1952 wurde das Richtfest des zukünftigen Kirchenschiffes gefeiert, am 7. Dezember 1952 wurde der Kahn zur Kirche geweiht. Für den mobilen Einsatz auf dem Wasser verfügt die Kirche über die zusätzliche Barkasse JOHANN HINRICH WICHERN, benannt nach dem Begründer der Seelsorge für die Binnenschiffer in Hamburg. Die Kirche kommt zu den Binnenschiffern an ihrem Arbeitsplatz. Binnenschiffer sind auf Unter-, Mittel- und Oberelbe unterwegs:

19.08.2020: Als erster Neubau nach der Reformation in Hamburg ist St. Michaelis seit 1685 die jüngste und grösste der Hauptkirchen. Das Wahrzeichen Hamburgs ist eine der bedeutendsten Barockkirchen Norddeutschlands und eine wichtige Kirche im Tourismus, die wenigstens acht Stunden am Tag verlässlich geöffnet ist. Mehr als eine Million Gäste, aus aller Welt und unterschiedlichsten Kulturkreisen kommend, besuchen jedes Jahr den Michel, besichtigen die grösste Krypta Nordeuropas oder bestaunen vom Turm den pulsierenden Hamburger HafenDer gegenwärtige Kirchenbau von St. Michaelis musste im Laufe seiner Geschichte zweimal neu erbaut werden. Der erste Bau wurde im Zeitraum von 1647 bis 1669 auf dem Gebiet der früheren St. Michaeliskapelle erbaut und besass ursprünglich nicht den charakteristischen runden Kirchturm. Im Jahr 1685 wurde St. Michaelis neben St. Petri, St. Jacobi, St. Nikolai und St. Katharinen zu Hamburgs fünfter Hauptkirche erhoben. Am 10. März 1750 wurde die Kirche gegen 11 Uhr am Vormittag von einem Blitzeinschlag getroffen. Der Brand konnte nicht rechtzeitig gelöscht werden, der Kirchturm brach auf das Kirchendach und setzte das gesamte Gotteshaus in Brand. Bereits ein Jahr nach dem Blitzeinschlag wurde der Grundstein für den zweiten Michel gelegt. Dabei erfolgte auch der Bau der Krypta. Dieser wurde am 19. Oktober 1762 eingeweiht. Am 3. Juli 1906 fing der Turm bei Lötarbeiten am Dachstuhl Feuer und brannte zusammen mit dem Kirchenschiff erneut bis auf die Grundmauern ab. Noch im selben Jahr erfolgte der erneute Wiederaufbau der Kirche nach Plänen aus dem Jahr 1762. Im Zweiten Weltkrieg und vor allem während der Operation Gomorrha im Juli und August 1943 wurde Hamburg massiv durch Luftangriffe der Alliierten zerstört. Auch die Umgebung der Kirche wurde verwüstet, doch der Michel blieb so gut wie unbeschädigt. Erst in der letzten zwei Jahren des Krieges wurde schliesslich das Hauptschiff getroffen, dessen Schäden bis ins Jahr 1952 beseitigt wurden – der Kirchturm überstand den Krieg unbeschadet. So dient der Kirchturm heute immer noch als Orientierungspunkt für die auf der Elbe nach Hamburg fahrenden Schiffe:

19.08.2020: Es begann mit einer gewellten Linie, die Jacques Herzog Ende 2001 auf den alten Kaispeicher A in der werdenden Hafencity skizzierte, und mündete in nichts Geringerem als einem neuen Wahrzeichen der Stadt Hamburg. Was in den Jahren nach der Planvorstellung für die Elbphilharmonie von den Architekten Herzog und de Meuron im Juni 2003 folgte, ist gemeinhin bekannt. Zwistigkeiten unter den Projektbeteiligten, massive Bauverzögerungen, sogar ein Baustopp und eine Kostenexplosion von anfänglich veranschlagten 77 auf 789 Millionen Euro. Doch bereits seit der Bauübergabe im Oktober 2016, spätestens aber seit der Eröffnung im Januar 2017 scheint all dies in weite Ferne gerückt. Vielmehr legen die überschwänglichen Reaktionen von Medien und Öffentlichkeit nahe, dass die Elbphilharmonie tatsächlich zum Wahrzeichen taugt. Das insgesamt 26-geschossige Bauwerk in prominenter Lage nahe den Landungsbrücken auf der westlichen Spitze der Elbinsel Grasbrook setzt sich aus zwei Teilen zusammen: dem acht Stockwerke umfassenden, backsteinernen Kaispeicher aus dem Jahre 1966 und einem gläsernen Aufbau mit wellenförmigem Dach. Zwischen beiden befindet sich eine breite Fuge, die sogenannte Plaza, die in 37 Meter Höhe einen 360-Grad-Panoramablick über den Hafen und die Stadt gewährt und mit kostenlosen Tickets zugänglich ist:

Anblick aus Richtung Traditionsschiffhafen Sandtorkai:

Südliche Altstadt, HafenCity, Speicherstadt und Landungsbrücken

19.08.2020: Die Speicherstadt ist ein Hamburger Wahrzeichen und eine der Hauptattraktionen bei einer Speicherstadt- und Hafenrundfahrt. Auch bei Stadtführungen stehen die historischen Bauten hoch im Kurs. Ein Rundgang durch die Speicherstadt ist gerade bei schönem Wetter entspannend und man erfährt viele interessante Details über die Hamburger Stadtgeschichte. Gebaut wurde der weltweit grösste zusammenhängende Komplex von Lagerhäusern ab 1883, fünf Jahre bevor Hamburg seinen Freihafen erhielt. Seit 1991 ist der einzigartige Stadtteil unter Denkmalschutz gestellt. Die Lagerhäuser sind auf Kiefernpfählen gebaut, und das Viertel ist durchzogen von den sogenannten Fleeten – Kanälen, die je nach Gezeitenstand geflutet sind und dann auch mit dem Schiff befahren werden können. Mit kleinen Barkassen und Fahrgastschiffen geht es bei entsprechender Tide durch die engen Fleete, um die architektonischen Details zu bewundern.

Chilehaus in der südlichen Altstadt:

Hauptkirche St. Katharinen in der südlichen Altstadt:

Kallmorgen Tower mit St. Katharinen (links) und Turm der ehemaligen Nikolaikirche (rechts):

Poggemühlenbrücke:

Holländischbrookfleet und Wandrahmsfleet mit Wasserschloss in der Mitte – Das vierstöckige Gebäude wurde zwischen 1905 und 1907 im Zuge des dritten Bauabschnitts der Speicherstadt (1899 bis 1912) erbaut und ist eines der bekanntesten Wahrzeichen und ältesten Gebäude in dem historischen Lagerhauskomplex. Ursprünglich wurde das Wasserschloss als Unterkunft und Werkstatt für die Hafenarbeiter genutzt, welche die Wartung und Reparatur der hydraulischen Speicherwinden ausführten. Sie wurden Windenwärter bzw. Windenwächter genannt und hatten – neben anderem technischen Personal – das Privileg, in der Speicherstadt wohnen zu dürfen. Heutzutage wird das Gebäude gewerblich genutzt:

Kornhausbrücke:

Das Lagerhaus Sandtorkai-Hof, Block H in der Speicherstadt:

Sitz der Hamburg Port Authority, Block P in der Speicherstadt:

Sanierungsarbeiten im Wandrahmsfleet:

Brooksfleet:

Traditionsschiffhafen Sandtorkai:

Columbus Haus (Hanseatic Trade Center Tower). Das Gebäude befindet sich am Eingang zur HafenCity und stellt als imposantes Bürogebäude die Verbindung zwischen Speicherstadt und HafenCity dar. Bei dem Columbus Haus handelt es sich um ein modernes Bürogebäude, das aus einem Turm mit 21 Geschossen sowie aus einem Riegel (7 Geschosse) mit hauseigener Tiefgarage besteht:

Elbphilharmonie Hamburg in der HafenCity:

Die Hafenwache Nr. 2 in der Nähe der Elbphilharmonie:

Flussschiffferkirche Hamburg im Binnenhafen:

Stage Theater an der Elbe (Pretty Woman) und Theater im Hafen Hamburg (Der König der Löwen) stehen auf der Hamburger Elbinsel Steinwerder gegenüber den Landungsbrücken:

Baumwall und Hauptkirche St. Michaelis (Michel) in der südlichen Neustadt:

Ehemaliger Luftschutzturm der Bauart Zombeck an den Landungsbrücken:

Landungsbrücken St. Pauli mit dem Pegelturm:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Tagesbesuchs in Hamburg am 19.08.2020.

19.08.2020: Die 1886 bis 1888 über den Zollkanal errichtete Kornhausbrücke ist eine Sichelbogenbrücke auf steinernen Auflagern mit abgehängter Fahrbahn. Auf den Auflagern erheben sich Statuen von 1903 (Nordseite: Christoph Kolumbus und Vasco da Gama – Südseite: Ferdinand Magellan und James Cook (beide nicht mehr vorhanden). Benannt ist die Brücke nach dem abgerissenen Kornhaus:

19.08.2020: Die Hauptkirche St. Katharinen ist die dritte in der Reihe der fünf Gemeindekirchen des alten Hamburgs, die bis heute die Ansicht der Freien und Hansestadt prägen. Vom ersten Kirchbau (urkundlich 1250) ist nur noch der Turmunterbau bis etwa 23 Meter Höhe erhalten, heute das älteste aufrecht stehende Bauwerk Hamburgs. Das Kirchenschiff wurde zwischen 1377 und 1426 zu einer gotischen (Pseudo-Basilika) vergrössert. Die Kirche misst außen 75,50 Meter, das Kirchenschiff ist innen 56,07 Meter lang, 28 Meter breit und im Mittelschiff 26 Meter hoch. Die Turmhöhe beträgt 116,70 Meter. St. Katharinen besitzt 6 Glocken. Fünf davon sind in Gebrauch, darunter eine Glocke von 1626 (Gloriaglocke). Die beschädigte Stundenglocke von 1454 ist in der Turmhalle ausgestellt. Durch den Bau der neuen HafenCity im letzten Jahrzehnt ist St. Katharinen wieder mehr in die Mitte der Stadt gerückt und hat ihr lebendiges Umfeld zurückgewonnen. Das Gemeindegebiet umfasst Teile der Hamburger Altstadt, das Weltkulturerbe Speicherstadt und die Hafencity von der Elbphilharmonie bis zu den Elbbrücken:

19.08.2020: In seiner Jugend wanderte der Hamburger Kaufmann Henry Brarens Sloman mittellos nach Chile aus. Im Alter von 60 Jahren kehrte er schliesslich als reicher Mann zurück und beschloss, seiner Heimatstadt etwas Gutes zu tun. Am 21. Oktober 1922 erstand er das ca. 5.000 Quadratmeter grosse Grundstück des Chilehauses, zusätzlich erwarb er 4,8 Millionen Ziegelsteine, die er einigen von der Inflation gebeutelten Architekten abkaufte. Damit sollte ein besonderes Bauwerk in der Form eines Passagierschiffs entstehen. Im Jahr 1924 war es soweit: die Bauarbeiten unter der Leitung des renommierten Architekten Fritz Höger wurden abgeschlossen, Hamburg war um eine Attraktion reicher. Das Chilehaus gilt als Zeichen des Aufschwungs nach dem Ersten Weltkrieg und wurde neben dem Michel zu einem der Aushängeschilder der Hansestadt. Seit mehr als 50 Jahren beherbergt das repräsentative Gebäude Firmen aus unterschiedlichsten Branchen, im Jahr 1993 erwarb die Union Investment Real Estate GmbH (vormals DIFA) diese einzigartige Immobilie. Das herrliche Bauwerk im Herzen Hamburgs steht seit dem 27. September 1983 unter Denkmalschutz:

19.08.2020: Die dreibogige Poggenmühlenbrücke führt über das Holländischbrookfleet in der Hamburger HafenCity. Von der ganz im Osten liegenden Brücke hat man den vielleicht schönsten Blick auf die Speicherstadt. Man sieht das Wasserschloss auf der Inselspitze thronen, wo Wandrahmsfleet und Holländischbrookfleet zusammenfliessen, eingerahmt von den langen Reihen der Speichergebäude: