13.02.2026: Die Zentralbibliothek ist die Hauptstelle der Stadtbibliothek Ulm und aufgrund ihrer markanten Architektur als gläserne Pyramide ein bekanntes Wahrzeichen im Herzen der Stadt. Der spektakuläre, 35 Meter hohe Glasbau wurde vom berühmten Architekten Gottfried Böhm entworfen und im Jahr 2004 eröffnet. Er liegt in der Neuen Mitte direkt neben dem historischen Rathaus. Im Obergeschoss befindet sich ein Lesecafé mit einem beeindruckenden Deckengemälde und einem tollen Rundum-Blick auf das Ulmer Münster und die Altstadt:
13.02.2026: Das Leube-Haus in Ulm ist ein historisches Patrizierhaus und Baudenkmal der Neo-Renaissance. Es gilt als die Geburtsstätte der deutschen Zementindustrie. Das Gebäude befindet sich in der Innenstadt von Ulm in der Kronengasse 5, direkt südwestlich der neuen Zentralbibliothek. Im Jahr 1600 wurde in diesem Gebäude die traditionelle Kronen-Apotheke eingerichtet. Der Apotheker, Chemiker und Geologe Gustav Ernst Leube kaufte das Haus im Jahr 1832. Leube experimentierte im Labor des Hauses mit Kalkmergel von der Schwäbischen Alb. Es gelang ihm, das seit der Spätantike vergessene Wissen zur Herstellung von künstlichem Zement (Portlandzement) wiederzuentdecken. Gemeinsam mit seinen Brüdern gründete er 1838 die Zementfabrik Gebrüder Leube in Ulm – die allererste Zementfabrik auf deutschem Boden:
13.02.2026: Der Weinhof war vom 14. bis zum 19. Jahrhundert durch seinen Weinmarkt ein bedeutender Handelsplatz. Zuvor stand hier ab 854 die Königspfalz Ulm. Deren Kapelle stand bis 1612. Danach wurde das frühere Schwörhäusle, welches auf einem Turm der Pfalz aufgebaut war, durch ein Schwörhaus ersetzt. Nach einer Brandzerstörung wurde das Haus 1785 wieder errichtet. Ebenso nach den Kriegsschäden von 1944. Jährlich am Schwörmontag, dem grossen Ulmer Feiertag immer am vorletzten Julimontag, berichtet der Ulmer Oberbürgermeister vom Balkon des Schwörhauses über das vergangene Jahr und erneuert den historischen Eid auf die Stadtverfassung (Großer Schwörbrief von 1397). Auf dem Vorplatz des Ulmer Schwörhauses ist der Christofsbrunnen mit einer spätgotischen Christopherusfigur von Jörg Syrlin d. Ä. (1584) zu besichtigen. Heute ist im Schwörhaus das Haus der Stadtgeschichte und das Ulmer Stadtarchiv beheimatet:
13.02.2026: Die Ulmer Münz ist ein historisches Gebäude und geschütztes Kulturdenkmal im berühmten Fischerviertel von Ulm. Das malerische Fachwerkhaus diente von 1620 bis 1624 als offizielle Münzstätte der damaligen Reichsstadt Ulm. Der Name erinnert an die jahrhundertealte Tradition des Ulmer Münzwesens und den historischen Spruch – Ulmer Geld regiert die Welt. Heute beherbergt das markante Gebäude ein gemütliches, gleichnamiges Café und Restaurant:
13.02.2026: Die ehemalige Ulmer Garnsiede im historischen Handwerkerviertel ist ein bedeutendes Baudenkmal und die letzte historische Garnsiede Südwestdeutschlands. Ihre baulichen Überreste wurden im Jahr 1999 bei Grabungen entdeckt, was eine archäologische Sensation darstellte. Bis dahin waren solche spätmittelalterlichen Anlagen in Süddeutschland nur aus Urkunden bekannt. Der Bau stammt ursprünglich aus dem 15. Jahrhundert und diente zunächst als Wirtschaftsgebäude des Beginenkonvents. Zwischen 1729 und 1879 wurde die Anlage aktiv als Garnsiede genutzt. Beim Garnsieden wurde sprödes, braunes Leinengarn in grossen, von unten befeuerten Kesseln in einer heissen Lauge aus Wasser und Holzasche gekocht. Durch diesen Prozess wurde das Garn gereinigt, geschmeidiger, reissfester und aufgehellt. Nur so liess sich das feine und extrem feste Ulmer Tuch weben, das die Stadt berühmt machte:
13.02.2026: Das Schiefe Haus, das wohl meist fotografierte ehemalige Bürgerhaus in Ulm geht als Entstehungszeit auf das Jahr 1406 zurück. Im Jahr 1443 wurde die grundsätzliche massgebende große spätgotische Erweiterung des Gebäudes vorgenommen. Ursprünglich etwa halb so lang, wurde die jetzige Grösse zur Blau hin geschaffen. Das Haus stand auf seiner Nordseite auf einem festen Kiesuntergrund. Auf der Südseite ist der tragfähige Baugrund erheblich tiefer. Da die Fundamente somit hier schlechter gegründet waren, senkte sich der Bau in seine schiefe Lage. Zur Rettung wurde das Gebäude durch drei Säulen in der Blau gestützt. Mitte des 17. Jahrhunderts erhielt das Haus dann auf der Südseite die steinerne Aussenwand, die die Holzwand ersetzte. Um ca. 1800 wurde die steinerne Wand auf der Nordseite errichtet und die alte Holzwand ersetzt. Ende des 19. Jahrhunderts erhielt es weiterhin auf der Südseite unter den Holzsäulen Betonfundamente. Aufgrund der Feuchtigkeitsschäden im Dach, im Deckenbalkenbereich des ersten Obergeschosses sowie den enormen Lasten durch Auffüllungen der Decken im ersten Oberschoss, um die Schieflage auszugleichen, neigte und drehte sich das Haus weiterhin auf der Südseite. Durch das vorstehende erste Obergeschoss des auf Stützen gesichertenerweiterten Baus konnte zusätzlich eine Galerie zum Unterziehen von Kähnen oder Anbinden von Holzkästen geschaffen werden. Der historische Anlegeplatz des Fischerbootes ist heute eine schwimmende Sitzgalerie in der Blau. Eine Bodenverglasung ermöglicht einen direkten Blick auf die Grundmauer des ehemaligen Fischbeckens. Mit der Sanierung und Renovierung in den Jahren 1994/95 wurde das Haus im Fundamentbereich zusätzlich verstärkt, das ursprüngliche Tragwerk wieder rekonstruiert sowie der gesamte Dach- und Deckenbereich stabilisiert. Zusätzlich wurden die Lasten – soweit möglich – in die Nordhälfte verlagert und festgezurrt. Die Holzmalerei an den Deckenbalken im ersten Obergeschoss wurde ebenso wie die Gewölbedecke wieder restauriert bzw. erneut eingebaut. Der heutige Zustand vermittelt die geschichtliche Vergangenheit durch Beibehaltung der schiefen Böden und durch Reduzierung der sichtbaren Technik, ohne darauf zu verzichten:
13.02.2026: Der Metzgerturm ist ein heute noch erhaltenes Stadttor der mittelalterlichen Stadtbefestigung an der Donau. Der quadratische Backsteinturm mit Spitzbogentoren wurde um 1340 als Auslass der staufischen Stadtbefestigung zur davorliegenden Stadtmetzig, dem Schlachthaus der Stadt, errichtet. Das Obergeschoss mit vorkragenden Rundbogen wird durch ein steiles Walmdach abgeschlossen. Bei einer Höhe von etwa 36 m ist der Metzgerturm um 2,05 m nach Nordwesten geneigt, was einer Neigung von 3,3° entspricht (zum Vergleich Schiefer Turm von Pisa: 3,97°). Ursache ist eine nachträgliche Bodensenkung des sumpfigen Untergrundes. Der Sage nach entstand die Turmneigung dadurch, dass sich dort eingesperrte korpulente Metzger aus Angst vor Strafe wegen minderwertiger Waren in einer Ecke zusammendrängten, als der zornige Bürgermeister eintrat:
13.02.2026: Das Gebäude des ehemaligen Setra-Museums in Ulm ist das historische Haus zur Weinrebe, auch bekannt als Kässbohrer-Haus. Das markante, renovierte Fachwerkhaus wurde um 1480 als Wohnhaus erbaut. Es befindet sich direkt am historischen Saumarkt im Ulmer Fischerviertel. Es ist das Stammhaus der Familie Kässbohrer. Viele Generationen der Familie – welche die Marke Setra gründete und Omnibus-Geschichte schrieb – wuchsen hier auf. Das kleine, nicht öffentlich zugängliche Werksmuseum im Haus zur Weinrebe wurde Ende 2025 dauerhaft geschlossen. Die historische Fahrzeugsammlung und die Exponate wurden auf die andere Donauseite nach Neu-Ulm verlegt. Dort sind sie nun in der neu errichteten Kässbohrer-Halle auf dem Werksgelände von Daimler Buses in der Otto-Hahn-Strasse untergebracht:
13.02.2026: Das Hotel Schmales Haus ist ein historisches Gebäude im Fischerviertel, das für seine geringe Breite von nur 4,63 Metern bekannt ist. Das denkmalgeschützte Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert wurde umfassend saniert und beherbergt heute ein kleines Hotel. Es gilt als eines der schmalsten Hotels der Stadt und bietet seinen Gästen eine einzigartige historische Atmosphäre:
13.02.2026: Die Gaststätte Zur Forelle ist eines der ältesten Häuser Ulms, die sich seit 1873 im Familienbesitz Hailbronner befindet. Das Haus wurde im Jahr 1400 an dem damaligen gemeinen Steg über das Flüsschen Blau als Schankwirtschaft und Herberge errichtet. Die Bäume für das so genannte Häusle wurden im Jahr 1399 im Allgäu geschlagen und auf der Iller, die in Ulm in die Donau mündet, nach Ulm geflösst. Noch heute sind Zeichen und Spuren der Flösserei an einigen Balken der in Ulm einmaligen Dachfirstständer-Konstruktion sichtbar. Um 1662 erhielt das Gebäude den klangvollen Namen Zum Güldenen Fisch und wurde im Jahr 1705 in Zur Forelle umbenannt. Im Laufe der Jahrhunderte hat die Gaststätte Zur Forelle alle Hochs und Tiefs der Freien Reichsstadt Ulm miterlebt und im wesentlichen unbeschadet überstanden. Ein beredtes Zeugnis dafür ist die neben der Eingangstüre der Forelle eingemauerte und gut sichtbare Kanonenkugel. Am 15. und 16. Oktober 1805 liess Napoleon die Stadt Ulm jeweils eine halbe Stunde lang mit Kanonen verschiedenen Kalibers beschiessen, um die in der Stadt Ulm befindlichen österreichischen Truppen zu demoralisieren und zur Kapitulation zu zwingen, was letztendlich auch gelang. Eine der Kugeln schlug in die Gaststätte ein: