Monats-Archive: März 2018
07.03.2018: Der Herstallturm ist einer von ursprünglich zwei kleinen Türmen vor dem ehemaligen Stadtgraben. Der Graben befand sich etwa dort, wo heute die Friedrichstrasse verläuft. Die Türmchen sicherten eine steinerne Grabenbrücke, über die man zum eigentlichen Herstall-Torturm und in die Stadt hinein gelangte. Die Anlage wurde 1869 bis auf den Herstallturm abgetragen und eingeebnet. Im Zweiten Weltkrieg ist schließlich auch das steinerne Wappen des Kardinals Albrecht von Brandenburg (1514 – 1545) mit der Jahreszahl 1545 verloren gegangen. Der Name Herstall leitet sich wohl daher ab, dass hier die Herren (Ritter) lagerten, wenn sie zu den Waffen gerufen wurden:

07.03.2018: Den Namen verdankt die Kirche ihrer Lage an einem alten Stadttor zur Sandgasse, das heute die südliche Eingangspforte zur Fussgängerzone von Aschaffenburg bildet. Ihre Bedeutung bezieht die Sandkirche jedoch von einem Gnadenbild, das sie noch immer zur vielbesuchten Votivkirche macht – einer Pieta, die wohl aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammt. Auf wundersame Weise soll die hölzerne Skulptur im Boden unter einer weissen Lilie aufgefunden worden sein. Ob auf gefährlicher Wanderschaft, bei Kriegsgefahr oder in Pestzeiten – von weitum wandten sich die Menschen an das Gnadenbild, selbst aus entlegensten Spessartdörfern brachten Pilger Spenden herbei für eine erste Kapelle, die dann Mitte des 17. Jahrhunderts vergrössert wurde. Der Turm stammt noch aus dem Jahre 1381 und war ein ehemaliger Torturm der Sandpforte. 1757 schliesslich hat man das heutige Gotteshaus eingeweiht, das Gläubige und kunsthistorisch Interessierte gleichermassen anzieht:

07.03.2018: Der Schenkenturm, auch als Hexenturm oder Wartturm überliefert, entstand im 15. Jahrhundert zeitgleich mit der Stadtmauer. Dietrich Schenk von Erbach, dessen Familienwappen in der Mauer zu finden ist, liess sie im Zuge der Stadterweiterung errichten. Historisch gesehen ist der Turm wohl namenlos gewesen, da es in Aschaffenburg mehr als 15 Stadttürme gab, von denen die meisten keinen Namen trugen. Die Stadtverwaltung hat in der Beschlussvorlage für den Planungs- und Verkehrssenat den Namen Schenkenturm gewählt, angelehnt an den Bauherrn und dessen Wappen. Der Turm hat eine quadratische Grundfläche und ist drei Geschosse hoch. Die mit grösseren Fenstern versehenen Obergeschosse dienten als Wohnung für den Türmer:

ASCHAFFENBURG
(71.000 Einwohner, 138 m ü. NHN) ist eine kreisfreie und nach Würzburg die zweitgrösste Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Unterfranken. In den Aufzeichnungen des Geographen von Ravenna (circa 450 – 500) findet sich die Nennung einer Siedlung namens Ascapha im alemannischen Nordgau. Aschaffenburg bildete zudem für einen grossen Teil seiner Geschichte das östliche Zentrum des Kurfürstentums Mainz. Zuvor beherrschten die Römer die Gegend als Grenzregion ihres Reiches. Die Römer wurden von den Alemannen, diese von den Franken als Herrscher abgelöst. Die Franken errichteten hier ab dem 8. Jahrhundert das fränkische Grossreich. Von 982 bis 1814 war Aschaffenburg an das Kurfürstentum Mainz, mit deren Bischöfen als oberste Instanz angegliedert. Einige Bischöfe nahmen nach Mainz auch Aschaffenburg zeitweise als ihre zweite Residenzstadt. Im Jahr 1144 entwickelte sich die Siedlung zu einem Markt und bekam daraufhin 17 Jahre später das Münzprivileg zugesprochen. Ab hier begann die florierendste Periode der Stadtgeschichte, die bis ins 16. Jahrhundert dauerte, wo die Stadt das Münzprivileg und andere Privilegien verlor, da sie sich am Bauernkrieg beteiligte. Der Prosperität setzte schließlich der Dreissigjährige Krieg (1618-1648) ein Ende. Als das geistliche Kurfürstentum Mainz 1803 aufgelöst wird, wurde Aschaffenburg zum Sitz des ehemaligen Mainzer Erzbischof und Kurfürst Carl Theodor von Dalberg, der 1808 die Gründung einer Universität in Aschaffenburg veranlasste, kurz bevor die Stadt für zwei Jahre zu Österreich gehörte (1814-1816) und anschliessend zusammen mit dem Untermaingebiet in Bayern eingegliedert wurde. Ende des 19. Jahrhunderts begannen sich Industrieunternehmen in grossem Stil in der Stadt anzusiedeln. Während des Zweiten Weltkrieges war die Stadt daher auch Ziel einiger Luftangriffe durch die alliierten Streitkräfte gegen Deutschland. Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau und nahm gleichzeitig die Entwicklung als Industriestandort ihre Fortsetzung.
Gentilburg – Der Aschaffenburger Fabrikant Anton Gentil, der sich französisch „Schandel“ nannte wurde mit einem Patent auf Pumpen reich. Doch zum Original seiner Heimatstadt wurde er durch seine spektakulären Bauten. 1933 wurde das dritte Wohnhaus für Anton Gentil gebaut. Das burgenartige Gebäude mit vorgelagertem wehrhaft wirkendem Turm unter steilem Walmdach thront in erhöhter Lage über der Würzburger Strasse:
Die Kirchenruine zum Heiligen Grabe, auch als Schöntalruine bekannt, ist die Ruine der 1543 bis 1545 erbauten und 1552 niedergebrannten Kirche des Beginenklosters. Dieses wurde vom Erzbischof Albrecht von Brandenburg um das Jahr 1500 errichtet. Bereits im Schmalkaldischen Krieg 1546 und wenige Jahre später im Zweiten Markgrafenkrieg 1552 wurde das Gebäude weitestgehend zerstört. Mit der Auflösung des Beginenkonvents wurde die Aschaffenburger Grabeskirche dem Verfall preisgegeben. Die Ruine wurde später in die Gestaltung des Parks Schöntal mit einbezogen:
Schenkenturm:
Die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung, umgangssprachlich Sandkirche:
Herstallturm:
Schönborner Hof:
Stiftskirche St. Peter und Alexander:
Stadttheater:
Unsere liebe Frau, häufig nur Muttergottespfarrkirche genannt, ist die älteste Pfarrkirche in Aschaffenburg:
Schloss Johannisburg:
Pompejanum:
Blick runter zum Main durch die Dalbergstrasse:
Stadthalle:
Hauptbahnhof Aschaffenburg:
Alle Aufnahmen entstanden während eines Kurzbesuchs am 07.03.2018.
05.03.2018: Die Verkehrsinsel Mombacher Kreisel im Mainzer Stadtteil Mombach ziert der Erdal-Frosch der Firma Werner & Mertz GmbH. Sie ist ein familiengeführter mittelständischer Hersteller von Reinigungs- und Pflegemitteln mit Hauptsitz im benachbarten Stadtteil Neustadt:
Etwas außerhalb der 1332 errichteten Stadtmauer von Eltville steht oberhalb des Rheinufers die Burg Crass. Sie ist im Kern romanisch und gotisch, gilt als ältestes erhaltenes Bauwerk der Stadt und war einmal ein sogenannter Freihof. Es wurde sogar nachgewiesen, dass einige beim Bau der Anlage verwendeten Hölzer 1096 geschlagen wurden. Möglicherweise befand sich hier vorher sogar eine römische Villa. Das heutige Aussehen entstand im 19. Jahrhundert, als die Burg im neogotischen Stil umgestaltet wurde. Damals erhielt sie auch den heute noch existierenden Park, weshalb die als Hotel mit Gastronomiebetrieb genutzte Burg auch als Schloss Rheinberg bezeichnet wird. Vom Gartenrestaurant aus hat man einen schönen Blick auf den Rhein (05.03.2018):
Die Kurfürstliche Burg, das Wahrzeichen der Stadt, entstand in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Einst residierten hier die Mainzer Erzbischöfe und Kurfürsten. Heute lädt die Eltviller Burg mit Burghof, Burggraben und Amtsgarten zum Spazieren und Verweilen inmitten prachtvoller Rosenbeete ein. Sie ist Schauplatz zahlreicher Feste und kultureller Veranstaltungen. Ebenso stehen die historischen Räumlichkeiten für standesamtliche Trauungen, Familienfeiern oder Firmenevents zur Verfügung (05.03.2018):
Die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul ist eine unsymmetrische, zweischiffige Hallenkirche. Seit 2015 ist St. Peter und Paul die Pfarrkirche der neu gegründeten Pfarrei St. Peter und Paul Rheingau. Erste Spuren eines frühen Kirchenbaues aus dem 10. Jahrhundert wurden bei Bauarbeiten und Grabungen 1933/34 entdeckt, im 12. Jahrhundert folgte ein romanischer Bau. Der Baubeginn der heutigen Kirche lag möglicherweise im Jahr 1305. Gegen 1420 begann eine Erweiterung der Kirche nach Süden mit einem neuen Seitenschiff. Nach einem Blitzschlag 1683 brannte der Turm ab, statt eines steilen gotischen Helmes wurde 1686 eine neue barocke Turmhaube errichtet. Das heutige Dach über dem Langhaus mit Dachreiter aus dem Jahre 1783 wurde nach einem Brand 1782 errichtet. Ab 1862 fanden umfangreiche Umbauarbeiten statt, um die Kirche wieder in einen gotischen Zustand zu versetzen. Die nächsten größeren Veränderungen fanden 1933/34 statt. Es wurde eine neue Sakristei geschaffen, die alte in eine Marienkapelle umgewandelt. Auch der Stumpf des alten romanischen Turmes wurde entfernt (05.03.2018):
Das Martinstor neben dem Eltzer Hof ist das einzig erhaltene Stadttor von Eltville. Durch dieses Tor fuhren die mit den Weinfässern beladenen Fuhrwerke zum Rheinufer, wo sich vor der Burg ein Verladekran befand (05.03.2018):
Ältestes Rathaus der Stadt Eltville (Bauzeit 1511-1517) in der Schmittstrasse. Eckhaus über spitzwinklichem Grundriss, massives Erdgeschoss mit vorkragendem Fachwerkobergeschoss (05.03.2018):