Türme
01.08.2025: Bei der Gasanstalt Quedlinburg handelt es sich um eine der ältesten städtischen Gaswerke. Das Gelände wurde 1863, wohl im Zusammenhang mit der Eröffnung der unmittelbar südlich des Grundstücks verlaufenden Bahnstrecke Magdeburg-Thale, erschlossen. Die Gründung ging massgeblich auf den Quedlinburger Bürgermeister Gustav Brecht zurück. Auf dem Areal befinden sich neben dem Wasserturm weitere Industriebauten aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts:

01.08.2025: Der Bahnwasserturm Quedlinburg wurde 1907/1908 erbaut und steht heute zusammen mit dem gesamten Bahnhofsensemble unter Denkmalschutz. Er befindet sich an der Ecke Stresemannstrasse und Harzweg südöstlich der historischen Altstadt. Die Errichtung des Wasserturms war Teil der Erweiterung des Bahnhofs, die für die durchgängige Befahrbarkeit der Bahnstrecke von Blankenburg nach Quedlinburg notwendig war: 
01.08.2025: Besuch Bismarckturm Quedlinburg (Höhe: 20 m, Einweihung: 1896). Der Bismarckturm steht auf einer kleinen Anhöhe inmitten einer Parkanlage im Südosten von Quedlinburg. Dieser rund 20 Meter hohe Aussichtsturm mit kreisförmigem Grundriss wurde im Jahre 1894 geplant und drei Jahre später nach Vollendung der Bauarbeiten eingeweiht. Damit ist der aus Granit und Kalkstein errichtete Quedlinburger Turm der älteste Bismarckturm im Bundesland Sachsen-Anhalt. Über dem Turmeingang befanden sich eine bildliche Darstellung des namensgebenden Politikers sowie die Inschrift Bismarckturm. Beide wurden nach dem Zweiten Weltkrieg entfernt und der Turm umbenannt. Die Ära des Arbeiter- und Bauernstaates war ausserdem von einer baulichen Vernachlässigung dieses Aussichtsturmes geprägt. Bei einem Unwetter in den 1970er Jahren wurde das Bauwerk stark beschädigt und ist seither nicht mehr begehbar. Erst nach dem Ende der DDR konnte der Verfall des Turmes gestoppt werden. Es erfolgten einige dringende Reparaturen sowie die Wiederanbringung des Namenszuges Bismarckthurm an angestammter Stelle. Aus Sicherheitsgründen ist der nun wieder Bismarckturm genannte Aussichtsturm auch aktuell noch nicht wieder begehbar. Es fehlt ihm u.a. die steinerne Brüstung an der Aussichtsplattform. Daher wartet der Turm noch darauf, grundlegend saniert und wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu werden:
01.08.2025: Der Wehrturm Kiek in de Köken verdankt seinen Namen dem Umstand, dass man einst von dort aus in die erzbischöfliche Küche schauen konnte. Während des Ausbaus der Befestigungsanlagen sind 1430 die Wehrtürme Hinter der Möllenvogtei und Kiek in die Köken errichtet worden. Insgesamt wurden in dieser Zeit fünf Wehrtürme gebaut. Erst 1525 begann der Bau einer festen Stadtmauer zwischen den Wehrtürmen. Beide Türme wurden im Zuge der Sanierung des Fürstenwalls restauriert. Ein Stück mittelalterlicher Stadt konnte so erhalten werden:

31.07.2025: Der Vorgängerbau des Salzturms stammt aus dem Jahr 1613. Das heutige Bauwerk mit offenen Glockenturm und zweifacher barocker Turmhaube wurde zwischen 1711 und 1714 errichtet, und war einst Teil des mittelalterlichen Salztores, welches 1839 abgerissen wurde. Damals führte im oberen Teil noch eine Holzgalerie um den 37 Meter hohen Turm. Weil sich in ihm auch die Wohnung des Türmers befand, der bis zur Jahrhundertwende nachts stündlich das Horn blies und Feuerwache hielt, wurde der Turm auch Hausmannsturm genannt. 1993 wurde der Salzturm nochmals grundlegend saniert und als Aussichtsturm zugänglich gemacht. Im Inneren führen die 92 Treppenstufen der doppelläufigen Treppe bis nach oben auf die in 30 Metern Höhe angebrachte Balustrade, welche den Blick in alle vier Himmelsrichtungen weit über die Dächer von Schönebeck hinaus ermöglicht:

31.07.2025: Der 1470 erbaute Pfännerturm gehörte einst als flankierender Torturm des Elmener Tores zur Gross Salzer Stadtmauer. Er besteht aus Bruchstein und ist anhand des markanten Pyramidendachs erkennbar. Der Zugang ist nur auf der Höhe des ehemaligen Wehrgangs über das erste Obergeschoss möglich. Im späten Mittelalter diente der Turm als Gefängnis. Nach 1880 wurden sämtliche Tore der Stadt abgerissen. Einzig der Pfännerturm blieb noch erhalten. Teilweise sind heute noch Reste der Stadtmauer erkennbar. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutze man den Turm gar zum Wohnen. Das Torhaus wurde 1961 abgerissen. 1994 wurde der Turm umfassend in Stand gesetzt:
31.07.2025: Besuch Bismarckturm Schönebeck (Höhe: 14 m, Einweihung: 1897). Der Verschönerungsverein von Groß-Salze regte den Bau dieses Bismarckturmes an. Der Entwurf incl. des Wirtschaftsgebäudes (als Gaststätte genutzt) stammt von Stadtbaurat Thurius, die Maurerarbeiten führte Maurermeister Vollbring im Jahr 1897 aus. Der aus Backsteinen gebaute Turm mit rundem Grundriss erreichte eine Höhe von 10 m. Über eine Wendeltreppe war die Aussichtsplattform ohne Feuerschale mit aufgesetztem Türmchen erreichbar. Im Jahr 1907 erhöhte man den Turm auf 13,5 m. Der Bismarckturm wurde Anfang der 1990er Jahre saniert und mit einem neuen Turmabschluss mit Brüstung versehen. Auf dem Bismarckturm hat man eine gute Aussicht auf die Magdeburger Börde:
Blick vom Turm in Richtung Frohser Berg und in Richtung Süden:

31.07.2025: Der Turm wurde 1776 im Auftrage des Pächters der Saline Schönebeck Abraham Gansauge erbaut. Er wurde aus Bruchsteinen errichtet, verfügt über sechs Stockwerke und ist 32 Meter hoch. Ursprünglich war der runde, sich nach oben verjüngende Turm der Rumpf einer Holländerwindmühle. Die Windkunst dient dazu die Sole aus dem unterhalb des Turms befindlichen 85 Meter tiefen Schacht III zu fördern, um sie zur Salzgewinnung zu nutzen. Die Solequelle lieferte täglich 1000 Kubikmeter Sole mit einem Salzgehalt von 10 bis 12 %. Bis etwa 1850 erfolgte der Solebezug der Saline Schönebeck ausschliesslich über diesen Schacht. Bereits 1792 erfolgte jedoch die Umstellung auf eine Förderung durch eine Dampfmaschine welche östlich des Turms errichtet wurde. Die mit 40 PS arbeitende Maschine gehörte zu den ersten Dampfmaschinen Preussens. Der Windmühlenaufsatz wurde entfernt. Ab 1829 folgten weitere Maschinenhäuser in der Umgebung des Turms, der sogenannte Kunsthof. Der Turm wurde auch weiterhin in Zusammenhang mit der Soleförderung genutzt, bis diese Ende des 20. Jahrhunderts auf eine andere Quelle, die Erlenquelle, verlagert wurde. Der Soleturm ist Teil des musealen Kunsthof Bad Salzelmen. Dort wird im Schausiedehaus von den Salzsiedern des späten Mittelalters berichtet, sowie Wissenswertes über die Salzproduktion und das Leben der Sieder dargestellt. Im Turm sind auch mehrere technische Einrichtungen der Soleförderung erhalten. Hier werden Details über die Erschliessung der Solequellen in Bad Salzelmen und über technische Fortschritte in der Soleförderung erklärt. Der Soleturm wird auch für Ausstellungen und Konzerte genutzt:

Schausiedehaus:

Rotes Haus:

30.07.2025: Besuch Bismarckturm Schnarsleben (Höhe: 12 m, Einweihung: 1910). Ganz in der Nähe der Landeshauptstadt Magdeburg, zwischen Irxleben und Niederndodeleben, befindet sich der Grosse Wartberg. Er ist mit fast 146 Metern die höchste Erhebung in der Magdeburger Börde. Auf dem Gipfel wurde 1910 zu Ehren des ehemaligen deutschen Reichskanzlers Fürst Otto von Bismarck der Bismarckturm errichtet. Der 12 Meter hohe Turm besitzt einen quadratischen 6 x 6 Meter grossen Grundriss und kann über 29 Stein- und 18 Metallstufen bis hin zur Aussichtsplattform bestiegen werden. Vor dem Turm befindet sich ein Gedenkstein, an welchem sich bis zur DDR-Zeit ein Relief Bismarcks befand. Später wurden alle mit Bismarck in Zusammenhang stehenden Merkmale entfernt. Die Sowjetische Armee legte nach der Gründung der DDR eine Funkstation mit zugehörigen militärischen Gebäuden für Personen und Fahrzeugen an. Heute wird der Grosse Wartberg und der Bismarckturm vom Verein Naturfreunde Wartberg (1993 gegründet) gepflegt:

Blick aus Richtung Irxleben zum Grossen Wartberg…:

…und auf dem Rückweg in Richtung Irxleben:







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