Türme
30.09.2025: Am Ende des 13. Jahrhunderts angelegt, entsprach die im Laufe des 14. Jahrhundert vollendete und mit drei Toren versehene Stadtmauer von Buxtehude allen Regeln einer spätmittelalterlichen Stadtbefestigung. Sie genügte nicht mehr als die Feuerwaffentechnologie im 15. und 16. Jahrhundert zunahm. Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, erhielt die Stadtmauer als Verstärkung an den fünf Ecken jeweils einen sogenannten Zwinger. Dabei handelte es sich um vor Stadtmauer stehende massive Rundtürme. Erhalten ist heute nur noch der Marschtorzwinger, dessen äussere Gestalt und innere Gliederung im Grunde den anderen Zwingern entsprochen haben wird, wobei variierende Ausmasse in den Akten des Buxtehuder Stadtarchivs überliefert sind. Der Marschtorzwinger hat eine bis zu 1,90 m dicke Mauer. Sein runder, zur Aussenseite weisender Teil hat einen Durchmesser von 9,93 m, zur Stadtmauer hin verschmälert sich das Gebäude konisch. Im Erdgeschoss sorgten sieben, im Obergeschoss neun Schiessscharten für eine wehrhaften Verteidigungsmöglichkeit. Wie auf einer alten Stadtansicht von 1674 dargestellt trägt er auch heute ein Spitzdach. Erbaut wurde er vermutlich um 1539. Ein Stein an der Ostseite mit dem Stadtwappen und dieser Jahreszahl verweist darauf. Nach dem Ende des Dreissigjährigen Krieges verloren Stadtmauer und Zwinger ihre wehrhafte Bedeutung. Der Marschtorzwinger blieb lange im städtischen Besitz. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde er an einen Bierbrauer für Lagerzwecke verkauft. 1914 erwarb der Museumsverein das teilweise eingestürzte Gebäude mit dem Ziel es zu erhalten. Verschiedene Nutzungen (museale Ausstellung, Jugendherberge, DLRG-Heim) folgten, jedoch trug keine dazu bei, dass sich sein baulicher Zustand nicht immer weiter verschlechterte. 1984 erhielt der Zwinger nach umfangreichen Sanierungsmassnahmen sein jetziges Aussehen. Der Marschtorzwinger dient heute als letzter von ehemals fünf Rundtürmen der früheren Stadtmauer als Kulturzentrum für Ausstellungen und Konzerte. Der Marschtorzwinger in Buxtehude ist das einzige kulturhistorische Denkmal dieser Art in Norddeutschland:

30.09.2025: Am Fleth in der Innenstadt von Buxtehude ist seit 1289 eine Kornmühle dokumentiert. Diese wurde immer wieder umgebaut und erweitert. Die heutige Flethmühle geht auf einen dreistöckigen Neubau aus dem Jahr 1860-61 zurück, der 1869-70 durch einen vierstöckigen Erweiterungsbau ergänzt wurde. Eine Aufstockung erfolgte 1936. Nach der Stilllegung der Mühle im Jahr 1975 ist das Mühlenensemble zu einem Wohn- und Geschäftshaus inkl. Hotel umgebaut worden:

30.09.2025: Der Fernmeldeturm Buxtehude befindet sich in der Poststrasse 4 und ist ein 57,40 Meter hoher Betonturm. Aktuell wird er von der Deutschen Funkturm GmbH (einer Tochter der Telekom) für Mobilfunkdienste betrieben:

29.09.2025: Der Energiebunker Wilhelmsburg ist einer von vielen Bunkern in Hamburg. Denn wenn man durch die Stadtviertel Hamburgs fährt, fallen einem an den Verkehrsknotenpunkten und auch zwischen den Häuserzeilen grosse umgebaute Bunkeranlagen auf. In keiner Stadt wurden während des Zweiten Weltkrieges so viele Bunker gebaut wie in Hamburg. Aktuell befinden sich noch ca. 700 Bunker im Hamburger Stadtgebiet, die meisten davon unterirdisch. Das spektakulärste Umbauprojekt unter den Bunkern ist ohne Zweifel der im Rahmen der Internationalen Bauausstellung umgebaute Energiebunker Wilhelmsburg. Seither produziert der mächtige Flakturm VI als Öko-Kraftwerk Energie für 4.000 Haushalte. Der Energiebunker bietet auf 30 Meter Höhe ein Café und eine Aussichtsterrasse mit Panoramablick über Wilhelmsburg und den Hafen und kann auch bei Führungen erkundet werden:

29.09.2025: Der Wilhelmsburger Wasserturm am Gross Sand wurde 1911 errichtet, der Architekt war Wilhelm Brünicke. Der Wasserturm hat eine Gesamthöhe von 46 m und steht seit 2008 unter Denkmalschutz. Schon im Zweiten Weltkrieg entstanden Notwohnungen im Turm. Möglicherweise wurden dabei die ursprünglich ovalen Fensteröffnungen im 4. und 5. Obergeschoss zu Rundbögen vergrössert. Diese Wohnungen wurden in den 1980er Jahren renoviert und mit Zentralheizung versehen. 1991 erwarb die katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius den Turm, die auch Trägerin des benachbarten Krankenhauses Gross Sand ist. Das Bauwerk wird weiter für Wohnzwecke genutzt:

20.09.2025: Der Fernmeldeturm Bad Segeberg ist ein Fernmeldeturm der Deutschen Telekom AG in Stahlbetonbauweise. Der als Typenturm vom Typ FMT 12 ausgeführte Turm ist mit 133 Metern Gesamthöhe das höchste Bauwerk in Bad Segeberg. Seit dem 18. November 2021 wird von dem Sender der DAB+ (Digitaler Hörfunk) Block des Norddeutschen Rundfunks ausgestrahlt:

20.09.2025: Der Segeberger Wasserturm wurde in den Jahren 1907 bis 1910 in der Nähe des Kalkbergs errichtet. Bis 1977 diente er als Garant für einen ausgeglichenen Wasserdruck, dann stand er jahrelang leer. 1988 wurde er unter Denkmalschutz gestellt. Der Segeberger Architekt H.T. Teege entwarf den knapp 35 m hohen Wasserturm. Das Bauwerk hat einen kreisrunden Grundriss und wurde in Ziegelbauweise errichtet. Der Unterbau läuft nach oben zunächst konisch zu. Im Bereich des Wasserbehälters ist der Bau leicht verbreitert. Abgeschlossen wird der Turm durch ein ziegelgedecktes Kegeldach mit kupferner Spitze. Seit 2020 ist der Wasserturm ein Hotel:

08.09.2025: Der Wasserturm auf dem Ravensberg in Kiel wurde 1896 nach Plänen von Rudolph Schmidt erbaut. Der Hochbehälter ist im Jahr 1990 ausser Betrieb genommen worden, von ca. 2000 bis 2012 wurde der Innenraum für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Nach Plänen von Schnittger Architekten + Partner ist der Turm 2014-15 saniert und im Sockelbereich um Wohnungen und eine Tiefgarage ergänzt worden:

04.09.2025: Der weiss gestrichene und sorgfältig restaurierte 47 Meter hohe Wasserturm befindet in der Christianstrasse und wurde in den Jahren 1899 bis 1900 gebaut. Die Baltische AG Licht-, Kraft- und Wasserwerke Neumünster war verantwortlich für den Bau des Wasserturms, zusammen mit dem dazu gehörenden Wasser- und Elektrizitätswerk. Er ist noch voll funktionsfähig und gehört den Stadtwerken Neumünster, die ihn in ihr 242 km langes Wasserleitungssystem integriert haben. Heute dient er vor allem zum Druckausgleich im Netz und als Löschwasserreservoir:

27.08.2025: Der Gasbehälter am Stader Stadthafen wurde 1955 errichtet und ist als Industriedenkmal geschützt. 2013-15 sind nach Plänen des Architekturbüros Gerhard Buttge Wohnungen in den Gasometer eingebaut worden. Ergänzend sind benachbart zwei weitere Wohngebäude auf dem früheren Industrieareal erbaut worden: