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Türme

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15.08.2025: Das ehemals dänische Feuerschiff XV wurde aus 20 Zentimeter dickem Eichenholz mit Kupferbeschlag unter der Wasserlinie gebaut. Das Deck wurde aus Lärchenholz gefertigt. Das Feuerschiff hatte keinen eigenen Antrieb, es wurde mit Schleppern auf seine jeweiligen Position geschleppt. 1923 wurde das Feuer auf elektrisches Licht umgestellt. Nach der Indienststellung hatte das Feuerschiff XV über 80 Jahre lang auf zahlreichen Positionen in der Nord- und Ostsee den Schiffen den Weg gewiesen, dabei vielen Stürmen getrotzt und ist von zahlreichen Schiffen gerammt und beschädigt worden. Nach Ausserdienststellung am 1. Januar 1971 wurde die Læsø Rende im Jahr 1974 an die dänische Stadt Hadersleben verkauft, die das Schiff als Bürgerzentrum und Jugendheim nutzte. 1986 wurde es vom Heikendorfer Yacht Club gekauft und liegt seitdem in der Kieler Bucht im Möltenorter Hafen. 1996 wurde der Verein der Freunde und Förderer des Fyrskib XV Læsø Rende gegründet, der das älteste noch erhaltene Feuerschiff für die kommenden Generationen als seefahrts- und kulturhistorisches Zeugnis einer vergangenen Epoche internationaler Schifffahrt erhalten will. Der ehemalige Generatorenraum wurde zu einem maritimen Salon umgestaltet, in dem man sich trauen lassen kann. Seit 2003 nutzt auch der Ortverein Kiel-Ost M25 des Deutschen Amateur Radio Club DARC e.V. das Museumsfeuerschiff für seine Aktivitäten:

13.03.2026: Der Kaltenstein bildet auf der südwestlichen Ecke der Stadtmauer gelegen das Pendant zum Wasserturm. Heute Storchenturm genannt, beherbergte er früher auch das Criminal Gefängnis. In der Neuzeit war die Geschichte des Turmes weit weniger aufregend. So wurde der Turm bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts als Wohnraum genutzt, danach benutzte die Räumlichkeiten in den 70er-Jahren für kurze Zeit eine Jugendgruppe, die aus Brandschutz-Gründen aber wieder ausziehen musste. Nachdem der Turm jahrzehntelang keine Störche mehr anzog, sorgten ehrenamtliche Helfer mit dem Bau eines Storchennests für die erneute Ansiedlung:

13.03.2026: Der Hauserles- oder Götzenturm aus dem 14. bis 17. Jahrhundert steht an der südöstlichen Ecke der Stadtmauer. 26 Meter misst er in der Höhe, im Unterbau wurden Kalkbruchsteine zu 1,75 Meter dicken Wände aufgeschichtet. In Wasserturm umbenannt wurde der Turm als Anfang des letzten Jahrhunderts die Haus- und Hofbrunnen aufgegeben und 1902 eine Wassergenossenschaft gegründet wurde. Das Ziel war, die am Donauabhang liegenden Quellen anzuzapfen, sie in die Stadt hochzupumpen und von dort über ein Rohrnetz in die Häuser zu leiten. Zwischen 1907 und 1908 wurde der Turm deshalb zu einem Wasserspeicher umgebaut. Auf den Wehrturm wurde ein Geschoss aufgesetzt, in dem sich bis 1964 ein Betontank für ca. 80 Kubikmeter Wasser befand. Ein Wasserwart kontrollierte dreimal am Tag den Wasserstand anhand eines aussen angebrachten Pegelanzeigers:

13.03.2026: Der südöstliche Eckturm der Stadtbefestigung war zunächst Pulvermagazin. Im 18. Jahrhundert änderte sich seine Verwendung zum staatlichen Gefängnis mit Wohnung für den Kerkermeister. Delinquenten wurden dort in Eisen gelegt, daher die Bezeichnung Eisenhaus. Die darin herrschenden Zustände führten um 1838 zu mehrfachen Beschwerden, und 1858/59 wurde unweit von hier ein neues Gefängnis errichtet. Seitdem wird der Turm als Wohnhaus genutzt:

13.03.2026: Der Ursulaturm wurde im Spätmittelalter erbaut. Der heutige obere Teil wurde nach dem Stadtbrand von 1735 aus wiederverwendeten Backsteinen errichtet. Im späteren 19. Jahrhundert war er an die Familie Motz vermietet, daher wird dieser noch heute als Motzenturm bezeichnet. Der Ursulaturm verstärkte die Stadtbefestigung der Stadt Günzburg an der nordwestlichen Ecke. Da die Stadtmauer dort in einem überrechtwinkligen Winkel abknickt, wurde er auf schiefwinkligem Grundriss errichtet. Der Turm ragt auf einem Vorsprung an der Hangkante über die Donau- und Günzniederung und besitzt ein Mansardwalmdach. Darunter liegen vier Stockwerke:

13.03.2026: Der Kuhturm in Günzburg ist ein historischer Torturm, der als geschütztes Baudenkmal Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung ist. Er befindet sich in der Mitte der Nordfront der Altstadt. Seinen eigentümlichen Namen verdankt das Bauwerk den sogenannten Ackerbürgern, die in der oberen Stadt lebten. Da ihre Ställe in der Stadt, die Weiden und Felder jedoch ausserhalb der Stadtmauern lagen, trieben Hirten die Kühe, Schweine und Gänse jeden Morgen durch dieses Tor hinab auf die Günzwiesen. Da der anschliessende Bergweg für Wagen zu steil war, blieb der Durchgang primär dem Vieh vorbehalten. Die Fundamente des rechteckigen Unterbaus stammen aus dem Mittelalter. Um das Jahr 1600 herum entstanden das Gewölbe und der markante runde Torbogen. Das darauf sitzende Achteck mit seiner geschwungenen Haube prägt die Silhouette der Nordseite. Über dem inneren Torbogen befindet sich ein kunstvolles Relief aus dem Jahr 1617. Es zeigt einen Engel, der das Wappen des Markgrafen Karl von Burgau sowie das alte Stadtwappen in den Händen hält. Bei der grossen Brandkatastrophe 1735 wurde auch der Kuhturm schwer beschädigt. Beim anschliessenden Wiederaufbau stellte man ihn originalgetreu in den alten Formen des frühen 17. Jahrhunderts wieder her. Brandspuren sind im Inneren stellenweise heute noch sichtbar. Im 18. Jahrhundert wurde der Turm von einem Stadtdiener bewohnt. Da der Turm in dieser Zeit auch als städtisches Gefängnis diente, ist im Obergeschoss eine originale hölzerne Arrestzelle erhalten geblieben:

13.03.2026: Der Hexenturm in Günzburg ist ein unscheinbarer, aber geschichtsträchtiger Teil der alten Stadtbefestigung. Er befindet sich in der äussersten Nordostecke der historischen Altstadt von Günzburg, direkt hinter der Frauenkirche. Ursprünglich war der Turm ein Wehrturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Während der Zeit der Hexenverfolgung im 17. Jahrhundert erhielt er seinen düsteren Namen, da dort mutmassliche Hexen inhaftiert wurden. Bekannt ist unter anderem der historische Fall der Günzburger Bürgerin Margareta Götz, die damals während der Hexenverfolgungen angeklagt wurde:

06.03.2026: Der Kalk- oder Hexenturm ist einer der drei noch erhaltenen Türme an der Nordostseite der alten Stadtbefestigung. Er ist heute fast vollständig von der ehemals umgebenden Wohnbebauung freigelegt. Der Hexenturm entstand als Wehrturm mit Zinnenkranz und Wehrplattform um 1500. Im Turm fanden die peinlichen Befragungen (Folter) der als Hexen denunzierten Personen statt. Eine quadratische Öffnung im Boden ist der Eingang zum düsteren Verlies. Im 19. Jahrhundert lagerten die Tüncher hier ihren Kalk:

06.03.2026: Der Rundturm in der Grabenstrasse, 1500 erstmals genannt, diente als Pulvermagazin. Im benachbarten Schiessberg (heute der Alte Friedhof) befand sich der Schiessplatz der Ostheimer Schützen. Die Regierenden im Bachgau liessen um 1520 ihre Wappen am Turm anbringen. Dies waren die drei Ringe von Hamann Echter als Vicedom, das grosse Wappen von Kardinal Albrecht v. Brandenburg sowie der Bock des Centgrafen Schade v. Ostheim, der sich heute noch im Ortswappen befindet:

06.03.2026: Nach Vereinbarung ist für Besuchergruppen ein Panoramablick auf die Dächer von Grossostheim und die Umgebung von dem ca. 20 m hohen Turmkranz möglich ist. Der am besten erhaltene 28 m hohe Spitze Turm dokumentiert seine Wehrhaftigkeit durch Pechnasen, Schiessscharten und Zinnen. Der Turm, 1551 erstmals genannt, diente früher auch als Gefängnis:

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