Türme
29.07.2025: Der Turm entstand 1430 an der der Elbe zugewandten Seite der Stadtbefestigung. Der Turm steht in der Nähe des Magdeburger Doms am Fürstenwall und erhebt sich über dem Schleinufer. In der näheren Umgebung sind mit dem Kiek in de Köken und dem Tatarenturm am Fürstenwall weitere Wehrtürme erhalten. Der ungewöhnliche, eher eine Ortsbeschreibung darstellende Name des Turms nimmt Bezug auf das neben der alten Möllenvogtei befindliche alte, gleichfalls erhaltene Stadttor Ausfahrt an der Möllenvogtei. Der Turm steht in der Nähe des südlichen Endes der alten Stadtbefestigung und damit noch hinter der ebenfalls im Süden der Stadt gelegenen Ausfahrt. Im Rahmen einer Grundsanierung wurde eine moderne Büronutzung auf insgesamt vier Etagen durch den Anbau eines äusseren Treppenturmes erschlossen. Im Turmaufsatz entstand zusätzlich eine exklusive Ferienwohnung, von der aus man einen atemberaubenden Blick auf den Dom, die Elbe und die Stadt geniessen kann:

29.07.2025: Der Turm entstand in den 1890er Jahren in gotissierendem Stil aus gelblichem Klinkermauerwerk mit dunklen gleichfalls aus Klinkern bestehenden Bändern. Bekrönt wird der dreigeschossige Turm von einem weit auskragenden, pyramidenförmigen Spitzhelm. An den Seiten befinden sich Schlitzfenster. An der südlichen Seite ist ein kleines Bedienhäuschen vorgelagert. Das Bauwerk gehörte zum hydraulischen Antrieb der wenige Meter weiter östlich die Elbe überspannenden Hubbrücke Magdeburg. Das Mittelfeld dieser Eisenbahnbrücke war beweglich und wurde bei höheren Wasserständen zeitweise hochgezogen. Das für den hierfür bestehenden hydraulischen Antrieb erforderliche Wasser wurde in diesem Druckwasserakkumulator mit etwa 50 bis 70 at bereitgehalten. Der Wasserturm stellt ein Zeugnis der für die Zeit von 1880 bis 1900 typischen Antriebsform dar und ist einer der nur selten erhaltenen Funktionsbauten dieser frühen Antriebstechnik. Städtebaulich ist der Turm im Zusammenhang mit der 1934 umgebauten Brücke und den in Teilen noch erhaltenen Bahnhofsanlagen von besonderer Bedeutung:

29.07.2025: Der insgesamt 61 Meter hohe Aussichtsturm gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke Magdeburgs. Er wurde 1927 unter der künstlerischen Oberleitung von Prof. Albinmüller als Krönung des Gesamtensembles zur Ersten Deutschen Theater-Ausstellung nach den Gedanken des Neuen Bauens errichtet. Besucher können täglich die 252 Stufen des Albinmüller-Turms erklimmen. Aber auch per Fahrstuhl gelangt man bequem auf die Aussichtsplattform, um die Schönheiten der Elbestadt entlang des grossen Stroms aus ungewohntem Blickwinkel zu entdecken. Bei klarem Wetter wird sogar der Brocken sichtbar:

29.07.2025: Der Bahnwasserturm in Stendal ist ein historisches technisches Bauwerk, das einst der Versorgung von Dampflokomotiven diente. Wassertürme dieser Art dienten dazu, das Wasser für Dampflokomotiven in einen Hochbehälter zu pumpen, um einen konstanten Druck zur schnellen Befüllung der Lokomotiven zu gewährleisten. Er befindet sich in der Nähe der Gleisanlagen des Stendaler Hauptbahnhofs, einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt in Sachsen-Anhalt. Wie viele Bahnwassertürme in Deutschland wurde er im Zuge der Modernisierung und des Rückgangs der Dampflokomotiven redundant:

29.07.2025: Der Pulverturm ist der letzte erhaltene aus einer Reihe von Wehrtürmen im Zuge der ehemaligen Stadtmauer. Der runde Turm stammt in seinen wesentlichen Teilen aus der Zeit um 1450. Der Ansatz der Stadtmauer ist noch heute deutlich zu erkennen:

28.07.2025: Unterhalb des Weinbergs in Burg stand bis 2002 das Gebäude der ehemaligen Maschinenfabrik Samuel Aston. Hier wurde im Zuge der Industriellen Revolution 1836 Burgs eine der ersten Dampfmaschinen errichtet. Heute dient der ehemalige Schornstein der Fabrik einem Storchenpaar als Heimat:

28.07.2025: Mit der Errichtung einer zentralen Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung entstand im Jahr 1902 der weithin sichtbare 46 Meter hohe Wasserturm. Innerhalb weniger Monate wurde dieser vom Burger Maurermeister Gustav Ortloff aus rotem Backstein gebaut. Wo einst das Presshaus für die reiche Weinernte stand, ist heute der Wasserturm zu finden. Hier auf dem Weinberg, der höchsten Stelle der Stadt, prägt er mit dem Stadtwappen Burgs Silhouette. Sein Tank fasste 400 Kubikmeter Wasser. In den 1980er Jahren wurde die Nutzung des Turmes für die Wasserversorgung der Stadt eingestellt. Heute gilt er als technisches Denkmal. Dank dem Verein Wasserturm Burg e.V. können Besucher seit 2017 Foto-Ausstellungen, Konzerte und Open-Air Kinoabende im und um den Wasserturm erleben:

28.07.2025: Der Wachturm ist ein Relikt der ersten Stadtbefestigung aus dem 11. Jahrhundert, vormals eckig, wurde er auf Grund der besseren Verteidigung gegen Kanonenkugeln abgerundet. Neben dem Turm befindet sich die sogenannte Katzentreppe, über die steinerne Geschosse für die Katapulte und Schleuder, auch Katzen genannt, herangeschafft wurden. Später wurden diese Steine als sogenannte Katzenköpfe beim Strassenbau verwendet. Seinen Namen erhielt der Hexenturm zur Zeit der Hexenverfolgung als dort die vermeintlichen Hexen eingesperrt wurden. So diente der Turm mit seinem sechs Meter tiefen Verlies ab dem 17. Jahrhundert der Inhaftierung von Frauen. In diese sogenannten Hexenprozesse waren auch Töchter bekannter Burger Familien involviert. Die bekanntesten Insassinnen waren z.B. die als Hexe bezichtigte Schwarze Barbara sowie die als Kindesmörderin überführte Marie Huhn. Bis 1846 wurde der Turm so als Kriminalgefängnis für lüderliche Mädgens genutzt. 1885 sollte er abgerissen werden, weil er keinen Verwendungszweck mehr erfüllte. Die Regierung in Magdeburg verhinderte dies. Zehn Jahre später wurde der Abriss des Turms erneut diskutiert. Ab 1985 wurde der Hexenturm saniert und schliesslich in den Stand eines Denkmals erhoben:

28.07.2025: Der Freiheitsturm wurde 1538 erstmalig erwähnt und befindet sich in der Altstadt von Burg in unmittelbarer Nähe zur historischen Stadtmauer. Im Volksmund wird der Turm Kuhturm genannt, weil die Bauern der Oberstadt dort ihr Vieh auf die Weiden der Feldmark Unterm Hagen trieben. Bis 1685 hatte der Turm Zinnen als obere Abgrenzung, später wurden Satteldach und Giebel aufgesetzt. Eine architektonische Besonderheit sind die sogenannten schwarzen Küchen, welche auf allen vier Etagen zu finden sind. Sie dienten der Beheizung des Turms und als Rauchabzug zur Essenszubereitung. Bis 1910 diente der Freiheitsturm als Gefängnis, danach als Obdachlosenasyl, Jugendherberge und schliesslich als Tierheim. Kaum zu glauben, aber der eigentliche Tordurchgang befindet sich zwei Meter unter dem heutigen Straßenniveau. Heute kann der Turm innerhalb von Gästeführungen oder bei Veranstaltungen besichtigt werden:

28.07.2025: Der Turm aus dem 14. Jahrhundert ist Teil der Zweiten Burger Stadtbefestigung, die ihre Feuertaufe 1629 im Dreissigjährigen Krieg bestand und der Stadt Burg den Titel: „…einer wohl fein verwahrten Stadt“ einbrachte. Während des Dreissigjährigen Krieges lieferten sich die Stadt Burg und schwedische Truppen in der Zeit von 1626-1644 heftige Kämpfe am dreigeschossigen Berliner Torturm. Er ist mit dem Hexenturm und dem Kuhturm einer von ehemals 30 Wehr- und Wachtürmen entlang der Stadtmauer. Das Verlies im Erdgeschoss diente einst als Gefängnis. Der Mittelteil diente mit seinen Schiessscharten der Verteidigung und zum Aufenthalt des Gefängniswärtners. Das Obergeschoss beherbergte einen an Sakralbauten erinnernden Rückzugsraum mit Kamin für die Wachen der Stadtmauer. Der grosse offene Kamin im oberen Raum, über dem eine Nachbildung des frühen Burger Wappens von 1550 hängt, spendete den Wachposten in der kalten Jahreszeit wohlige Wärme:
