Türme
16.01.2026: In einem Innenstadtnahen Wohngebiet steht dieser imposante Wasserturm, im lokaltypischen Stil der Wormser Neuromanik, mit vielen Erkern und reich verzierten Türmchen und Dachgestaltung. Der Bau nimmt Elemente der vielen anderen Türme der Befestigung und des Wormser Dom auf. Vergleichbar in äusserer Pracht und Aufwand ist er mit dem Mannheimer Wasserturm am Friedrichsplatz. Allerdings steht der Wormser Wasserturm nicht so repräsentativ solitär, sondern ist von höheren Häusern und Bäumen dicht umgeben. Erbaut wurde der Wormser Wasserturm von 1889 bis 1890 am Karlsplatz im Westend der Stadt durch Stadtbaumeister Karl Hofmann (1856-1933). Vor der Inbetriebnahme des Wasserturms versorgten sich die Einwohner aus öffentlichen oder privaten Pumpbrunnen. Nach eingehenden Wasser- und Bodenqualitätsuntersuchungen wurde im September 1887 ein Projekt für die Wasserversorgung der Stadt vorgelegt. Am 20. Oktober 1889 konnte das Wasserwerk den Betrieb aufnehmen. Bis zum Jahr 1962 diente der Turm der Wasserversorgung. 2007 bis 2009 wurde er durch die Grundstücksgesellschaft Wormser Wasserturm in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz zu modernen Wohneinheiten umgewandelt:

16.01.2026: Zu einem im Englischen Garten-Stil angelegten Park gehört Architektur. Deshalb erbaute Karl Bittel 1900 den Burgturm mit gotischer Spitzbogentür und Zinnenkranz sowie sein zweigeschossiges Wohnhaus (Kanzeleck), ein Putzbau mit Sandsteingliederung und Schmuckfachwerkelementen:

16.01.2026: An der Südostecke der früheren Stadtbefestigung befindet sich der Eckturm, der auf rechteckigem Grundriss innerhalb des ehemaligen Bundeswehrgeländes steht und der im Zuge weiterer Nutzungsentwicklungen dieses Geländes künftig für die Öffentlichkeit zugänglicher gemacht werden soll. Er war zur Zeit der Erstellung der Denkmaltopographie für die Stadt Worms eine Ruine, nicht mehr in voller Höhe erhalten und stadtseitig abgebrochen. Inzwischen wurde er rekonstruiert und erhielt dabei auch ein Dach:

16.01.2026: Der Rote Turm diente entlang der Ostseite der Stadtbefestigung zur Sicherung des Mühlbachausflusses. Er wurde um 1500 errichtet und 2004/05 mit angrenzenden Teilen der Stadtmauer saniert. Die Mauerdurchbrüche stammen aus jüngerer Zeit:

16.01.2026: An dem um 1500 an der Nordseite erbauten Turm lassen sich heute noch Ansatzstellen der Stadtmauer erkennen. 1983/84 wurde die Decke abgedichtet, mittlerweile sind wieder Sanierungen notwendig. Seinen Namen hat er von der spätgotischen, eselsförmigen Tür im Obergeschoss:

16.01.2026: Der Pulverturm diente, wie sein Name schon verrät, im Mittelalter als Pulvermagazin. Oberhalb des spitzgotischen Eingangs befindet sich eine Bauinschrift mit der Jahreszahl 1554. 1996 wurde er von freiwilligen Helfern im Rahmen einer Mach-mit-Aktion des Südwestrundfunks restauriert:

16.01.2026: Der Aulturm war und ist einer der höchsten Stadtmauertürme. Auch in Worms nannte man den einzigen Rundturm in der äusseren Stadtbefestigung bei Maria Münster Die Aul, ein Name, der auch sonst für runde Türme in alten Stadtbefestigungen vorkommt. Der Pfeddersheimer Aulturm galt in früherer Zeit als das am meisten gefürchtete Gefängnis. Heute ist er infolge der Wohnnutzung einer der am besten erhaltenen Wehrtürme des alten Pfeddersheim. Der Turm ist aus Bruchsteinen aufgebaut. Gesims und Dach des Turmes fehlen. Die vorhandenen Fenster sind zum Zwecke der späteren Wohnnutzung nachträglich eingebaut worden. Vom Aulturm in westlicher Richtung ist noch heute der ehemalige Stadtgraben als ausgeprägter Geländeeinschnitt erkennbar. Im Jahre 1818 wurde dieser Graben an die Anwohner verkauft, die bis heute dort ihre Hausgärten angelegt haben:

16.01.2026: Ein in seiner äusseren Bausubstanz noch gut erhaltener rechteckiger Turm etwa 200 m westlich vom Türturm ist der Johannisturm in der St.-Georgen-Strasse, der im grossen Bauernkrieg nördlich der Ortslage von Pfeddersheim anno 1525 eine besondere Rolle gespielt hat. An dieser Stelle, wo der Berghang von Norden her nahe an den Stadtgraben herantritt, bestand bei Angriffen infolge der Geländegestaltung eine besondere Gefährdung für den Ort. Der auf beiden Seiten zwischen Häusern eingeschlossene Johannisturm ist oben mit einem vorspringenden Rundbogenfries geschmückt. Über diesem befindet sich ein gezinnter Umgang, an dem auf jeder Seite zwei Schlitze und drei Wimperge sind. Auf der Plattform des Johannisturms steht noch ein pyramidenförmiger Aufbau, um den ein ausgezackter Steinkranz gelegt ist. Der Turm ist nach aussen kompakt geschlossen, nur eine viereckige Scharte ist nach dem Graben gerichtet. Die auf der Westseite befindliche rundbogige Tür führte vermutlich zum Wehrgang der Stadtmauer:

16.01.2026: Der Turm war Wehrturm der einstigen Stadtmauer um 1500 am höchsten Punkt des Ortes, flankiert von Halbtürmen. Er wurde im 19. Jahrhundert zu Wohnzwecken umgebaut und 1995 saniert:

16.01.2026: An der nordwestlichen Biegung der früheren Stadtmauer steht am Cästrich der runde Sprenger, auch Lenhardsturm genannt, der vier Turmetagen aufweist, die noch bis zu Beginn des Jahrhunderts für Wohnzwecke benutzt wurden. Deshalb hat man auch grössere Fenster in das Mauerwerk gebrochen, während zur Grabenseite noch alte Schiessscharten erhalten sind. Den oberen Abschluß mit einer Plattform bildete bis vor kurzem ein Rundbogenfries. Vor kurzem wurde der Sprenger vom Eigentümer umfassend restauriert, inzwischen wurde ein mit Fachwerk durchsetzter Aufbau mit einem nach oben abschliessenden spitzförmigen Dach errichtet. Am Tag des offenen Denkmals 1998 wurde der Sprenger wegen der stilvollen Restaurieungsarbeiten auf Veranlassung der Denkmalbehörde der Öffentlichkeit vorgestellt:
